Naturschutz und Energiewende kein Widerspruch

Bundesamt für Naturschutz legt „Erneuerbare Energien Report“ vor

Der Report beruht auf den Ergebnissen von mehr als 40 Vorhaben des Forschungsschwerpunkts „Naturschutz und Erneuerbaren Energien“ am BfN. Mit dem aktuellen Überblick zeigt das BfN viele Möglichkeiten auf, wie der tiefgreifende Umbruch der Energieversorgung in Einklang mit dem Naturschutz gestaltet werden kann. Im Mittelpunkt stehen dabei die Aspekte „Fläche“ und „Landschaft“. Denn die hohe Anzahl und die weite räumliche Verbreitung von Anlagen Erneuerbarer Energien tragen zum Wandel von Landnutzung und Landschaftsbild bei, sie bergen außerdem Risiken für bestimmte Arten und ihre Lebensräume. Aktuell ist beispielsweise zu beobachten, dass für die Erneuerbaren Energien zunehmend naturnahe Flächen wie beispielsweise Wälder oder extensiv genutztes Grünland in Anspruch genommen werden. weiterlesen…

Weltweit 500 GW PV installiert – deutscher Markt wächst um 68 Prozent

Extrem gesunkene Preise machen PV vielfach zu günstigstern Energieform – Deutschland dennoch mit Nachholbedarf

Die Photovoltaik-Technologie hat einen neuen Meilenstein erreicht: Weltweit sind Solarstromanlagen mit einer Leistung von insgesamt 500 Gigawatt installiert. Im Jahr 2018 kamen rund 100 Gigawatt hinzu. Das gab der Bundesverband Solarwirtschaft am 25.01.2019 auf Basis aktueller Markteinschätzungen bekannt (vgl. Pressegrafik). 2018 gingen 2.960 MW PV neu in Betrieb – 68 Prozent mehr als im Vorjahr. 2018 deckte die Photovoltaik bereits rund acht Prozent des deutschen Stromverbrauchs. Kohle- und Atomausstieg erfordern allerdings die Verdreifachung des Solarenergie-Ausbautempos – so der Branchenverband. weiterlesen…

Bis 2060 doppelter Rohstoffverbrauch

OECD: Global Material Resources Outlook to 2060: Economic Drivers and Environmental Consequences

Der globale Verbrauch von Rohstoffen wird sich aufgrund der expandierenden Weltwirtschaft und steigender Lebensstandards bis zum Jahr 2060 nahezu verdoppeln – von heute 90 auf 167 Gigatonnen im Jahr 2060. Diese projizierte Zunahme bei der Gewinnung und Verarbeitung von Rohstoffen wie Biomasse, fossilen Brennstoffen, Metallen und nichtmetallischen Mineralien würde Luft, Wasser und Boden sehr viel stärker verschmutzen und so erheblich zum Klimawandel beitragen. Der OECD-Bericht „Global Material Resources Outlook to 2060: Economic Drivers and Environmental Consequences“ präsentiert globale Prognosen zur Materialnutzung und ihren Umweltauswirkungen, und zwar auf globaler, sektoraler und regionaler Ebene für 61 verschiedene Materialien (Biomasse-Ressourcen, fossile Brennstoffe, Metalle und nichtmetallische Mineralien). Er erläutert die wirtschaftlichen Faktoren, welche die Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Materialverbrauch bestimmen, und bewertet, wie sich die prognostizierten Verschiebungen der Wirtschaftstätigkeit auf den Einsatz verschiedener Materialien auswirken. weiterlesen…

Altmaier: „Stromautobahnen Lebensadern der Energiewende“

Dritte Netzausbaureise

Am 08.02.2019 führte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier seine dritte Netzausbaureise durch. Vor Antritt zeigte er sich überzeugt: „Die großen Stromautobahnen werden die Lebensadern der Energiewende. Wir brauchen hier die Unterstützung aller – Bund, Länder, Kommunen. Aber besonders auch der Bürgerinnen und Bürger vor Ort.“ weiterlesen…

