Das weißblaue EE-Desaster

„Bayern pennt“

Raimund Kamm, bayerischer Landesvorsitzender des Bundesverbandes WindEnergie und des Forums Gemeinsam gegen das Zwischenlager und für eine verantwortbare Energiepolitik, hat ein streitbares Resümee der bayerischen Energiepolitik gezogen: „Großartige Fortschritte bei der weltweiten Energiewende“, aber: „Bayern pennt“.

Solarify veröffentlicht interessant erscheinende Gastbeiträge und Kommentare Dritter unabhängig davon, ob sich ihre Meinung oder der Informationsstand mit dem von Solarify decken.

„Zahlen und Veröffentlichungen des ersten Quartals 2018 zeigen großartige Fortschritte bei der weltweiten Energiewende. Sie reichen allerdings noch nicht. Bemerkenswert, dass sie überwiegend durch die Preissenkungen bei Photovoltaik und Windkraft angetrieben werden. Bayern allerdings pennt.“ weiterlesen…

Der „Kilowattstundensammler“ auf Expansionskurs

Virtuelle Kraftwerke entwickeln sich zu ernsthaften Marktteilnehmern

Dank Digitalisierung lassen sich kleine dezentrale Kraftwerke intelligent zu größeren Einheiten zusammenschließen. Wie große Kraftwerke können sie den erzeugten Strom gesteuert und gebündelt in das Netz einspeisen. Diese sogenannten virtuellen Kraftwerke entwickeln sich zu einem wichtigen Baustein der erneuerbaren Energieversorgung. Spielten virtuelle Kraftwerke bis jetzt eine Nebenrolle im Strommarkt, sind sie – laut Pressemitteilung der Intersolar Europe 2018 – in Zukunft kaum mehr wegzudenken. weiterlesen…

CO2 als Rohstoff immer interessanter


Von Kraftstoffen bis Schaumgummi-Möbeln

Immer mehr Firmen arbeiten an alternativen Lösungen für CO2 als Rohstoff. Einige filtern es aus der Luft, andere wollen Hüttengase zerlegen. Langfristig könnte dadurch nicht nur die Klimabilanz von (bisher Feinstaub, CO2 und Stickoxide ausstoßende) Verbrennungsmotoren massiv verbessert, sondern überhaupt der Kohlenstoffkreislauf ein Stück weiter geschlossen werden – ohne dass auf die aktuelle Antriebstechnik verzichtet werden müsste.
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PIK-Studie: Schnelles Handeln unabdingbar

Spart spätere Kosten – weniger CO2 -Extraktion aus Luft nötig

Eine schnelle Reduktion der Treibhausgasemissionen ist notwendig, wenn Regierungen sowohl die Kosten der Klimastabilisierung begrenzen wollen, als auch die Menge des CO2 möglichst klein halten wollen, das mit viel technischem Aufwand nachträglich aus der Atmosphäre wieder herausgeholt werden soll. Dazu müssten die Emissionen im Jahr 2030 mindestens 20 Prozent unter dem liegen, was die Länder im Rahmen des Pariser Klimaabkommens zugesagt haben, so eine neue Studie des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) – eine Erkenntnis, die für die beim UN-Klimagipfel in Polen geplante globale Bestandsaufnahme Ende des Jahres unmittelbar relevant ist. weiterlesen…

Saudi-Arabien: PV u n d Atom

Weltgrößte Solaranlage geplant – Kronprinz droht Iran mit Bombe

Franz Alt schwärmte auf seiner Sonnenseite vom „Durchbruch für die solare Weltrevolution“ – er meinte die Nachricht, Saudi-Arabien plane die größte Solaranlage der Welt – „etwa 100mal größer“ als bisherige Planungen „in Australien und Griechenland“. Er sah „die globale Energiewende eine neue Dimension“ erreichen. Doch es gibt ein „Aber“. weiterlesen…

