Kohle rentiert sich nicht mehr – auch nicht in Polen

Polen beschließt (späten) Kohleausstieg
Kohlekraftwerk Schkopau-Leuna - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyAnfang August gab es Meldungen, dass Polens Regierung unter der nationalpopulistischen Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) einen Geheimplan entwickelt habe, bis 2036 aus der Kohle auszusteigen. Die taz berichtete. Doch die in Polen mächtigen Kohlegewerkschaften liefen Sturm gegen die Pläne. Nun einigten sie sich auf eine Beendigung des Kohleabbaus im Jahr 2049. Bis dahin gibt es weiter kräftige Subventionen für die Kohlewirtschaft und ihre Beschäftigten. Wie lange die Kohlekraftwerke selbst noch laufen ist weiterhin unklar. Näheres dazu beschreibt Manuel Först am 29.09.2020 auf energiezukunft.
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Schulze: „Das gemeinsame Verständnis wächst“

Weltweiter Biodiversitäts-Schutz ebenfalls Thema beim informellen Umweltrat

Hier stimmt die Biodiversität noch: Wasserfall im Regenwald Ecuadors 'El Manto de la Novia' - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyBei ihrem informellen Treffen am 30. September und 1. Oktober 2020 in Berlin haben die EU-Umweltminister unter anderem beraten, wie eine Anhebung des EU-Klimaziels für 2030 erfolgen kann. Im Mittelpunkt der Diskussion stand – laut BMU-Pressemitteilung vom 01.10.2020 – eine umfassende Folgenabschätzung der EU-Kommission zu den sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Auswirkungen eines höheren Klimaziels für 2030. weiterlesen…

Energie System 2050: Lösungen für die Energiewende

Forschungsinitiative der Helmholtz-Gemeinschaft präsentiert Strategien, Technologien und Open-Source-Werkzeuge

Wind und PV bei Bitterfeld - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyAls Beitrag zum globalen Klimaschutz muss Deutschland den Einsatz fossiler Energieträger rasch und umfassend minimieren und das Energiesystem entsprechend umbauen. Wie und mit welchen Mitteln das am besten gelingen kann, hat die Forschungsinitiative „Energie System 2050“ der Helmholtz-Gemeinschaft erforscht, an der sich auch das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) beteiligt. Auf der Abschlusskonferenz in Berlin präsentierten die Wissenschaftler der beteiligten Forschungszentren ihre Ergebnisse. weiterlesen…

Startschuss für Forschungsnetzwerk Wasserstoff

Digitale Auftaktveranstaltung mit mehr als 1.000 Teilnehmern

Zum Start des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gegründeten Forschungsnetzwerks Wasserstoff fand am 30.09.2020 (im BMWi) eine digitale Auftaktveranstaltung mit mehr als 1.000 Teilnehmern statt. Damit sollte die Bedeutung der Vernetzung von Wirtschaft, Forschung und Politik in Fragen der Erzeugung, Speicherung, Verteilung und sektorübergreifenden Nutzung von Wasserstoff unterstrichen werden, um den Transfer von innovativen Wasserstofftechnologien in den Markt zu beschleunigen. weiterlesen…

Grüner Wasserstoff bis 2040 bis zu 64% billiger

H2-Preise werden um fast zwei Drittel sinken

Die Kosten für grünen Wasserstoff werden bis 2040 bis 64% sinken, so eine am 25.08.2020 publizierte Untersuchung des britischen Energie und Chemie-Beratungsunternehmens Wood Mackenzie. Mit der angekündigten Projektpipeline für grünen Wasserstoff, die innerhalb der letzten zehn Monate von 3,5 GW auf etwas mehr als 15 GW anstieg, werden die Volumina laut Wood Mackenzie groß genug und stabil genug sein, um den aufkommenden Markt zu vergrößern. weiterlesen…

EU-Kommission gründet Europäische Rohstoffallianz

Europas 3 Ziele: erster EE-Anbieter, erster digitaler Kontinent, erster in Kreislaufwirtschaft

