Grüner Wasserstoff könnte bis 2030 wirtschaftlich wettbewerbsfähig sein

IHS Markit mit neuer Prognose

Weltweit gibt es viele Projekte, die die Kosten für die Herstellung von grünem Wasserstoff weiter senken werden. Nach Angaben der Analysten haben sie sich seit 2015 bereits um 50 Prozent reduziert und werden bis 2025 um weitere 30 Prozent fallen, schreibt am in pv magazine. weiterlesen…

Regierung: Grüner Wasserstoff nur mit grünem Strom

Details zur Nationalen Wasserstoffstrategie

Die Wasserstoffproduktion im Inland wird den deutschen Gesamtenergieverbrauch bis 2030 nur geringfügig beeinflussen, meldet der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag in einem Bericht über die Antwort der Bundesregierung (19/20916) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (19/20351). Der Wasserstoffverbrauch werde bis 2030 von derzeit 50 bis 60 auf 90 bis 110 TWh pro Jahr steigen. Neben der Grund- und Petrochemie setze zukünftig auch der Stahl- und Verkehrssektor verstärkt auf grünen Wasserstoff. Der Elektrolyse-Strom müsse dabei nicht zwingend durch Windkraft erzeugt werden, entscheidend sei jedoch, dass es grüner Strom sei. weiterlesen…

Milliarden-Deal in US-Ölindustrie

Chevron-Kauf von Nobles Öl- und Gasfeldern kann neue Fusions-Welle in angeschlagener US-Ölbranche auslösen

Im ersten großen Geschäft seit dem Absturz der Ölpreise vor vier Monaten stimmte Chevron am 20.07.2020 zu, Noble Energy für umgerechnet rund 4,3 Milliarden Euro zu kaufen, was viele Experten als den Beginn einer durchgreifenden Konsolidierung in der US-amerikanischen Ölindustrie ansehen, schreibt Clifford Krauss am 20.07.2020 in der New York Times. weiterlesen…

Windzubau an Land kommt nicht in Gang

Armutszeugnis: Nur 186 neue Onshore-Anlagen von Januar bis Juni

Der Ausbau von Wind-Onshore kommt nicht vom Fleck – so zahlreiche Medien (hier: Handelsblatt): Im ersten Halbjahr 2020 wurden zwar mehr als doppelt so viele Windgeneratoren wie in den ersten sechs Monaten 2019 zugebaut, das war aber das zweitschwächste Ergebnis seit 15 Jahren. Nach einer Aufstellung der Fachagentur Windenergie an Land (FA Wind) gingen 186 Windenergieanlagen mit 587 MW Leistung in Betrieb. Abzüglich von 66 meist kleineren abgebauten Windturbinen bleiben 528 MW Nettozubau. Zwischen Januar und Juni 2019 waren nur 81 Windenergieanlagen mit 271 Megawatt fertig gestellt worden.
weiterlesen…

Auf dem Weg zur Wasserstoffunion – wirklich?

„Horizont Europa“ um ein Viertel gekürzt

Dem EU-Forschungsrahmenprogramm „Horizont Europa“ bewilligten die Regierungschefs auf dem EU-Gipfel deutlich weniger Gelder als vorgesehen – es wurde um ein Viertel (andere Aussagen: ein Drittel) gekürzt. Forschungsministerin Anja Karliczek plant dennoch eine europäische Initiative, sagte sie im Deutschlandfunk. Das Ziel: Europa soll zum Kontinent des grünen Wasserstoffs werden. weiterlesen…

„Blinkende“ Kristalle können CO2 in Kraftstoffe umwandeln

Ungewöhnliche Nanopartikel könnten bei der Suche nach einem Quantencomputer helfen

