NZZAS: „Neue AKW rechnen sich nicht“

Lesehinweis: Lösung Solarenergie und Gaskraft

„In der Schweiz werden Forderungen nach neuen Kernkraftwerken laut. Doch die Technologie hat in ihrer heutigen Form wohl keine Chance. Als Lösung stehen Solarenergie und Gaskraft im Fokus“, schreibt Jürg Meier Es sei zwar noch nicht zweieinhalb Jahre her, dass das Volk Ja zur Energiestrategie 2050 und damit zu einem Atomausstieg gesagt habe. Doch die Diskussion drehe wieder in die andere Richtung. So habe Gewerbeverbandspräsident Hans-Ulrich Bigler verlangt, ernsthaft über die Aufhebung des Kernkraftverbotes nachzudenken. Im Frühling hatten sich die Schweizer Liberalen in einer Umfrage sowohl für eine strengere Klimapolitik als auch auch für den „Bau von neuen Kernkraftwerken der neusten Technologie“ ausgesprochen. weiterlesen…

Abschalten ist keine Option

Post-EEG-Ära: Photovoltaik-Anlagenbesitzer sehen Netzbetreiber und Energieversorger in der Pflicht

Nach Ablauf der 20-jährigen staatlich garantierten Einspeisevergütungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) sehen sich die ersten PV-Anlagenbesitzer mit der Frage konfrontiert, wie die eigene Anlage zukünftig genutzt werden kann. Auch wenn die Installationszahlen in den ersten Jahren des EEG noch gering waren, beträgt die Anzahl der PV-Kleinanlagen unter 10 kWp, die bis zum Jahr 2025 aus dem EEG ausscheiden, bereits etwa 80.000 Systeme. weiterlesen…

Flaute bei Wind-Onshore hält an

Ausbau bricht weiter ein

Der Ausbau der Windkraft in Deutschland gerät weiter ins Stocken. Am 09.08.2019 gab die Bundesnetzagentur die Ergebnisse der jüngsten Ausschreibung Wind an Land bekannt – damit ist das Angebotsniveau in Bezug auf die ausgeschriebene Mengen noch einmal deutlich gesunken. Von 71 % (01.02.2019) über 45 % (01.05.2019) auf nun nur knapp über 30 % am 01.08.2019. In der Folge konnten von den ausgeschriebenen 650 Megawatt (MW) nur 208 MW zugeschlagen werden. Gründe dafür sind unter anderem der Genehmigungsstau bei den Behörden, zu wenig Flächen und Proteste in der Bevölkerung vor Ort. Die Windbranche ist beunruhigt – aus Sicht des Bundesverbands Windenergie (BWE) sind Deutschlands Ökostrom-Ausbauziele in Gefahr.
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Letzte Instanz

Landwirte verklagen Regierung wegen unterlassener Klimapolitik – im Oktober erste mündliche Verhandlung

Geht es nach den Klägern, dann wird der 31.10. ein Tag der Wahrheit. Zum ersten Mal in der Geschichte soll sich eine Bundesregierung für ihre Klimapolitik rechtfertigen – oder eher: für unterlassene Klimapolitik. Michael Bauchmüller und Tobias Bug dazu am 09.08.2019 in der Süddeutschen Zeitung. weiterlesen…

UBA will SUVs zur Kasse bitten – Töpfer dafür

Umweltbundesamt: Autos mit hohem CO2-Ausstoß verteuern

Der trotz der Klimaschutz-Debatte anhaltende Verkaufsboom für SUVs (Sport Utility Vehicle) veranlasste jetzt das Umweltbundesamt zu dem Vorschlag, Autos mit hohem CO2-Ausstoß steuerlich stärker zu belasten. „Wir müssen Maßnahmen finden, um klimafreundliche Mobilität zu fördern“, sagte die Präsidentin des Umweltbundesamtes, Maria Krautzberger, gegenüber dpa (siehe merkur.de/umweltbundesamt-autos-mit-hohem-co2-ausstoss-verteuern). weiterlesen…

Bilanzkreisausgleich entscheidend für Versorgungssicherheit

Bundesnetzagentur mit Maßnahmenpaket zur Stärkung der Bilanzkreistreue

Die Bundesnetzagentur hat vom 18.07. bis 09.08.2019 eine Konsultation zu Maßnahmen zur Stärkung einer ausgeglichenen Systembilanz im deutschen Stromnetz und zur sogenannten Bilanzkreistreue (siehe: solarify.eu/bilanzkreis-bilanzkreistreue) durchgeführt. Anlass war die teils deutliche Unterdeckung der deutschen Regelzone im Juni*). Peter Franke, Vizepräsident der Bundesnetzagentur: „Wir wollen Risiken für die Versorgungssicherheit minimieren. Gefährliche Unterdeckungen der Bilanzkreise sollen sich nicht lohnen. Wer Kosten einseitig zu Lasten der Versorgungssicherheit verschiebt, handelt rechtswidrig. Wenn sich der Verdacht solcher Verstöße im Einzelfall erhärtet, werden wir dagegen mit aller Konsequenz vorgehen.“ Der BEE begrüßt die Maßnahmen. weiterlesen…

