„Eher unzufrieden oder sogar sehr unzufrieden“

Umfrage zu Klimakabinett: Energieeffizienzbranche unzufrieden mit Bundesregierung, fordert politische Impulse

Unternehmen der Energieeffizienzbranche wurden nach ihrer Einschätzung zur aktuellen Klimaschutz- und Energieeffizienzpolitik befragt. Knapp zwei Drittel der befragten Unternehmen gaben an, mit der Energieeffizienzpolitik der Bundesregierung eher unzufrieden oder sogar sehr unzufrieden zu sein. Dabei sind die politischen Rahmenbedingungen aus Sicht der Befragten der wichtigste Markttreiber für die Energieeffizienzbranche: Für 83 Prozent gehen von der Politik die wichtigsten Impulse für das Geschäft aus. Es folgen die Energiepreisentwicklungen (77 Prozent) sowie technologische Innovationen (68 Prozent). Es handelt sich um vorab veröffentlichte Ergebnisse des Branchenmonitor Energieeffizienz, den die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz e. V. (DENEFF) gemeinsam mit PricewaterhouseCoopers GmbH WPG (PwC) erstellt. (Grafik: Energieeffizienz-Umfrage – © DENEFF; PwC;) weiterlesen…

Euler Hermes-Studie verdammt EU-CO2-Richtlinie

Angeblich 160.000 Jobs in Autobranche in Gefahr

Nicht der Brexit oder drohende Autozölle – so eine drastisch dick auftragende Studie von Euler Hermes -, sondern die neue CO2-Richtlinie der EU sei gegenwärtig das größte Problem für die europäischen Autobauer. Denn aktuell erfülle kein einziger von ihnen die Vorgaben und es drohten hohe Geldbußen. Selbst mit schnellen Anpassungsstrategien würden sie maximal 30% der Ziele erreichen. Wenn bei den Emissionen nicht nachgebessert werde, gerieten bis zu 160.000 Jobs in Gefahr; bei 30 % Zielerfüllung wären immer noch vermutlich 60.000 Arbeitsplätze gefährdet. Es sei ein Teufelskreis: Geldbußen führen zu höheren Produktionskosten, deren Weitergabe an die Kunden zu sinkendem Absatz. (Titel: The View – Euler-Untersuchung CO2 – © Allianz; Euler Hermes) weiterlesen…

Klimagas befeuert Chemie

Rohstoff CO2

Ausgerechnet CO2 könnte der chemischen Industrie helfen, ihre Klimabilanz zu verbessern. Mit Energie aus Erneuerbaren Quellen könnte es sich in Komponenten für Kunststoffe und andere Produkte einbauen lassen – wenn sich dafür geeignete Ken und Produktionsverfahren finden. Danach suchen Forscher um Walter Leitner am Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion in Mülheim an der Ruhr und Professor für Technische Chemie an der RWTH Aachen. Ein Text von Peter Hergersberg, Redaktionsleiter von MaxPlanckForschung. weiterlesen…

4.65 Billionen Euro fossile Subventionen

IWF fordert weltweite CO2-Steuer

Der Internationale Währungsfonds will durch die Einführung einer weltweiten CO2-Steuer zur Bekämpfung des Klimawandels beitragen. IWF-Chefin Christine Lagarde und ihr Direktor für Fiskalpolitik, Vitor Gaspar, haben (bereits am 03.05.2019) vorgeschlagen, eine Abgabe von rund 70 Dollar (62 Euro) pro Tonne CO2 zu erheben. Der weltweite Ausstoß von Kohlendioxid sollte so bis 2030 um ein Drittel reduziert und die Ziele des Pariser Klimaabkommens eingehalten werden. Derzeit (31.05.2019) kostet das Emissionszertifikat 25 Euro je Tonne. weiterlesen…

Aufruf zu einer europäische Energiewende

Buch „Die Energiewende in Europa“ erschienen

Eine erfolgreiche Energiewende umfasst die Transformation zu einem vollständig dekarbonisierten, atomenergiefreien sowie sozial- und wirtschaftsverträglichen Energiesystem. Dass dies machbar ist, belegen Prof. Peter Hennicke, Jana Rasch und Judith Schröder vom Wuppertal Institut sowie Daniel Lorberg von der Bergischen Universität Wuppertal in ihrem jetzt im Oekom-Verlag erschienenen Buch „Die Energiewende in Europa“ auf Grundlage zahlreicher Studien und Praxisbeispiele. weiterlesen…

