„Handabdruck“ statt „Fußabdruck“

Ein Konzept für mehr Optimismus im Klimaschutz?

Inspiration statt Frustration, Handeln statt Lähmung – dies will das Konzept des „Carbon Handprint“ schaffen, indem es positive Auswirkungen von Klimaschutz sichtbar und erzählbar macht. Denn auch wenn Informationen über Klimasünden wichtig sind, wirken sie häufig eher demotivierend. Wer sich intensiver mit Klimaschutz beschäftigt, stößt rasch auf den sogenannten „CO2-Fußabdruck„. Dieses Anfang der 90er Jahre entwickelte Konzept (engl.: „carbon footprint“) soll die Treibhausgasemissionen eines Menschen anschaulich machen, die er oder sie etwa durch Ernährung, Wohnen oder Verkehr verursacht. Je höher die Emissionen desto größer der sinnbildliche Fußabdruck. Was eine umgekehrte Sichtweise nach dem Motto „Was haben wir schon alles geschafft!“ bringen könnte, analysierte Julia Schilly für klimafakten.de am 16.05.2019. weiterlesen…

Deutschland Drittletzter

EU-Studie: Platz 26 (von 28) für deutsche Energieeffizienzpolitik

In einer am 16.05.2019 veröffentlichten Studie landet Deutschland mit seinem Entwurf für den Nationalen Energie- und Klimaplan (NECP) auf dem 26. Platz unter den 28 EU-Staaten. Insbesondere bei der Energieeffizienz droht Deutschland den Anschluss zu verlieren, warnte die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz e. V. (DENEFF). Luxemburg und die Niederlande haben die ambitioniertesten Energieeffizienzziele an die EU gemeldet. Vor allem mangele es in Deutschland aber an politischen Maßnahmen zur Erreichung seiner nationalen Energieeffizienzziele, heißt es in der von der European Climate Foundation beauftragten Studie. Bei konkreten Energieeffizienzpolitiken liegt Deutschland auf Platz 26 von 28. weiterlesen…

Grüne: ITER keine Klimaschutz-Maßnahme

„2050 viel zu spät“

Das Budget für den Fusionsreaktor ITER soll nach Willen der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen nicht als Klimaschutzmaßnahme angerechnet werden. In einem Antrag (19/10221) kritisieren die Grünen, dass die EU-Kommission plane, das Budget für das Projekt „zu 100 Prozent den Klimaschutzmaßnahmen der Europäischen Union zuzurechnen“. Das sei als Antwort auf die Klimakrise völlig verfehlt, denn das Projekt habe sich immer weiter verzögert und Prognosen von einer Stromerzeugung ab 2050 ausgehen. weiterlesen…

Brennstoffzellen für E-Flugzeuge

US-Forscher setzen auf Wasserstoff – NASA finanziert Forschung an neuem Treibstoffkonzept

H2 grün - SymbolForscher der University of Illinois entwickeln in einem von der NASA finanzierten Projekt einen neuartigen Ansatz für rein elektrische Flugzeuge. Obwohl Verbesserungen bei Karosserien und Motorsystemen die Flugeffizienz gesteigert haben, führt die anhaltende Abhängigkeit von Kohlenwasserstoff-Energieträgern nicht nur weiterhin zu schwankenden Betriebskosten, sondern die zivile Luftfahrt trägt auch nach wie vor erheblich zu den Treibhausgasemissionen bei. So soll z.B. der Flugverkehr in den USA und damit die Emissionen in den nächsten 20 Jahren um 90 Prozent steigen. Um diese Probleme anzugehen, schlägt diese Forschung einen grundlegenden Wandel weg vom Kerosin hin zu nachhaltigeren Energiequellen für die Luftfahrt und die Einführung neuer elektrisch angetriebener Antriebssysteme für kommerzielle Flugzeugsysteme vor, schreibt Debra Levey Larson am 13.05.2019 in den Nachrichten des College of Engineering der University of Illinois. weiterlesen…

