BMWi: „Energiewende voranbringen“

Forschungsnetzwerk Erneuerbare Energien gegründet

Auf Initiative des BMWi ist am 06.04.2016 in Berlin das Forschungsnetzwerk Erneuerbare Energien gegründet worden. Die Plattform soll die Akteure von Windkraft und Photovoltaik aus Industrie, Forschung und Politik zusammenbringen und gemeinsam Forschungsschwerpunkte auf Basis der Anforderungen der Zukunft festlegen. Damit solle „die Energiewende in Deutschland vorangebracht und die Spitzenposition deutscher Unternehmen in Windkraft und Photovoltaik gefestigt werden“, heißt es in der Mitteilung des BMWi. weiterlesen…

Kopernikus wird konkret

Vier Konsortien ausgewählt – 230 Partner starten größte Forschungsinitiative zur Energiewende – Wanka: „Erneuerbare Energieversorgung ohne Wohlstandsverlust ist machbar“

Die Energiewende braucht zum Umbau des Energiesystems neue Technologien – diese sollen in den sogenannten „Kopernikus-Projekten“ entwickelt werden. Aus 41 vorgeschlagenen Bewerbungen wählte ein Beirat vier Konsortien aus, von denen sich jedes einem der Eckpfeiler der Energiewende widmen wird: Der Weiterentwicklung der Stromnetze, der Speicherung Erneuerbarer Energien durch Umwandlung, der Neuausrichtung von Industrieprozessen auf eine fluktuierende Energieversorgung und dem besseren Zusammenspiel aller Bereiche des Energiesystems. Im Rahmen eines Pressegesprächs im BMBF wurden sie am 05.04.2016 vorgestellt. weiterlesen…

Berlin mit Energiewendegesetz

Bis 2050 klimaneutral

Rauch-Wasserdampf-Fahne Kraftwerke Reuter-West und Müllverbrennungsanlage, Berlin - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur ZukunftUm einen einheitlichen rechtlichen Rahmen für nachhaltigen Klimaschutz zu gewährleisten, erarbeitet das Land Berlin ein Energiewendegesetz (EWG). Wesentliche Elemente: CO2-Minderungsziele und ein Energie- und Klimaschutzprogramm. Der Gesetzentwurf legt fest, dass die Stadt bis 2050 klimaneutral sein soll – das Ziel Klimaneutralität bekommt eine gesetzliche Grundlage. Auf dem Weg dahin sollen die energiebedingten CO2-Emissionen bis 2020 um mindestens 40, bis 2030 um mindestens 60 und bis 2050 um mindestens 85 Prozent im Vergleich mit 1990 reduziert werden. weiterlesen…

Hürup macht’s vor

Gemeinde stellt Wärmeversorgung auf EE um

Die Schleswig-holsteinische Gemeinde Hürup plant für 2016, eine Solarthermie- und eine Biomasse-Heizanlage an das kommunale Nahwärmenetz anzuschließen, das derzeit erweitert wird. Nach diesem Vorbild soll die Wärmeversorgung der 1.200-Einwohner-Gemeinde Schritt für Schritt auf Erneuerbare Wärme umgestellt werden. Die Agentur für Erneuerbare Energien zeichnete Hürup für dieses Konzept zur Umstellung der Wärmeversorgung auf verschiedene regenerative Quellen als Energie-Kommune des Monats aus. weiterlesen…

Bayern bremst Wind aus

Weißblaue Stromversorgung jetzt „gefährlich und umweltschädlich“

Am 01.04.2016 – 10 Tage vor der entscheidenden mündlichen Verhandlung vor dem Bayerischen Verfassungsgerichtshof über die Popularklagen gegen die sogenannte 10H-Regelung – zog der Bundesverband WindEnergie Bilanz der Windkraftentwicklung in Bayern seit Einführung der gesetzlichen 10H-Abstandsregelung (= 10mal die Höhe Abstand bis zur nächsten Ansiedlung): Bayern versage in der Energiewende, bleibe weiter von Atomstrom und Importen abhängig; auch verringere der Freistaat so nicht die Treibhausgase. Die Windkraftbranche aber werde Tausende Arbeitsplätze einbüßen. Nach der letzten Statistik hat sie in Deutschland mehr als 150.000, davon in Bayern bei Planern, Projektierern, Gutachterbüros, Erbauern, Betreibern und Zulieferern 12.350 Beschäftigte. weiterlesen…

