Hamburg will Solarpflicht einführen

Ab 2023

Hamburg hat sich beim Klimaschutz viel vorgenommen: Laut Klimaschutzplan soll der CO2-Ausstoß bis 2030 um 55 Prozent sinken, bis 2050 will die Hansestadt dann klimaneutral sein. Das erfordert eine Reihe tiefgreifender Maßnahmen. Eine davon ist die geplante Einführung einer Pflicht für die Installation von Photovoltaik-Anlagen ab 2023 für alle gewerblichen und privaten Dächer. In einem gemeinsamen Webseminar des Bundesverbands Erneuerbare Energie e.V. (BEE) und des Clusters Erneuerbare Energien Hamburg (EEHH) haben Akteure aus Politik und Verbänden die in Hamburg geplanten Maßnahmen zur Förderung der urbanen Energiewende aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. weiterlesen…

Airbus will ab 2035 mit Wasserstoff fliegen

Drei Konzepte und Vorreiterrolle

Airbus will bis 2035 sein erstes Flugzeug ohne schädlichen CO2-Ausstoß anbieten und setzt dabei auf Wasserstoff. Die Strategie dazu stellte das deutsch-französisch-spanische Unternehmen am Zero Emissions Day (21.09.2020) mit drei Konzepten vor. Diese stellen jeweils unterschiedliche Ansätze für emissionsfreies Fliegen dar, wobei verschiedene technologische Pfade und aerodynamische Konfigurationen erforscht werden. Damit will Airbus die Vorreiterrolle bei der Dekarbonisierung der Luftfahrtindustrie übernehmen. weiterlesen…

Hybrid-Pkw stoßen weit mehr CO2 aus, als Hersteller angeben

„Wölfe im Schafspelz“

Die CO2-Emissionen von Plug-In-Hybridautos (PHEV) sind nach neuen Untersuchungen viel stärker als Hersteller behaupten: Der Motor springe selbst im „EV-Mode“ (Electric Vehicle-Modus) an. Wie die BBC berichtet, haben „Transport and Environment“ (T&E) und Greenpeace Großbritannien eine Untersuchung („Umweltverschmutzende Plug-in-Hybride sind ‚Wölfe im Schafspelz‘ der Autoindustrie“) erstellt, bei der echte Verbrauchsdaten von Plug-In-Hybriden analysiert wurden. Dabei kam heraus, dass die CO2-Emissionen in Wirklichkeit zweieinhalb Mal höher sind als angegeben. Mit einem Durchschnittswert von 117 Gramm CO2 pro Kilometer sind PHEV am Ende nur wenig effizienter als konventionelle Hybride, wie der Toyota Prius (135 g CO2/km). weiterlesen…

EU-Parlament will „Konformitätsfaktoren“ abschaffen

Abschaffung der „Lizenz für schmutzigen Diesel“

Das Europäische Parlament hat am 15.09.2020 dafür gestimmt, die „Lizenz zur Umweltverschmutzung“ zu beenden, welche die Autohersteller inmitten des Dieselgate-Skandals zugestanden bekommen haben. Transport & Environment, die europäische Nichtregierungsorganisation für nachhaltige Mobilität, Transport & Umwelt, begrüßte dieses Ergebnis und forderte die EU-Regierungen auf, diese Entscheidung in den kommenden Verhandlungen mit den Europaabgeordneten zu unterstützen. weiterlesen…

COP21: Wann muss ein Land CO2-neutral sein?

Neues datenjournalistisches Projekt

Ob die Klimapolitik einer Regierung zur Erfüllung der COP21-Ziele („well below 2 degrees“) ausreicht, ist schwer zu belegen. Bisher gibt es keine Einigkeit, welches CO2-Budget weltweit gilt und wie es aufgeteilt wird. Christian Mihatsch will mit seinem Projekt #showyourbudgets Abhilfe schaffen. Interaktiven Grafiken zeigen, bis wann ein Land (oder die Welt als Ganzes) die CO2-Emissionen auf null reduzieren muss. Mehr als nur eine Spielerei… weiterlesen…

