„Soft-Power-Konzept“ der deutschen Energieaußenpolitik

Mit internationalen Energiepartnerschaften will Deutschland als global vernetzter Staat die Energiewende anschieben

Energie-Mix - AKW Philippsburg, PV und Hochspannungsmasten - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyEine Studie vom Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS) hat diese bilateralen Energiepartnerschaften analysiert. Ausgehend vom Ruf, eine Vorreiterin der Energiewende zu sein, verfolgt die Bundesrepublik eine Soft-Power-Strategie, um im Ausland Nachahmer des eigenen energiepolitischen Ansatzes zu gewinnen. Die bilateralen Energiepartnerschaften Deutschlands, so die Analyse, seien dabei das zentrale Politikinstrument. weiterlesen…

Auf dem Weg zu einem geschlossenen Kohlenstoffkreislauf

Wie überkritisches Kohlendioxid die elektrochemische Reduktion von CO2 beeinflusst

Auf dem Weg zu einer klimaneutralen Industrie spielt die elektrochemische Reduktion von Kohlendioxid eine wichtige Rolle: Mit ihrer Hilfe lässt sich unter Einsatz erneuerbarer Energien CO2 in Brennstoffe oder Grundchemikalien umwandeln. Der Haken an der Sache: Bislang funktioniert diese Katalyse lediglich im Labor. Bei der Übertragung auf den industriellen Maßstab treten immer noch Schwierigkeiten auf – von der begrenzten Haltbarkeit der Katalysatorsysteme bis zur unerwünschten Entwicklung von Wasserstoff. Forschende der Ruhr-Universität Bochum, des Fritz-Haber-Instituts und des Fraunhofer UMSICHT haben sich auf die Suche nach Lösungen gemacht und dabei den Einfluss von überkritischem Kohlendioxid auf die elektrochemische Reduktion von CO2 untersucht. (Foto: Ein Blick auf den Hochdruckreaktor, der bei der elektrochemischen Reduktion zum Einsatz kam – © Fraunhofer UMSICHT) weiterlesen…

Warum die Energiewende in vielen Ländern ausbleibt

Vom MCC geleitete Studie schärft das Verständnis für „politische Ökonomie der Kohle“. Indien, Indonesien und Vietnam als Beispiele

Die besonders klimaschädliche Kohle-Energie ist im globalen Maßstab immer noch auf dem Vormarsch. Über die Gründe dafür gibt es schon etliche Fallstudien zu einzelnen Ländern – doch bislang fehlte ein generelles Analysekonzept, das aus nationalen Befunden typische Muster erkennen lässt und so die Grundlage für Gegenstrategien schafft. Eine Studie unter Federführung des Berliner Klimaforschungsinstituts MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change) schließt jetzt diese Lücke. Sie wurde in der Fachzeitschrift Energy Research & Social Science veröffentlicht. weiterlesen…

Wasserstoff – sauber, einfach, dezentral

An der Frankfurt UAS wird ein kellertaugliches „Smartes Tankgerät für Wasserstoff“ entwickelt

„Sauber, einfach, dezentral – so kann die Wasserstoffspeicherung der Zukunft aussehen“ (heißt es in einer Medienmitteilung der Frankfurt University of Applied Sciences), wenn es nach Enno Wagner geht, Professor für Mechatronische Konstruktion und Technische Mechanik an der Frankfurt UAS. Zusammen mit seinen Studierenden entwickelt er ein „Smartes Tankgerät für Wasserstoff“. Die Idee besteht darin, Herstellung und Lagerung von Wasserstoff so zu vereinfachen, damit ein Einsatz auch in Privathäusern gelingt. weiterlesen…

Besseres Anodenmaterial für Lithium-Ionen-Batterien

2,3 Mio. Euro für Projekt von UDE und Evonik

Spätestens im Jahr 2023 soll es marktreif sein: Anodenmaterial für Lithium-Ionen-Batterien, das zu leistungsfähigeren Energiespeichern führt. Das Material ist in den Laboren des Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg Essen (UDE) bereits erprobt worden. Seit dem 01.09.2020 fördert das Bundeswirtschaftsministerium die UDE mit fast 1,7 Mio. Euro, um den Herstellungsprozess in einem gemeinsamen Projekt mit Evonik weiterzuentwickeln und auf den Industriemaßstab zu übertragen. weiterlesen…

