Merkel will Effizienz und ETS verbessern

EU-Klima- und Energierahmen 2030

Bundeskanzlerin Merkel will in Brüssel auf „Fortschritte beim Ausbau der erneuerbaren Energien und bei der Energieeffizienz“ drängen. Die EU-Kommission hat vorgeschlagen, die Treibhausgasemissionen um 40 Prozent gegenüber 1990 zu verringern, den Anteil der erneuerbaren Energien bis  2030 auf mindestens 27 Prozent zu steigern, und den Primärenergieverbrauch um 30 Prozent zu senken. Dazu will die Kanzlerin eine „rasche und nachhaltige Reform des europäischen Emissionshandels. Er ist und bleibt das zentrale Klimaschutzinstrument in Europa und muss seinen Beitrag zur Erreichung der neuen Klimaziele bis 2030 leisten“, sagte sie in einer Regierungserklärung vor dem deutschen Bundestag. Solarify dokumentiert die entsprechenden Ausschnitte. weiterlesen…

Biodiversität: Nachdruck für Nagoya

BUND: Gemischte Bilanz der Weltbiodiversitätskonferenz: Absichtserklärungen reichen nicht

Zum Abschluss der 12. Weltbiodiversitätskonferenz (COP 12) am 17.10.2014 im südkoreanischen Pyeongchang hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) die Staatengemeinschaft aufgefordert, umfassende und effektive Maßnahmen zu ergreifen, um den Verlust von Arten und Lebensräumen bis 2020 zu stoppen. Diesen Beschluss hatte die Weltgemeinschaft vor vier Jahren im japanischen Nagoya gefasst und ihm jetzt in Pyeongchang Nachdruck verliehen. weiterlesen…

Pilotprojekt: Solarstrom-Einspeisung soll (weiter) erforscht werden

Forschungsprojekt in Hof und Arzberg will Solarstrom mit Smart Grid bändigen

Im Hofer Ortsteil Epplas haben die Leitungsmessungen in Rahmen des sogenannten „Smart Grid Solar-Projekts“ begonnen. Das Projekt in Hof und Arzberg soll der Erforschung der Speicherfähigkeit von Solarstrom dienen. Dafür haben die IBC SOLAR AG und das Bayerische Zentrum für Angewandte Energieforschung (ZAE Bayern, Erlangen)  am 15.10.2014 ein Testgelände eröffnet. weiterlesen…

AEE: Haushaltsstrompreis könnte 2015 sinken

Potenzial ist gegeben – Gründe: sinkende EEG-Umlage und niedrige Börsenstrompreise

Wie die Übertragungsnetzbetreiber mitgeteilt haben, sinkt die EEG-Umlage 2015 erstmals seit Einführung leicht von aktuell 6,24 auf 6,17 ct/kWh. Der Rückgang und die seit mehreren Jahren niedrigen Großhandelsstrompreise könnten sich positiv auf den Haushaltsstrompreis auswirken: „Das Potenzial für sinkende Haushaltsstrompreise ist da“, so Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien. „2015 könnte ein Drei-Personen-Musterhaushalt rund 30 Euro sparen, wenn die Stromversorger die gesunkenen Kosten für EEG-Umlage und Beschaffung weitergeben.“ weiterlesen…

BEE: „Kapazitätsmärkte schaffen keine nachhaltigen Arbeitsplätze“

„Überflüssig, würden Milliarden kosten“

Die Politik sollte sich nicht mit verfehlten Arbeitsplatzargumenten zur Einführung von Kapazitätsmärkten drängen lassen, so der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE). Die Dienstleistungsgewerkschaft verdi hatte mit Unterstützung von BDEW und VKU am 08.10.2014 einen Aktionstag für Kapazitätsmärkte durchgeführt, Agora propagierte am 16.10.mit einem „EEG-3.0“-Vorschlag ebenfalls Zahlungen für die Bereithaltung von Energieprouktionskapazitäten. BEE-Geschäftsführer Hermann Falk  hält davon nichts: „Kapazitätsmärkte sind überflüssig, würden die Stromverbraucher aber Milliarden kosten. Darauf lassen sich keine zukunftsfesten Arbeitsplätze aufbauen. Wir sollten nicht Arbeitnehmer in alten und jungen Branchen gegeneinander ausspielen.“ weiterlesen…

