Ein Molekül kann das Klima verändern

Bisher völlig unbekannter Prozess: Pyridinium-Ionen befördern Wolkenbildung

Pyridinium-Ionen fördern Keimbildungsprozesse in den frühen Phasen der atmosphärischen Aerosol- und Wolkenbildung und damit die Entstehung von Wolken. Wolken entstehen aus Wassertröpfchen, die sich um Aerosolpartikel in der Atmosphäre bilden. Luftschadstoffe tragen zur Entstehung dieser Aerosole wesentlich bei. Nun haben laut einer Veröffentlichung der Universität Innsbruck (s.a. PNAS 116/45) Wissenschaftler aus Frankreich, Japan und Österreich im Labor einen bisher völlig unbekannten Prozess entdeckt: Die Aerosol-Bildung wird durch Pyridinium-Ionen, die auch im Tabakrauch enthalten sind, verstärkt. weiterlesen…

Deutschland fünft-größter CO2-Sünder im Verkehrssektor

CO2-Emissionen: Kein G20-Staat auf 1,5-Grad-Kurs

Die G20-Staaten stoßen 80 Prozent des Treibhausgases aus. Der eben – unter entscheidender Mitwirkung von Germanwatch – publizierte Brown-to-Green-Report (B2G) 2019 zeigt: Alle 19 Länder (plus EU) sind weit davon entfernt, die Erderwärmung entscheidend zu begrenzen – geschweige denn auf 1,5 Grad. Der Treibhausgas-Ausstoß der 19 Industrie- und Schwellenländer und der Europäischen Union steigt dagegen weiter, so der B2G-Report, den das Netzwerk „Climate Transparency“ kurz vor Beginn der UN-Klimakonferenz COP25 in Madrid veröffentlichte. Im vergangenen Jahr nahmen die Emissionen demnach um 1,8 Prozent zu. weiterlesen…

„Klimawandel spürbar – hier und heute“

Lancet Countdown: Forschungsbericht zu Klimawandel und Gesundheit

Bis zum Ende dieses Jahrhunderts sind jährlich bis zu fünf zusätzliche Hitzewellen in Norddeutschland und bis zu 30 in Süddeutschland zu erwarten, wenn wir mit dem Ausstoß von Treibhausgasen so weitermachen wie bisher. Damit einhergehender Hitzestress und hohe bodennahe Ozonkonzentrationen können schwerwiegende Folgen für die menschliche Gesundheit haben. Dazu zählen unter anderem Hitzschlag, Herzinfarkt und akutes Nierenversagen aufgrund von Flüssigkeitsmangel. Am stärksten gefährdet sind ältere Menschen, Säuglinge, Patienten mit chronischen Erkrankungen sowie Personen, die schwere körperliche Arbeit im Freien verrichten, etwa Bauarbeiter, wie das Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK) mitteilte. Zu diesen Ergebnissen komme ein am 14.11.2019 veröffentlichter Forschungsbericht der medizinischen Fachzeitschrift „The Lancet“. Dieser sei Teil des internationalen Forschungsprojekts „The Lancet Countdown on Health and Climate Change“. weiterlesen…

Energiewende zu „ertragbaren Kosten“

655 Milliarden bis 1,85 Billionen (Bruchteile des BIP)

Deutschland soll bis 2050 weitgehend treibhausgasneutral sein. Dazu muss das Energiesystem in allen Bereichen – Energiesektor, Gebäude, Industrie und Verkehr – umfassend umgebaut werden. Wissenschaftler vom Forschungszentrum Jülich haben berechnet, was es kostet, unser Energiesystem bis 2050 so umzugestalten, dass wir die Pariser Klimagrenzen einhalten: Insgesamt 655 Milliarden Euro, wenn um 80 Prozent reduziert werden soll. Das 95 Prozent-Szenario würde mit 1,85 Billionen Euro zu Buche schlagen. Die Jülicher Studie beruht auf detaillierten Berechnungen mithilfe einer ganzen Familie von neu entwickelten Computermodellen – so eine Medienmitteilung aus Jülich vom 31.10.2019. weiterlesen…

FAZ: Das Grenzwert-Drama – 95 Gramm

Ab 2020 nur 4 Liter Benzin, oder 3,5 l Diesel

Seit 01.09.2018 gilt das weltweit harmonisierte Prüfprogramm WLTP. Es bringt realitätsnähere CO2-Prüfwerte. „Sachlich bewertet, kommen Folgerichtigkeit, Zielgenauigkeit und oft eingeforderte Steuergerechtigkeit zum Tragen“, hieß es damals in einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Das WLTP-Messverfahren bildet im Vergleich zur NEFZ-Messung realitätsnähere und damit höhere CO2-Emissionswerte ab. In der Folge bringt das neue Messverfahren Veränderungen sowohl bei der Höhe der Kfz-Steuer für neu zugelassene Pkw als auch bei den Einnahmen durch die Kfz-Steuer mit sich. weiterlesen…

