Wie weit können Pflanzen die Erderwärmung verlangsamen?

Stanford-geführte Studie misst Potenzial von Bäumen

Ein internationales Team unter der Leitung von Wissenschaftlern der Stanford University und der Autonomen Universität Barcelona hofft, dass Bäume bis mindestens zum Ende des Jahrhunderts weiterhin großzügig Kohlendioxid aufnehmen. Die am 12.08.2019 in Nature Climate Change veröffentlichte Studie warnt jedoch davor, dass Bäume nur einen Bruchteil des Kohlendioxids in der Atmosphäre aufnehmen können und ihre Fähigkeit, dies auch über 2100 hinaus zu tun, ist unklar. weiterlesen…

Mehr als eine Million Feinstaub-Tote pro Jahr

Studie untersucht Auswirkungen von Luftverschmutzung in China

Laut einer internationalen Studie wird der Klimawandel die Luftverschmutzung in China verschärfen. Damit würde die Anzahl vorzeitiger Todesfälle durch Feinstaub weiter steigen, sagt Studienautor Hans Joachim Schellnhuber, emeritierter Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, dem Deutschlandfunk im Gepräch mit Lennart Pyritz. Die zentrale Frage der Studie sei laut Schellnhuber gewesen: „Wenn sich durch den Klimawandel die atmosphärischen Bedingungen verändern, also speziell blockierende Wetterlagen entstehen, wie wirkt sich das dann auf die Effekte der Luftverschmutzung hinsichtlich menschlicher Gesundheit aus?“ weiterlesen…

Erneuerbare sichern zunehmend Energieversorgung

Rekordwerte bei Einspeisung

Die vorläufigen Zahlen der Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat) zeigten Rekordwerte bei der Einspeisung Erneuerbaren Stroms im ersten Halbjahr – teilt der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) mit. „Das ist eine gute Botschaft, die zeigt: Erneuerbare Energien sichern mehr und mehr die Energieversorgung. Sie werden zum zentralen Player und übernehmen dabei Verantwortung für das Gesamtsystem“, sagte BEE-Präsidentin Simone Peter. Hinzu komme: Jede Kilowattstunde sauberer Strom trage zum Klimaschutz bei. weiterlesen…

Europas Onshore-Windpotenzial reicht für Weltenergiebedarf

Kapazität größer als gedacht

Europa kann mehr als das Hundertfache der Energiemenge produzieren, die es derzeit durch Onshore-Windparks erzeugt, wie neue Untersuchungen der University of Sussex und der Aarhus University ergeben haben. In einer Analyse aller geeigneten Standorte für Onshore-Windparks zeigt die neue Studie mit dem Titel: „Wind it up: Europe has the untapped onshore capacity to meet global energy demand“, dass Europa das Potenzial hat, bis 2050 genügend Energie für die ganze Welt bereitzustellen. weiterlesen…

„PV-Ausbaudeckel muss weg!“

SPD: Union muss Blockadehaltung aufgeben

Die Koalition hat sich darauf verständigt, den Anteil der erneuerbaren Energien bis 2030 auf 65 Prozent zu erhöhen. Dies wird ohne eine Förderung von Photovoltaik-Dachanlagen nicht gehen, wie SPD-Politiker Timon Gremmels pv magazine erklärte. Den Hintergrund beleuchtete Sandra Enkhardt am 14.08.2019. weiterlesen…

Klimakrise: Was jetzt getan werden muss

10 Umweltverbände veröffentlichen Handlungsprogramm für effektiven Klimaschutz

Mit eindringlicher Kritik an der Bundesregierung haben am 16.08.2019 zehn Natur- und Umweltschutzverbände ein Handlungsprogramm zur wirksamen Eindämmung der Klimakrise veröffentlicht. Die Verbände (BUND, Campact, DUH, Germanwatch, Greenpeace, NABU, NaturFreunde Deutschlands, Umweltinstitut München, WWF Deutschland und der DNR) forderten am 16.08.2019 in einer gemeinsamen Medienmitteilung die Bundesregierung auf, endlich zu handeln und effektive Maßnahmen zum Schutz des Klimas und der Einhaltung des 1.5 Grad Erhitzungs-Limits von Paris zu ergreifen. weiterlesen…

Nachfrage nach Ökostrom steigt

Verbraucher-Einbindung in die Umsetzung der Energiewende

Angebot und Nachfrage von Ökostrom steigen seit Jahren kontinuierlich. Die Zahl der Ökostromprodukte ist von 810 im Jahr 2013 auf 1.157 Produkte im Jahr 2017 gestiegen. Knapp 80 Prozent der Stromanbieter führten 2017 mindestens ein Ökostromprodukt im Angebot. Gleichzeitig ist die Stromkennzeichnung kaum bekannt und kann aktuell wenig Wirkung entfalten. Das zeigt die am 16.08.2019 veröffentlichte „Marktanalyse Ökostrom II“ des UmweltBundesamtes. weiterlesen…

Sicherheit der Stromversorgung kostet so viel wie nie

Kritik an Bundesnetzagentur

Weil Leitungen für die Energiewende fehlen, steuern die Kosten für die Aufrechterhaltung einer sicheren Stromversorgung in diesem Jahr auf Rekordwerte zu. Schon von Januar bis März ist für Netz- und Systemsicherheitsmaßnahmen ein Aufwand von knapp einer halben Milliarde Euro entstanden, der über die Strompreise auf die Verbraucher umgelegt wird. Zum Vergleich: Im gesamten vergangenen Jahr waren es 1,1 Milliarden Euro. Das Ergebnis der Recherche der beiden Wirtschaftskorrespondenten der Frankfurter Allgemeinen Helmut Bünder und Andreas Mihm war am 09.08.2019 in der FAZ zu lesen. weiterlesen…

BUND: Wieder Blaualgen-Alarm

Schon mindestens 32 Badeverbote

Nach 2018 ist auch 2019 ein Alptraumjahr für die Seen. Zu viele Nährstoffe und die hohen Temperaturen haben dazu geführt, dass an vielen Seen wieder Badeverbote ausgesprochen werden mussten. Nach Recherchen des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) wurde im Zeitraum vom 01.07. bis 12.08. dieses Jahres mindestens an 32 Orten das Baden wegen Blaualgen verboten. An 88 weiteren Stellen wurden Warnungen ausgesprochen. Und der Sommer ist noch nicht vorbei. „Blaualgen sind ein deutliches Zeichen, dass unsere Gewässer in einem ökologisch kritischen Zustand sind“, erklärt Laura von Vittorelli, BUND-Expertin für Gewässerpolitik. (Foto: Blaualgen – © Jörg Farys/BUND) weiterlesen…

Österreichs Stromerzeugung bald CO2-frei?

Die Alpenrepublik will Europas Wasserstoff-Land Nummer Eins werden – Scharfe Kritik

Österreich will seinen Strom schon 2030 komplett aus Erneuerbaren Quellen beziehen. Bis 2045 soll die Alpenrepublik völlig CO2-neutral werden – so will es jedenfalls die ÖVP. Damit das gelingt, setzt „Altkanzler“ Sebastian Kurz voll auf Wasserstoff, vor allem Wasserstoffautos. Dank der zahlreichen Wasserkraftwerke beträgt der Anteil der Erneuerbaren zwar bereits 75 Prozent. Doch neue Pumpspeicherkraftwerke sind politisch kaum durchsetzbar. Österreich braucht aber neue Speicher für den grünen Strom. Scharfe Kritik am Kurz-Vorschlag kommt von den Medien. weiterlesen…