„…Bevölkerung und Wirtschaft sind viel weiter“

BUND fordert von Jamaika: Zukunftsthemen Klimaschutz, Verkehrs- und Agrarwende anpacken

Die Jahresversammlung des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat am 18.11.2017 in Berlin mit übergroßer Mehrheit eine Positionierung zu einer möglichen Jamaika-Koalition beschlossen. Darin formuliert der Umweltverband seine Forderungen an die vier zurzeit verhandelnden Parteien und seine Kritik an dem umweltpolitischen Schlingerkurs der bisherigen Sondierungsgespräche. weiterlesen…

CO2-Neutralität durch Sektorenkopplung

Fraunhofer UMSICHT- und CEF.NRW-Tagung: „Energie im Wandel“

Das Energiesystem muss sich weiterentwickeln. Ein Kernaspekt des Wandels ist die Sektorenkopplung, die bislang getrennte Systeme (Strom, Wärme, Mobilität, Industrie) miteinander verknüpft und die Energiewende erst ermöglicht (s. solarify.eu/sektorkopplung). Wie das sinnvoll möglich ist, und welche Herausforderungen es dabei gibt, erläuterten einer Medienmitteilung von Fraunhofer UMSICHT zufolge am 17.11.2017 drei Referenten im Rahmen der von Fraunhofer UMSICHT und dem Cluster EnergieForschung.NRW (CEF.NRW) organisierten Tagung „Energie im Wandel“. weiterlesen…

Weltklimakonferenz verstärkt massiv Druck für Kohleausstieg in Deutschland

Germanwatch: Deutschland droht bei Klimaschutz Anschluss zu verlieren

Die Weltklimakonferenz in Bonn, die am Abend des 17.11.2017 beendet wurde, ist nach Ansicht der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch ein wichtiger Fingerzeig für die Jamaika-Sondierungsgespräche in Berlin. „Deutschland droht beim Klimaschutz international den Anschluss zu verlieren“, warnt Klaus Milke, Vorsitzender von Germanwatch. „Unser Klimaschutzindex zeigt, dass Deutschland nur noch im Mittelfeld ist. Die Kohleausstiegs-Allianz mit mehr als 20 Staaten und Bundesstaaten – aber ohne Deutschland – hat gezeigt, dass eine klare Entscheidung der Jamaika-Verhandler überfällig ist: Für die politische Glaubwürdigkeit Deutschlands brauchen wir einen Fahrplan zum sozialverträglichen Kohleausstieg – beginnend mit der Abschaltung der dreckigsten Hälfte der Kohlekraftwerke bis 2020 – sowie eine Wende in der Verkehrs- und Landwirtschaftspolitik. Wir nehmen die Rede der Kanzlerin in Bonn in Bezug auf die Klimaziele für 2020 und 2030 beim Wort. Den Worten müssen Taten folgen. Vor allem die gegenüber dem Klimawandel verletzlichsten Staaten erwarten die Einlösung dieses Versprechens.“ weiterlesen…

Umweltverbände warnen vor klimapolitischem Totalausfall der Jamaika-Sondierer

Neue Bundesregierung muss Glaubwürdigkeit national und international wieder herstellen

Eine große Koalition aus Umweltverbänden warnt Bundeskanzlerin Merkel und die Sondierungsparteien davor, den klimapolitischen Handlungsbedarf bei den derzeitigen Verhandlungen auszusitzen. In einer gemeinsamen Erklärung vom 15.11.2017 fordern die Verbände Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Deutsche Umwelthilfe (DUH), Germanwatch, Naturschutzbund Deutschland (NABU), Greenpeace, Verkehrsclub Deutschland (VCD), WWF Deutschland und der Umweltdachverband Deutscher Naturschutzring (DNR) von der Bundeskanzlerin ein klares Bekenntnis für den Umbau von Schlüsselsektoren wie Verkehr, Energie und Landwirtschaft. Dazu gehören ein sozialverträglicher Ausstieg aus der besonders klimaschädlichen Kohle mit einer Abschaltung von mindestens 20 Gigawatt Kraftwerksleistung bis 2020, eine Agrar- und Verkehrswende hin zu klima- und naturverträglicheren Formen der Landwirtschaft und Mobilität sowie ein Ende umweltschädlicher Subventionen. weiterlesen…

Energiewende: Breite Zustimmung, aber Zweifel an Umsetzung

IASS misst mit sozialem Nachhaltigkeitsbarometer, ob Deutsche Energiewende gerecht finden

