UBA: Stickoxide auch in kleinen Dosierungen schädlich

Recherchen von „Report Mainz“

Stickoxide aus Dieselmotoren schaden der Gesundheit auch in niedrigen Mengen erheblich, so eine Studie des Umweltbundesamts, die dem Magazin Report Mainz vorliegt – das wiederum sagt Werner Eckert, Umweltexperte des SWR (21.02.2018). Berichte in ARD-Aktuell. In der UBA-Studie sei nach Angaben der Forscher erstmals flächendeckend untersucht worden, welche gesundheitlichen Schäden durch Stickstoffdioxid verursacht werden können. Ergebnis: Auch sehr geringe NO2-Konzentrationen, wie in ländlichen Gebieten, können gravierende gesundheitliche Folgen haben – und zwar auch weit unterhalb des gültigen Jahresmittel-Grenzwertes von 40 µg/m³ Luft. weiterlesen…

BUND-Umfrage: Klarer politischer Handlungsauftrag

Mehrheit der Bevölkerung für Nachrüstung von Diesel-Pkw auf Kosten der Autohersteller

Eine überdeutliche Mehrheit von 83 Prozent der Bevölkerung in Deutschland spricht sich dafür aus, dass die neue Bundesregierung die Autohersteller dazu verpflichtet, Dieselfahrzeuge, die von dem Abgasskandal betroffen sind, auf Herstellerkosten so nachzurüsten, dass diese die gelten Abgasgrenzwerte auch im Alltagsbetrieb einhalten. Das hat eine aktuelle repräsentative Emnid-Umfrage im Auftrag des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ergeben. weiterlesen…

Jülicher Experten auf der Spur der Stickoxide

Mit dem MOBILAB die Effizienz lufthygienischer Maßnahmen in Ballungsgebieten bewerten

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entscheidet am 27.02.2018 darüber, ob Fahrverbote für Dieselfahrzeuge in Großstädten wegen hoher Schadstoffbelastungen gesetzlich zulässig sind. Um zu beurteilen, ob Maßnahmen wie Fahrverbote sinnvoll sind, werden jedoch differenzierte Messdaten und verlässliche Computermodelle benötigt, erklären Jülicher Klimaforscher mit Pressemitteilung vom 21.02.2018. Sie erfassen mit ihrem Messfahrzeug MOBILAB zeitlich und räumlich hochaufgelöst, wie Stickoxide und andere Luftschadstoffe in Großstädten verteilt sind und wer die Verursacher sind. weiterlesen…

Benziner mehr Feinstaub – Diesel mehr NOx

Studie in Scientific Reports

Während der Bund angeblich überlegt, ob Städte Stink-Diesel von bestimmten Straßen verbannen (der dann in bisher nicht betroffene Wohngebiete ausweichen wird) dürfen, während also kurz vor der Leipziger Urteilsverkündung mit ernster Miene ein veritabler Schildbürgerstreich angekündigt wird – hat den die Autoindustrie ersonnen? – kommt nun eine neue Studie des Inhalts heraus, dass beide, Benziner und Diesel, Dreck am Auspuff haben – nur verschiedener Provinienz und Qualität: Die einen (Benziner) zu viel Feinstaub – die anderen (Diesel) zu viel Stickoxide. Fazit: Beide gehören an den Pranger. weiterlesen…

PIK: Sozialwissenschaften und Naturwissenschaften mit vereinten Kräften

(Halb-)Neue Doppelspitze

„Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) startet durch“ – so eine Medienmitteilung vom 23.02.2018 – „eine innovative Doppelspitze soll Naturwissenschaften und Sozialwissenschaften künftig so stark wie nie zusammenführen“. Ab Ende September übernehmen der deutsche Ökonom Ottmar Edenhofer (bisher stellvertretender Direktor) und der schwedische Erdsystemforscher Johan Rockström gemeinsam die Führung des weltweit renommierten Instituts. Dies beschloss am 23.02.2018 das Kuratorium des PIK unter Leitung des Brandenburgischen Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur sowie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Mit dem Abschied des Gründungsdirektors Hans Joachim Schellnhuber nach einem Vierteljahrhundert an der Spitze des zur Leibniz-Gemeinschaft gehörenden Instituts wird in Potsdam eine neue Ära beginnen. weiterlesen…

