Intelligente Ladung von Elektroautos verteuert Netzausbau nicht

Kosten ließen sich durch die zusätzliche Stromnachfrage der Fahrzeuge decken

Diese Kosten ließen sich durch die zusätzliche Stromnachfrage der Fahrzeuge decken und führten nicht zu steigenden Strompreisen. Bei einer Vollelektrifizierung des Fahrzeugbestandes auf heutigem Niveau, die mit 45 Millionen Elektrofahrzeugen im Jahr 2050 einhergehe, würden sich die jährlichen Netzausbaukosten auf bis zu 2,1 Milliarden Euro belaufen. Damit müsse zukünftig nicht mehr in Stromverteilnetze investiert werden als in der Vergangenheit. In diesen Kostenschätzungen enthalten seien bereits Ausgaben zur Modernisierung der Netze, die ohnehin anfallen würden. weiterlesen…

Ausbaudeckel für Photovoltaik behindert erfolgreiche Klimapolitik

Klimaschutzziele nur mit konsequentem Ausbau von Windkraft und Photovoltaik erreichbar

Der im EEG von 2012 festgelegte Stopp der Einspeisevergütung durch den 52 GW-Deckel laufe dem erforderlichen massiven Ausbau der Photovoltaik und damit auch den deutschen Klimaschutzzielen diametral entgegen. Stattdessen sollte PV-Strom, der nicht lokal verbraucht werden könne, auch nach Erreichen von 52 GW installierter Leistung ins Netz eingespeist und vergütet werden. Dies erklärte der ForschungsVerbund Erneuerbare Energien (FVEE) in einer Stellungnahme vom 02.09.2019. „Der FVEE empfiehlt daher, so schnell wie möglich eine Anschlussregelung zu finden, die den für die Klimaschutzziele erforderlichen Solarausbau sichert.“ weiterlesen…

Einheitlicher CO2-Preis als Schlüssel für effizientes Marktdesign

ESYS-Impuls: Energiesteuern reformieren, Verzerrungen abbauen, Sektorenkopplung fördern

Kurz vor seiner entscheidenden Sitzung am 20.09.2019 steht das Klimakabinett vor großen Herausforderungen: Uneinheitliche Preise für Energieträger, zu hohe Treibhausgasemissionen und Deutschland verfehlt seine Klimaziele. Was muss passieren, damit sich klimaschonende Technologien etablieren können? Fachleute des Akademienprojekts „Energiesysteme der Zukunft“ (ESYS)haben in einem Impuls unter dem Titel „Über eine CO2-Bepreisung zur Sektorenkopplung: Ein neues Marktdesign für die Energiewende“ Leitlinien für ein effizientes und effektives Marktdesign veröffentlicht und am 03.09.2019 im Rahmen eines Pressegesprächs und einer Diskussionsveranstaltung in Berlin vorgestellt. Fazit: Eine umfassende CO2-Bepreisung ist dafür ein erster notwendiger Schritt. Gleichzeitig gilt es, Verzerrungen abzubauen, die heute einen effizienten Klimaschutz verhindern. Die gute Nachricht: beides lässt sich verbinden. (Foto: ESYS-PK ‚CO2-Bepreisung zur Sektorenkopplung, neues Marktdesign für die Energiewende‘ – © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für Solarify) weiterlesen…

Neun grüne Energieminister fordern Solarenergie-Ausbau

Brandbrief an Altmaier für mehr Photovoltaik

Die Energieminister und Senatoren der Grünen aus neun Bundesländern fordern von der Bundesregierung, dass der Photovoltaik-Ausbau sowohl in den Städten als auch auf dem Land durch geeignete Maßnahmen endlich vorangebracht werden muss, berichtet Sandra Enkhardt am 26.08.2019 in pv magazine. In einem Brandbrief an ihren Bundeskollegen Peter Altmaier (CDU) fordern die Landesminister, den weiteren Ausbau der Solarenergie und die versprochene Reform des Photovoltaik-Mieterstroms und weiterer energierechtlicher Vorgaben endlich anzugehen. weiterlesen…

Aussichten für Great Barrier Reef „sehr schlecht“

Verliert das Riff seinen Status als UNESCO-Welterbe?

