„Schlimmster Anstieg des Meeresspiegels könnte bereits im Gange sein“

Beginnende Instabilität in der Westantarktis könnte die schnellste auf dem Kontinent sein

Entlang der antarktischen Küste gibt es vielfach Instabilitäten im Eis, die gleichsam darauf warten, ausgelöst zu werden. Wenn das geschieht, werden die Eismassen langsam und unaufhaltsam in den Ozean fließen und damit weltweit den Meeresspiegel ansteigen lassen. Dabei ist genau jene Region, in der die Instabilität durch eine Erwärmung des Ozeans wahrscheinlich bereits eingesetzt hat, auch die Region, die schneller kollabieren wird als jede andere, so Wissenschaftler des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Auch wenn der vergleichsweise schnelle Eisverlust sich nur über Jahrzehnte hinweg entfaltet und Jahrhunderte andauert, ist die Geschwindigkeit des Eisverlustes in der Antarktis bereits heute ein wichtiger Faktor für den weltweiten Anstieg des Meeresspiegels. Davon werden – laut Pressemitteilung des PIK vom 13.06.2019 – Hunderte von Millionen Menschen an den Küsten der Welt betroffen sein, von Miami bis Shanghai. weiterlesen…

EU-Kommission: Deutschland soll mehr in Klimaschutz investieren

Vor allem Luftqualität in Städten gebe Anlass zu „ernsthafter Sorge“

Deutschland muss in Sachen Klimaschutz mehr tun. In ihrer jüngsten Empfehlung fordert die EU-Kommission die Bundesregierung dazu auf, mehr umweltfreundliche Investitionen zu tätigen. „Um die Probleme bei Mobilität und Luftqualität in Angriff zu nehmen und den Klimaschutz und die Anpassung an den Klimawandel zu fördern, muss Deutschland mehr in die Verkehrsinfrastruktur und in saubere Mobilitätslösungen investieren“, teilte die Brüsseler Behörde in der vergangenen Woche mit. Joschua Katz hat für energiezukunft am 11.06.2019 die deutschen Probleme im Verkehrsbereich beleuchtet. weiterlesen…

Ethanol verringert Feinstaub

…und andere Gesundheitsrisiken aus dem Auspuff

Eine jüngst in der Zeitschrift „Science of the Total Environment“ veröffentlichte Studie hat festgestellt, dass Ethanolbeimischungen den aus dem Auspuff austretenden Feinstaub reduzieren, was wiederum die gesamten toxischen Emissionen senkt. Die Studie war von der Urban Air Initiative in Auftrag gegeben und von der University of California Riverside und der University of Wisconsin, Madison, durchgeführt worden. weiterlesen…

„Brennendes Eis“

Selbsterhaltung und Stabilität von Methanhydraten in Gegenwart von NaCl

Gashydrate, Feststoffe, der aus einem Ensemble von Wasser- und Gasmolekülen unter geeigneten thermodynamischen Bedingungen entstehen, sind in Meeres- und Permafrostschichten vorhanden. Die Fähigkeit von Methanhydraten, außerhalb ihrer Standard-Stabilitätszone zu existieren, ist in vielerlei Hinsicht von entscheidender Bedeutung, wie z.B. ihr Nutzen bei der Gasspeicherung und -beförderung, hydratbezogene Klimaänderungen und Gasspeicher auf dem Planeten. Eine systematische in scientific reports publizierte Studie der indischen Forscher Pinnelli S. R. Prasad und Burla Sai Kiran über die Stabilität von Methanhydraten zeigt, dass die Gasaufnahme um etwa 10% sinkt, wenn der Salzgehalt auf 5,0 Gewichtsprozente erhöht wird. weiterlesen…

Alle Verbraucher von EEG-Umlage befreien

dena-Chef Kuhlmann plädiert für CO2-Finanzreform

Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Energie-Agentur (dena), plädiert in einem Gastbeitrag im Handelsblatt für eine CO2-Finanzreform, die eine große Dynamik für Energiewende und Klimaschutz auslösen kann. Als Ausgangspunkt schlägt Kuhlmann die Befreiung aller Verbraucher von der Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG-Umlage) vor, weil diese den Energieträger Strom im Vergleich zu fossilen Kraft- und Brennstoffen verteuert. Dadurch fehle es an Anreizen für die Nutzung von Strom aus Erneuerbaren Energien in allen Sektoren. weiterlesen…

Wie viel Gas geben wir?

