BUND legt Klima-Nothilfeplan vor

Schnelles politisches Eingreifen notwendig

Der BUND fordert von der Bundesregierung umfassende Klima-Nothilfemaßnahmen in den Bereichen Energie, Verkehr, Landwirtschaft, Natur- und Gewässerschutz. Durch die klimapolitische Untätigkeit der Bundesregierung verschärfe sich die Klimakrise weltweit – auch in Deutschland. Die mit der aktuellen Hitzewelle verbundenen Umweltprobleme machten ein schnelles politisches Eingreifen notwendig. Um die deutschen Klimaziele wie versprochen bis 2020 so weit wie möglich zu erreichen, müsse Bundeskanzlerin Angela Merkel von ihren Ministerien jetzt Sofortmaßnahmen einfordern. Ein entsprechendes Forderungspapier veröffentlichte der BUND anlässlich einer Pressekonferenz in Nürnberg. weiterlesen…

Weckruf für den Klimaschutz

Germanwatch und WWF veröffentlichen gemeinsames Papier

In einem gemeinsamen Papier fordern der WWF Deutschland und Germanwatch die Bundesregierung auf, konkrete Maßnahmen gegen die Erderhitzung zu ergreifen. Darin benennen sie die dringendsten Aufgaben und orientieren sich dabei an Deutschlands verbleibendem CO2-Budget. „Hitze und Trockenheit machen Mensch und Natur in Deutschland und weltweit zu schaffen – doch die Bundesregierung bleibt weiter tatenlos. In den vergangenen neun Jahren ist Deutschlands Treibhausgas-Ausstoß nicht gesunken. Angesichts der zunehmenden Wetterextreme muss die Bundesregierung endlich zu einer aktiven Klimaschutzpolitik zurückkehren“, sagt Michael Schäfer, Leiter Klimaschutz und Energiepolitik beim WWF Deutschland. weiterlesen…

Preiswerte Speicher für das Energie- und Verkehrssystem der Zukunft

DLR-Querschnittsprojekt GigaStore startet

Wie lassen sich große Energiemengen schnell, preiswert und gegebenenfalls auch über einen längeren Zeitraum speichern? In dem Querschnittsprojekt GigaStore arbeitet das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) an der Weiterentwicklung von Strom- und Wärmespeichern für jeden Einsatzbereich. Zudem werden Methoden für Computersimulationen erarbeitet, mit denen die Wissenschaftler neue Speichertechnologien schneller entwickeln und erproben werden können. Insgesamt forschen elf DLR-Institute übergreifend an dem Projekt, das eine Laufzeit von vier Jahren und ein Finanzvolumen von zirka 13 Millionen Euro hat. weiterlesen…

Vom Dach ins Auto: Solarenergie fürs E-Mobil spart Geld und schont das Klima

Für 1 € zur Arbeit und zurück nach Hause – ein Modell mit vielen Vorzügen für alle

75 Prozent können Pendler an Fahrtkosten sparen, wenn Sie mit einem solargeladenen Elektroauto zur Arbeit pendeln statt mit einem Benziner oder Diesel. Mehr als 4,5 Millionen Erwerbstätige pendeln täglich in NRW, davon 70 Prozent mit dem Auto: Die finanziellen und ökologischen Einsparpotenziale sind enorm. Denn Elektroautos, die mit erneuerbarer Energie angetrieben werden, fahren emissionsfrei. Das schone das Klima und führe unmittelbar zu einer besseren Luftqualität und reduziert die Lärmbelastung in den Innenstädten, empfiehlt der Landesverband Erneuerbare Energien NRW e.V. (LEE NRW) in seiner Pressemitteilung vom 09.08.2018. weiterlesen…

Hohe Solarstromproduktion sorgt für stabile Versorgung

Solaranlagen werden zu unverzichtbarer Stromquelle

Die in Deutschland installierten Photovoltaik-Anlagen produzierten im Juli 2018 6,7 Terawattstunden Solarstrom und stellten damit einen neuen Allzeitrekord auf. Das berichten Forscher des Fraunhofer-Instituts für Solar Energiesysteme ISE. Mit einem Anteil von 15,1 Prozent an der Stromerzeugung lag im Juli die Photovoltaik vor der Kernkraft (13,8 Prozent). Da Kern- und Kohlekraftwerke aktuell ihre Leistung drosseln, um die Erhöhung der Wassertemperatur durch das eingeleitete Kühlwasser zu begrenzen, erfüllt die Photovoltaik eine wichtige netzstabilisierende Funktion. (Grafik: © Fraunhofer ISE, B. Burger – Quelle Energy-Charts) weiterlesen…