Die Energiewende ist eingeleitet – aber wie bewerten die Deutschen die bisherige Umsetzung? Sind die Belastungen sozial gerecht verteilt? Was hält die Bevölkerung vom Kohleausstieg? Welche Parteien kommen mit ihren energiepolitischen Konzepten bei den Bürgern an? Wie stark ist der Wunsch nach mehr Mitsprache bei welchen Bevölkerungsgruppen? Das Soziale Nachhaltigkeitsbarometer zur Energiewende von IASS, Dynamis, der 100-Prozent-Erneuerbare-Stiftung und der innogy-Stiftung hat erstmals die Meinungen der Bevölkerung zu den sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Energiewende umfassend erhoben und am 14.11.2017 im Rahmen eines Pressegesprächs in Berlin präsentiert. weiterlesen…

UBA empfiehlt Stilllegung von Braunkohlekraftwerken

Braunkohlestrom klimaschädlichste Energieerzeugungsart

Um Deutschlands Klimaziel 2020 zu erreichen, sollten kurzfristig die ältesten und ineffizientesten Braunkohlekraftwerke stillgelegt und die Stromproduktion von Kohlekraftwerken, die älter als 20 Jahre sind, gedrosselt werden. Deutlich weniger Strom aus Braun- und Steinkohle kann dazu beitragen, das deutsche Klimaschutzziel, den deutschen Treibhausgasausstoß im Jahr 2020 auf 750 Millionen Tonnen zu begrenzen. Gleichzeitig müssen auch die Erneuerbaren Energien stärker ausgebaut werden. Das zeigt ein neues Thesenpapier des Umweltbundesamtes (UBA), das am 14.11.2017 veröffentlicht wurde.empfiehlt-stilllegung-von“ target=“_blank“ rel=“noopener“>Umweltbundesamtes (UBA), das am 14.11.2017 veröffentlicht wurde. weiterlesen…

„Den großen Elefanten in kleine Stücke schneiden, damit er verdaubar wird“

ESYS-Jahresveranstaltung: „Energie.System.Wende. 2017 – Strom, Wärme, Verkehr – koppeln, was zusammengehört“

Damit die Energieversorgung klimaneutral werden kann, müssen Strom, Wärme und Verkehr stärker miteinander vernetzt werden. Nur wenn wir Strom aus Erneuerbaren auch zum Heizen, Kühlen und als Antrieb im Verkehr einsetzen und begrenzte Energieträger wie Biomasse zielgerichtet verwenden, können wir das Klimaziel erreichen, bis 2050 mindestens 80 Prozent weniger Treibhausgase auszustoßen. Dabei können wir den Strom in Wärmepumpen und Elektroautos direkt nutzen oder ihn zunächst zum Beispiel in gut speicherbaren Wasserstoff oder Methan umwandeln. weiterlesen…

ESYS: „Sektorkopplung“ – Optionen für nächste Phase der Energiewende


Wissenschaftsakademien fordern Umdenken: Klimaziele nur mit sektorübergreifenden Lösungen erreichbar

Zu viele fossile Energieträger, zu wenig Fortschritte: Deutschland wird sein Klimaziel deutlich verfehlen, wenn es weitergeht wie bisher. Möglich ist das längerfristig nur durch einen klaren Kurswechsel hin zur Sektorkopplung, stellt das Akademienprojekt „Energiesysteme der Zukunft“ (ESYS) fest – so eine gemeinsamen Pressemitteilung von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina und Union der deutschen Akademien der Wissenschaften. In der am 14.11.2017 veröffentlichten Stellungnahme „Sektorkopplung“ – Optionen für die nächste Phase der Energiewende fordern die Akademien, die Sektoren Strom, Wärme und Verkehr stärker zu verknüpfen und mehr Erneuerbare in das System zu integrieren. Als zentrales Steuerungselement sprechen sie sich für einen einheitlichen CO2-Preis aus.
weiterlesen…

Forscher appellieren an COP23

„Klimaerwärmung nie da gewesenes Risiko“

Eindringlich mahnten Klimaforscher die Verhandler der UN-Klimakonferenz COP23 in Bonn am 13.11.2017, schnelle und umfangreiche Maßnahmen gegen die Klimaerwärmung zu ergreifen – „schnell“ deshalb, weil die globale Erwärmung wissenschaftlich untermauert ein „nie da gewesenes Risiko für die Menschheit“ darstelle, erklärte Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Die Menschen müssten ihr kurzsichtiges Konsumverhalten überdenken, um ihren Fortbestand nicht weiter zu gefährden. weiterlesen…

Keine Entwarnung: CO2 steigt weiter

Global Carbon Project bei COP23: 2%

Drei Jahre lang waren die globalen CO2-Emissionen (auf hohem Niveau) verblieben, und es keimte bereits die Hoffnung, die Treibhausgase könnten zu sinken beginnen – doch 2017 geht es der am 13.11.2017 im Rahmen der Bonner COP23 vorgestellten, neuen Schätzung Global Carbon Dioxide Budget 2017 des Global Carbon Projects zufolge wieder weiter nach oben – 2% hat der internationale Forschungsverbund aus 70 Wissenschaftlern ermittelt. Vor allem China und Indien geben Anlass zur Sorge. weiterlesen…