PIK: Sozialwissenschaften und Naturwissenschaften mit vereinten Kräften

(Halb-)Neue Doppelspitze

„Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) startet durch“ – so eine Medienmitteilung vom 23.02.2018 – „eine innovative Doppelspitze soll Naturwissenschaften und Sozialwissenschaften künftig so stark wie nie zusammenführen“. Ab Ende September übernehmen der deutsche Ökonom Ottmar Edenhofer (bisher stellvertretender Direktor) und der schwedische Erdsystemforscher Johan Rockström gemeinsam die Führung des weltweit renommierten Instituts. Dies beschloss am 23.02.2018 das Kuratorium des PIK unter Leitung des Brandenburgischen Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur sowie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Mit dem Abschied des Gründungsdirektors Hans Joachim Schellnhuber nach einem Vierteljahrhundert an der Spitze des zur Leibniz-Gemeinschaft gehörenden Instituts wird in Potsdam eine neue Ära beginnen. weiterlesen…

Fell: „Erdgas ist Teil des Klimaproblems und keine Lösung“

Neueste Studie der NASA zeigt den erschreckenden Klimaeinfluss von Erdgas

Von der Industrie wird oft behauptet, dass Gas ein klimafreundlicher Energieträger sei, der gemeinsam mit den Erneuerbaren Energien den Klimaschutz voranbringe. Das die Kohle ablösende Erdgas trage wesentlich zur Reduktion von CO2-Emissionen bei, so die Argumentation. In der Tat sind die CO2-Emissionen von Erdgas deutlich geringer als die von Kohle und Öl. Für die Klimabewertung von Erdgas ist die Zahl der CO2-Emissionen jedoch nicht erschöpfend, denn obgleich Erdgas in der Verbrennung CO2-ärmer ist, werden in der gesamten Prozesskette mehr Klimagasemissionen als bei Kohle oder Erdöl produziert. Denn bei der Förderung und dem Transport von Erdgas wird erheblich Methan ausgestoßen – und die Wirkung von Methan ist wesentlich klimaschädlicher als die von CO2. Hans-Josef Fell am 22.02.2018 zu den Erkenntnissen der NASA-Erdgas-Studie. weiterlesen…

TH Wildau und HU Berlin „im Tandem zu biotechnologischen Verfahren“

Photobiohybride Elektroden für die lichtgetriebene Wertstoffsynthese

Seit Februar 2018 laufen gemeinsame Forschungsarbeiten der TH Wildau und der Humboldt Universität zu Berlin in einem vom BMBF geförderten Projekt mit dem Titel „Photobiohybride Elektroden für die lichtgetriebene Wertstoffsynthese“ – so eine Medienmitteilung aus Wildau. Damit soll auf biotechnologischem Wege Sonnenenergie sowohl in elektrische als auch chemische Energie umgewandelt werden.
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Gute Grafiken zum Klimawandel: Die Anleitung

Zwölf Ratschläge

Der Weltklimarat IPCC wird oft kritisiert, seine Berichte und Illustrationen seien wenig verständlich. Wie das Portal klimafakten berichtet, haben jetzt Psychologen und Klimaforscher des britischen Empfehlungen erarbeitet, wie sich Klima-Daten besser visualisieren lassen: „Zwölf Ratschläge bringen es auf den Punkt“. weiterlesen…

Fell: „Internationales Entsetzen über Klimaschutz-Versagen der deutschen Regierung“

Eine Kritik von Hans-Josef Fell – Präsident der Energy Watch Group (EWG)

Allmählich wird sichtbar, welche verheerende Wirkung die Große Koalition international erzielt, da sie die Erreichung der deutschen Klimaschutzziele für 2020 aufgegeben hat und in Deutschland die CO2-Emissionen seit Jahren sogar wieder steigen. Deutschland galt jahrzehntelang als internationaler Vorreiter im Klimaschutz. In anderen Ländern kämpften und kämpfen viele engagierte Politiker in ihren Parlamenten und NGOs in der Öffentlichkeit dafür, eine wirksame Klimaschutzpolitik durchzusetzen. Der Verweis auf die große Industrienation Deutschland, die das sogar zusammen mit dem Atomausstieg erfolgreich schaffe, gehörte zu den Standartargumenten weltweit. Gerade der schnelle Ausbau der Erneuerbaren Energien löste bei vielen Erstaunen aber auch Nachahmung aus, wie man an den über 100 weltweit kopierten EEGs schnell ablesen kann. Doch Deutschland ist zurückgefallen in der weltweiten Energiewende, ist längst kein Klimaschutz-Vorreiter mehr, wie Hans-Josef Fell am 20.02.2018 kritisiert. weiterlesen…

