Klimaverzagte EU


BEE: Kleine Fortschritte beim Emissionshandel, aber zu wenig für effektiven Klimaschutz

Unter dem Ratsvorsitz Estlands hat sich die Europäische Union auf Reformen des Europäischen Emissionshandels (EU-ETS) verständigt. Kernpunkt ist ein etwas erhöhter Emissionssenkungspfad bei den Verschmutzungsrechten. „Die Einigung des Trilogs ist eine Verbesserung gegenüber dem Status Quo. Die Pariser Klimaschutzziele werden damit aber nicht erreicht“, kommentiert Dr. Peter Röttgen, Geschäftsführer Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE). weiterlesen…

“Moral gegen Ideologie setzen” – “Blue Planet Prize” geht an Schellnhuber


Weltweit wichtigster Umweltpreis für Potsdamer Klimaforscher

Die international bedeutendste Auszeichnung für Pioniere der Nachhaltigkeitsforschung wird im Herbst an den Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), Hans Joachim Schellnhuber, verliehen. Das gab – gemäß PIK-Pressemitteilung vom 14.06.2017 – die japanische Asahi Glas-Stiftung in Tokio bekannt. Ihr mit 50 Millionen Yen (ca. 407.000 Euro) dotierter Blue Planet Prize ehrt Vordenker, die entscheidende Ansätze zur Lösung globaler Umweltprobleme vorgelegt haben. weiterlesen…

Unions-Rechte gegen deutsche Klimaziele


Sogenannter “Berliner Kreis” attackiert Merkels Klimakurs

Kampfansage aus der eigenen Partei von rechts an Merkel: Kaum hat sie sich mit dem Oberbayern Seehofer öffentlich geeinigt, fordert jetzt der sogenannte “Berliner Kreis” zwei Tage nach Trumps Klimaausstieg die “moralische Erpressung” durch die Klimaforschung zu beenden und sich “von deutschen Sonderzielen” bei der Bekämpfung der Treibhausgase zu verabschieden. Die Unions-Rechten bestreiten laut ARD-Hauptstadtstudio eine “solitäre Rolle des Treibhauseffektes” bei der Erderwärmung – und fordern eine Klima- Kehrtwende von der Kanzlerin – schreibt ARD-Korrespondent Arnd Henze. weiterlesen…

CO2-Budget für 2017 ausgeschöpft


220 Mio. Tonnen bereits am 03.04. erreicht

Rechne man den laut COP21 jährlichen CO2-Ausstoß pro Kopf um, dann habe Deutschland schon am 03.04.2017 seinen Anteil für das Gesamtjahr verbraucht, und dürfte eigentlich bis Jahresende kein Treibhausgas mehr ausstoßen, wenn es das im Rahmen der Pariser Klimakonferenz COP21 im Dezember 2015 unterschriebene Abkommen einhalten wolle. Das habe eine Studie der Berliner Nymoen Strategieberatung zum Inhalt – berichtete u.a. die Berliner Morgenpost. weiterlesen…

Bei 2° droht Katastrophe


Schwerwiegende Auswirkungen des Klimawandels am Mittelmeer

Science logoDer am 26.10.2016 unter dem Titel “Climate change: The 2015 Paris Agreement thresholds and Mediterranean basin ecosystems” im Fachmagazin Science veröffentlichten Studie folgend käme es in den kommenden 100 Jahren zu einer stärkeren Veränderung des mediterranen Ökosystems als in den vergangenen 10.000, wenn sich die Erdatmosphäre um mehr als 1,5 Grad erwärmte.joel-guiot-foto-joel-guiot-plus-google-comwolfgang-cramer-foto-wolfgang-cramer Bei mehr als 2,0 Grad sagen die Autoren Wolfgang Cramer und Joel Guiot aus Aix en Provence katastrophale Umwälzungen voraus. weiterlesen…

