Fracking-Verbot abgelehnt – Verbände-Kritik

Gesetz weiter in der Diskussion

„Sehr konstruktive Gespräche“ fänden derzeit über das Fracking-Gesetz der Bundesregierung zwischen den Koalitionspartnern CDU/CSU und SPD statt, sagte ein Vertreter der SPD-Fraktion am 16.03.2016 während der Sitzung des Bundestagsumweltausschusses. Gegenstand der Debatte waren unter anderem ein Antrag der Fraktion Die Linke (18/4819) und ein Gesetzentwurf der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (18/7551), die beide ein Frackingverbot erreichen wollten. Die Koalitionsmehrheit lehnte beide Vorhaben ab. Umweltverbände und Bürgerinitiativen forderten nach einem Entsorgungsskandal in Niedersachsen die Regierungsparteien in einem offenen Brief auf, Fracking zu verbieten. weiterlesen…

CO2 in neuen, nachhaltigen Baustoff verwandeln

Interdisziplinäres Forscherteam entdeckt mit Carbon-Upcycling CO2-Wiederverwendung

Ein interdisziplinäres Team der University of California, Los Angeles, hat einen Weg gefunden, das CO2 aus Kraftwerken und der Zementproduktion zu nutzen, um mit Hilfe von 3D-Druckern einen neuen Baustoff namens CO2NCRETE zu produzieren. weiterlesen…

Endlich: Lithium-Ionen-Batterien aus Deutschland

ZSW etablierte industrielle Pilotfertigung

E-Mobilität - Deutsche Öko-Autos - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur ZukunftDeutschland produziert weltweit renommierte Elektroautos, aber bislang keine Batterien dafür. Um dies zu ändern, haben Politik und Industrie in den letzten Jahren ihre F+E-Aktivitäten erheblich ausgebaut. Das trägt jetzt Früchte: Gemeinsam mit dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) ist es gelungen, in einer Pilotanlage zur industriellen Fertigung automobiltaugliche Lithium-Ionen-Zellen zu produzieren. weiterlesen…

Pilotversuch Wasserstoff + CO2

PSI und Energie 360° testen in Zürich Power-to-Gas-Technologie

Das größte Forschungsinstitut für Natur- und Ingenieurwissenschaften der Schweiz, das Paul Scherrer Institut (PSI) und das Zürcher Erneuerbare-Energien-Unternehmen Energie 360° unterziehen in der Biogas-Aufbereitungsanlage Werdhölzli die Power-to-Gas-Technologie einem Praxistest: Laut einer Medienmitteilung werden in einem speziellen Reaktor Wasserstoff und CO2 so durcheinander gewirbelt, dass sie sich besser zu Methan (CH4) zusammenschließen. weiterlesen…

Bundesverdienstkreuz für Amory Lovins

Zweiter Berlin Energy Transition Dialogue

Schon zum zweiten Mal versammelten sich am 17. und 18.03.2016 Hunderte von Gästen aus 74 Staaten zum „Berlin Energy Transition Dialogue – towards a global Energiewende“ im Berliner Außenministerium. Dessen Hausherr Steinmeier und Wirtschaftsminister Gabriel eröffneten die gemeinsam mit dem BEE veranstaltete internationale Konferenz, am zweiten Tag sprach Umweltministerin Hendricks. Einer der Höhepunkte: Die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an den amerikanischen Umwelt-Pionier Amory Lovins – 2009 im Time Magazine als einer der 100 einflussreichsten Menschen der Welt herausgestellt. weiterlesen…

„Alice, der Klimawandel und die Katze Zeta“

Ein Märchen über die Wahrheit – von Margret Boysen

PIK-Potsdam Foto © pik-potsdam.de_instituteBeim Schulausflug auf den Potsdamer Telegrafenberg läuft Alice einem weißen Kaninchen hinterher – und rutscht in den Lüftungsschacht des Supercomputers eines Klimaforschungs-Instituts. Es folgt eine Reise durch die virtuelle Welt der Rechenmodelle, vom tropischen Regenwald bis ins stille Eis der Antarktis. So ungewöhnlich beginnt eine neue Veröffentlichung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, frei nach Lewis Carrolls philosophischem Kinderbuchklassiker „Alice im Wunderland“. Mehr als 50 Wissenschaftler des Hauses lieferten Hintergründe und Expertisen für das jetzt auf der Buchmesse Leipzig vorgestellte und im Buchhandel erhältliche Werk von Margret Boysen.
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Die Vermessung der Ozeane

