Tricksen und Täuschen

Corona als Vorwand, Klimaschutz und Energiewende erst einmal zu verschieben
von Klaus Oberzig

„Im Schatten von Corona wird auch beim Thema Energiewende getäuscht und getrickst. Die für viele Solarfreunde erst einmal schlüssig scheinende Auskunft, wegen des Virus habe man in den Ministerien keine Zeit, sich um Erneuerbare Energie und Klimaschutz zu kümmern, stellt sich als Schwindel heraus,“ schreibt Klaus Oberzig auf der Internetseite der Deutschen Gesellschaft für Solarenergie. weiterlesen…

Grünen Wasserstoff für die Mobilität wirtschaftlicher erzeugen

Industrielle Power-to-Gas-Anlage im Megawattmaßstab am Hochrhein arbeitet zuverlässig

Erneuerbarer Wasserstoff kann die Mobilität grüner machen. Dafür müssen jedoch die Kosten sinken. Wie das geht, erproben Energiewirtschaft und Forschung derzeit in einer industriellen Power-to-Gas-Anlage im süddeutschen Grenzach-Wyhlen. Die Megawattanlage ist im April 2020 seit vier Monaten in Betrieb und funktioniert zuverlässig. Auch ein daran angeschlossener Forschungselektrolyseur läuft sehr erfolgreich. Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) koordiniert das Vorhaben. Betreiber der kommerziellen Anlage ist der Energieversorger Energiedienst AG. (Foto: Die industrielle Power-to-Gas-Anlage am Wasserkraftwerk in Grenzach-Wyhlen – © Energiedienst) weiterlesen…

SPIEGEL: „Brennstoffzelle verändert weltweite Mobilität“

Lesehinweis: „Was dem Wunderantrieb Wasserstoff zum Durchbruch fehlt“

„Wunderantrieb“ nennt der SPIEGEL am 23.03.2020 eine Gesamtübersicht seines Autoren Christian Frahm: Brennstoffzellen-Autos sind rar, die Produktion des nötigen Wasserstoffs kompliziert. Dabei könnte er den Verkehr revolutionieren – zu Land, zu Wasser, in der Luft. Viel fehle den Forschern dazu nicht mehr. weiterlesen…

Corona, gut fürs Klima, aber…

… schlecht für die Energiewende

„Stillstehende Fabriken, kaum noch Autos auf den Straßen und nur wenige Flugzeuge in der Luft. Corona sorgt dafür, dass die Treibhausgasemissionen zurückgehen und Millionen von Tonnen CO2 eingespart werden. Auf das Klima wirkt sich die Epidemie also positiv aus – zumindest kurzfristig“, schreibt Kathrin Witsch im Handelsblatt. Doch die langfristigen Folgen dürften weniger umweltfreundlich ausfallen. Experten warnen schon jetzt vor Einsparungen bei dringenden grünen Investitionen. weiterlesen…

Wie grün kann Wasserstoff die Industrie machen?

Lesehinweis: Weg zur Klimaneutralität

Es ist ein simples Experiment, das jedem Chemielehrer die Aufmerksamkeit eines jeden noch so gelangweilten Schülers garantiert. Einen Luftballon mit gasförmigem Wasserstoff explodieren zu lassen – am besten vor einer Tafel, damit man den Wasserfleck, der dabei entsteht, gut erkennen kann. Aufmerksamkeit bekommt der Wasserstoff inzwischen auch von Politik und Industrie. Denn es ist dieser Wasserfleck, der großes Potential verspricht: Verbrennt Wasserstoff, entsteht Wasserdampf. Kein klimaschädliches Kohlenstoffdioxid, kein Feinstaub, keine anderen Gase, die unsere Atmosphäre aufheizen. Energie ohne Emissionen, das ist ein Traum, der technologisch schon längst möglich wäre. Lange galt Wasserstoff als Nischentechnologie. Das ändert sich gerade. Für die Schwerindustrie ist das eine Chance auf dem Weg zur Klimaneutralität, wie Anna Steiner in der FAZ vom 08.04.2020 schrieb. weiterlesen…

Leopoldina plädiert für nachhaltigen Ansatz bei Coronavirus-Bewältigung

Dritte Ad-hoc-Stellungnahme behandelt psychologische, soziale, rechtliche, pädagogische und wirtschaftliche Aspekte

