Erdgas klimaschädlicher als Kohle

20 bis 100mal stärker als CO2
mit freundlicher Genehmigung von Klaus Oberzig

Eigentlich weiß es jeder oder hat schon einmal davon gehört: Erdgas ist nicht der harmlose Übergangs-Energieträger, als den es sowohl Politik als auch fossile EVU unentwegt verkaufen (jedenfalls gehen die Meinungen darüber stark auseinander). Es wirkt – wenn unverbrannt in die Atmosphäre entlassen – 20 bis 100fach stärker auf dieselbe ein als „normales“ CO2 – darauf weist Klaus Oberzig auf der Internetseite der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. wieder einmal hin. weiterlesen…

2018 zweitheißester Sommer

9,3 Grad bundesweite Durchschnittstemperatur

Wetterexperten haben das Wetter von Juni bis August 2018 mit dem Sommerwetter anderer Jahren verglichen. Ergebnis: Dieser Sommer war mit 19,3 Grad bundesweiter Durchschnittstemperatur der zweitheißeste seit Beginn der Aufzeichnungen 1881 – wie zahlreiche Medien (hier afp) berichten. Nur 2003 war noch wärmer (19,7°). Das teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am 30.08.2018 in Offenbach mit. weiterlesen…

Klimaschutzlücke im Verkehr schließen

Ambitionierter und kohärenter Instrumentenmix nötig

Die von der Bundesregierung beschlossenen Klimaschutzziele im Verkehr sind nur mit einem Mix ambitionierter Maßnahmen zu erreichen. Dazu gehören unter anderem weitgehende Effizienzvorgaben für Pkw und Lkw sowie grundlegende Reformen der Steuern und Abgaben auf Kraftstoffe und Fahrzeuge. Damit die beschlossene CO2-Minderung um 40 bis 42 Prozent bis 2030 im Vergleich zu 1990 erreicht werden kann, ist „das Ausschöpfen der technischen Potenziale der Fahrzeuge zwar notwendig, aber nicht ausreichend“, heißt es in einer Analyse des Berliner Thinktanks Agora Verkehrswende vom 30.08.2018. weiterlesen…

en:former – Regierung bereitet siebtes Energieforschungsprogramm vor

Neue Technologieberichte über im Fokus stehende innovative Ideen

Was genau muss passieren, damit die Energiewende erfolgreich wird? Wie lassen sich Erneuerbare Energien (noch) preiswerter produzieren? Wie kann der Netzausbau beschleunigt werden? Und wie können elektrische Lkw über Oberleitungen angetrieben werden? Diese und weitere Fragen will die Bundesregierung mit ihrem Energieforschungsprogramm klären. Der RWE-Blog en:former beschreibt die Entstehung seiner siebten Auflage, die im kommenden Jahr startet. weiterlesen…

Schmelze folgt auf Schmelze

Warmes Ozeanwasser schmolz in der letzten Eiszeit Gletscher ab – eine ähnliche Situation könnte sich in der Antarktis wiederholen

Eine Gletscherschmelze auf der einen Seite der Erde kann auf der anderen Seite des Globus ebenfalls Gletscher in Bewegung bringen. Das zeigt eine aktuelle Arbeit von AWI-Forschern, die eiszeitliche Ablagerungen von Meeresalgen untersucht und gestützt auf diese Daten Klimaberechnungen durchgeführt haben. Wie das Alfred-Wegener-Institut – Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung mitteilte, sind dabei aufgedeckte Prozesse beunruhigend: Bei weiterer Erwärmung der Ozeane können sie auch zum Abbau heutiger polarer Eismassen und zu einem raschen Anstieg des Meeresspiegels führen. weiterlesen…

Antwort auf „Heißzeit“ aus dem Wuppertal Institut

Neues Buch fordert „Zukunftskunst“ als Kompass für die anstehenden Veränderungsprozesse

Die Hitzewelle der vergangenen Monate hat die Klimafrage wieder kraftvoll auf die politische Agenda gebracht. Neue wissenschaftliche Studien sprechen sogar von einer anbrechenden „Heißzeit“ (siehe solarify.eu/auf-dem-weg-in-die-heisszeit) und machen deutlich, dass sie nur durch radikale Veränderungen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft abgewendet werden kann. Das Wuppertal Institut zeigt mit dem neuen Buch „Die Große Transformation“, wie dies gelingen kann. weiterlesen…

Arktische Seen tragen zum Klimawandel bei

Beitrag des tauenden Permafrosts zur Klimaerwärmung könnte sich bis 2050 verdoppeln

Die Freisetzung von Methan aus Seen in den arktischen Permafrostgebieten könnte sich künftig aufgrund des Klimawandels abrupt verstärken. Die Ursache: Durch den tauenden Permafrost wachsen die Seen und an ihrem Grund frisst sich das Wasser immer tiefer in den bisher gefrorenen Boden. Wie ein internationales Forscherteam unter Beteiligung von Experten des Alfred-Wegener-Instituts festgestellt hat, dürfte sich der bakterielle Abbau von Pflanzenresten in Seesedimenten dadurch schon in wenigen Jahrzehnten enorm verstärken – und damit auch der Ausstoß des Klimagases Methan. (Foto: Dynamische seenreiche Permafrostlandschaft in Nordwestalaska – Ingmar Nitze, AWI) weiterlesen…

UBA: EEG-Umlage durch Finanzierungsänderung senken

Künftig zugunsten des Klimaschutzes auch Verbrauch von Öl, Kohle, Gas, Diesel und Benzin belasten

Das Umweltbundesamt (UBA) empfiehlt in einem Gutachten, die Finanzierung der Förderung Erneuerbarer Energien zu reformieren und gerechter zu machen. Dessen Verfasser raten dazu, künftig auch den Verbrauch von Öl, Kohle, Gas, Diesel und Benzin mit den Kosten des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) zu belasten und diese Energieträger in Abhängigkeit ihrer CO2-Emissionen zu besteuern. weiterlesen…

Studie: Energie-Genossenschaften boomen

Mehr als zwei Drittel sind in Bürgerhand

Die Zahlen hat eine Arbeitsgruppe der Universität Kassel im Rahmen des Projekts „klimaGEN“ erhoben. Laut Studie stieg die Zahl der Energie-Genossenschaften binnen fünf Jahren von 642 (2012) auf 928 (2015). Zusätzliche Daten zeigen, dass diese Größenordnung seitdem stabil geblieben ist. Etwa 185.000 Menschen waren 2015 Mitglied einer Energiegenossenschaft. weiterlesen…

Zwei Lesehinweise zum Stichwort „OME“

Erforschung Synthetischer Kraftstoffe kommt voran

„OME“ steht für Oxymethylenether, eine neue Art synthetischer Treibstoffe (Designer Fuels – siehe solarify.eu/alternative-kraftstoffe-synthetische-treibstoffe-desinger-fuels-e-fuels) aus CO2 und grünem Wasserstoff (Windwasserstoff), die anstelle von Diesel oder Benzin rückstandsfrei, also klimaverträglich, in herkömmlichen Verbrennungsmotoren eingesetzt werden können. Solarify weist auf zwei (selbst übersetzte Abstracts von einschlägigen) Veröffentlichungen hin. Die Autoren kommen vom Fraunhofer ISE, vom KIT Karlsruhe und der Münchner TU. weiterlesen…