Verbesserungen bei der Energieeffizienz

Private Haushalte fallen zurück/Langfristentwicklung hinter Zielvorstellungen

In Deutschland hat sich die gesamtwirtschaftliche Energieeffizienz deutlich verbessert. 2018 verzeichnete die Entwicklung – bereinigt um Temperatur- und Lagerbestandseffekte – einen Sprung von 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Um Waren und Dienstleistungen im Wert von 1.000 Euro zu produzieren, wurden nach vorläufigen Schätzungen der AG Energiebilanzen in Deutschland nur noch 4,5 Gigajoule (GJ) Primärenergie eingesetzt. Das sei ein weltweit vorbildlicher Wert und entspreche einer Verbesserung von über 40 Prozent gegenüber 1990, heißt es in einer AGEB-Pressmitteilung vom 18.10.2019. weiterlesen…

Recycling von PV-Zellen gelöst?

Silizium ausgedienter Solarmodule wird zu Nanosilizium für Batterien

Ein Forscherteam des Deakin’s Institute for Frontier Materials in Melbourne, Australien hat – einer Medienmitteilung ihres Hauses vom 14.10.2019 folgend – einen Weg gefunden, Silizium aus Abfall-PV-Modulen zu extrahieren und für Batterien in Nanosilizium umzuwandeln. Dieser Prozess sei ein wichtiger Schlüssel für das Photovoltaik-Recycling. Die Materialwissenschaftler Mokhles Rahman und Prof. Ying (Ian) Chen haben bei der Untersuchung Pionierarbeit geleistet, sie sagen, es sei der Schlüssel zur Wiederverwendung von verworfenen Solarzellen und verhindere, dass hochwertige Abfälle auf Deponien landen. (Foto: Silizium – zwei Formen – © Donna Squire, Deakin University) weiterlesen…

Beteiligung der Zivilgesellschaft unabdingbar

Sondersitzung des Aktionsbündnis Klimaschutz zu Klimaschutzprogramm 2030

In einer Sondersitzung des Aktionsbündnisses Klimaschutz beriet das Bundesumweltministerium am 21.10.2019 mit Vertretern unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen über die Frage, wie das Klimaschutzprogramm 2030 bestmöglich umgesetzt werden kann. Im Klimaschutzprogramm 2030 wird das Aktionsbündnis als zentrales Gremium zur Beteiligung aller relevanten Stakeholder benannt. Das Programm wurde am 09.10.2019 vom Bundeskabinett beschlossenen. weiterlesen…

Bevölkerung will Energiewende

Wichtig für den Kampf gegen den Klimawandel: Bürger wollen mehr Erneuerbare Energien

Kaum ein Thema war in den vergangenen Monaten so präsent wie der Klimaschutz. Ein großer Baustein im Aufhalten des menschengemachten Klimawandels ist die Umsetzung der Energiewende. „Erneuerbare Energien können sehr viel dazu beitragen, die Treibhausgasemissionen in Deutschland zu reduzieren, und zwar im Strom-, Verkehrs- und Wärmesektor“, sagt Robert Brandt, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE). „Die deutsche Bevölkerung weiß, wie wichtig Erneuerbare dafür sind. Unsere neue Akzeptanzumfrage zeigt, dass die Menschen die Energiewende wollen.“ weiterlesen…

Die übertriebene Hoffnung namens Aufforstung

Wälder pflanzen gegen den Klimawandel – das hört sich gut an. Aber weltweit fallen immer noch Urwälder, und Absichtserklärungen allein reichen nicht aus.

Für den globalen Klimaschutz durch Wälder war 2019 ein katastrophales Jahr: In Amazonien nahm die Abholzung und die Zahl der Feuer verglichen mit den Vorjahren drastisch zu, in Bolivien gingen mehr als fünf Millionen Hektar Waldland in Flammen auf. In Indonesien brannten Wälder ebenso ab wie im Kongo. Und auch in Sibirien, in Kanada und Alaska tobten riesige Flächenfeuer in den Nadelwäldern der Region. Die Gesamtbilanz 2019 steht noch aus, doch vorläufige Schätzungen beziffern die freigesetzte Kohlendioxidmenge höher als die mancher Industriestaaten in einem ganzen Jahr. Eine Kolumne von Daniel Lingenhöhl erschienen in Spektrum Kompakt. weiterlesen…

Klimaschutz mit Komfort: Mehr Nachtzüge braucht das Land!