„Deutschland – globales Zugpferd“

Fukushima will weg vom Atom und hin zu EE

Die Energiewende in Deutschland sorgt international für wichtige Impulse auf dem Weg zu einer nachhaltigen Energieversorgung. Anlässlich des Jahrestages der Reaktorkatastrophe von Fukushima am 11.03.2011 sagte der Bürgermeister von Fukushima, Kaoru Kobayashi laut Agentur für Erneuerbare Energien (AEE): „Ich wünsche mir, dass Deutschland die zahlreichen Herausforderungen der Energiewende meistern und als globales Zugpferd der Erneuerbaren Energien auch uns den Weg weisen wird.“ weiterlesen…

Ein Kommentar und sein Widerspruch

Baake und Fell: Erneuerbare-Energien-Politik kontrovers

In einem Gastbeitrag forderte BMWi-Staatssekretär Rainer Baake am 17.03.2016 in der Wochenzeitung „Die Zeit“ einen „Paradigmenwechsel“, der die Erneuerbaren Energien zum Investitionsstandard in Deutschland macht. BDEW, GIZ und PwC veröffentlichen zudem ihre Studie „Delphi Energy Future“, nach der sich die Erneuerbaren bis 2040 weltweit durchsetzen könnten. „Fast erstaunliche Töne aus dem Bundeswirtschaftsministerium, das für die Reform verantwortlich ist“, schreibt Sandra Enkhardt im pv magazine. Denn die Erneuerbaren Energien hätten zwar 2015 bereits 12,5 Prozent des Primärenergiebedarfs, vom Bruttostromverbrauch fast ein Drittel gedeckt. Dennoch stockt eben bei Photovoltaik und Biomasse der Zubau und mit der nächsten EEG-Novelle wird ein Abwürgen der Windkraft befürchtet. Hans Josef Fell widerspricht Baake heftig in einem Leserbrief, dessen Abdruck die Zeit ablehnte. weiterlesen…

Weitere 2.000 Jobs bei RWE weniger

Grund: Milliardenverluste – neue Tochter Newco startet

RWE will weitere 2.000 Arbeitsplätze abbauen“ betitelte der T-Online-Nachrichtendienst eine afp-Meldung und setzte darüber „Ursache ist Energiewende“ (Anmerkung am Ende des Artikels). „Unsere bisherigen mittelfristigen Planungen sehen bis Ende 2018 einen Abbau um etwa 2.000 Arbeitsplätze vor, unter anderem auch durch natürliche Fluktuation“, sagte RWE-Personalvorstand Uwe Tigges in einem Interview mit der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ). RWE hat auf Grund von Management-Problemen einen Milliardenverlust zu verkraften. weiterlesen…

Energiewende – Geschichte

Mehrere Väter: Amory Lovins und die „sanfte Energie“ – Peter Hennicke und Stefan Kohler

Es war der am 17.03.2016 mit dem Bundesverdienstkreuz geehrte amerikanische Physiker Amory B. Lovins, der 1976 nachwies, dass regenerative Energiequellen tatsächlich in der Lage wären, ganze Industrienationen mit Energie versorgen konnten – mit dem Aufsatz „Energy Strategy: The Road not Taken?“ in Foreign Affairs (Oktober 1976). 1980 erschien die Studie des Freiburger Öko-Instituts Energiewende. Wachstum und Wohlstand ohne Erdöl und Uran (S. Fischer Verlag 1980), sie zeigte, dass auch in Deutschland mit verbesserter Energieeffizienz der Verbrauch gesenkt werden, und dass dieser geringere Verbrauch durch heimische Kohle (noch war keine Rede vom Klimawandel) und Erneuerbare Energien gedeckt werden könnte. Die Autoren waren Florentin Krause, Hartmut Bossel und Karl-Friedrich Müller-Reißmann – sie hatten den 1977 von Lovins für die USA vorgestellten „sanften“ Enrgieversorgungs-Pfad übersetzt, auf Deutschland übertragen – „Energiewende“. weiterlesen…

„Energiewende“ 35 Jahre alt

Öko-Institut: 2015 ist Halbzeit

Aus Sicht des Öko-Instituts hatte die Energiewende 2015 Halbzeit. Was das bedeutet, zeigt der aktuelle Jahresbericht. Schon 1980 zeigte das Öko-Institut in einer Studie, wie eine Energieversorgung ohne Uran und Erdöl aussehen kann und beschrieb damit visionär eine alternative Energiezukunft. Die Studie prägte den Begriff „Energiewende“ (siehe solarify.eu/energiewende-geschichte) und wurde im vergangenen Jahr 35 Jahre alt. Da die gängigen Klimaschutzszenarien meist bis zum Jahr 2050 berechnet werden, markiert das Jahr 2015 somit die „Halbzeit Energiewende“. weiterlesen…