ESYS sagt, wie die Energiewende gelingt

Kompakte Handreichung

Die nächsten vier Jahre sind Countdown und Chance zugleich: Trifft die neue Bundesregierung nicht schnell wegweisende Entscheidungen, sind die deutschen Klimaziele für 2030 und 2045 kaum mehr zu erreichen. Begreift sie hingegen die neue Legislaturperiode als Möglichkeit für eine fundamentale und zukunftsweisende Neuausrichtung, kann sie der Klima- und Energiepolitik einen dringend benötigten Anschub geben, um unwiderrufliche Folgen durch den Klimawandel abzuwenden. Mit dem Impulspapier „Wenn nicht jetzt, wann dann – wie die Energiewende gelingt“ legt das Akademienprojekt ESYS eine kompakte Handreichung vor, die elf wichtige Handlungsfelder für diesen energiepolitischen Neustart skizziert. weiterlesen…

Ziellücke schließen

Klimaschutz im Gebäudebereich verbessert und Treibhausgasemissionen reduziert

Die Bundesregierung hat (schon am 22.09.2021) die vom Bundesminister für Wirtschaft und Energie und dem Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat vorgelegten Maßnahmen für den Sektor Gebäude beschlossen. Mit diesen Maßnahmen werden der Klimaschutz im Gebäudebereich verbessert und die Treibhausgasemissionen reduziert. Insbesondere sollen diese Maßnahmen dazu beitragen, die 2020 entstandene Ziellücke im Gebäudebereich zu schließen. weiterlesen…

Buch: Zukunftsgewandte Mobilität

Konturen einer Verkehrswende

Mobilität ist Freiheit; Mobilität ist Grundbedingung für den Wohlstand; Mobilität nimmt permanent zu; Mobilität verursacht ein Viertel des globalen CO2-Ausstoßes – kurz: die Bewältigung künftiger Mobilitätsströme ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Benedikt Weibel – selbst seit 43 Jahren an zentralen Stellen im Mobilitätsgeschäft tätig – leuchtet in 37 Reflexionen in seinem im NZZ-Verlag erschienen Buch Wir Mobilitätsmenschen. Wege und Irrwege zu einem nachhaltigen Verkehr das komplexe Mobilitätsgeschehen von seinen Anfängen über die Gegenwart bis in die Zukunft auf. Daraus lassen sich die Konturen einer Verkehrswende ableiten, welche die Mobilität von Menschen und Gütern sichert und zugleich das unumgängliche langfristige Ziel erreicht: Den Verkehr von fossilen Treibstoffen zu befreien. weiterlesen…

Norwegens neue Regierung will weiter in Arktis bohren

Trotz EU-Konzept zum Schutz

Ihrem am 13.10.2021 verabschiedeten „Konzept für ein stärkeres Engagement der EU für eine friedliche, nachhaltige und prosperierende Arktis“ zufolge wird die EU ein Verbot der Erschließung neuer Öl-, Kohle- und Gasvorkommen in der Arktis anstreben, um eine vom Klimawandel stark betroffene Region zu schützen. Norwegens neue Mitte-Links-Regierung unter Jonas Gahr Støre von der Arbeiderpartiet hat laut Alexandra Brzozowski auf EURACTIV jedoch erklärt, sie werde versuchen, die lukrative Öl- und Gasindustrie des Landes auszubauen und gleichzeitig CO2-Emissionen zu senken. (Foto: Eisbär auf dem Trockenen – © Andy Brunner, unsplash) weiterlesen…

Temperatursensor soll Energie in Stahlindustrie einsparen

Produktionskosten senken und Produktqualität verbessern

Geschmolzener Stahl - © Erdenebayar auf pixabayUm Maschinen oder Werkzeuge herzustellen, braucht es Stahl. Bearbeitung, Verformen und Pressen des Stahls erfolgen bei hohen, möglichst konstanten Temperaturen. Ist dies nicht der Fall, kann das zu fehlerhaften Bauteilen und hohen Kosten für die Nachbearbeitung führen. Um dies zu verhindern und die Prozesse in der Stahlindustrie zu verbessern, entwickelt die Hochschule Landshut im Rahmen des Forschungsprojekts „AtoFurnance“ einen neuen berührungslosen Temperatursensor. Dieser ermöglicht eine wesentlich schnellere und präzisere Messung als bisher. Das Forscherteam unter Leitung von Prof. Tim Rödiger von der Fakultät Maschinenbau will damit die Stahlverarbeitung effizienter gestalten, die Materialqualität verbessern sowie Energie- und Produktionskosten senken. (Foto: Geschmolzener Stahl – © Erdenebayar Bayansan auf pixabay) weiterlesen…

„Deutschlands Neue Agenda“

Ziel: CEOs und Wissenschaftler präsentieren Roadmap für die nächste Bundesregierung