Das BMWi über einen wichtiger werdenden Energieträger

Der Ausstieg aus der Kernenergie ist beschlossen, der Abschied von der Kohle eingeleitet. Die Energieversorgung der Zukunft soll klimafreundlich, sicher und bezahlbar sein. Doch welche Rolle spielen gasförmige Energieträger bei der Energiewende? Eine Darstellung des Bundeswirtschaftsministeriums. weiterlesen…

PV „Game Changer im globalen Energiesystem“

Photovoltaik wächst schneller als erwartet

  • 2018 waren weltweit 500 GW PV-Leistung installiert.
  • 2030 rechnen die Experten weltweit mit 10 Terawatt
  • 2050 werden 30 bis 70 TW erwartet.

Dramatische Kostensenkungen und der rasante Ausbau der Produktionskapazitäten machen die Photovoltaik zu einem Game Changer des globalen Energiesystems, meldeten ISE Freiburg und HZB Berlin am 03.06.2019. Nicht nur der Stromsektor, sondern auch Verkehr, Wärme, Industrie und Chemieprozesse werden in Zukunft maßgeblich durch Solarstrom versorgt. Darin liegen Chancen, aber auch Herausforderungen – auf der Ebene des Energiesystems ebenso wie für Forschung und Industrie. Die Eckpunkte der zukünftigen Entwicklungen beschreiben führende internationale Photovoltaik-Forscher rund um die Global Alliance for Solar Energy Research Institutes in einem Artikel, der am 3105.2019 im Journal Science erschien. weiterlesen…

Neuer Halbleiter aus Kohlenstoffnitrid-Familie

Organische Elektronik: Neuer Halbleiter aus der Familie der Kohlenstoffnitride

Teams der Humboldt-Universität und am Helmholtz-Zentrum Berlin haben ein neues Material aus der Familie der Kohlenstoffnitride untersucht. Das Triazin-basierte graphitische Kohlenstoffnitrid (TGCN) ist ein Halbleiter, der sich gut für Anwendungen in der Optoelektronik eignen sollte. Die Struktur ist zweidimensional und erinnert an Graphen. Anders als beim Graphen ist die Leitfähigkeit jedoch senkrecht zu den Ebenen 65mal höher als in den Ebenen selbst. (Grafik: Die Illustration deutet im Hintergrund das Laserexperiment an und die Struktur des TGCN.- © C.Merschjann/HZB) weiterlesen…

Sauerstoff als CO2-Zerfallsprodukt

Atemgas für Astronauten

Atemgas für Astronauten: Forscher am California Institute of Technology (Caltech) haben entdeckt, wie molekularer Sauerstoff auf einfache Weise ohne zusätzliche Chemikalien aus Kohlendioxid gewonnen werden kann. Einer Forschungsarbeit im Fachmagazin Nature Communications zufolge genügt es, CO2 mit hohem Tempo auf eine inerte Oberfläche zu schießen. Dabei zerfällt ein Teil des CO2 in molekulares O2 und Kohlenstoff-Atome. Diese zuvor unbekannte Reaktion könnte erklären, warum einige Kometenschweife Sauerstoff enthalten – und künftige Astronauten mit Sauerstoff versorgen. weiterlesen…

Lesehinweis: Das CO2-Syndrom

„Vom Zeitalter der Aufklärung in die ‚Heißzeit‘ der Narrative, Ängste und Glaubenskriege“

schreibt auf Telepolis ausführlich über sogenannte „Dual-Use-Stoffe“ wie Kohlendioxyd – und den Klimawandel: „Aufgrund der einseitigen Fokussierung auf seine potenziell schädigenden Wirkungen wird es – gerade wegen seiner globalen Wirkmächtigkeit – in der aktuellen Diskussion zum Kampfobjekt, im Ökologiekrieg zum Feind, der vollständig beseitigt werden muss. Das (Halb-)Wissen (nur) um seine schädlichen Wirkungen lässt die Gefühle und den politischen Kampf heiß laufen.“ Solarify gibt Auszüge aus der sehr interessanten Ausarbeitung wieder. weiterlesen…