Der Boden als Bioreaktor

Studie unter Oldenburger Beteiligung erklärt, wie sich organische Verbindungen im Bodenwasser verändern

Wenn Pflanzenreste verrotten, geben sie eine Reihe von organischen Molekülen ab, die sich im Bodenwasser auflösen und mit der Feuchtigkeit ins Erdreich gelangen. In diesen Molekülen ist global mehr Kohlenstoff gespeichert als in allen Wäldern der Erde zusammen. Bisher ist jedoch nicht bekannt, warum so viel Kohlenstoff in Böden gespeichert wird und wie sich dieser riesige Speicher im Zuge des Klimawandels verhalten wird. Nun hat ein Wissenschaftlerteam unter Beteiligung von Prof. Thorsten Dittmar vom Institut für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM) der Universität Oldenburg das Schicksal dieser Verbindungen aufgeklärt. Die Forscher um Markus Lange vom Max-Planck-Institut für Biogeochemie in Jena berichten in der Zeitschrift Nature Geoscience, dass die gelösten Moleküle nicht, wie lange angenommen, unverändert im Boden bleiben. Während die Substanzen mit dem Wasser durch den Boden sickern, werden sie vielmehr von Mikroben ab- und umgebaut. Dabei entstehen auch neue, größere Moleküle. weiterlesen…

Brandenburg als Vorreiterregion für Wasserstoffwirtschaft

Minister Steinbach stellt Potenzialstudie vor – Bundesratsinitiative zu Erneuerbare-Energien-Richtlinie

„Brandenburg ist nicht nur Spitzenreiter beim Ausbau erneuerbarer Energien. Wir können auch Vorreiterregion werden für eine Wasserstoffwirtschaft – und damit die Energiewende in Deutschland entscheidend voranbringen.“ Das erklärte Wirtschafts- und Energieminister Jörg Steinbach am 07.08.2019 bei der Vorstellung einer Potenzialstudie, die der Deutsche Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verband im Auftrag des brandenburgischen Wirtschafts- und Energieministeriums erstellt hat. Die Kernaussage der Studie: Wasserstoff bietet große Chancen für Brandenburg. Das Land ist ein attraktiver Standort für eine Elektrolyse-Industrie. (Foto: Zapfhähne – OME, H2, Solarstrom – © MPI CEC) weiterlesen…

Lesehinweis: „Klima retten, aber richtig“

„Wir müssen die digitale Energiewende klug vorantreiben – und nicht irgendwie“ (Blog-Beitrag von Hendrik Zimmermann)

„Im Folgenden verdeutliche ich die großen Chancen, welche die Digitalisierung für Energiewende und Klimaschutz bietet. Ich zeige jedoch auch die Risiken auf, die mit den komplexen IT-Systemen im Energiebereich einhergehen. Zuletzt lege ich kurz dar, was getan werden muss, damit die digitale Energiewende nachhaltig gelingt“, schreibt Hendrik Zimmermann von germanwatch. weiterlesen…

Neues vom Wasserstoff

SH Netz mit erster Power-to-Gas-Anlage zur Aufnahme von grünem Wasserstoff ins Erdgasnetz – Wasserstofftankstelle vversorgt Brennstoffzellen-Pkw

Schleswig-Holstein Netz (SH Netz) hat in Brunsbüttel die erste Anlage in Schleswig-Holstein zur Einspeisung von grünem Wasserstoff ins Erdgasnetz errichtet. Hierzu hat das Unternehmen nach eigenen Angaben rund 4,5 Millionen Euro investiert. Betreiber der für die Wasserstofferzeugung erforderlichen Elektrolyseanlage (Power-to-Gas-Anlage) ist die Wind2Gas Energy GmbH & Co. KG, die außerdem die Wasserstofftankstelle der H2 MOBILITY mit grünem Wasserstoff beliefert. Sowohl die Einspeiseanlage von SH Netz als auch die Power-to-Gas-Anlage von Wind2Gas Energy wurden auf dem Gelände der Covestro Deutschland AG in Brunsbüttel errichtet. Ebenfalls auf dem Gelände befindet sich die Wasserstofftankstelle, diese ist allerdings öffentlich zugänglich. weiterlesen…