Winzige Kristalle „blinken“ wie Glühwürmchen und können Kohlendioxid, eine Hauptursache des Klimawandels, in Treibstoffe umwandeln. Ein von Forschern der Rutgers-Universität in New Jersey geleitetes Team hat ultrakleine Titandioxid-Kristalle geschaffen, die ein ungewöhnliches „Blinkverhalten“ zeigen und zur Herstellung von Methan und anderen Kraftstoffen beitragen könnten, so eine Studie in Angewandte Chemie. Die Nanopartikel bleiben lange Zeit geladen und könnten bei den Bemühungen zur Entwicklung von Quantencomputern helfen. weiterlesen…

Fossilfreies Europa braucht weiterhin nordafrikanische Energie

Politico: EU plant Wasserstoffimporte aus gesamtem Mittelmeerraum

Europa bezieht einen Großteil seiner Energie aus dem Mittelmeerraum. Das werde sich in einer klimaneutralen Welt nicht ändern, meinen Jan Cienski und Amerika Hernandez am 24.06.2020 im US-Online-Portal Politico, laut FAZ „längst ein Leitmedium der amerikanischen Politikszene“. Die meisten der aus dem Untergrund des Sahara-Sandes gewonnenen fossilen Treibstoffe werden in der Europäischen Union verbrannt. Pipelines führen Gas aus Marokko, Algerien, Tunesien und Libyen nach Europa – und verwickeln beide Küsten des Mittelmeers in ein Netz gegenseitiger Abhängigkeit. Die Pläne der EU für eine Post-Kohlenstoff-Wirtschaft werden das wahrscheinlich einschließen. weiterlesen…

Eisbären sterben bis 2100 aus

Lebensgrundlage taut weg

Keine überraschende Nachricht: Die vielzitierten zweitgrößten Landraubtiere der Welt sind in Gefahr: Nach der aktuellen, in Nature Climate Change publizierten Prognose von kanadischen Forschern um Péter Molnár sterben die Eisbären in den kommenden 80 Jahren aus. Selbst ihre Fähigkeit, lange zu fasten, wird ihnen wenig helfen. Den Wissenschaftlern zufolge ist sie längst ausgereizt. Weil sie von der Jagd auf dem Packeis leben, taut ihnen buchstäblich die Lebensgrundlage weg. weiterlesen…

EU-Staaten einigen sich auf Plastiksteuer – u.a.

CO2-Grenzsteuer, überarbeiteter Abgashandel, Finanztransaktionssteuer, Emissionshandel, Steuer für Digitalunternehmen

Die Staats- und Regierungschefs der EU haben sich in Brüssel zwar zum Ziel der Klimaneutralität bis 2050 bekannt. Doch im Schatten der Milliardenbeschlüsse des Gipfels ist eine revolutionäre Entscheidung bislang kaum beachtet worden: Die EU-Plastikabgabe soll Abfallberge bekämpfen, soll schon nächstes Jahr kommen und in der Corona-Krise neue Einnahmen bringen. In Europa soll ab 2021 eine Plastiksteuer in Höhe von 80 ct/kg eingeführt werden. Die EU setze damit zwar um, was die Bundesregierung seit Jahren schon hätte tun müssen: Sie besteuere endlich umweltschädliche Plastikverpackungen, aber sie gehe dabei viel zu zaghaft vor, kritisiert die Deutsche Umwelthilfe DUH. weiterlesen…

Kohleausstiegsvertrag mit Kraftwerksbetreibern im Bundestag

4,35 Milliarden Euro Entschädigungen

Das Bundeswirtschaftsministerium hat den Bundestag um die zum Inkrafttreten nötige Zustimmung zum öffentlich-rechtlichen Vertrag mit den Kohlekraftwerksbetreibern gebeten, mit dem der Kohleausstieg geregelt werden soll – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag. Aus dem Antrag (19/21120) „Öffentlich-rechtlicher Vertrag zur Reduzierung und Beendigung der Braunkohleverstromung in Deutschland – Einholung eines zustimmenden Beschlusses des Deutschen Bundestages gemäß §49 des Kohleausstiegsgesetzes“ geht hervor, dass die Konzerne RWE und LEAG Entschädigungen in Höhe von 4,35 Milliarden Euro erhalten werden. (hib/PEZ) Solarify dokumentiert die Präambel. weiterlesen…