Tschernobyl fehlen 615 Mio. €

  • Sarkophag einsturzgefährdet
  • Fertigstellung des neuen immer noch nicht sicher
  • Deutsche G7-Präsidentschaft bemüht sich um weitere Finanzierungszusagen

Deutschland treibt während seiner G7-Präsidentschaft die Fertigstellung des Tschernobyl-Sarkophags voran. Mit einer neuen Schutzhülle über dem havarierten Reaktor in der Ukraine soll eine weitere Gefährdung der Bevölkerung und Umwelt durch radioaktive Strahlung verhindert werden. Doch die Finanzierung des 108 Meter hohen, 162 Meter langen und 257 Meter breiten Betonschirms ist noch immer nicht gesichert: Es fehlen 615 Mio. €, um das Projekt zu vollenden. Auf dem Spiel steht laut einer Mitteilung aus dem BMUB die Zusage der G7 von 1997, im Gegenzug zur Schließung des AKW Tschernobyl den Standort in einen ökologisch sicheren Zustand zu überführen. weiterlesen…

Solarzellenkontakte aus der Tube

Neuartige Feinlinien-Metallisierung verspricht höhere Wirkungsgrade

Gemeinsam mit den Industriepartnern MERCK, HERAEUS und ASYS haben Forscher des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE neuartige Materialien und Verfahren für das kontaktlose Applizieren feinster, homogener Kontaktfinger entwickelt. Die sogenannte Dispens-Technologie kann problemlos in herkömmliche Produktionslinien für Siliciumsolarzellen integriert werden und den üblichen Siebdruck für die Vorderseiten-Metallkontakte ersetzen: der Materialverbrauch wird reduziert, die Kontakte werden dünner und mehr Halbleiterfläche ist dem Sonnenlicht ausgesetzt, was eine Erhöhung der Stromausbeute und somit des Wirkungsgrads um ca. 2 % relativ zur Folge hat. Auch andere Produktionsschritte in der Solarzellenfertigung lassen sich mit dem neuen Verfahren optimieren. weiterlesen…

Erdgas-Boom könnte Klimawandel nicht bremsen

Fracking keine Klimahilfe

Fracking oder ähnliche Technologien werden die Treibhausgas-Emissionen voraussichtlich nicht verringern helfen. Die Verbrennung von Erdgas erzeugt im Vergleich zu Kohle zwar nur etwa die Hälfte der CO2-Emissionen. Aber wenn Erdgas infolge eines Booms reichlich verfügbar und somit billig wird, steigt auch der Energieverbrauch. Denn die schmutzige Kohle würde durch Gas nur zum Teil ersetzt, wie eine jetzt in der Fachzeitschrift Nature veröffentlichte Studie zeigt, auf die das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung hinweist. weiterlesen…

Agora: EEG 3.0

EE-Ausbau und Systemdienlichkeit durch eigenständige Vermarktung und Kapazitätszahlungen

Einen Vorschlag für eine grundlegende Neugestaltung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) stellt Agora Energiewende zur Diskussion: Demnach sollen Erneuerbare-Energien-Anlagen künftig nicht mehr je produzierte Kilowattstunde Strom, sondern für die installierte betriebsbereite Kapazität vergütet werden. Denn die bisherige Art der Förderung hat dazu geführt, dass Wind- und Solaranlagen nicht so gebaut und betrieben werden, dass sie optimal mit dem Stromsystem harmonieren. weiterlesen…

„Wenn wir den Weg nicht finden, müssen wir ihn machen“

„Agendakongress“ des Forschungsforums Energiewende

180 Hochschulen und 120 außeruniversitäre Institute forschen in Deutschland an Energiethemen. Wie sollte die Energieforschung in den kommenden Jahrzehnten ausgerichtet werden? Welche sind die drängendsten Fragen an die Wissenschaft und wo kann sie neue Perspektiven eröffnen? Darüber diskutierten am 14.10.2014 rund 300 Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Politik beim  Agendakongress des Forschungsforums Energiewende in Berlin. weiterlesen…