Zukunft pflanzen


Plant-for-the-Planet – weltweit größte Aufforstungsaktion

Im Rahmen einer Baumpflanzaktion auf der Messe München hat Bundesentwicklungsminister Gerd Müller am 25.04.2016, dem Internationalen Tag des Baumes, angekündigt, er werde die Zusammenarbeit mit der weltweiten “Plant-for-the-Planet”-Initiative ausbauen. In den Projekten des BMZ zur Wiederaufforstung sollen vor allem in Afrika Kinder und Jugendliche zum Mitmachen bei Baumpflanzaktionen ermutigt werden.550 Bäume für den Klimaschutz, Aktion in der Messe München (VL) Klaus Dittrich (Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München), Otto Steinberger (Vors. d. Bezirksausschusses Trudering/Riem(hinten)), Felix Finkbeiner (Initiator Plant for the planet), Dr. Gerd Müller (Bundesminister f. wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) sowie Schüler des Ernst-Mach-Gymnasiums, Eine Umweltschule in Haar; 25.04.2016 - Foto © Oliver Bodmer/Messe München weiterlesen…

Billig-Öl bremst EE

Worüber sich Autofahrer und Öl-Tank-Besitzer freuen, macht der Internationalen Energieagentur (IEA) weniger Spass: Sie befürchtet in ihrem aktuellen, am 11.11.2015 in Berlin vorgestellten World Energy Outlook (WEO) negative Folgen des niedrigen Ölpreises. Wenn Öl-Konzerne nicht mehr investierten, und wenn die Förderung dadurch stocke, könne das Angebot rapide abfallen und die Preise entsprechend steigen. Die IEA sieht die Gefahr, dass der Umstieg auf Erneuerbare Energien hinausgezögert werde. Die Politik könne jedoch gezielt gegensteuern. weiterlesen…

Ölpreis und Energiewende im Wechselspiel


Agentur für Erneuerbare Energien veröffentlicht Metaanalyse zur Preisentwicklung fossiler Brennstoffe

Die Internationale Energieagentur rechnet laut ihrem am 11.11.2015 in Berlin vorgestellten World Energy Outlook 2015 für 2020 mit einem Ölpreis von rund 80 US-Dollar pro Barrel. Welche Annahmen darüber hinaus andere wissenschaftliche Szenarien zur langfristigen Entwicklung des Ölpreises treffen, beschreibt eine am 11.11.2015 veröffentlichte Meta-Analyse der Agentur für Erneuerbare Energien. weiterlesen…

Paris und die 2-Grad-Grenze


Paris-Abkommen als Brücke zur Einhaltung der 2-Grad-Grenze

In einer gemeinsamen Pressemitteilung geben das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und das Institut du développement durable et des relations internationales (Iddri) die Kernaussagen eines Berichts zum Umbau des Energiesektors bekannt, der in Vorbereitung auf den Klimagipfel von Paris von 16 internationalen Forschungsinstituten erarbeitet wurde:
“Die nationalen Länderbeiträge zu einem globalen Klimaabkommen reichen bislang zwar nicht aus, um die globale Erwärmung auf maximal 2 Grad Celsius zu begrenzen – sie können jedoch zum Einstiegspunkt in eine kohlenstoffarme Wirtschaft werden, wenn das Pariser Abkommen einen Mechanismus zur Stärkung dieser Beiträge bis spätestens 2020 umfasst.
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Klimerettung kostet nur 0,06% des BPI

Der Bundesverband Erneuerbare Energie nennt sie als “Zahl der Woche”: “0,06” – nur um diese Prozentzahl wüchse die deutsche Wirtschaft weniger, würden alle erforderlichen Maßnahmen ergriffen, um den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur auf 2° C zu begrenzen. Klimaschutz kostet also weniger als oft behauptet. Dass der Schutz des Klimas Deutschland weniger kosten würde, als viele Kritiker behaupten, haben Klimaexperten des Berliner Mercator Research Institutes on Global Commons and Climate Change (MCC) für die WirtschaftsWoche ermittelt. weiterlesen…