Kramp-Karrenbauer und die schwarze Null

Kommentar von Klaus Oberzig – mit freundlicher Genehmigung

Die große Koalition rettet seit der Europawahl tagtäglich das Klima. Seit CSU-Chef und Bayernregent Markus Söder medial den Ton vorzugeben versucht, ist CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer in Zugzwang, um nicht ins klimapolitische Hintertreffen zu geraten. Sie zieht nun ebenfalls in medienwirksam kurzen Abständen eine Karte nach der anderen aus dem klimapolitisch noch etwas kurzen Kleidchen. Sie propagiert eine „Steuerreform für Klimaschutz“ und schlägt als besonderes Knallbonbon eine „Abwrackprämie für Ölheizungen“ vor. „Das bestehende Gesamtgebäude aus Entgelten, Umlagen, Abgaben und Steuern im Energiesektor muss grundlegend umgebaut werden“, verkündete sie am 11.08.2019 in einem Artikel in der „Welt am Sonntag“(siehe solarify.eu/fossile-heizungen-durch-erneuerbare-energien-ersetzen). weiterlesen…

Mikroplastik rieselt mit Schnee

AWI-Wissenschaftler weisen Kunststoff im Arktis- und Alpenschnee nach

Winzige Mikroplastikpartikel wurden in den vergangenen Jahren vielfach im Meer- und Trinkwasser und sogar in Tieren nachgewiesen. Forscher des Alfred-Wegener-Instituts und des schweizerischen WSL-Instituts für Schnee- und Lawinenforschung SLF haben jetzt unerwartet viel Mikroplastik in Schneeproben der Alpen nachgewiesen, aber auch in noch abgelegeneren Gegenden wie der Arktis. Ihr Bericht erzeugte großes Aufsehen in den Medien.Die winzigen Kunststoffteilchen werden über die Atmosphäre transportiert und vor allem mit dem Schnee aus der Luft ausgewaschen – und womöglich auch eingeatmet. Das zeigt die in der Fachzeitschrift Science Advances am 14.08.2019 veröffentlichte Studie der Wissenschaftler. weiterlesen…

Die Grenzen der Regenwald-Senken

Regenwälder als Klimaretter? Nur solange der Nährstoff-Vorrat reicht…

Wieviel Kohlenstoffdioxid können tropische Regenwälder aufnehmen? In der Fachzeitschrift „Nature Geosciences“ veröffentlichte Untersuchungen eines internationalen Forscherteams mit maßgeblicher Beteiligung der Technischen Universität München (TUM) deuten darauf hin, dass die Aufnahmekapazität speziell der Amazonasregenwälder durch den Phosphorgehalt des Bodens stark begrenzt ist. weiterlesen…

Hat Jänschwalde bald fertig?

Leag bereitet sich auf möglichen Stopp ihres Tagebaus vor

Die Lausitz Energie Bergbau AG (Leag) bereitet sich auf einen unplanmäßigen Stopp ihres Tagebaus Jänschwalde vor. Denn der Abbau von Braunkohle in Jänschwalde könnte in Kürze durch einen Gerichtsbeschluss gestoppt werden. Das schrieb das Energieunternehmen am 13.08.2019 in einer Medienmitteilung. Für den Fall, dass der Tagebau Jänschwalde ab dem 01.09.2019 nicht wie geplant weiter betrieben werden könne, habe man bei der Leag nach einer Anordnung des Landesamtes für Bergbau, Geologie und Rohstoffe (LBGR) mit der Vorbereitung eines Sicherheitsbetriebes begonnen. Eine Vorwegnahme des zu erwartenden Urteils sei das allerdings nicht, teilte das Unternehmen mit. weiterlesen…

„Unverhältnismäßige“ Medienpräsenz

Klimaleugner werden häufiger zitiert als Klimaforscher

Die sogenannten Klimawandelleugner – Menschen, die an der Tatsache zweifeln, dass der Mensch im Zuge der Industrialisierung durch Emissionen an Treibhausgasen aus Fabriken, Verkehr und Landwirtschaft maßgeblich und nachweislich das Klima auf der ganzen Erde auf gefährliche Weise verändert – hätten sich „zu einer lauten Stimme innerhalb von Politik und Wissenschaftskommunikation“ entwickelt, schreiben die Forscher im Fachmagazin Nature Communications (Petersen et al., 2019). Näheres zur wissenschaftlichen Untersuchung der Klimawandel-Leugner-Medienpräsenz in zeit online vom 15.08.2019. weiterlesen…