Extremwetter kommen Europäer teuer zu stehen

Schon jetzt mehr Waldbrände als im ganzen Jahr 2018

Zwischen 1980 und 2017 sind rund 115.000 Menschen in der EU durch Waldbrände, Überschwemmungen und andere Extremwetter-Ereignisse getötet worden. In Europa haben Waldbrände in der ersten Jahreshälfte 2019 bereits mehr Landfläche verwüstet als im gesamten Jahr 2018, so die Daten der Gemeinsamen Forschungsstelle (GFS) der Europäischen Union. Sollte dieser Trend anhalten, könnte dieses Jahr der „Rekord“ von 2017 gebrochen werden. Damals hatten riesige Brände vor allem in Italien, Portugal und Spanien mehr als 800.000 Hektar Land vernichtet. Nach Angaben der GFS hat die diesjährige Brandsaison besonders früh begonnen und bereits 250.000 Hektar Land gekostet. Im Gesamtjahr 2018 waren es „nur“ 181.000 Hektar – und die Saison begann erst im Juni. Nachzulesen in EURACTIV.com – Autor: Sam Morgan – Übersetzung und Bearbeitung: Tim Steins und Zoran Radosavljevic. weiterlesen…

CO2-Konzentration überschreitet erstmals 415 ppm

Neue Mauna-Loa-Messdaten erreichen Rekordwert von 415,50 ppm

Die CO2-Konzentration in der Atmosphäre steigt unaufhörlich – und immer schneller – weiter an. Seit 1974 misst die NOAA-Station am Mauna Loa auf Hawaii kontinuierlich die CO2-Konzentration. Begonnen hatte damit bereits Charles David Keeling Ende der 1950er Jahre. Daraus ist dann 1957 die ständig steigende nach ihm benannte Keeling-Kurve entstanden. Am 13.05.2019 wurde ein neuer Rekord erreicht. Gemessen wurde erstmals eine CO2-Konzentration von 415,50 ppm, wie die mit den Messungen beauftragte Scripps Institution of Oceanography (heute Teil der Universität von Kalifornien in San Diego) mitteilte. weiterlesen…

Dekarbonisierung als „Insellösung“

Intelligente Energiespeicher- und -netze für sieben europäische Inseln

Nachdem das Steinbeis-Europa-Zentrum (SEZ) als Partner im EU-Projekt NETfficient in den letzten drei Jahren die Stadtwerke Borkum auf dem Weg zur Energieautarkie begleitet hat, lebt die gewonnene Erfahrung nun im Projekt INSULAE in Kooperation mit den Stadtwerken Norderney weiter. weiterlesen…

„Wichtiger Schritt“

Merkel bekennt sich zu Treibhausgasneutralität bis 2050

Die Entwicklungs- und Umweltorganisation Germanwatch begrüßt das klare Bekenntnis von Bundeskanzlerin Angela Merkel beim 10. Petersberger Klimadialog (siehe: solarify.eu/petersberger-klimadialog-mit-kritik-zu-ende-gegangen) zu Treibhausgasneutralität bis 2050. „Das ist ein wichtiger Schritt“, sagt Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch. „Endlich kommt die Bundesregierung damit ein Stück weit heraus aus ihrer Klimabremserrolle auf EU-Ebene und international. Die Kanzlerin erkennt an, dass Treibhausgasneutralität bis 2050 in Deutschland und EU zur Erreichung der Ziele des Pariser Klimaabkommens notwendig ist. Um die globale Klimakrise zu verhindern, müssten Deutschland und EU dieses Ziel eigentlich sogar früher anstreben.“ weiterlesen…

Eine Woche ohne Kohlestrom

Was jetzt noch als Sensation gilt, wird bald die Regel sein: Bis 2025 steigt das Vereinigte Königreich aus der Kohle aus.

Seit der Inbetriebnahme des ersten Kohlekraftwerks im Jahr 1882 ist Großbritannien abhängig von der Kohleverstromung. Umso erfreulicher war deshalb vor zwei Jahren die Meldung, dass der Inselstaat einen kompletten Tag ohne Kohlestrom auskam. Diese Sensation wurde nun wiederholt – diesmal jedoch an sieben Tagen hintereinander. Eine komplette Woche lang leisteten die Kohlekraftwerke keinen Beitrag zur Stromversorgung des Vereinigten Königreichs, wie der Netzbetreiber National Grid bekannt gab. Doch die Sache hat einen Haken, wie Joschua Katz am 11.05.2019 für energiezukunft schrieb. weiterlesen…