Berliner Braunkohle-Blockade in Brüssel gescheitert

„Ein guter Tag für Europas Luft“ – EU-Mehrheit setzt Luftverbesserungen durch

Die EU hat am 28.04.2017 gegen den Willen der Bundesregierung und anderer Kohleländer strengere Grenzwerte für Kohlekraftwerke beschlossen: Weil die meisten EU-Länder, die über die „Umweltstandards für Großfeuerungsanlagen“ verhandelten, dafür waren, treten diese trotz des deutschen Neins in Kraft. „Ein guter Tag für Europas Luft,“ freuten sich BUND und andere Umweltverbände; weniger Menschen würden frühzeitig sterben – allerdings erst ab 2021. Genau vor drei Jahren hatte das IASS-Potsdam Grenzwerte für (zunächst neue) Kohlekraftwerke vorgeschlagen. weiterlesen…

Mehr als doppelt so viel für Energieforschung wie 2006

Von 399,31 auf 875,98 Millionen Euro

Die Ausgaben des Bundes für Energieforschung sind seit 2006 mehr als verdoppelt worden: Wurden 2006 noch 399,31 Millionen Euro für die Energieforschung ausgegeben, stiegen diese Ausgaben 2016 auf 875,98 Millionen. Dies teilt die Bundesregierung in ihrem als Unterrichtung vorgelegten Bundesbericht Energieforschung 2017 Forschungsförderung für die Energiewende mit. In den vergangenen 40 Jahren, beginnend mit dem 1. Energieforschungsprogramm aus dem Jahr 1977, seien mehr als 17.300 Projekte durch die Bundesregierung gefördert worden. weiterlesen…

„Wissenschafts-Kommunikation im Trumpozän“

Oder: Wie wir alle das post-faktische Zeitalter verhindern können

Weltweit demonstrierten am 22.04.2017 Tausende beim „March for Science“ für freie Wissenschaft. Doch die Demonstrationen könnten nur ein erster Schritt gewesen sein, argumentiert der Hamburger Kommunikationsforscher Michael Brüggemann in einem Gastbeitrag für Klimafakten. Die Wissenschaftskommunikation müsse sich auf die veränderten gesellschaftlichen und medialen Rahmenbedingungen einstellen – und mit ihr jeder Wissenschaftler. weiterlesen…

Medien: Mieterstrom ist Fake

„Falsches Spiel“ – „Etikettenschwindel“

Die Mieter von 3,8 Millionen Wohnungen sollen nun auch von der Ökostromförderung profitieren, verheißt die Bundesregierung. Doch die meisten gehen leer aus – für viele wird es sogar teurer, schreiben sowohl Welt als auch Wirtschaftswoche Green Economy – letztere fragt: „Profitieren Mieterhaushalte wirklich? Wird mit dem neuen Fördertopf tatsächlich die Ungerechtigkeit aus der Welt geschafft, dass Mieter über die Umlage für Erneuerbare Energien (EEG), die sie mit ihrer Stromrechnung überweisen, Immobilienbesitzer subventionieren, die sich eine Solarstromanlage anschaffen?“ weiterlesen…

29. April: Tag der Erneuerbaren Energien

Energiewende zum Anfassen – Bewusstsein schaffen…

…so kann man das Konzept des 22. Tages der Erneuerbaren Energien nennen. Am 29.04.2017 bieten mehr als 100 Veranstalter Aktionen an, um zu zeigen, wie viel Potenzial in Erneuerbaren steckt. Das Angebot reicht vom Tag der offenen Tür in Kraftwerken über den Besuch eines CO2-neutralen Modelldorfes und Bürgerfesten bis zu Informationen über den Studiengang „Regenerative Energien“ in Stralsund, Ulm oder Schweinfurt. Nicht nur Stadtwerke und Betreiber großer Anlagen, sondern auch Privatleute oder Schulen können ihre Energieprojekte vorstellen. Unter energietag.de Informationen zu den Veranstaltungen. weiterlesen…

„Update Energiewende und Klimaschutz“

Berliner Energietage 2017 mit Mammutprogramm

Mit mehr als 50 Veranstaltungen von 60 Institutionen und rund 300 Referenten bieten die Energietage 2017, nach eigener Aussage „Leitveranstaltung der Energiewende in Deutschland“ vom 03. bis 05.05.2017 ein Forum über Erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Klimaschutz. Dazu gehören etwa die Perspektiven der Sektorkopplung, durch die aus der Stromwende durch Kopplung mit Verkehr und Wärme eine sektorenübergreifende Energiewende werden soll. Ein weiterer Schwerpunkt liege auf dem „Faktor Mensch“ – einem Thema, „das in der Diskussion bislang sträflich vernachlässigt wurde“ – so Medienmitteilungen der Energietage. weiterlesen…

Berlin blockt Brüssel

Keine schärferen Abgas-Kontrollen? Gröhe soll aktiv werden.

„Die Bundesregierung blockiert schärfere Kontrollen der Autoindustrie in Europa“, schrieben Markus Balser und Michael Bauchmüller am 24.04.2017 in der Süddeutschen Zeitung. Denn Berlin lehne in zentralen Punkten die von Brüssel geplante Reform ab. Auch die Einführung empfindlicher Geldstrafen für die Autofabriken werde verzögert – die „eigentlich bis Ende Mai geplante Einigung sei kaum noch möglich“, zitieren die Autoren EU-Vertreter. Kommentar von Franz Alt dazu: „Die Bremser und Verschmutzer sitzen hauptsächlich in Deutschland.“ Die DUH fordert Gröhe zum Handeln auf. weiterlesen…

Dobrindts Abgas-Rede vor dem Bundestag


„Pure Heuchelei, weil Sie nicht wissen, wie man mit der ganzen Affäre umgeht!“

Rede des Bundesministers für Verkehr und digitale Infrastruktur, Alexander Dobrindt, in der Aktuellen Stunde des Deutschen Bundestags über die Haltung der Bundesregierung zu verschärften Abgastests in Europa am 27.04.2017 in Berlin. Solarify dokumentiert die Rede mit Zwischentiteln. weiterlesen…

Neue Initiative: „Nachhaltige Finanzreform“


Bündnis wirbt für gerechte CO2-Preise und nachhaltige Steuerpolitik

Deutschland zukunftsfähig zu machen, indem es nicht nur wirtschaftlich leistungsfähig bleibe, sondern auch sozial und umweltverträglich werde, ist das Anliegen von 19 Organisationen aus Wirtschaft und Gesellschaft, die sich als „Initiative nachhaltige Finanzreform“ an die Politik richten. Dabei möchte das Bündnis nach Angaben des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) die Steuer- und Abgabenpolitik zum Umsteuern nutzen und den Abbau umweltschädlicher Subventionen sowie eine verursachergerechte CO2-Bepreisung in den Mittelpunkt rücken. weiterlesen…

Klimawandel gefährdet Ernährungssicherheit

Wetter-Extreme und Handelspolitik wichtige Treiber der Weizenpreise

Preisspitzen beim Weizen-Welthandel, haben Forscher herausgefunden, werden hauptsächlich von Ernte-Schocks wie etwa Dürren verursacht. Wie das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung am 28.04.2017 mitteilte, würden die Schocks noch verstärkt, wenn die Getreide-Lagerbestände gering seien oder eine Handelspolitik der Abschottung betrieben werde. Das zeigt die vorliegende Analyse auf der Grundlage globaler Daten des US-Landwirtschafts-Ministeriums. (Foto: Weizenfeld – Foto © Manfred Richter auf Pixabay) weiterlesen…