Zur Dialektik des Kohlekompromisses

Die Ergebnisse der Kohlekommission sind beides: klimapolitisch ungenügend und gesamtpolitisch verantwortungsvoll

Dass sich die Kohlekommission nach hartem Ringen auf einen fast einstimmig verabschiedeten Kompromiss verständigt hat, ist ein politischer Fortschritt im zähen Kampf des Kohlelandes Deutschland mit sich selbst. Der Kompromiss ist auch ein Signal zur Handlungsfähigkeit der liberalen Demokratie in den großen und schwierigen Fragen. Daran gab es im Vorfeld berechtigte Zweifel. Gleichzeitig hinterlassen die Ergebnisse einen bitteren Beigeschmack. Jedenfalls bei allen, die vor der Dynamik des Klimawandels und seinen Folgen nicht die Augen verschließen. Ein Kommentar von Gerd Rosenkranz, veröffentlicht von der Heinrich Böll Stiftung am 26.02.2019. – Mit freundlicher Genehmigung – weiterlesen…

Kohlenstoff im Kreislauf

Aus Abgas wird Rohstoff: Carbon2Chem®-Laboreinweihung

„Wir führen den Kohlenstoff im Kreislauf“ – ein klares Motto für das Verbundprojekt Carbon2Chem® (C2C – siehe solarify.eu/carbon2chem-von-ccs-zu-ccu), in dem ein Konsortium aus Wirtschaft und Wissenschaft seit dem 27.06.2016 an Umsetzungskonzepten zur Reduzierung der CO2-Emissionen in der Industrie arbeitet – unter anderem im am 07.03.2019 eingeweihten projekteigenen Carbon2Chem®-Labor auf dem Gelände des Fraunhofer-Instituts für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT in Oberhausen. weiterlesen…

CIGS-Dünnschicht-PV Schlüsseltechnologie für globale Energiewende

Neues White Paper von HZB und ZSW

Ein neues Whitepaper der Forschungsinstitute ZSW und HZB zeigt: CIGS-Dünnschicht-Solarzellen besitzen großes Potenzial für Klimaschutz und Wirtschaftswachstum. CIGS-Dünnschichtmodule bieten hohe Leistung zu geringen Kosten, und ihre Herstellung benötigt wenig Energie. Außerdem erlauben CIGS-Module auch ästhetisch anspruchsvolle Gestaltungen in Gebäuden und Fahrzeugen. Damit hat CIGS erhebliche Vorteile gegenüber anderen Technologien. Das neue Whitepaper beschreibt Stärken und Einsatzmöglichkeiten von CIGS und die daraus resultierenden großen Chancen auch für die Wirtschaft. weiterlesen…

Das große Bild einer Europäischen Energiewende 2030

Agora Energiewende legt ein Big Picture vor, wie die EU-Klima- und Energieziele erreicht werden können

Bis 2030 werden die Länder der Europäischen Union deutliche Umstellungen im Energiebereich vornehmen müssen, um die EU-Klima- und Energieziele zu erreichen. Diese sehen EU-weit vor, die Treibhausgasemissionen um 40 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren, den Primärenergieverbrauch um mehr als ein Viertel gegenüber 2005 zu verringern, und den Anteil Erneuerbarer Energien am gesamten Endenergieverbrauch auf fast ein Drittel zu steigern. Gleichzeitig sollen die Wirtschaft innovativ, die Industrie wettbewerbsfähig und die Energieversorgung sicher sein sowie die Umstellung sozial gerecht verlaufen. So haben es die EU-Staaten und das Europäische Parlament kürzlich vereinbart. Was diese Ziele konkret bedeuten und wie sie sich sozial ausgewogen und kosteneffizient erreichen lassen, legt Agora Energiewende in der Studie „European Energy Transition 2030: The Big Picture“ dar. weiterlesen…

Greenpeace: Nicht Handeln wird teuer

Verpasst Bundesregierung EU-Klimaziele im Verkehr, werden hohe Ausgleichszahlungen fällig

Nur mit schnell wirksamen Schritten für mehr Klimaschutz im Verkehr kann Deutschland zusätzliche Kosten bis 36 Milliarden Euro vermeiden. Dies ist das Ergebnis einer Kurzexpertise des NewClimate Institute im Auftrag von Greenpeace. Agora Verkehrswende sprach im vergangenen September sogar von 60 Milliarden. weiterlesen…

