„Das Seziermesser der Logik ansetzen“

Neue Strategie gegen Desinformation über Klimawandel

Viele der teilweise „populären Falschbehauptungen von Klimawandel-Leugnern enthalten grundlegende Denkfehler“, schreibt Toralf Staud in den klimafakten. Er bezieht sich auf einen Aufsatz in den Environmental Research Letters, in dem ein Team um den australischen Kognitionspsychologen John Cook vorschlägt, dies für die Aufklärungsarbeit zu nutzen. weiterlesen…

COP21-Ziele verhindern Hitzetote

Paris würde dank reduzierter Wärmebelastung durch 1,5-Grad-Grenze extreme hitzebedingte Mortalität senke

Forscher aus Großbritannien, Norwegen, den USA, Kanada und der Schweiz um den Engländer Daniel Mitchell haben herausgefunden, dass in wichtigen europäischen Städten eine Begrenzung der Klimaerwärmung auf 1,5 °C die extreme hitzebedingte Mortalität um 15-22 % gegenüber 2 °C senken würde. Eine andere ebenfalls in der Fachzeitschrift Nature publizierte Analyse des Australiers Andrew D. King et al. zeigt, dass die Europäer in einer 2° C-Welt häufigere und intensivere Hitzeextreme erleben würden als in einer 1,5° C-Welt. Schlussfolgerung: „Die Vorteile einer Begrenzung der globalen Erwärmung auf das niedrigere Ziel von 1,5 °C sind im Hinblick auf die Wärmebelastung der Bevölkerung beträchtlich und sollten die Länder dazu veranlassen, sich um größere Emissionsreduktionen zu bemühen“. weiterlesen…

Solarenergie-Rekordernte

Solarkraftwerke in Deutschland erzeugen im ersten Halbjahr 2018 acht Prozent mehr Strom als 2017

Die Betreiber der in Deutschland installierten über 3,5 Millionen Solaranlagen können sich im ersten Halbjahr 2018 über eine Rekordernte freuen. So lag allein die Produktion von Solarstrom mit rund 23,6 Terawattstunden fast acht Prozent über dem ersten Halbjahr 2017. Das geht aus aktuellen Berechnungen des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW) hervor. Die gute Sonnenernte der letzten Monate sind das Resultat eines ungewöhnlich sonnenreichen Frühjahrs und einer anziehenden Nachfrage. Die Vereinigung der führenden Solar- und Speicherunternehmen fordert die Bundesregierung auf, die Potenziale der inzwischen überaus preiswerten Solartechnik noch deutlich stärker zu nutzen, um die Klimaziele zu erreichen. weiterlesen…

22 ct Lenkungsabgabe auf Plastiktüten gefordert

3. Juli: Internationaler „Plastic Bag Free Day“

2,4 Milliarden unnötig verbrauchte Plastiktüten pro Jahr belasten die Umwelt in Deutschland. Die freiwillige Selbstverpflichtung des Handels reicht nicht. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert eine wirksame gesetzliche Regelung zur Vermeidung umweltschädlicher Einweg-Plastiktüten und von Obst- und Gemüseplastikbeuteln. Stattdessen fordert die DUH Abfallvermeidung durch Mehrweg-Tragetaschen. weiterlesen…

Kuhlmann: „Energiewende integriert denken“

In Deutschland und Europa

Die Europäische Kommission, der Europäische Rat und das EU-Parlament haben sich Ende Juni informell darauf geeinigt, bis 2030 den Anteil der Erneuerbaren Energien am Brutto-Endenergieverbrauch auf mindestens 32 Prozent zu erhöhen und die Energieeffizienz um 32,5 Prozent zu steigern. Außerdem wurde mit der Governance-Verordnung ein Kompromiss für die Umsetzung der Energie- und Klimapolitik gefunden. Die EU-Länder müssen jetzt Maßnahmenpläne für die Energieziele bis 2030 erarbeiten. Deutschland kann das mit seinem Vorhaben verbinden, das es im Koalitionsvertrag festgelegt hat: die Einführung eines Klimaschutzgesetzes. Ein Kommentar von dena-Chef Andreas Kuhlmann zu den neuen Zielen für die Energieunion und den Herausforderungen im Energiewendedialog: Energiewende integriert denken – in Deutschland und Europa weiterlesen…