Klimawandel und Meeresspiegelanstieg auf der Spur
Mit freundlicher Genehmigung der Helmholtz Gemeinschaft

Wie genau die Ozeane funktionieren, besonders im Hinblick auf die Wechselwirkungen mit dem Klima, ist in weiten Teilen noch unverstanden. Es fehlt vor allem an Messdaten. Das internationale Projekt AtlantOS soll dies ändern.Thomas Röbke, freier Journalist, hat mit Martin Visbeck vom Kieler Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung GEOMAR darüber gesprochen. weiterlesen…

Industrielle Abwärme als Energieträger

Neue Wärmespeicher zur konstanten Stromversorgung

Ein neuartiger Wärmespeicher, wie er zu Forschungszwecken auf dem Campus der Universität Bayreuth installiert wurde, ermöglicht in Verbindung mit einer ORC-Anlage (einem seit alten Zeiten bekannten Dampfprozess) eine konstante Stromerzeugung auf der Basis von Abwärme. Auf diesem Weg lassen sich wetterbedingte Schwankungen von Photovoltaik- und Windkraftanlagen ausgleichen. weiterlesen…

„Der Stöpsel ist aus der Flasche“

Agora mit positiver Bilanz fünf Jahre nach Fukushima
Zahlreiche Trends weisen in richtige Richtung, einige Baustellen noch offen

Fünf Jahre nach Fukushima ist die Bilanz laut Agora Energiewende zumindest im Strombereich überwiegend positiv. „Der Anteil der Erneuerbaren Energien hat sich beinahe verdoppelt, der Ausstieg aus der Kernenergie verläuft nach Plan, die Versorgungssicherheit mit Strom hat sich noch verbessert und die großen Kostensteigerungen beim Ausbau der Erneuerbaren Energien gehören der Vergangenheit an“, resümierte Agora-Direktor Patrick Graichen in einer Veranstaltung am 07.03.2016 zum fünften Jahrestag der Katastrophe in Japan. Agora Energiewende präsentierte anlässlich des fünften Jahrestages der Energiewendebeschlüsse nach Fukushima eine Chronologie der bisherigen Entwicklung seit den 80er-Jahren, die sowohl auf der Webseite als auch als gedrucktes Poster zur Verfügung steht.
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Erpressung hilfreich gegen Klimawandel

Wähler favorisieren erpresserische Repräsentanten

Ziehen Politikerinnen und Politiker ihre Verhandlungsgegner über den Tisch und vermeiden faire Zugeständnisse, haben sie gute Chancen, wiedergewählt zu werden: Ein Klimaspiel und ein spieltheoretisches Modell zeigen, dass Probanden Repräsentanten mit erpresserischer Verhandlungsstrategie bevorzugen. Teilnehmer großer politischer Konferenzen können ein Lied davon singen – immer wieder scheitern Verhandlungen an unkooperativem, egoistischem Verhalten einzelner Unterhändler. An den jahrelangen, oft vergeblichen Einigungsversuchen auf ein Klimaabkommen lässt sich dies genauso studieren wie an den aktuellen Schwierigkeiten, die EU-Länder auf gemeinsame Quoten bei der Flüchtlingsaufnahme festzulegen. Forschern der Max-Planck-Institute für Evolutionsbiologie (Plön) und für Meteorologie sowie der Harvard-Universität zufolge liegt dies daran, dass sich Menschen lieber von erpresserischen Verhandlungsstrategen vertreten lassen: den eigenen Anteil an einer Gemeinschaftsaufgabe möglichst niedrig halten, durch standhaftes „Mauern“ andere zwingen, das Defizit auszugleichen, und am Ende vom Erreichen des gemeinsamen Ziels am meisten profitieren. weiterlesen…