Erneuerbare-Energien-Gesetz wird volljährig


„Höchste Zeit, unerschöpfliches Potenzial Erneuerbarer Energien konsequent zu nutzen“

Am 01.04.2000 ist das EEG offiziell in Kraft getreten. Mit damals lediglich 12 Paragraphen löste das – von einer parteiübergreifenden parlamentarischen Initiative unter Führung von Hermann Scheer und Hans-Josef Fell erarbeitete – Gesetz viele Energiewende-Investitionen aus. Damit seien das „Oligopol der ehemals vier großen Energiekonzerne durchbrochen, weit über 300.000 zukunftsfähige Arbeitsplätze in Deutschland geschaffen, positive Wertschöpfungseffekte in allen Landesteilen erzeugt, eine rasante Technologieentwicklung ermöglicht und Milliardensummen für vermiedene Brennstoffkosten eingespart“ worden, wie der Branchenverband Eurosolar am 29.03.2018 mitteilte. weiterlesen…

Naturfrevel: Hambacher Forst darf weiter gerodet werden

OVG Münster erwog Einstufung als Schutzgebiet

Die umstrittenen Rodungen im Braunkohlegebiet Hambacher Wald dürfen nach einer Meldung des Kölner Stadtanzeigers trotz des massiven Widerstands von Umweltschützern weitergehen. Der uralte Wald im Gebiet des umstrittenen Kohletagebaus Hambach – einer der letzten relativ intakten Urwälder Deutschlands – wird damit weiter dezimiert. Den dafür notwendigen Hauptbetriebsplan des Betreibers RWE Power („Auch RWE steht unter dem Schutz des Rechts“) hat die zuständige Bezirksregierung in Arnsberg am 29.03.2018 bis 2020 genehmigt. weiterlesen…

Germanium statt Zinn in Solarzellen aus Kesteriten

Bessere optoelektronische Eigenschaften

Gezielte Veränderungen der Zusammensetzung von Kesterit-Halbleitern verbessern ihre Eignung als Absorbermaterial in Solarzellen. Wie ein Team am Helmholtz-Zentrum Berlin zeigte, gilt dies besonders für solche Kesterite, in denen Zinn durch Germanium ersetzt wurde. Die Wissenschaftler untersuchten die Proben mit Hilfe von Neutronenbeugung am BER II und weiteren Methoden. Die Arbeit wurde für das Titelblatt der Zeitschrift CrystEngComm ausgewählt. weiterlesen…

Atomare Einblicke in die Elektrokatalyse

Oberflächenbeschaffenheit mittels Kernspintomographie erforscht

Elektrokatalysatoren sind für viele industrielle Prozesse wichtig, da sie die Umwandlung von elektrischer Energie in chemische Energie fördern und so dazu beitragen, überschüssige elektrische Energie aus erneuerbaren Energiequellen zu speichern. Wasserstoff wird für die Speicherung von chemischer Energie entscheidend sein. Wasserstoff kann durch Wasserspaltung erzeugt werden: die Teilung von Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff durch einen elektrischen Strom, der durch das Wasser fließt. Zur Beschleunigung der Wasserspaltung werden Elektrokatalysatoren eingesetzt. Je besser der Elektrokatalysator, desto schneller der Prozess. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Eisenforschung, des Helmholtz-Instituts Erlangen-Nürnberg für Erneuerbare Energien, der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und der Ruhr-Universität Bochum dass die obersten Atomschichten von Elektrokatalysatoren chemische Stoffverbindungen enthalten, die ihre Effizienz bestimmen und zeigen, wie sie zur Beschleunigung der Wasserspaltung angeregt werden können. Dies ist ein weiterer Schritt in Richtung einer nachhaltigen Wasserstoffwirtschaft. Jetzt haben sie ihre neuesten Erkenntnisse in Nature Catalysis veröffentlicht. (Bild: Elektrokatalyse trifft auf Kernspintomographie – © O. Kasian, T. Li, MPI f. Eisenforschung) weiterlesen…