Klimawandel treibt Maispreise in die Höhe

UW-Studie: Temperaturanstieg wird weltweiten Ertrag reduzieren

Mais ist die am weitesten verbreitete Kulturpflanze der Welt, die auf vielfältige Weise verwendet und auf internationalen Märkten gehandelt wird. Forscher der University of Washington (UW) haben jetzt untersucht, was der Klimawandel für die weltweiten Erträge dieser Pflanze bedeutet: Wärmere Temperaturen bis zum Ende dieses Jahrhunderts werden weltweit die Erträge reduzieren, was die bisherigen Forschungen bestätigt. Die Studie zeigt aber auch einen dramatischen Anstieg der Variabilität der Maiserträge von einem Jahr zum anderen und die Wahrscheinlichkeit gleichzeitig niedriger Erträge in mehreren Hochproduktionsregionen, was zu Preiserhöhungen und globaler Verknappung führen könnte, wie Hannah Hickey am 11.06.2018 in den UW News schrieb. Die Studie wurde am 26.06.2018 in den Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America (PNAS) veröffentlicht. weiterlesen…

Europas größtes Solarmodul-Recycling-Werk eröffnet

Recyceln von Solarpanels in Europa gesetzliche Pflicht – in China und den USA eher nicht

Während die solare Kapazität weiter wächst – weltweit sind derzeit rund 402 Gigawatt installierter Solarleistung erreicht – kommen die alten Module der frühen Jahre an ihr Leistungsende. Photovoltaikpanels haben eine geschätzte Lebensdauer von rund 30 Jahren, die erste Generation wird jetzt also langsam fällig. Das Unternehmen Veolia hat ein Recycling-Werk für ausrangierte Solarmodule im südfranzösischen Rousset nahe Marseille eröffnet. Laut Nachrichtenagentur Reuters hat das neue Werk einen Vertrag mit der Solarindustrie-Recyclingorganisation PV Cycle France abgeschlossen, um 2018 rund 1.300 Tonnen Solarmodule zu recyceln – das wären praktisch alle Solarmodule, die in diesem Jahr in Frankreich anfallen, wie Nicole Allé am 29.06.2018 für das Portal energiezukunft schrieb. weiterlesen…

Bundesländer als Treiber der Energiewende

240 Seiten starke AEE-Ausgabe des „Statusreportes Föderal Erneuerbar 2018“

Die Bundesländer spielen für die Gestaltung der Energiewende in Deutschland eine wesentliche Rolle: Ob es um die Flächenausweisung für Erneuerbare Energien, den Ausbau der Strom- und Wärmenetze oder – wie aktuell in der Kohlekommission – um den weiteren Umgang mit den bestehenden fossilen Kraftwerken geht, überall haben die Länder einen entscheidenden Einfluss. weiterlesen…

Import von grünem Gas?

„Triple G“: Deutsche Gaswirtschaft startet Diskussion

zdf liveEinen entscheidenden Beitrag zur bezahlbaren Emissionsreduktion in Deutschland werden zukünftig grüne Gase aus heimischer Produktion und aus dem Ausland leisten. Darüber waren sich einer gemeinsamen Medienmitteilung zufolge die Teilnehmer der Veranstaltung „Triple G – Green Gas for Germany“ einig, die Zukunft ERDGAS zusammen mit der Vereinigung der Fernleitungsnetzbetreiber Gas (FNB Gas) am 28.06.2018 in Berlin ausgerichtet hat. Dabei präsentierten internationale Gasunternehmen unterschiedliche Projekte zur Dekarbonisierung der Gasversorgung. Mit der Veranstaltung wollte die deutsche Gaswirtschaft die Diskussion über den Import grüner Gase anstoßen. Neben Vertretern der Gasbranche nahmen auch politische Entscheider aus Deutschland und der EU sowie Wissenschaftler teil. weiterlesen…

Immer mehr Ökostrom

Solar- und Windenergie Hauptstromquellen im ersten Halbjahr

Gemeinsam produzierten Solar- und Windenergieanlagen im ersten Halbjahr 2018 ca. 77,5 TWh gegenüber 67,8 TWh im ersten Halbjahr 2017. Sie liegen damit auf dem ersten Platz der Stromquellen und konnten mehr Strom als Braunkohle (66,7 TWh) erzeugen. Diese Daten zur Stromerzeugung für das erste Halbjahr 2017 haben einer Medienmitteilung aus dem Fraunhofer ISE zufolge Wissenschaftler um Prof. Bruno Burger des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE zusammengestellt. weiterlesen…