Klimamotor Golfstrom stottert

Untersuchung: Salzgehalt im Südatlantik steigt

Im Unterschied zu anderen Weltmeeren erwärmt sich nördliche Atlantik nicht so, wie es infolge des Klimawandels zu erwarten wäre. Stefan Rahmstorf, Klima- und Meeresforscher und Leiter der Abteilung Erdsystemanalyse am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) schreibt auf spiegel.de: Die Auswertung von Daten der Meerestemperaturen zeige, dass der nördliche Atlantik sich als einzige Weltregion der globalen Erwärmung widersetze und seit dem 19. Jahrhundert sogar kühler geworden sei. Messdaten von zwei Forschern der Peking University und der Ohio State University belegten, dass die Abschwächung der Golfstromzirkulation zu einer Ansammlung von Salz im subtropischen Südatlantik geführt hat. weiterlesen…

Unterschiedliche Voraussagen des Meeresspiegelanstiegs

Internationales Großprojekt ISMIP6 liefert Modellvergleich: Forscher schätzen und vergleichen erwartete Eisverluste Grönlands und der Antarktis

Sogenannte Eisschildmodelle sind unverzichtbares Werkzeug, um Vorhersagen zur Zukunft der Eisschilde Grönlands und der Antarktis zu treffen. Doch die Modelle weisen noch viele Schwächen auf. In einem internationalen Modellvergleich haben 14 Forschergruppen ihre Eisschildmodelle jetzt jeweils sechs Jahre lang mit denselben Atmosphären- und Ozeandaten gefüttert und berechnet, in welch zusätzlichem Maß Grönland und die Antarktis bis 2100 zum Meeresspiegelanstieg beitragen werden. Die – sehr unterschiedlichen (Antarktis: tc.copernicus.org/articles/14/3033/2020) – Ergebnisse wurden am 17.09.2020 vom Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) und in The Cryosphere veröffentlicht: tc.copernicus.org/articles/14/3071/2020 (für Grönland). weiterlesen…

Argumente für Elektroautos

Beim Kauf von Elektroautos zählen Umweltschutz und Sparpotenzial

Eine aktuelle YouGov-Umfrage im Auftrag der DEVK Versicherungen zeigt, welche Gründe für die Anschaffung eines Elektroautos sprechen. Gefragt wurden die 2.036 Teilnehmer auch, was sich ändern muss, damit der Kauf eines elektrischen Fahrzeugs für sie in Betracht käme. weiterlesen…

„Die heimliche Gegenreformation der Zentralwirtschaft“

Eurosolar-Kompendium geht mit Digitalisierung der Energiewende ins Gericht

„Die Energiewende wird weder an mangelnder Technik oder fehlenden Forschungsergebnissen scheitern, noch an ökonomischem Potenzial“, schreiben Claus Baumeister, und Axel Berg in ihrem soeben veröffentlichten „Kompendium zur Digitalisierung der Energiewende“. Es trägt den aufklärerischen Alternativ-Titel „Die heimliche Gegenreformation der Zentralwirtschaft“. Die Energiewende, so geht die Einleitung weiter, „könnte scheitern an einer durchgehenden Verhinderungsgesetzgebung, die gerade auf die Spitze getrieben wird. Die Digitalisierung darf nicht weiter missbräuchlich als ‚Vernetzung‘ interpretiert und damit die Dezentralisierung der Energiewirtschaft durch die Hintertür wieder zentralisiert werden. Die Energiewende ist vom Kopf auf die Füße zu stellen.“ Solarify dokumentiert das Papier. weiterlesen…

Kommentare zur EEG-Novelle 2021: Erheblicher Überarbeitungsbedarf

Fachverbände reichen Stellungnahmen zum EEG-Referenten-Entwurf ein

Bis zum 17.09.2020 konnten im Rahmen der Verbändeanhörung Stellungnahmen zum aktuellen Referentenentwurf der EEG-Novelle 2021 beim Bundeswirtschaftsministerium abgegeben werden. Das Echo – allen voran der Bundesverband Windenergie und Greenpeace Energy – ist nicht sehr schmeichelhaft. weiterlesen…