Von Automobil bis Zement, von Handel bis Flugverkehr, von Verwaltung bis Forschung – Deutschland will bis 2045 in allen Bereichen klimaneutral werden. Mehr als 50 namhafte CEOs, Wissenschaftler und Experten legten dazu mit „Deutschlands Neue Agenda“ eine konkrete Roadmap für die Parlamente und Regierungen der nächsten Jahrzehnte vor. Die Politik erhält damit einen genauen Fahrplan, welche Voraussetzungen bis 2022, 2025, 2030 erfüllt sein müssen, damit die Unternehmen die bereits beschlossenen Klimaziele für 2045 wirklich erreichen können und welche Rolle die Digitalisierung dabei spielen muss. Präsentiert am 14.10.2021 in Berlin von den Mit-Herausgeberinnen Veronika Grimm (Sachversta?ndigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung), Dirk Messner (Pra?sident des Umweltbundesamtes) und Stefan Schaible (Global Managing Partner Roland Berger). weiterlesen…

Offener Brief: Weg in nachhaltige Zukunft frei machen

Beratungsgremien an Politik

Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen WBGU hat gemeinsam mit dem Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE), dem Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (SVR), dem Sustainable Development Solutions Network (SDSN) Germany, der Wissenschaftsplattform Nachhaltigkeit 2030 (wpn2030) und weiteren Beiräten und Beratungsgremien der Bundesregierung einen offenen Brief an die Bundesvorsitzenden, Generalsekretäre sowie die Vorsitzenden der Bundestagsfraktionen von SPD, Bündnis 90/Die Grünen, FDP und CDU/CSU geschrieben. Solarify dokumentiert den Wortlaut. weiterlesen…

Der Weg zu Netto-Null mit flüssigen Brennstoffen

Alter Diesel wird mit OME zum Saubermann

Forscher der Monash University und der Hokkaido University haben eine Methode entwickelt, mit der Kohlendioxid in einen dieselähnlichen Kraftstoff umgewandelt werden kann, der das Potenzial zu einer flüssigen Kraftstoffalternative hat, mit der Autos nachhaltiger betrieben werden können. Wenn CO2 dem Herstellungsprozess der Kraftstoffproduktion zugefügt wird, können Kraftstoffe mit weniger oder umgekehrten Netto-CO2-Emissionen produziert werden. Wenn der für diesen Prozess benötigte Wasserstoff durch solarbetriebene Wasserelektrolyse bereitgestellt wird, wird der gesamte Prozess vollständig erneuerbar. Das Endergebnis sei ein Kraftstoffprodukt ohne Kohlenstoffemissionen, so die Webseite der Universität. weiterlesen…

Lesehinweis: Luftverkehr will nicht auf Wasserstoff oder Strom warten

Die Lösung: SAF

Nachhaltige Flugkraftstoffe können derzeitigen Kraftstoffen beigemischt werden, aber die Kosten sind noch zu hoch, um sie wirtschaftlich zu machen. Nach Ansicht von Wirtschaftsführern könnte sich dies mit der richtigen Unterstützung bald ändern, schreibt Dave Keating am 11.10.2021 im Energy Monitor. Seit Jahren ist der Luftverkehr das ultimative Klimaproblem – ein Sektor, der übergroße Auswirkungen hat, weil die Emissionen so hoch oben in der Atmosphäre entstehen. Der weltweite Luftverkehr musste bisher für seine CO2-Emissionen nicht zahlen, und fast alle Flugzeuge werden noch immer vollständig mit fossilen Brennstoffen betrieben. weiterlesen…

Wachsende Elektroschrottberge und nur 1 % Wiederverwendung

2,1 Mio.Tonnen weggeworfene E-Geräte

Anlässlich des Tags des Elektroschrotts am 14. Oktober weist die Deutsche Umwelthilfe (DUH) wieder einmal auf das Problem immer größer werdender Elektroschrottberge und viel zu geringer Sammelmengen hin: 2019 wurde in Deutschland mit rund 2,1 Millionen Tonnen Elektroschrott ein nie dagewesener Rekordwert erreicht. Gleichzeitig beträgt die Sammelmenge alter Elektrogeräte gerade einmal 44 Prozent, obwohl das Elektrogesetz 65 Prozent vorschreibt. Obwohl viele Altgeräte noch funktionstüchtig sind, wird hierzulande nur 1 Prozent zur Wiederverwendung aufbereitet. Die DUH fordert eine flächendeckende Rücknahme ausgedienter Elektrogeräte durch den stationären und Onlinehandel, die Verpflichtung für jeden Hersteller, die gesetzliche Sammelquote zu erfüllen und eine Quote von mindestens 15 Prozent für Altgeräte zur erneuten Nutzung. Dies müsse die neue Bundesregierung im Elektrogesetz festschreiben. weiterlesen…