„Den großen Elefanten in kleine Stücke schneiden, damit er verdaubar wird“

ESYS-Jahresveranstaltung: „Energie.System.Wende. 2017 – Strom, Wärme, Verkehr – koppeln, was zusammengehört“

Damit die Energieversorgung klimaneutral werden kann, müssen Strom, Wärme und Verkehr stärker miteinander vernetzt werden. Nur wenn wir Strom aus Erneuerbaren auch zum Heizen, Kühlen und als Antrieb im Verkehr einsetzen und begrenzte Energieträger wie Biomasse zielgerichtet verwenden, können wir das Klimaziel erreichen, bis 2050 mindestens 80 Prozent weniger Treibhausgase auszustoßen. Dabei können wir den Strom in Wärmepumpen und Elektroautos direkt nutzen oder ihn zunächst zum Beispiel in gut speicherbaren Wasserstoff oder Methan umwandeln. weiterlesen…

ESYS: „Sektorkopplung“ – Optionen für nächste Phase der Energiewende


Wissenschaftsakademien fordern Umdenken: Klimaziele nur mit sektorübergreifenden Lösungen erreichbar

Zu viele fossile Energieträger, zu wenig Fortschritte: Deutschland wird sein Klimaziel deutlich verfehlen, wenn es weitergeht wie bisher. Möglich ist das längerfristig nur durch einen klaren Kurswechsel hin zur Sektorkopplung, stellt das Akademienprojekt „Energiesysteme der Zukunft“ (ESYS) fest – so eine gemeinsamen Pressemitteilung von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina und Union der deutschen Akademien der Wissenschaften. In der am 14.11.2017 veröffentlichten Stellungnahme „Sektorkopplung“ – Optionen für die nächste Phase der Energiewende fordern die Akademien, die Sektoren Strom, Wärme und Verkehr stärker zu verknüpfen und mehr Erneuerbare in das System zu integrieren. Als zentrales Steuerungselement sprechen sie sich für einen einheitlichen CO2-Preis aus.
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Forscher appellieren an COP23

„Klimaerwärmung nie da gewesenes Risiko“

Eindringlich mahnten Klimaforscher die Verhandler der UN-Klimakonferenz COP23 in Bonn am 13.11.2017, schnelle und umfangreiche Maßnahmen gegen die Klimaerwärmung zu ergreifen – „schnell“ deshalb, weil die globale Erwärmung wissenschaftlich untermauert ein „nie da gewesenes Risiko für die Menschheit“ darstelle, erklärte Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Die Menschen müssten ihr kurzsichtiges Konsumverhalten überdenken, um ihren Fortbestand nicht weiter zu gefährden. weiterlesen…

Keine Entwarnung: CO2 steigt weiter

Global Carbon Project bei COP23: 2%

Drei Jahre lang waren die globalen CO2-Emissionen (auf hohem Niveau) verblieben, und es keimte bereits die Hoffnung, die Treibhausgase könnten zu sinken beginnen – doch 2017 geht es der am 13.11.2017 im Rahmen der Bonner COP23 vorgestellten, neuen Schätzung Global Carbon Dioxide Budget 2017 des Global Carbon Projects zufolge wieder weiter nach oben – 2% hat der internationale Forschungsverbund aus 70 Wissenschaftlern ermittelt. Vor allem China und Indien geben Anlass zur Sorge. weiterlesen…

Grönlands Gletscher schmelzen schneller

NASA-Karte zeigt Dramatik des Klimawandels

Aufnahmen des NASA Earth Science News Team zeigen, dass Grönlands Gletscher schneller abschmelzen, als bisher befürchtet. Forscher von NASA und University of California in Irvine (UCI) haben jahrelang Daten und Aufnahmen für bessere Aussagen über Meeresboden und Grundgestein Grönlands gesammelt. Heraus kam dabei die höchstauflösende Reliefkarte, die je erstellt wurde. Während die NASA (Operation IceBridge) per Flugzeug die Eisdicke maß, wurden ebenso Messdaten der NASA Ocean Melting Greenland-Kampagne (OMG) genutzt, um den grönländischen Küsten- und Meeresboden besser erfassen zu können. weiterlesen…