Unmittelbare CO2Senkung entscheidend

Meeresspiegel: Jede Verzögerung der Emissionswende um 5 Jahre führt bis 2300 zu 20 cm höherem Anstieg

Um die Risiken des Meeresspiegelanstiegs zu begrenzen, ist es entscheidend, so früh wie möglich den Scheitelpunkt der CO2-Emissionen zu erreichen – selbst wenn die globale Erwärmung auf deutlich unter 2° C begrenzt wird. Eine Studie in der Fachzeitschrift Nature Communications untersucht erstmals das Meeresspiegel-Vermächtnis, das mit dem Pariser Klimaabkommen bis 2300 zu erwarten ist. Die zentralen Projektionen der Studie kommen auf einen Anstieg des globalen Meeresspiegels zwischen 0,7 m und 1,2 m, wenn Paris vollständig umgesetzt wird, wie das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung am 20.02.2018 mitteilte. weiterlesen…

Lithium-Ionen-Akkus fünfmal schneller laden

Neue Sensortechnologie für handelsübliche Batterien

Forscher der Manufacturing Group (WMG) an der University of Warwick (einer der besten der Welt) haben einen neuen, direkten und präzisen Test der Innentemperaturen von Lithium-Ionen-Batterien und deren Elektrodenpotenziale entwickelt und dabei festgestellt, dass die derzeit empfohlenen Ladelimits auf ein Fünftel reduziert werden können (s. Electrochimica Acta, 10.02.2018). Allerdings hat Samsung schon Ende November 2017 etwas Ähnliches in nature communications publiziert. weiterlesen…

Schneller NOx-Anstieg vergrößert Herzinfarktrisiko

Friedrich-Schiller-Universität Jena: Europäer verloren 800.000 Lebensjahre

Seit längerem ist bekannt, dass hohe Stickoxidkonzentrationen in der Umgebungsluft der Gesundheit schaden und unter anderem das Herzinfarktrisiko erhöhen. Wie die Friedrich-Schiller-Universität Jena am 15.02.2018 mitteilte, haben Wissenschaftler des Universitätsklinikums Jena jetzt nachgewiesen, dass sich das kurzfristige Risiko für einen Herzinfarkt auch erhöht, wenn der Stickoxidgehalt in der Umgebungsluft innerhalb von 24 Stunden rasch ansteigt. Dynamische Anstiege der Luftverschmutzung sind durch europäische Grenzwerte bisher nicht erfasst. weiterlesen…

Großbritannien: Der „Koxit“ steht kurz bevor

Bis 2025 werden die Briten den Kohleausstieg ganz vollzogen haben. Wie machen die das?

In düsteren Brexit-Debatten geht eine interessante Entwicklung in Großbritannien ein wenig unter: Die Briten haben den Anteil von Kohle an der Energiegewinnung bereits massiv heruntergefahren; bis 2025 soll der Ausstieg vollzogen sein. Niels Boening beschreibt in der Ausgabe 02/2018 des Magazins Zeit Wissen, wie das gelingen soll – unter anderem mit massiven Preissteigerungen. weiterlesen…

Voreingenommene Studien stigmatisieren Entwicklungsländer

nature: „Ziehen Sie keine voreiligen Schlüsse über Klimawandel und Bürgerkonflikte!“

Die Wissenschaftszeitschrift nature weist in einem Editorial auf einen Sachverhalt hin, der bisher nicht im Mittelpunkt stand: „Viele Studien, die die globale Erwärmung mit zivilen Unruhen in Verbindung bringen, sind voreingenommen und verschärfen die Stigmatisierung der Entwicklungsländer.“ weiterlesen…