Fell: „Erdgas ist Teil des Klimaproblems und keine Lösung“

Neueste Studie der NASA zeigt den erschreckenden Klimaeinfluss von Erdgas

Von der Industrie wird oft behauptet, dass Gas ein klimafreundlicher Energieträger sei, der gemeinsam mit den Erneuerbaren Energien den Klimaschutz voranbringe. Das die Kohle ablösende Erdgas trage wesentlich zur Reduktion von CO2-Emissionen bei, so die Argumentation. In der Tat sind die CO2-Emissionen von Erdgas deutlich geringer als die von Kohle und Öl. Für die Klimabewertung von Erdgas ist die Zahl der CO2-Emissionen jedoch nicht erschöpfend, denn obgleich Erdgas in der Verbrennung CO2-ärmer ist, werden in der gesamten Prozesskette mehr Klimagasemissionen als bei Kohle oder Erdöl produziert. Denn bei der Förderung und dem Transport von Erdgas wird erheblich Methan ausgestoßen – und die Wirkung von Methan ist wesentlich klimaschädlicher als die von CO2. Hans-Josef Fell am 22.02.2018 zu den Erkenntnissen der NASA-Erdgas-Studie. weiterlesen…

TH Wildau und HU Berlin „im Tandem zu biotechnologischen Verfahren“

Photobiohybride Elektroden für die lichtgetriebene Wertstoffsynthese

Seit Februar 2018 laufen gemeinsame Forschungsarbeiten der TH Wildau und der Humboldt Universität zu Berlin in einem vom BMBF geförderten Projekt mit dem Titel „Photobiohybride Elektroden für die lichtgetriebene Wertstoffsynthese“ – so eine Medienmitteilung aus Wildau. Damit soll auf biotechnologischem Wege Sonnenenergie sowohl in elektrische als auch chemische Energie umgewandelt werden.
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Gute Grafiken zum Klimawandel: Die Anleitung

Zwölf Ratschläge

Der Weltklimarat IPCC wird oft kritisiert, seine Berichte und Illustrationen seien wenig verständlich. Wie das Portal klimafakten berichtet, haben jetzt Psychologen und Klimaforscher des britischen Empfehlungen erarbeitet, wie sich Klima-Daten besser visualisieren lassen: „Zwölf Ratschläge bringen es auf den Punkt“. weiterlesen…

Fell: „Internationales Entsetzen über Klimaschutz-Versagen der deutschen Regierung“

Eine Kritik von Hans-Josef Fell – Präsident der Energy Watch Group (EWG)

Allmählich wird sichtbar, welche verheerende Wirkung die Große Koalition international erzielt, da sie die Erreichung der deutschen Klimaschutzziele für 2020 aufgegeben hat und in Deutschland die CO2-Emissionen seit Jahren sogar wieder steigen. Deutschland galt jahrzehntelang als internationaler Vorreiter im Klimaschutz. In anderen Ländern kämpften und kämpfen viele engagierte Politiker in ihren Parlamenten und NGOs in der Öffentlichkeit dafür, eine wirksame Klimaschutzpolitik durchzusetzen. Der Verweis auf die große Industrienation Deutschland, die das sogar zusammen mit dem Atomausstieg erfolgreich schaffe, gehörte zu den Standartargumenten weltweit. Gerade der schnelle Ausbau der Erneuerbaren Energien löste bei vielen Erstaunen aber auch Nachahmung aus, wie man an den über 100 weltweit kopierten EEGs schnell ablesen kann. Doch Deutschland ist zurückgefallen in der weltweiten Energiewende, ist längst kein Klimaschutz-Vorreiter mehr, wie Hans-Josef Fell am 20.02.2018 kritisiert. weiterlesen…

Unmittelbare CO2Senkung entscheidend

Meeresspiegel: Jede Verzögerung der Emissionswende um 5 Jahre führt bis 2300 zu 20 cm höherem Anstieg

Um die Risiken des Meeresspiegelanstiegs zu begrenzen, ist es entscheidend, so früh wie möglich den Scheitelpunkt der CO2-Emissionen zu erreichen – selbst wenn die globale Erwärmung auf deutlich unter 2° C begrenzt wird. Eine Studie in der Fachzeitschrift Nature Communications untersucht erstmals das Meeresspiegel-Vermächtnis, das mit dem Pariser Klimaabkommen bis 2300 zu erwarten ist. Die zentralen Projektionen der Studie kommen auf einen Anstieg des globalen Meeresspiegels zwischen 0,7 m und 1,2 m, wenn Paris vollständig umgesetzt wird, wie das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung am 20.02.2018 mitteilte. weiterlesen…