Am 29.09.2020 gründete die Europäische Kommission in Brüssel die Europäische Rohstoffallianz, einen Zusammenschluss von Unternehmen, in den sich auch Nichtregierungsorganisationen, Verbände und Regierungen einbringen können. Die Rohstoffallianz soll die sichere und nachhaltige Versorgung mit Rohstoffen in der EU sicherstellen. Nachfolgend de Reden der Kommissare und Altmaiers Freude. weiterlesen…

China mit schärferen CO2-Zielen

„Durchbruch in der Klima-Diplomatie“

Am 22.09.2020 hat Chinas Präsident Xi Jinping vor der UN-Generalversammlung angekündigt, dass China seinen nationalen Klimabeitrag unter dem Pariser Klimaabkommen dieses Jahr nachbessern wird: „Unser Ziel ist es, den Höhepunkt der CO2-Emissionen vor 2030 zu erreichen und CO2-Neutralität vor 2060″, sagte Xi. Das ist das erste Mal, dass China zusagte, seine Emissionen auf null zu reduzieren. weiterlesen…

Fell: Altmaiers 20 Punkte „zu kurz gegriffen“

Vorschläge für Klimaschutz und Wirtschaftskraft können „keinen wirksamen Klimaschutz bringen“ – 12 Gegenvorschläge

Dass der Energieexperte Hans-Josef Fell kritisch mit Altmaiers jüngsten Vorschlägen ins Gericht gehen würde, war zu erwarten. Am 28.09.2020 hat er dann (gemeinsam mit David Wortmann) seine Analyse publiziert: Bis jetzt sei kein einziges Parteiprogramm ambitioniert genug, besonders die aktuelle Regierung werde „ihrer Verantwortung nicht gerecht“. Trotz angeblich weitreichender Klimaschutzmaßnahmen steuere die deutsche Klimapolitik statt auf 1,5 auf 3 – 5° C zu, und „an diesem katastrophalen Temperaturanstieg werden auch Wirtschaftsminister Altmaiers zu kurz gegriffene ’20 Vorschläge für Klimaschutz und Wirtschaftskraft‘ [siehe: solarify.eu/2020/09/11] so gut wie nichts ändern können“. Solarify dokumentiert. weiterlesen…

Gorleben raus

Aber 90 andere Regionen sind zum Atommüll-Endlager geologisch geeignet

Am 28.09.2020 veröffentlichte die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) die vorläufigen Ergebnisse der Suche nach einem Endlager für Atommüll. Der mit Spannung erwartete Zwischenbericht Teilgebiete zeigt nun, dass 90 Gebiete in Deutschland – 54 Prozent der Landesfläche – günstige geologische Voraussetzungen aufweisen. Der Salzstock Gorleben in Niedersachsen ist nicht darunter, wie aus dem Bericht hervorgeht. Die sogenannten Teilgebiete liegen etwa in Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen, aber auch in den ostdeutschen Bundesländern. weiterlesen…

Bundesregierung ruft europäische Unternehmen zu nachhaltigen Investitionen auf

Umfrage zur EU-Taxonomie zeigt Handlungsbedarf

Zum Start des European Sustainable Finance Summit rufen Bundesfinanzminister Olaf Scholz und Bundesumweltministerin Svenja Schulze europäische Unternehmen zu mehr Investitionen in nachhaltige Wirtschaftsaktivitäten auf. Die am 28.09.2020 veröffentlichte erste Studie zur Anwendung der EU-Taxonomie zeigt, dass nur 2 Prozent der Unternehmensumsätze das dort festgelegte Ambitionsniveau bei Klimaschutz und Nachhaltigkeit erfüllen. Der Bund habe gerade mit dem Einstieg in die Grünen Bundeswertpapiere gezeigt, dass ein ambitionierter Ansatz auch von Erfolg gekrönt sein könne, wie es in einer BMU-Pressemeldung vom gleichen Tag heißt. weiterlesen…