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina hat am Ostermontag (13.04.2020) eine dritte Ad-hoc-Stellungnahme zur COVID-19-Pandemie veröffentlicht. Das Papier mit dem Titel „Coronavirus-Pandemie – Die Krise nachhaltig überwinden“ behandelt die psychologischen, sozialen, rechtlichen, pädagogischen und wirtschaftlichen Aspekte der Pandemie und beschreibt Strategien, die zu einer Rückkehr einzelnen Schritten in die gesellschaftliche Normalität beitragen können und gibt konkrete Handlungsempfehlungen. weiterlesen…

Nachhaltige Aufbereitung von Brennstoffzellen

Fraunhofer IWKS startet Projekt „BReCycle“ für effizientes Recycling von Brennstoffzellen

Nachhaltigere, effizientere und umweltfreundlichere Technologien zur Energiewandlung wie Brennstoffzellen werden im Zuge der Energie- und Mobilitätswende eine immer größere Rolle spielen. Schon heute kommen Brennstoffzellen, vor allem Polymer-Elektrolyt-Membran-Brennstoffzellen (PEMFC) in wasserstoffbetriebenen Automobilen zum Einsatz. Mit der steigenden Verbreitung dieser Technologie wird spätestens 2030 eine größere Menge dieses Brennstoffzellentyps sein Lebensende erreicht haben. Aufgrund des hohen Anteils an wertvollen Technologiemetallen und ökologischen Betrachtungen ist ein effizientes Recycling von in PEM-Brennstoffzellen enthaltenen Materialien notwendig. Jedoch ist ein für Brennstoffzellen maßgeschneiderter Recyclingprozess derzeit industriell nicht verfügbar. Dieser Herausforderung stellt sich nun einer Medienmitteilung vom 07.04.2020 zufolge ein Konsortium unter Leitung der Fraunhofer-Einrichtung für Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie IWKS. (Foto: Beispiel eines Brennstoffzellenstack – © Proton Motor Fuell Cell GmbH) weiterlesen…

Windenergie speichern und Stromnetze stabilisieren

TU Braunschweig nimmt an Entwicklung von Pumpspeicherkraftwerken im Flachland teil

Die Energieerzeugung durch Wind, Sonne oder Wasser trifft oft nicht auf die gleiche Nachfrage von Industrie und Privathaushalten. In Ländern mit großen topographischen Höhenunterschieden können traditionelle Pumpspeicherkraftwerke die Energie nach Bedarf zwischenspeichern. Das Projekt ALPHEUS (an dem die Technische Universität Braunschweig mit zwei Instituten beteiligt ist), arbeitet an Lösungen, damit auch Gebiete im Flachland von dieser eigentlich bekannten Technologie profitieren können. (Foto: Turbinenhaus – © Nils Goseberg, 2015 – 2020 TU Braunschweig, Blogs) weiterlesen…

Fast 90 Jahre altes Physik-Postulat nachgewiesen

Dispersion der „Bethe Strings” experimentell beobachtet

Ein internationales Forscherteam aus China, Großbritannien, Indien, Kanada und Deutschland (HZB und HZDr) hat erstmals in einem Experiment die Existenz von magnetischen „Bethe-Strings“ in einem Kristall nachgewiesen. Damit ist, so ein Artikel unter dem Titel „Dispersions of many-body Bethe strings” in Nature Physics, die Dispersionsrelation der Vielteilchen-Quantenzustände „Bethe Strings” aufgelöst. (Grafik: Im Grundzustand sind die magnetischen Momente entweder auf- oder abwärts gerichtet, die zum äußeren Magnetfeld antiparallelen Spins (rot) sind nie zusammen (rechts). Durch Anregung können sich weitere Spins antiparallel ausrichten und Bethe-Ketten entstehen (weiße Spins, links). – © HZB) weiterlesen…

Synthetisches Gas statt fossile Energie auch in der Schweiz

Kanton Zürich unterstützt Empa-Forschung

Die Umstellung des Energiesystems auf rein Erneuerbare Energieträger stößt auf eine große Herausforderung: den Winter – beziehungsweise die Versorgungslücke in dieser Jahreszeit. Durch Umwandlung von überschüssigem Sommerstrom in synthetisches Gas kann erneuerbar erzeugte Energie auch sonnen- und windarmen Zeiten ausreichend zur Verfügung stehen – zudem könnten Langstreckenlastwagen damit betrieben klimafreundlich werden. Der Kanton Zürich hat großes Interesse am Ersatz fossiler durch Erneuerbare Energien und unterstützt das Forschungsprojekt Mobilitätsdemonstrator„move“ der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Versuchsanstalt für Industrie, Bauwesen und Gewerbe daher finanziell, wie Stephan Kälin am 07.04.2020 auf der Empa-Seite berichtet. weiterlesen…