Klimawandel könnte Waffendepots zur Explosion bringen

Erderwärmung bringt Munition und Sprengkörper in Gefahr

Intensivere Hitzewellen können die Bestandteile von Munition destabilisieren, vor allem, wenn Sprengstoffe nicht ordnungsgemäß gelagert werden, schreibt Peter Schwartzstein am 14.11.2019 im Portal von Scientific American. Munition, die extremer Hitze ausgesetzt ist, könne instabil werden, was zu sogenannten ungeplanten Explosionen an Munitionslagern (Unplanned Explosions at Munitions Sites – UEMS) führe. (Foto: Munitionskiste mit Gefahrgutkennzeichnung – © Ich – eig.Bilderarchiv, Copyright ed free use, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Warum nur ein Green New Deal unseren Planeten retten kann

„…und nur ein breites politisches und gesellschaftliches Bündnis die Bedrohung noch abwenden“

Deepwater Horizon, das Abschmelzen des Polareis oder Fracking – nur ein paar Beispiele aus jüngster Vergangenheit, die belegen, welchen Raubbau der Mensch an seiner Lebensgrundlage der Erde betreibt. Hinzu kommen jedes Jahr verheerendere Waldbrände, längere Dürreperioden und heftigere Regenfälle, die Häuser, Ernten und den Lebensraum von Menschen und Tieren vernichten. Die bekannte Umweltaktivistin Naomi Klein hat mit Green New Deal ihr bislang wichtigstes Buch geschrieben: Angesichts der unverminderten Zerstörung unserer Umwelt und laxen Gesetzen zeigt sie, warum die Vision einer grüne Zukunft nicht nur nötig, sondern absolut unumgänglich ist. weiterlesen…

In nur 30 Jahren könnte unsere Auslöschung beginnen

Wissenschaftlicher Bericht aus Australien rechnet mit Ende der Menschheit ab 2050 – wenn wir so weitermachen

Eine durchaus ernstzunehmende australische Studie des Breakthrough National Centre for Climate Restoration vom Mai 2019 zeigt, wie weit wir unseren Planeten bis heute schon zerstört haben. Es könnte bedeuten, dass uns noch viel weniger Zeit bleibt, als wir – und vor allem auch die Wissenschaft – glauben. Noch sei die Konsequenz vermeidbar, dass der Klimawandel den Weltuntergang und unser Ende bedeutet. Die Arbeit der australischen Wissenschaftler führt jedoch drastisch vor Augen, dass sich die Situation zunehmend verschärft – nicht linear, sondern exponentiell. Demnach könnte das Aussterben großer Teile der Menschheit sogar schon 2050, also in 30 Jahren, beginnen. Bereits jetzt stelle der Klimawandel eine „existenzielle Bedrohung für die menschlichen Zivilisation“ dar, die ab 2050 für Jahrhunderte nicht mehr abwendbar sei. Solarify dokumentiert die (rechtefreie) Studie. weiterlesen…

Bundestag beschließt Klimaschutz- und Brennstoffemissionshandelsgesetz – Stimmen

CO2-Preis kommt

„Das ist ein dicker Baustein, um die Klimaschutzziele von Paris zu erfüllen“, schreibt die SPD-Bundestagsfraktion in ihrem Newsletter und erntet nicht nur Beifall: Der Bundestag hat am 15.11.2019 das Brennstoffemissionshandels- und das Klimaschutzgesetz beschlossen. Der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Andreas Jung, sagte in der Debatte, mit den beschlossenen Gesetzen hebe man die Klimapolitik „auf eine neue Ebene“. Er rief dazu auf, die Menschen beim Klimaschutz mitzunehmen. „Wir müssen auch an die denken, die eine alte Heizung haben und die sich nicht morgen ein neues Auto kaufen können.“ Matthias Miersch, stellvertretender SPD-Fraktionschef sagte, der Einsatz habe sich gelohnt; zum ersten Mal habe die SPD „2010 die Einführung eines Klimaschutzgesetzes verlangt“. (Foto: Bundestagsplenum vor Abstimmung über Klimaschutzgesetz – Screenshot © parlamentsfernsehen) weiterlesen…

Scharfe Kritik an Altmaiers Windenergie-Plänen

„Sicherheitsabstand“ stößt auf Widerstand – „droht Wirtschaft lahmzulegen“

Gewerkschaften und Industrie machen Front gegen Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaiers Windenergie-Pläne. Besonders auf Widerstand stößt der Sicherheitsabstand von einem Kilometer zu Siedlungen, schreibt das Internetportal euractiv in einer Zusammenfassung. weiterlesen…