Polens Versagen, groß zu denken

Kommentar von Sam Morgan und Alexandra Brzozowski auf EURACTIV

„Wir wissen nicht, worauf sie hinauswollen“. „Es ist unmöglich, eine Debatte darüber zu führen“. „Wir waren bereit, uns die Haare auszureißen“ – nur einige der diplomatischen Reaktionen auf die Blockade eines Klimaplans durch Polen beim Gipfel des Rates vergangene Woche. Polen weigerte sich am 20.06.2019, die Idee zu unterstützen, dass die EU bis 2050 klimaneutral wird, und scheute sich vor der Idee, im Klartext der Schlussfolgerungen des Rates eine ausdrückliche Frist zu setzen. weiterlesen…

Erneuerbare-Energien-Kraftstoffgesetz erwogen

BMVI-Studie vorgelegt: Klimaziele brauchen integriertes Energiekonzept

Um die Treibhausgasreduktionsziele zu erreichen, müssen Erneuerbare Energien in allen Sektoren eingesetzt werden – so das Ergebnis einer am 24.06.2019 vorgelegten Studie, die vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) beauftragt und von der NOW GmbH koordiniert wurde. weiterlesen…

Lesehinweis: Batterien für die Energiewende

Speichertechnologien entfesseln – Übertragungsnetzbetreiber bändigen!

Clemens Triebel fordert im Fachblatt ERNEUERBARE ENERGIEN, die Netzbetreiber müssten sich in den Dienst der Energiewende stellen, wenn wir zu einer stärker dezentralisierten Energiewelt kommen wollten: „Ein Erneuerbares Energiesystem ist ohne Speicher technisch gesehen eine Illusion. Das war schon in den frühen 2000er Jahren klar, als wir mit Solon Labs und später Younicos die Protagonisten des Energiespeichermarktes mit gegründet haben. Unsere Motivation war es, die Systemgrenze beim Ausbau der volatilen Wind- und Solarkraftwerke durch die Markteinführung von Speichern zu überwinden.“ weiterlesen…

Höhere Versorgungssicherheit, geringere Kosten, mehr Klimaschutz

Mit Erneuerbaren Energien das Stromsystem in Südosteuropa verbessern

Ein Anteil von 50 Prozent Erneuerbarer Energien am Strommix und der Ausbau der Stromnetze bis 2030 würde in den Ländern Südosteuropas sowohl die Kosten des Stromsystems verringern als auch die Versorgungssicherheit erhöhen. Zudem löst sich so das Problem, dass aktuell in der Region mehr als die Hälfte des Stroms in alten, ineffizienten und klimaschädlichen Braunkohlekraftwerken produziert wird, die jedoch in den nächsten Jahren ersetzt werden müssen. Das zeigt eine Analyse für den Berliner Thinktank Agora Energiewende. Darin wurde modelliert, wie sich die Stromnachfrage des Jahres 2030 bei einer Reduktion der Kohleverstromung um rund 60 Prozent bei gleichzeitiger Verdoppelung der Wind- und Photovoltaikkapazitäten decken lässt. weiterlesen…

Ärzte-Mahnwache in Berlin-Pankow

„Patientin Erde auf der Intensivstation“

Die Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit e.V. (KLUG) hat vom 22. bis 23.06.2019 eine Mahnwache mit dem Titel „Klimawandel macht krank – Patientin Erde auf der Intensivstation“ an der Kirche in Berlin-Pankow abgehalten. Die fiebernde Erde wurde als Intensivpatientin, mit Infusion versehen, auf einer Trage liegend, von Ärzten und Pflegepersonal rund um die Uhr versorgt. Diese Metapher hat sich bei den bisherigen Mahnwachen bewährt, da es den komplexen Sachverhalt der Erderhitzung verständlich macht. KLUG will aufmerksam machen und Nachdenklichkeit schaffen, nicht konfrontieren und abgrenzen. weiterlesen…

Erste Professur für Klimawandel und Gesundheit in Deutschland

Sabine Gabrysch vom PIK an Charité berufen

Macht der Klimawandel krank? Um die Zusammenhänge zwischen Klimaveränderungen und der Bevölkerungsgesundheit zu erforschen, hat die Charité – Universitätsmedizin Berlin gemeinsam mit dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) die bundesweit erste Professur für Klimawandel und Gesundheit eingerichtet. Für die neue Position wurde die Medizinerin und Epidemiologin Prof. Sabine Gabrysch gewonnen. Am 17.06.2019 trat sie ihr Amt an. weiterlesen…

„Wer über Klimawandel redet, muss auch über Mikroben reden“

Appell aus der Mikrobiologie, die kleinsten Erdbewohner nicht zu übersehen

Nicht nur generell in der dynamischen Erdgeschichte, sondern gerade auch beim menschengemachten Klimawandel spielen Mikroorganismen eine wichtige Rolle. Sie können seine Auswirkungen verstärken, aber auch verringern. Mehr als 30 führende Mikrobiologinnen und -biologen aus der ganzen Welt appellieren nun in einem in den Nature Reviews Microbiology publizierten Aufruf, die kleinsten Bewohner der Erde in wissenschaftlichen Studien und technologischen Maßnahmen zur Anpassung nicht zu vergessen. Auch Antje Boetius, Gruppenleiterin am Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie und Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI), hat den Appell unterzeichnet. (Foto: Eisbären auf dem Meereis des Arktischen Ozeans © Alfred-Wegener-Institut/Mario Hoppmann, CC BY 4.0) weiterlesen…

Viele Worte, wenig Taten: UN-Nachhaltigkeitsziele könnten scheitern

Aktueller SDG-Report: Welt redet zwar viel über Nachhaltigkeitsziele, tut aber zu wenig

Was als historischer Gipfel begann, könnte als reines Lippenbekenntnis enden. Vor vier Jahren haben sich 193 Staaten auf die Umsetzung der 17 UN-Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDGs – siehe solarify.eu/sdgs) geeinigt. Die Bekämpfung von Armut und Hunger gehört ebenso dazu wie die Verpflichtung zu mehr Klimaschutz oder besseren Bildungschancen. Dieses Jahr wollen die Staats- und Regierungschefs erstmals für eine Zwischenbilanz zusammenkommen. Wie die Bertelsmann-Stiftung am 19.06.2019 mitteilte, dürften die Ergebnisse ernüchternd ausfallen: Die aktuelle Ausgabe des SDG-Reports zeigt, dass kein Land auf dem Weg ist, alle Ziele bis 2030 zu erreichen. weiterlesen…

Lesehinweis: „Klimawandel zerreißt Ölindustrie“

Europa pro – US contra Klimaschutz

Kontrapunktisch beschreiben zwei FAZ-Autoren die Situation der Ölriesen angesichts des Klimawandels: Der Londoner Wirtschaftskorrespondent Marcus Theurer stellt fest, dass „Europas Ölriesen zunehmend in Windparks und Batteriehersteller investieren“. Dagegen setze die Konkurrenz aus Amerika noch voll auf fossile Brennstoffe – und fürchte ganz andere Folgen, schreibt sein New Yorker Kollege . weiterlesen…