Von der Flugscham zur Reiselust: Wie großartig es wäre, über Nacht durch ganz Europa reisen zu können

Dass schon eine einzige Flugreise mehr erderhitzendes Kohlendioxid freisetzt als die meisten anderen Dinge, die man im Alltag so tut in einem ganzen Jahr, hat sich inzwischen herumgesprochen. Der positive Umkehrschluss: Keine andere Verhaltensänderung bringt pro Kopf so viel für den Klimaschutz wie vom Flugzeug auf ein umweltfreundliches Verkehrsmittel umzusteigen. Ein Beitrag aus dem Online-Magazin Busy Streets von Christian Schwägerl weiterlesen…

Paradigmenwechsel in der Forstwirtschaft überfällig

Waldstrategie 2050: Ökologische Waldwende überfällig

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) fordert anlässlich der Verbändeanhörung zur Waldstrategie 2050 eine ökologische Kehrtwende im Umgang mit dem deutschen Wald. „Die Waldstrategie 2050 muss die ökologische Waldwende einleiten“, erklärt Hubert Weiger, Vorsitzender des BUND. „Ein Paradigmenwechsel in der Forstwirtschaft ist überfällig.“ weiterlesen…

Zahnloser Tiger?

Warum ein starker Expertenrat für Klimaschutz so wichtig ist

CO2-Reduktion und Klimaziele überwachen, Vorschläge machen, wenn die Klimaschutzmaßnahmen der Minister nicht ausreichen und jährlich Bilanz ziehen. Das hätte der mit dem Klimaschutzgesetz neu geschaffene „Expertenrat für Klimafragen“ übernehmen können und wäre so zum Herzstück eines ansonsten verkorksten Klimaschutzgesetzes geworden. Die Ideen lagen auf dem Tisch. Doch CDU/CSU und SPD haben ihn zum zahnlosen Tiger gemacht, wie Clemens Weiß am 14.10.2019 für energiezukunft schrieb. weiterlesen…

Alkohol-Elektrosynthese energieeffizienter gestalten

Einstufige elektrochemische Reduktion von CO2 zu Methanol, Ethanol, Propanol und Butanol

Ein einstufiges Verfahren zur elektrochemischen Herstellung von Methanol, Ethanol, Propanol und Butanol aus CO2 und Wasser entwickeln – so lautet die Zielsetzung von „ElkaSyn – Steigerung der Energieeffizienz der elektrokatalytischen Alkoholsynthese“. Hinter dem Forschungsprojekt stehen das Fraunhofer UMSICHT (Koordination), die Siemens AG, die Mitsubishi Hitachi Power Systems Europe GmbH, das Institut für Technische Chemie der Universität Stuttgart sowie die Lehrstühle für Anorganische Chemie I und für Verfahrenstechnische Transportprozesse der Ruhr-Universität Bochum. (Foto: 300-ml-Hochdruckreaktor für die elektrochemische Alkoholsynthese – © Fraunhofer Umsicht) weiterlesen…

Keramische Technologien für hocheffiziente Power-to-X-Prozesse

Einzelprozesse eines Power-to-X-Systems intelligent koppeln und zusammenfassen

Die rasche Reduzierung von CO2-Emissionen ist weltweit eine der dringendsten und herausforderndsten Aufgaben unserer Zeit. Neben der Strategie, CO2-Emissionen zu vermeiden, gibt es bereits Technologien, um unvermeidbares CO2 in wertvolle Produkte umzuwandeln. Doch diese sogenannten Power-to-X-Prozesse sind derzeit noch zu ineffizient und zu teuer. Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Keramische Technologien und Systeme in Dresden haben nun keramikbasierte Reaktoren entwickelt, mit denen aus CO2 und Wasserdampf Grundstoffe für die chemische Industrie herstellbar sind: und das deutlich effizienter und klimaneutral. (Foto: Wissenschaftler des Fraunhofer IKTS entwickelten keramische Technologiekonzepte zur Auslegung hocheffizienter Power-to-X-Prozesse – © Fraunhofer IKTS) weiterlesen…