Leistungsstärkste Geothermie-Anlage Deutschlands läuft

Unterföhring versorgt 2.000 Haushalte mit Erdwärme

Im bayerischen Unterföhring nördlich von München wurde Ende Februar 2016 die Erweiterung der Energiezentrale in Betrieb genommen – die damit zur leistungsstärksten Geothermie-Anlage Deutschlands wurde. Mit insgesamt 22 MW Wärmeleistung wird der Betreiber Geovol künftig mehr als 2.000 Haushalte und 50 Gewerbekunden versorgen. Rund 52 Millionen Euro hat die Gemeinde bisher in die Anlage und das zugehörige Fernwärmenetz investiert. weiterlesen…

2015 mehrfaches Klima-Rekordjahr

WMO mit Weltklimabericht 2016: Paris bald ratifizieren

„Das Jahr 2015 wird sich in vielerlei Hinsicht aus der Geschichte der weltweiten Klima-Aufzeichnungen hervorheben“ mit dieser lapidaren Feststellung beginnt der Weltklimabericht 2015  (Statement on the Status of the Global Climate in 2015), der am 23.03.2016 in New York von Paul Egerton (WMO) vorgestellt wurde.  Wärmerekorde seien gebrochen worden; Hitzewellen hätten Tausenden von Toten gefordert, ebenso wie extreme Niederschläge. Die Rolle des 2015 sehr starken El Niño werde eben entschlüsselt – doch  er sei nicht an allem schuld. weiterlesen…

Neues EE-Rekordhoch – aber nicht in Deutschland

FS-UNEP Centre und Bloomberg New Energy Finance mit UNEP Global Trends in Renewable Energy Investment Report 2016

Alle reden von Erneuerbaren Energien – wir nicht. Dieser alte Werbespruch der Bahn kann auf die alternative Energieszene abgewandelt werden: Während überall Aber-Milliarden in Erneuerbare Energien investiert werden, hält sich Deutschland zurück – bei uns sind die Investitionen gegen den weltweiten Trend vor allem in Aufdachanlagen 2015 sogar gesunken. Das sagt die Ausarbeitung UNEP Global Trends in Renewable Energy Investment Report 2016 des und Bloomberg New Energy Finance. weiterlesen…

Sicherer Nanopartikel-Nachweis

Optimiertes Analyseverfahren reduziert falsche Nullergebnisse beim Nachweis von Nanopartikeln

In vielen Produkten des Alltags und in der Umwelt sind Nanopartikel enthalten. Um sie und ihre unterschiedlichen Größen nachzuweisen, werden Proben verschiedenen Analytik-Verfahren unterzogen. Wenn Nanopartikel während dieser Untersuchungen im Analysegerät verloren gehen, sind sie nicht mehr nachweisbar. Als Ergebnis erhält man dann ein falsches Nullergebnis. Um dieser Problematik auf den Grund zu gehen, hat das  INM – Leibniz-Institut für Neue Materialien in einem Kooperationsprojekt spezielle Test-Nanopartikel entwickelt und damit untersucht, wie man das Analyseverfahren so verfeinern kann, dass falsche Null-Ergebnisse vermieden werden. weiterlesen…

Was bleibt von Tschernobyl und Fukushima

1 Mio. Jahre aufpassen

Im Rahmen einer Konferenz des Bund Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) unter dem Titel „Lernen aus den Atom-Katastrophen von Tschernobyl und Fukushima – was folgt daraus für unsere Zukunft?“ forderte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger erneut den sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie. In der Berliner Vertretung des Landes Niedersachsen beim Bund sprachen unter anderen der frühere japanische Ministerpräsident Naoto Kan („Der Fukushima-Unfall geht weiter, er ist noch nicht abgeschlossen.“) und die weißrussische Professorin Irina Gruschewaja, Geschäftsführerin des Internationalen Rates Zukunft für die Kinder von Tschernobyl („Atomkraft ist ebenso unsichtbar ist wie das Rettende“). weiterlesen…

„Energiewende“ 35 Jahre alt

Öko-Institut: 2015 ist Halbzeit

Aus Sicht des Öko-Instituts hatte die Energiewende 2015 Halbzeit. Was das bedeutet, zeigt der aktuelle Jahresbericht. Schon 1980 zeigte das Öko-Institut in einer Studie, wie eine Energieversorgung ohne Uran und Erdöl aussehen kann und beschrieb damit visionär eine alternative Energiezukunft. Die Studie prägte den Begriff „Energiewende“ (siehe solarify.eu/energiewende-geschichte) und wurde im vergangenen Jahr 35 Jahre alt. Da die gängigen Klimaschutzszenarien meist bis zum Jahr 2050 berechnet werden, markiert das Jahr 2015 somit die „Halbzeit Energiewende“. weiterlesen…

Strom aus Meeresströmung

Japanische Forscher wollen AKW durch Turbinen ersetzen

Mit einer Geschwindigkeit von etwa 250 Stundenkilometern ist im Juli 2014 der Taifun “Neoguri” auf Japan zugerast. Das war dann doch zu viel des Guten. Denn schon an gewöhnlichen Tagen kann der Wind an der japanischen Küste mit etwa 25 Stundenkilometern wehen. Eine Naturgewalt, die Windräder hervorragend in Energie umwandeln können. weiterlesen…

VDE: Gleichstromsysteme feiern Comeback

Neue Normungs-Roadmap „Gleichstrom im Niederspannungsbereich“ von VDE|DKE ebnet Weg zu mehr Energieeffizienz – Hersteller und Endverbraucher profitieren

HGÜ-Zuleitungs-Baustelle bei Figueres, Spanien - Foto © Gerhard Hofmann_Agentur ZukunftVor 129 Jahren siegte im „Stromkrieg“ der Wechselstrom (AC) gegen den Gleichstrom (DC). Doch heute feiert der Gleichstrom ein Comeback, und das nicht nur in der Hochspannungs-Gleichstromübertragung (HGÜ), sondern auch im Niederspannungsbereich – so der VDE|DKE. Da die Einbindung regenerativer Energiequellen (Wind, Solar, Biomasse) mit neuen Einspeisequellen und -orten die Netzstruktur ändert, können viele innovative Anwendungen etwa der Elektromobilität und bei Gebäudeinstallationen im Niederspannungsbereich jetzt mit Gleichstrom versorgt werden. weiterlesen…

Schweden plant Atom-Endlager – oder: Es gibt kein sicheres Endlager

„Umweltverträglichkeitsprüfung“ (UVP), Konditionierungsanlage und Erweiterung des Zwischenlagers – Wissenschaftler mit grundlegenden Zweifeln

Schweden startete eine grenzüberschreitende Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für ein Atom-Endlager und eine Konditionierungsanlage des Zwischenlagers „Clab“, dessen Lagerkapazität erweitert wird. Bis 15.04.2016 kann laut einer Mitteilung des BUMB die deutsche Öffentlichkeit Stellungnahmen an die zuständige schwedische Behörde richten. weiterlesen…

Frankreich: Klimawandel verändert Weinbau

Rebsorten müssen auswandern – Champagner aus Südengland?

Flaschenregal - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft„Weinliebhaber heben die Gläser auf den Klimawandel – aber es könnte ein Kater drohen“, überschreibt der britische Guardian   einen Artikel über jüngste in der Fachzeitschrift  Nature Climate Change publizierte Forschungsergebnisse von Harvard- und Nasa-Experten: Höhere Temperaturen in Frankreich produzierten derzeit zwar außergewöhnliche Weine, aber damit könnte bald Schluss sein, wenn die Erderwärmung so weiter gehe. weiterlesen…