Staat subventioniert Elektromobilität stärker und weiter

Kaufprämie für E-Autos bis Ende 2020 verlängert

Verkehrsminister Scheuer (CSU) will den Absatz von E-Autos ankurbeln. Seine vorgeschlagene Regelung (mit deutlich höheren staatlichen Prämien) soll den sogenannten Umweltbonus für rein strombetriebene Autos – Kleinwagen mit Batterie oder Brennstoffzelle bis zu 30.000 Euro Kaufpreis – ab 2020 von 2.000 auf 4.000 Euro verdoppeln. Kleinere Autos werden nämlich immer noch am wenigsten nachgefragt. Für teurere Wagen bis 60.000 Euro soll die Prämie künftig 2500 Euro betragen. Das Bundeswirtschaftsministerium hat sie am 31.05.2019 bis Ende 2020 verlängert. weiterlesen…

Deutschland bis 2050 CO2-neutral?

Der Weg dorthin muss noch gefunden werden

von Claudia Kemfert, Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt am DIW Berlin

„Nun also doch: Deutschland will nicht länger hinterherhinken in Sachen Klimaschutz. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich beim Petersberger Klimadialog vor gut zwei Wochen nach langem Zögern dem französischen Präsidenten angeschlossen. Deutschland soll also endlich konsequent den Pfad der Klimaneutralität beschreiten und die Wirtschaft spätestens ab dem Jahr 2050 komplett dekarbonisiert sein. Man könnte auch sagen: Es gibt ein neues Ziel, weil jetzt schon klar ist, dass das alte verfehlt wird. Denn zur Erreichung der Pariser Klimaziele bis zum Jahr 2020 wird es kaum reichen. weiterlesen…

EE auf Kosten-Tiefststand

IRENA: Photovoltaik 2018 um 13, CSP um 26 Prozent gesunken

„Die Kosten für Erneuerbare Energien erreichten im vergangenen Jahr wieder neue Tiefststände. Solar- und Windkraft haben sich für viele Standorte und Märkte zur günstigsten Energiequelle entwickelt, wobei die Kostensenkungen bis in das nächste Jahrzehnt hinein anhalten werden,“ schreibt IRENA-Generaldirektor Francesco La Camera im Vorwort seines aktualisierten Berichts „Renewable Power Generation Costs in 2018“. weiterlesen…

Kompetenz qualifizierter Vorhersagen

Nature: Jahrzehnte währendes Klima berechenbarer als bisher angenommen

Es besteht wachsender Bedarf an qualifizierten Vorhersagen über das Klima bis zu einem Jahrzehnt im Voraus. Über Jahrzehnte gehende Klimavorhersagen zeigen hohe Kompetenz für die Oberflächentemperatur, aber das Vertrauen in Prognosen von Niederschlag und Luftzirkulation ist viel geringer. Forschern aus Großbritannien, den USA, Spanien, Kanada und Deutschland zufolge zeigen jüngste Fortschritte bei der saisonalen und jährlichen Vorhersage, dass der Störabstand in Klimamodellen zu klein sein kann, was ein sehr großes Ensemble erfordert, um das vorhersehbare Signal zu extrahieren. Die Experten bewerten in ihren in einem Artikel in Nature Climate and Atmospheric Science veröffentlichten Ergebnissen die jahrzehntelange Vorhersagekompetenz mit einem viel größeren Ensemble als bisher verfügbar und zeigen signifikante Fähigkeiten für Niederschläge über die Land- und Luftzirkulation sowie die Oberflächentemperatur. weiterlesen…

Lesehinweis und mehr: Synthetische Kraftstoffe – Rettung des Verbrennungsmotors?

Handelsblatt: Designer Fuels als Ergänzung zum E-Auto

Bislang sei den E- oder Designer Fuels (auch synthetische Kraftstoffe, s. solarify.eu/alternative-kraftstoffe-synthetische-treibstoffe-desinger-fuels-e-fuels) der Durchbruch am Markt (noch) nicht gelungen, schrieb Kathrin Witsch im Handelsblatt vom 29.05.2019. Doch nun seien Ölindustrie, die Automobilbranche und Chemieunternehmen daran gegangen, das Thema voran zu treiben. Dazu die Sicht von Robert Schlögl, FHI/CEC. weiterlesen…