PIK warnt vor sommerlichem Blockadewetter

Sonnige Tage können zu Hitzewellen werden – und zu Waldbränden

Ob Regen oder Sonnenschein – das Wetter im Sommer in Nordamerika, Europa und Teilen Asiens bleibt länger gleich. Doch wenn sich Wetterlagen für mehrere Tage oder Wochen festsetzen, können diese zu Extremen werden: Hitzewellen, die dann Dürren, Gesundheitsrisiken und Waldbrände zur Folge haben; oder anhaltende Regenfälle, die zu Überschwemmungen führen. Ein Team von Wissenschaftlern vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) präsentierte am 20.08.2018 den ersten umfassenden Überblick über die Forschung zu sommerlichem Blockadewetter und Jetstream. weiterlesen…

Zügiger Kohleausstieg sichert Klimaziel 2030

DIW Berlin: Erfolgreicher Klimaschutz in Deutschland und NRW möglich

„Der Kohleausstieg in Deutschland ist aus Klimaschutzgründen notwendig und energiewirtschaftlich sinnvoll: Braunkohle bis 2030, Steinkohle bis 2040“, schreiben Leonard Göke, Martin Kittel, Claudia Kemfert, Casimir Lorenz, Pao-Yu Oei und Christian von Hirschhausen in einer neuen Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) – und: „Auch das traditionelle Energieland NRW sollte den Kohleausstieg vornehmen und den Anteil der erneuerbaren Energien im Sinne des Klimaschutzplans wesentlich steigern.“ weiterlesen…

Bis 2020 „mindestens 100.000 Ladepunkte zusätzlich“

FDP-Anfrage zweifelt an E-Mobilitäts-Politik der Regierung

Die „einseitige Konzentration auf lediglich eine Antriebsform“ sehen die Liberalen im Bundestag in der Begründung einer Kleinen Anfrage unter dem Titel „Innovative Infrastruktur – Chancen für den technologieoffenen Mobilitätsmix“ als „weder progressiv noch innovativ“ an und propagieren eine Mischung aus verschiedenen Antriebsformen mit unterschiedlichem Grad an Elektrifizierung. Darunter auch der Verbrennungsmotor, er könne durch weitere Effizienzgewinne oder die Nutzung synthetischer Kraftstoffe ebenso wie die Antriebsart Wasserstoff einen Beitrag zu klimaschonender Mobilität leisten. Ausschnitte aus den Antworten der Bundesregierung. weiterlesen…

Schweden mit neuer Papierbatterie

Energiespeicherung in Verpackungen

Der Internetseite Fibers-in-process.de (nach eigener Aussage „Portal zum Thema nachhaltige Papierwirtschaft“) zufolge haben in Schweden eine Verpackungsfirma (BillerudKorsnäs) und die Universität Uppsala Papierbatterien entworfen und ermöglichen so Energiespeicherung in Verpackungsmaterialien. Sie entwickelten sie aus Grundlagenforschung auf der Basis reiner Zellulose aus Algen mit der gleichen Faserart, die BillerudKorsnäs normalerweise für die Herstellung von Verpackungsmaterial verwendet. (Foto: Versuchsanordnung für Papierbatterie – © BillerudKorsnäs) weiterlesen…

Schnellster Wasserkocher der Welt

100.000 Grad in 75 billiardstel Sekunden

Neun Forschungsteams in Deutschland, den USA und Schweden haben einer Medienmitteilung des Deutschen Elektronen-Synchrotons DESY zufolge einen exotischen Zustand von Wasser erzeugt und untersucht: Per Röntgenlaser haben sie Wasser in 75 Femtosekunden von Zimmertemperatur auf 100.000 Grad Celsius aufgeheizt. Der Experimentaufbau, der als „schnellster Wasserkocher“ der Welt gelten kann, erzeugte einen Zustand des Wassers, von dem sich die Wissenschaftler neue Einblicke in die besonderen Eigenschaften der wichtigsten Flüssigkeit der Erde erhoffen. (Bild: Nach 69 fs trennen sich Wassermoleküle – © Carl Caleman, DESY/Universität Uppsala) weiterlesen…

