Deutschlands Stromversorgung war nie sicherer

Energiewende und steigender Erneuerbaren-Anteil haben keinen negativen Einfluss auf Versorgungsqualität

Wind-Strommasten bei Nauen - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyVor einer Woche hat die Bundesnetzagentur die neusten Zahlen zu den Unterbrechungen der Stromversorgung veröffentlicht. Das Ergebnis für das Jahr 2019: Deutschland hatte im Durchschnitt nur für 12,2 Minuten keinen Strom – das ist seit Beginn der Aufzeichnung im Jahr 2006 die niedrigste Ausfallzeit. Mit anderen Worten: Die Versorgungssicherheit war 2019 höher denn je, den bisher höchsten Erzeugungswerten Erneuerbarer Energien zum Trotz, wie Joschua Katz am 30.10.2020 für energiezukunft schrieb. weiterlesen…

„Etikettenschwindel: Aus Kohlestrom wird Ökostrom“

LichtBlick fordert transparente Stromkennzeichnung

Kohlekraftwerk Schkopau-Leuna - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyAm 01.11.2020 veröffentlichen mehr als 1.100 Versorger die Stromkennzeichnung für rund 15.000 Strom-Produkte. Aufgrund einer gesetzlichen Regelung würden die Verbraucher dabei über den tatsächlichen Stromeinkauf ihres Anbieters getäuscht. Denn Versorger müssten auf ihrem Strom-Etikett bis zu 60 Prozent EEG-Ökostrom ausweisen – obwohl sie diesen Strom nicht für ihre Kunden einkauften, heißt es in einer Pressemeldung von Lichtblick vom 30.10.2020. Dieser EEG-Pflichtanteil in der Kennzeichnung steige seit Jahren an und erreiche in diesem Jahr eine neue Rekordhöhe. weiterlesen…

Ressourceneffizienz ist Klimaschutz

Film des VDI ZRE zeigt Einsparpotenziale von Treibhausgasen in der Wertschöpfungskette

Der effiziente Umgang mit Ressourcen wie Material und Energie führt zu einem geringeren CO2-Ausstoß. Der neue Film „Ressourceneffizienz ist Klimaschutz“ des VDI Zentrum Ressourceneffizienz (VDI ZRE) zeigt, wo Unternehmen ansetzen können, um Ressourcen zu sparen und zum Klimaschutz beizutragen. weiterlesen…

Robuste und leistungsfähige molekulare Elektroanode

Verbesserte Wasserspaltung durch Oligomere

Ein internationales Team aus Wissenschaftlern von Forschungsinstituten in Spanien (Institut Catala d’Investigació Quimica, ICIQ) , den Niederlanden, China und Deutschland (Max-Planck-Institut für Eisenforschung, Düsseldorf) hat ein neues molekulares Material aus Oligomeren entwickelt und charakterisiert. Das Material kann als Katalysator bei der Wasseroxidation genutzt werden und erzielt eine bisher unerreichte Stromdichte bei molekularen Katalysatoren. Die Forscher haben ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift Nature Chemistry publiziert. weiterlesen…

Solarer Wasserstoff: Maß für Stabilität von Photoelektroden

Lösungen zur Verbesserung von BiVO4-Fotoanoden

Zur elektrolytischen Wasserspaltung benötigte hochwertige Photoelektroden korrodieren während des Prozesses leicht. Nun hat ein Team am HZB in internationaler Zusammenarbeit die Korrosionsprozesse von BiVO4-Photoelektroden untersucht. Sie beobachteten die Prozesse „in operando“ während der Sauerstoff-Entwicklungsreaktion (OER). Ihre Arbeit zeigt, wie die Stabilität von Photoelektroden und Katalysatoren verglichen und so auch verbessert werden kann. Eine Medienmitteilung des Helmholtz-Zentrums Berlin. weiterlesen…

E.ON sieht Nachbesserungsbedarf bei EEG-Novelle

E.ON-Umfrage: Zwei Drittel der Deutschen wollen mehr Solaranlagen auf Dächern

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), dessen Neuregelung gerade diskutiert wird, hat entscheidende Auswirkungen auf die künftige Sonnenstromerzeugung: „Damit Deutschland seine Ziele beim Klimaschutz und dem Photovoltaik-Ausbau erreicht, sind neue politische Impulse, weniger Bürokratie und eine zeitgemäße Förderung notwendig“, betont Victoria Ossadnik, Vorsitzende Geschäftsführerin von E.ON Energie Deutschland, mit Blick auf die Gesetzesnovelle. weiterlesen…

3. Carbon2Chem-Konferenz – Tag 2

Kalk, Müll und Business Cases

Prof. Görge Deerberg (Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT, Oberhausen) und Markus Oles (thyssenkrupp Steel Europe AG, Duisburg)
„System integration – the center piece of Carbon2Chem®

Carbon2Chem - altes Stahlwerk Thyssen - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyDeerberg, einer der drei C2C-Koordinatoren, referierte zu Beginn des zweiten Konferenztages am 28.10.2020 über Systemintegration („das Herzstück von Carbon2Chem®„) und die eben beginnende zweite Phase des Projekts. Er sprach über den Energiebedarf und verglich den CO2-Ausstoß zwischen Stahl- und Methanolproduktion: Letztere verursache fast die Hälfte. weiterlesen…

EU-Klimaziele: 60 Prozent weniger Klimagase bis 2030 sind möglich

Schnelle Reform des EU-Emissionshandels und mehr Dekarbonisierung bei Gebäuden und Verkehr nötig

Straßenverkehr in Wiesbaden - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyDas Umweltbundesamt (UBA) hält es für möglich, die Klimaemissionen in der EU bis 2030 um mindestens 60 Prozent gegenüber 1990 zu senken. Zentral sei dabei eine schnelle Reform des EU-Emissionshandels, wie es in der UBA-Pressemeldung 51/2020 vom 29.10.2020 heißt.
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Schritt für Schritt zu einer CO2-freien Industrie

3. Carbon2Chem®-Konferenz 2020 – zweiter Tag: Optionen und Rahmenbedingungen einer klimafreundlichen Stahlproduktion

Die Chancen, den industriellen CO2-Ausstoß bis 2030 zu reduzieren, stehen gut. Die technischen Voraussetzungen sind aufgrund von Projekten wie Carbon2Chem® geschaffen. Jetzt gilt es, ergänzend die entsprechenden Rahmenbedingungen in Form von Regularien, erneuerbaren Energien und grünem Wasserstoff auf den Weg zu bringen. So lautet – eine Medienmitteilung aus dem Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT zufolge – die Quintessenz der, coronabedingt virtuellen 3. Konferenz zur nachhaltigen chemischen Konversion am 27. und 28. Oktober 2020. weiterlesen…

Wasserstoffstrategie findet Zustimmung

Eile tut not

Die im Juni von der Bundesregierung ausgegebene Nationale Wasserstoffstrategie (NWS, siehe solarify.eu/nationale-wasserstoffstrategie-verabschiedet-wasserstoffrat-berufen) hat prinzipiell die Zustimmung von Experten gefunden – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag. Allerdings verbanden sie damit am 26.10.2020 bei einer Anhörung des Ausschusses für Wirtschaft und Energie eine Reihe von Forderungen nach Präzisierungen und Ergänzungen. Auch tue Eile not. weiterlesen…