Städte können mehr…

…z.B. Treibhausgasemissionen weit über ihre Grenzen hinaus senken

Der Ausstoß von Treibhausgasen, den Städtebewohner durch den Einkauf von Waren und Dienstleistungen außerhalb der Stadtgrenzen verursachen, ist laut einer Pressemitteilung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung viel größer als bisher angenommen. Diese indirekten Emissionen sind in etwa gleich groß wie die Gesamtemissionen aus dem eigenen Stadtgebiet, wie eine neue Studie zeigt. Das ist keine schlechte Nachricht sondern bietet im Gegenteil der lokalen Politik die Chance, mehr gegen den Klimawandel tun zu können, so argumentieren die Autoren mit Blick auf den gerade gestarteten UN-Klimagipfel COP23. weiterlesen…

Klima stabilisieren, Deutschland modernisieren

DKK-Forscher mit Stellungnahme zu UN-Klimagipfel

In Deutschland sind die Treibhausgas-Emissionen in den vergangenen acht Jahren nicht gesunken – trotz des Ausbaus der Erneuerbaren Energien, die 2016 schon 29 Prozent des Strommixes ausmachten, stellte das Deutsche Klimakonsortium in einer Medienmitteilung am 09.11.2017 fest. „Ohne Kohleausstieg wird Deutschland das Klimaziel 2020 drastisch verfehlen – voraussichtlich werden die Treibhausgasemissionen nur um 32 statt um die versprochenen 40 Prozent verringert. Die verantwortlichen Politiker müssen die kommende Legislaturperiode nutzen, um nachzusteuern. Der Kohleausstieg ist dafür der erste notwendige Schritt“, sagte der DKK-Vorstandsvorsitzende Mojib Latif bei der öffentlichen Vorstellung einer von den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern veröffentlichten gemeinsamen Erklärung in Berlin. weiterlesen…

CCU und CCS für Klimaziele neu denken

Aufruf von Forschung, Verbänden und NGOs: Deutschland braucht neue Debatte

Unter dem Schirm von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften haben sich Forscher und Umweltorganisationen zusammengefunden und fordern die Nutzung und Speicherung von Kohlendioxid aus Industrieprozessen, damit Deutschland seine Klimaziele noch erreicht- so eine aktuelle Medienmitteilung. weiterlesen…

Die Welt im Klimawandel verstehen

Wie Mensch und Klima zusammenhängen: Drei Beispiele Jülicher Forschung

In Bonn wurde am 06.11. die Weltklimakonferenz COP 23 eröffnet, die größte zwischenstaatliche Konferenz, die es in Deutschland je gegeben hat – sie geht bis zum 17.11.2017. Nur 56 Kilometer Luftlinie entfernt tragen Jülicher Atmosphären- und Agrosphärenforscher dazu bei, dass die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen menschlichen Aktivitäten und dem Klima immer besser verstanden werden. Drei aktuelle Beispiele zeigen, wie Wissenschaftler des Forschungszentrums Jülich vorgehen. Sie sind dabei laut einer Pressemitteilung des Forschungszentrums in nationale und internationale Forscher- und Messnetzwerke eingebunden. weiterlesen…

2017 eines von drei heißesten Jahren seit 1881

WMO-Zahlen veröffentlicht

Zu Beginn der COP23 wurde ein Bericht der meteorologischen Abteilung der Vereinten Nationen (WMO) veröffentlicht, demzufolge 2017 eines der drei heißesten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen (1881) zu werden droht. Die Temperaturen von Januar bis September 2017 lagen demnach um durchschnittlich 1,1 Grad über dem vorindustriellen Niveau. Lediglich 2016 habe das Wetterphänomen El Nino für noch höhere Temperaturen gesorgt. weiterlesen…