Verbände: Biomasse-Stromerzeugung jetzt stabilisieren

Stabilisierungspfad gefordert

Um das Ziel von 65 % Erneuerbare Energien bis 2030 zu erreichen, fordern vier Bioenergieverbände von der seit Januar beratenden Bundestags-Arbeitsgruppe „Akzeptanz/Energiewende“ einen „Stabilisierungspfad, der die Ausbauvolumina so bestimmt, dass die Stromerzeugung aus Biomasse auf heutigem Niveau bewahrt und der bestehende Anlagenpark optimiert wird.“ Die Stromerzeugung aus Biomasse sei mit 8,5% (50 TWh) des deutschen Brutto-Stromverbrauchs nach der Windenergie an Land (14,6%) und noch vor der Photovoltaik (6,6%) immerhin eine der bedeutendsten Ökostrom-Technologien. Sie trage zudem im Zusammenspiel mit den anderen volatilen Erneuerbaren Energien zur Dämpfung der Gesamtkosten eines Stromsystems mit hohen EE-Anteilen bei. weiterlesen…

Landbesitzer entscheiden maßgeblich mit über Erfolg von Klimapolitik

MCC-Studie erklärt Zusammenhang zwischen Lobby-Einflüssen, staatlichem Finanzinteresse und Höhe der CO2-Besteuerung

Der Einfluss von Interessengruppen auf die Politik beeinflusst nicht nur das Ambitionsniveau der Klimapolitik, sondern erodiert vor allem die Glaubwürdigkeit langfristig angelegter Politikmaßnahmen wie etwa steigender CO2-Preise. Im Tauziehen um die Energiewende, in der die Vertreter der fossilen und erneuerbaren Energiewirtschaft für ihre jeweiligen Interessen kämpfen, tendieren Regierungen daher entweder zum Status quo oder zu extrem hohen CO2-Preisen. Die Landbesitzer könnten dabei das Zünglein an der Waage sein und eine ambitionierte Klimapolitik durchsetzen, wie eine Studie des Berliner Klimaforschungsinstituts MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change) neuerdings darlegt. weiterlesen…

Neue Erkenntnisse über den antarktischen Eisschild

Neuartige Analyse von Satellitendaten zeigt detailliert die Veränderungen der vergangenen 40 Jahre

Seit den späten 70er-Jahren vermessen Satelliten die Oberfläche der Ozeane und der großen eisbedeckten Gebiete. Am 08.02.2019 teilte die Technische Universität Dresden (TUD) mit, dass ein Wissenschaftlerteam unter Federführung der Professur für Geodätische Erdsystemforschung erstmals gemeinsam die Daten von sieben sogenannten Altimetersatelliten zur Höhenmessung ausgewertet hat, um die Veränderungen des Antarktischen Eisschildes über einen Zeitraum von 40 Jahren zu bestimmen. weiterlesen…

Erstes PV-Kraftwerk Deutschlands ohne EEG-Förderung

EnBW will ersten zuwendungs-freien Solarpark bauen

Bisher rentiert sich PV-Stromerzeugung nur mit garantierter EEG-Unterstützung. Nun will die Energie Baden-Württemberg in Weesow-Willmersdorf, 30 Kilometer östlich von Berlin, auf 164 Hektar eine 175-MW-Anlage ohne die Zuwendungen realisieren, zitiert die Heilbronner Stimme die Deutsche Presseagentur. Nach EnBW-Angaben ist es aktuell das größte Solarprojekt in Deutschland. Die endgültige Investitionsentscheidung will das Unternehmen noch in diesem Jahr treffen. weiterlesen…

E-Mobilität auf dem Weg zum Durchbruch

2018 bereits 1,1 Mio. verkaufte Batteriefahrzeuge in den größten Automobilmärkten

Im vergangenen Jahr sind in den größten Automobilmärkten erstmals mehr als 1 Mio. reine Elektro-Fahrzeuge verkauft worden. Das zeigt eine Analyse der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC auf Basis von Zulassungszahlen in den großen globalen Automärkten. Konkret wurden in China, den USA und den fünf führenden europäischen Ländern (Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Spanien und Italien) zusammen rund 1,1 Mio. „Vollelektriker“ neu zugelassen. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einer Zunahme von rund 70 Prozent. weiterlesen…

ifo Institut für langsameren Ausstieg aus der Braunkohle

Bepreisung von CO2 verlangt

Das Ifo-Institut hat vor einem schnellen Ausstieg aus der Braunkohle gewarnt. Es gebe erhebliche Risiken für die Stromversorgung, sagte Wirtschaftsprofessor Joachim Ragnitz am 24.01.2019 in Dresden. Er will einen bedächtigen Ausstieg aus der Braunkohle. „Energiepolitisch spricht viel für einen langsamen Ausstieg“, sagte der ifo-Forscher. Er sieht erhebliche Risiken für die Versorgung bei einem schnellen Ausstieg, da es bislang noch an Alternativen fehlt, um die Grundlast abzusichern. weiterlesen…