Energy-X – Transformative Chemie für nachhaltige Energie-Zukunft

Neues EU-Energieforschungsprojekt

Das EU-Projekt ENERGY-X, eine “Coordination and Support Action” im EU-Programm Horizon 2020, ist am 04.03.2019 in Prag gestartet worden. Der Klimawandel zwingt uns dazu, neue Wege für eine nachhaltige Energiegewinnung und chemische Produktion zu entwickeln und die fossilen Rohstoffe, auf denen diese Branchen bisher beruhen, zu ersetzen. ENERGY-X wird die wissenschaftlichen Grundlagen und Technologien für die wirtschaftliche Produktion von CO2-neutralen Kraftstoffen, Chemikalien und Materialien entwickeln. (Grafik: Energy-X Übersicht – © energy-x.eu/about)
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Fünf neue globale Umweltrisiken

UN-Report Frontiers 2018/19

Die UNO warnt in einem neuen Bericht vor fünf globalen Umweltrisiken, die ihrer Überzeugung nach zu wenig beachtet werden: Von den Innovationen und ethischen Dilemmata der synthetischen Biologie bis hin zu den Optionen für eine angemessene internationale Anpassung an den Klimawandel. Der UN-Report Frontiers 2018/19 untersucht aufkommende Umweltprobleme des Planeten. Die UNEP Frontier-Reihe verbindet neue Wissenschaften mit ergebnisorientierten politischen Maßnahme-Vorschlägen in Bezug auf die Gesundheit der Umwelt und ihre Nachhaltigkeit. Die Ausgabe 2018/19 setzt die Tradition hochrangiger Texte fort, die von illustrativen Infografiken begleitet werden und die Interaktivität von Links zu Videos über verwandte Forschung und Informationen zeigen. weiterlesen…

Vorreiter aus Europa zeigen aktiven Klimaschutz

BMU lädt zur zweiten Jahreskonferenz der Europäischen Klimaschutzinitiative (EUKI)

Unter Beteiligung der rumänischen EU-Ratspräsidentschaft findet am 05. und 06.03.2019 in Berlin die zweite Vernetzungskonferenz der Europäischen Klimaschutzinitiative (EUKI) statt. Eingeladen sind Vertreter der EUKI-Projekte aus ganz Europa. Ziel der Konferenz ist es, sich zu guten Praxisbeispielen im Klimaschutz auszutauschen und Synergien zu schaffen, um das Pariser Übereinkommen in der EU umzusetzen. Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth hat zur Eröffnung der Konferenz am 05.03.2019 gemeinsam mit seinem rumänischen Kollegen Ion Cîmpeanu Klimaschutzvorreiter aus ganz Europa begrüßt. weiterlesen…

„Wir sind auf dem Weg zu 3, 4 oder 5 Grad Erwärmung“

Zwei-Grad-Grenze-Erfinder kein Verfechter von Temperaturzielen

Der amerikanische Ökonom William Nordhaus hat 1977 zum ersten Mal von einer Zwei-Grad-Grenze gesprochen (siehe solarify.eu/zwei-grad-grenze). 2018 bekam er unter anderem dafür den Wirtschaftsnobelpreis. In einem Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS: „Klimaschutz ist nicht sehr teuer“) plädierte der 67jährige am 03.03.2019 für eine weniger verbissene Sicht der Klimaziele: „Ich bin kein Verfechter davon, die Ziele so festzuzurren. Sie helfen natürlich, Politik zu machen. Aber das sind mehr Hoffnungen als tatsächliche Politik.“ Die 1,5-Grad-Grenze sei jetzt wahrscheinlich schon gar nicht mehr einzuhalten: „Selbst wenn wir es schaffen würden, die Erderwärmung auf drei Grad zu begrenzen, wäre das besser als der Pfad, auf dem wir jetzt sind.“ weiterlesen…

Eine Vision für Nachhaltigkeit

Innovative Wechselrichter für Batteriespeicher

Energiespeicherung soll zum Stützpfeiler der Energiewende und Elektromobilität werden, ihr stehen aber noch viele Hindernisse im Wege. Arthur Singer ist überzeugt, eine Lösung gefunden zu haben. Mit seinem Team hat der Projektleiter an der Universität der Bundeswehr München eine Technologie entwickelt, die es ermöglicht, Batteriespeicher günstiger, sicherer und gleichzeitig leistungsstärker zu machen. (Foto: Das Gründerteam Arthur Singer, Christoph Dietrich, Nam Truong, Martin Sprehe (v.l.n.r.) – © Universität der Bundeswehr München) weiterlesen…