Die australische Regierung hat einem neuen Bericht der Great Barrier Reef Marine Park Behörde (GBRMPA) zufolge die Aussichten für das Great Barrier Reef zum ersten Mal von „schlecht“ auf „sehr schlecht“ herabgestuft – so deutschlandfunk.de. Befürchtet wird nicht nur, dass das Riff seinen Status als UNESCO-Welterbe verlieren könnte. Große Teile könnten sogar dauerhaft sterben: Nach der letzten Korallenbleiche waren in einigen Gegenden des 2.300 Kilometer langen Riffsystems 90 Prozent der Korallen abgestorben. weiterlesen…

Kohleausstieg: Großinvestoren und Leuchtturmpolitik keine Lösung

Einstellung auf Wandel alternativlos

Die Bundesregierung will 40 Milliarden Euro für den Kohleausstieg bereitstellen. Das trifft nicht nur auf Begeisterung: Die Wissenschaftler der Forschungsgruppe „CoalExit“ am Fachgebiet Wirtschafts- und Infrastrukturpolitik der TU Berlin jedenfalls lotet Optionen für einen sozialverträglichen und zukunftsfähigen Strukturwandel aus und plädieren für neue Wege in der Förderpolitik der Wirtschaft. weiterlesen…

„Strukturstärkungsgesetz Kohleregionen“ mit konkreten Projekten

Neues Wasserstoff-Forschungszentrum Fraunhofer Hydrogen Laboratory Görlitz (HLG)

Beispiel: Das neue Wasserstoff-Forschungszentrum Fraunhofer Hydrogen Laboratory Görlitz (HLG) – es kann jetzt geplant werden. Görlitz soll damit zu einem Kompetenzzentrum für Wasserstoff werden. Die Fraunhofer-Gesellschaft und Siemens wollen Wasserstoff-Erzeugung, -Speicherung und -Nutzung untersuchen. Kretschmer sieht darin eine große Chance für neue Industrie-Arbeitsplätze in der Stadt und der Lausitz als einer der Braunkohle-Regionen in Deutschland, der im Zuge des Kohleausstieg bis 2038 ein Strukturwandel bevorsteht. weiterlesen…

40 Mrd. vom Bund für Braunkohlereviere

Sachsen unterstützt Wasserstoff-Forschung – zwei Millionen Euro für Fraunhofer-Siemens-Projekt in Görlitz

Noch bevor der Kohleausstieg endgültig beschlossen ist, aber „rechtzeitig“ vor der Wahl in Brandenburg hat das Bundeskabinett am 28.08.2019 mit dem „Strukturstärkungsgesetz“ Milliardenhilfen für die betroffenen Regionen beschlossen. „In der Lausitz ist die Freude groß, Kritik gibt es allerdings am Zeitplan“, so rbb-Reporter Uli Hauck. Der Gesetzentwurf sieht bis 40 Milliarden Euro vor, unter anderem Infrastrukturmaßnahmen wie den Ausbau von Bahnstrecken und Autobahnen. BEE-Präsidentin Simone Peter: „Das am 28.08.2019 vom Kabinett beschlossene Strukturstärkungsgesetz Kohleregionen springt zu kurz.“ weiterlesen…

Trump will Alaskas Tongass-Nationalpark abholzen lassen

Noch ein Waldfrevel-Präsident

Nationalforst in Gefahr“ betitelte der Nachrichtensender n-tv die aus der Washington Post übernommene Meldung, US-Präsident und Bolsonaro-Buddy Donald Trump habe seinen Landwirtschaftsminister Sonny Perdue angewiesen, die Abholzungsbeschränkungen für den Tongass-Nationalforst in Alaska aufzuheben. Die „Post“ beruft sich bei ihrer Veröffentlichung auf ein Gespräch zwischen Trump und Alaskas Gouverneur Mike Dunleavy („unter drei Personen“) an Bord der Air Force One. Das 6,9 Millionen Hektar große Gebiet beherbergt mehr als die Hälfte der weltweiten Bestände sogenannter gemäßigter Regenwälder. weiterlesen…

Anthropogener Klimawandel unbestritten

Laut Bundesregierung sind 99 Prozent überzeugt: „menschengemacht“

Dass der Klimawandel von Menschen verursacht wird, ist in der Fachwelt praktisch unbestritten. Das erklärt die Bundesregierung in einer Antwort (19/12631) auf eine Kleine Anfrage (19/12228) der AfD. Die Regierung teilte mit, „dass 99 Prozent der Wissenschaftler, die Fachaufsätze zum Klimaschutz veröffentlichen, der Überzeugung sind, dass der Klimawandel durch den Menschen verursacht ist“. Solarify hat ein wenig hinter die Fragen und Zitate geschaut. weiterlesen…