Indien entfacht Biokraftstoffboom

Neue Biokraftstoffpolitik 12 neuen Biokraftstoffraffinerien geplant

Indiens Premierminister Narendra Modi eröffnete der Plattform BioenergyInternational folgend am 10.08.2018 in Neu Delhi den Welt-Biokraftstofftag 2018 mit der Ankündigung, dass Indien bis 2022 im Rahmen einer neuen Biokraftstoffpolitik 10% Ethanolbeimischung zu Benzin erreichen und diese bis 2030 auf 20% verdoppeln will. Dazu sollen lautModi 12 neue Biokraftstoffraffinerien im ganzen Land errichtet werden. Indien verfügt bereits über 175 Biogasanlagen. (Bild: Indien World Biofuel Day 2018 – Screenshot © youtube) weiterlesen…

Methanisierung organischer Ressourcen in Ballungsräumen

Konsortium erforscht biochemische Umwandlung kommunaler Abfälle

Die Aufbereitung kommunaler, organischer Abfälle in Ballungsräumen stellt Kommunen vor große Herausforderungen. In einem vom deutsch-französischen Beratungsunternehmen Tilia geführten Konsortium mit Beteiligung des Deutschen Biomasseforschungszentrums DBFZ soll, unter der Projektträgerschaft der französischen Entsorgungsunternehmen Syctom und SIAAP, bis spätestens zum Jahr 2024 ein funktionierendes System zur CO-Methanisierung für Fraktionen von Klärschlamm und den organischen Bestandteilen von Haushaltabfälle entwickelt werden, mit dem eine Maximierung der Energierückgewinnung, die Minimierung von entsorgungswürdigen Rest- und Nebenprodukten, eine optimierte Verwertung sowie eine Optimierung der Umwandlung von Kohlenstoff im Großraum Paris erreicht werden kann. weiterlesen…

BUND und DUH prangern Regierung an

Berlin blockiert Umsetzung der EU-Abgasstandards für Kohlekraftwerke

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisieren mit harschen Worten, dass die Umsetzung EU-weit verbindlicher Abgasvorschriften in nationale Gesetzgebung zum 16.08.2018 nicht erfolgt ist. Deutschland hatte gesetzlich genau ein Jahr Zeit, die neuen EU-Bandbreiten für Stickoxide, Quecksilber, Feinstaub und Schwefel für Großfeuerungsanlagen national festzulegen und in der Bundesimmissionsschutz-Verordnung umzusetzen. weiterlesen…

Böden zu CO2-Speichern machen

WWF veröffentlicht Boden-Bulletin zum Dürre-Sommer

Böden haben immenses Potenzial im Kampf gegen die Klimakrise. Durch einen Wandel in der Landwirtschaft und der Landnutzung können Böden Kohlenstoff aus der Atmosphäre aufnehmen und so zu einer CO2-Senke werden. Zu diesem Ergebnis kommt das Boden-Bulletin des WWF Deutschland. Aktuell werde dieses Potenzial aber nicht genutzt, im Gegenteil: In Deutschland sei die Landwirtschaft im engeren Sinne für mehr als sieben Prozent der Treibhausgasemissionen verantwortlich. Neben den Emissionen aus der Massentierhaltung stamme der größte Anteil aus der Bodenbewirtschaftung und Düngung. weiterlesen…

KBA verordnet Megarückruf

Daimler muss 700.000 Autos nachbessern

Weil das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) bei zahlreichen Mercedes-Modellen Abgasmanipulationen festgestellt hatte, müssen 24 Daimler-Fahrzeuge, insgesamt 700.000, darunter 280.000 in Deutschland, in die Werkstätten zurückgerufen werden, wie das Nachrichtenmagazin Der Spiegel berichtet. Für sie hatte das Flensburger Amt Ende Juli einen amtlichen Rückruf angeordnet, bei dem mit einem Software-Update betrügerische Abschalteinrichtungen entfernt werden sollen, durch die der Stickoxid-Ausstoß beim Fahren höher war als im Labor. weiterlesen…