Wasserstoff aus Plastikmüll

Forscher der Universität Oxford finden Weg für Kunststoff-Recycling

Die ständig zunehmende Produktion und Verwendung von Kunststoffen hat ein riesiges Umweltproblem für die Welt geschaffen. Gegenwärtig wird der größte Teil der bisher produzierten 4,9 Milliarden Tonnen Kunststoffe, auf Deponien oder in der natürlichen Umwelt entsorgt. Schätzungen zufolge soll der Plastikmüllberg bis 2050 auf etwa 12 Milliarden Tonnen anwachsen. Jetzt haben Chemiker der Universität Oxford ein Verfahren entwickelt, bei dem Kunststoff in Wasserstoff und festen Kohlenstoff umgewandelt wird. weiterlesen…

Erderwärmung graphisch

Kartierung der globalen Temperaturänderung, Spirale, Streifen von Ed Hawkins

Die Visualisierungstechnik der ‚kleinen Vielfachen‘ (‘small multiples’) wird oft verwendet, um einfache Botschaften zu vermitteln. Das Beispiel des britischen Klimaforschers Ed Hawkins, Professor für Klimawissenschaft im National Centre for Atmospheric Science (NCAS) an der University of Reading, IPCC AR5-Ko-Autor und IPPCC AR6-Lead-Autor, zeigt Karten der Temperaturänderung von 1850-2017 – der allgemeine Erwärmungstrend ist offensichtlich, auch wenn die Details unscharf sind. Schon früher hat Hawkins den Anstieg der Erdmitteltemperatur als Spiale visualiert – bekannt sind auch seine „Warming Stripes“. weiterlesen…

Klimaschutz lässt sich sozialverträglich gestalten

MCC-Metastudie „Anlass zur Zuversicht“

Die Klima- und Energiepolitik war bisher oft nicht optimal, was die sozialen Folgen angeht – also etwa die Lebensqualität des Einzelnen, die Verteilung des Wohlstands und der lokale Zusammenhalt. Das liegt nicht in der Natur der Sache, sondern lässt sich vermeiden, wie jetzt eine aufwändige Metastudie unter Leitung des Berliner Klimaforschungsinstituts MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change) belegt. weiterlesen…

Emissionsarmes Fliegen soll 2050 Realität sein

White Paper von DLR und BDLI zeigt Perspektiven auf

Eine Energiewende in der Luftfahrt mit dem Ziel Zero Emission ist bis zur Mitte des Jahrhunderts möglich und bedarf eines umfassenden Innovationsschubs. Das betonen das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) bei der gemeinsamen Übergabe des White Paper „Zero Emission Aviation – Emissionsfreies Fliegen‘“ an das BMWi am 14.10.2020 in Berlin. weiterlesen…

Durchbruch in der Batterieforschung dank Latentwärmespeicher „ss-PCMs“

Erfolg von Forschern der Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg

Der Arbeitskreis Hahn und Doktorand Felix Marske haben beim IQ Innovationspreis Mitteldeutschland 2020 mit dem Projekt der Form-stabilisierten Latentwärmespeichermaterialien (ss-PCMs) den ersten Platz im Cluster „Automobilität“ gewonnen. Da beim schnellen Aufladen von Akkumulatoren auf Lithiumionenbasis in Autos Hitze entsteht, muss die überschüssige Wärme schnell abtransportiert werden. Aktive Kühlsysteme aus Ventilatoren und Kühlflüssigkeiten über Pumpsystemen benötigen jedoch viel Strom und Platz im Akkumulator-System des Autos. Aus diesem Grund hat der AK Hahn Einsteckmodule aus einem neuartigen Material, sogenannten Form-stabilisierten Latentwärmespeichern, entwickelt. weiterlesen…