„Heute ist es Klimaschutz“

Etikettenschwindel der INSM – von Tina Ternus

Die INSM versteht sich nach eigenen Angaben als Plattform für alle, die sich dem Gedanken der sozialen Marktwirtschaft verbunden fühlen. Genau hier liegt der Etikettenschwindel vor. Die Initiative neue soziale Marktwirtschaft INSM ist eine Plattform, die für die REINE Marktwirtschaft steht. Weder sozial, noch ökologisch, noch ethisch. Gegen die Errungenschaften der sozialen Aspekte der sozialen Marktwirtschaft der Nachkriegsjahre führte die INSM einen regelrechten Feldzug ab den 2000er Jahren. Die dadurch forcierten Gesetze, die 1:1 umgesetzt wurden, führten zu gestiegener Armut und zu gestiegener Altersarmut. weiterlesen…

Umweltkriminalität kostet Weltwirtschaft Milliarden

Wildtierhandel und anderes behindern nachhaltige Entwicklung

Transnationale Umweltkriminalität – Wildtierhandel, illegaler Holzeinschlag, Deponierung von gefährlichen Abfällen und mehr steht in engem Zusammenhang mit der organisierten Kriminalität und kostet die Weltwirtschaft schätzungsweise 91 bis tur259 Milliarden Dollar im Jahr, so eine neue in Nature Sustainability veröffentlichte Studie. „Transnationale Umweltkriminalität, kurz TEC, ist zum größten finanziellen Antrieb sozialer Konflikte in der Welt geworden“, sagte Mitautorin Meredith Gore, MSU Associate Professor für Fischerei und Wildtiere. weiterlesen…

Lesehinweis: Hohe CO2-Emissionen aus Afrikas Tropenwäldern

Die Zeit zitiert einen Bericht aus Nature Communications

Tropische Regenwälder und Waldböden sind CO2-Senken – dachte man bisher. Abholzung, Waldbrände und Brandrodung hingegen beschleunigen den Klimawandel. Welche Wälder wie viel CO2 speichern, wie viel diese Ökosysteme auf natürlichem Wege abgeben und aufnehmen – kurz: ihr Einfluss auf den menschengemachten Klimawandel ist allerdings bis heute nicht genau erforscht. Für Nature Communications (Palmer et al., 2019) – so die Wochenzeitung Die Zeit – haben Geowissenschaftler von der University of Edinburgh nun Satellitendaten aus den Jahren 2009 bis 2017 ausgewertet und dabei Überraschendes festgestellt: Während die tropischen Waldgebiete in Südamerika, Asien und Australien wie zu erwarten in der Bilanz weiterhin zuverlässig CO2 speichern, haben einige tropische Waldregionen Afrikas im Durchschnitt einiger Jahre große Mengen an Treibhausgas abgegeben – und weit mehr als befürchtet. Die höchsten Werte stellte das Forscherteam im Kongobecken und Äthiopien fest. weiterlesen…

Kreativität und Mut – statt starrer Regularien

BWE bekräftigt Kritik am Design der Innovationsausschreibungen

Hermann Albers, Präsident Bundesverband WindEnergie (BWE), bekräftigte am seine Kritik an der Ausgestaltung der sogenannten Innovationsausschreibungen. In der jetzigen Form fehle z.B. jeder Anreiz, um system- und netzdienliche Konzepte – in Kombination verschiedener Erneuerbarer Technologien und unter Einbindung von P2X und Speichern – voranzutreiben. weiterlesen…

Neuartiger Gasspeicher aus Kunststoffschaum

Alternative zu herkömmlichen Flüssig- oder Druckgasspeichern

Forscher des Korea Advanced Institute of Science and Technology (KAIST) in Daejeon haben gemeinsam mit Kollegen der Texas A&M University in Bryan haben Materialien auf Kunststoffbasis entwickelt, die Erdgas effektiver speichern können. Das Material mit dem Kürzel COP-150 ist damit eine Alternative zu herkömmlichen Flüssig- oder Druckgasspeichern, Verfahren die aufgrund hoher Sicherheitsvorkehrungen für mobile Anwendungen wie Erdgasautos nur bedingt geeignet sind. Die Substanz hat möglicherweise starkes Zukunftspotenzial zur Bekämpfung der globalen Erwärmung. weiterlesen…