Umweltfreundlich kühlen und heizen mit Grundwasserspeichern

Geowissenschaftler erforschen Möglichkeiten der Wärme- und Kältespeicherung in Aquiferen

Wer wünscht sich in diesem Rekordsommer 2018 kein gekühltes Heim oder Büro? Aber Klimaanlagen kosten eine Menge Energie und sind damit alles andere als umweltfreundlich. Energiesparende Alternativen analysieren Forscher des Projekts GeoSpeicher.bw, das vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) koordiniert wird. Die Wissenschaftler untersuchen zum Beispiel das Speichern und spätere Wiederabrufen von Wärme und Kälte in unterirdischen wasserführenden Schichten – den sogenannten Aquiferen. (Foto © Paul Fleuchhaus, KIT) weiterlesen…

NABU: Klimakrise erfordert Umbau der Ökosysteme

Präsident Tschimpke: Hoch intensivierte Landwirtschaft gefährdet Insekten

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) fordert eine zügige Neuausrichtung in der Agrar-, Klima- und Naturschutzpolitik, um die Erdüberhitzung zu stoppen und auf die Folgen der Klimakrise zu reagieren. „Dieser Sommer lässt ahnen, wie sich das Klima verändert. Auch wenn die Komplexität des Klimasystems keine punktgenaue Vorhersagen zulässt, eines ist sicher: Die Wahrscheinlichkeit von Extremwetter-Ereignissen wird zunehmen. Sommer wie dieser werden in Zukunft wahrscheinlicher und damit Dürren, Hochwasser und Starkregen“, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke anlässlich der Vorstellung des NABU-Jahresberichts 2017 am 08.08.2018 in Berlin. weiterlesen…

Auf dem Weg in die „Heißzeit“?

Planet könnte kritische Schwelle überschreiten

Die globale Erwärmung auf lange Sicht bei 1,5°C bis 2°C zu stoppen, könnte schwieriger sein als bisher angenommen. Selbst bei Umsetzung der im Pariser Abkommen festgelegten Pläne zur Minderung von Treibhausgasemissionen bleibt ein Risiko, dass der Planet durch verschiedene Rückkopplungsprozesse in einen Zustand gerät, den die Forscher als „Hothouse Earth“ bezeichnen. Dies diskutiert ein internationales Team von Wissenschaftlern in einer Studie im Fachjournal Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS). Wie das Potsdam-Institut für Klimafolgendorschung (PIK) mitteilte, wäre eine solche Heißzeit langfristig durch etwa 4° C bis 5° C höhere Temperaturen charakterisiert sowie durch einen Meeresspiegelanstieg um 10m bis 60m. Der Übergang zu einer emissionsfreien Weltwirtschaft müsse deshalb deutlich beschleunigt werden, mahnen die Autoren. weiterlesen…

E-Autos kommen nicht vom Fleck

Zuckerbrot oder Peitsche – was bringt Elektroautos auf die Straße?

540 Mio. € Elektroauto-Förderungen drohen ungenutzt zu verpuffen, der CO2-Ausstoß steigt: Dieselskandal und Fahrverbote treiben Nachfrage nach Benzinern und nicht nach Elektroautos. Eine Endkunden-Studie des Münchner Strategie- und Marktforschungsberatungsunternehmens mm customer strategy zeigt, dass bei privaten Pkw-Neuzulassungen bis 2022 ein Elektroanteil von 25 % (~300.000 Elektroautos) möglich ist – wenn Fördermaßnahmen sinnvoll kombiniert und optimiert werden. weiterlesen…

Schlüssel zu nachhaltiger Chemiezukunft

Erneuerbarer Kohlenstoff statt Dekarbonisierung

Was im Energiebereich die Dekarbonisierung darstelle, sei für die Chemie- und Kunststoffindustrie der Umstieg auf erneuerbaren Kohlenstoff – so eine Medienmitteilung aus dem nova-Institut (Hürth), das ein neues „Positionspapier zur Zukunft der Chemie“ veröffentlicht hat. Darin heißt es, die organische Chemie könne – entgegen dem allgemeinen Sprachgebrauch – nicht „dekarbonisiert“ werden, da sie vollständig auf der Nutzung von Kohlenstoff basiere. weiterlesen…