DIHK besorgt über „Schneckentempo“ bei Windkraftausbau

Grund sind unter anderem langwierige Genehmigungsverfahren – DIHK sieht Ansatzpunkte zur Beschleunigung

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) diagnostiziert beim schleppenden Ausbau der Windenergie in Deutschland eine „alarmierende Entwicklung“. Deutschland sei hier „von der Überholspur auf den Standstreifen gewechselt“, kritisierte der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer Achim Dercks am 28.08.2019 in Berlin. Die Unternehmen – nicht nur aus der Windkraftbranche – seien von diesem „Schneckentempo direkt betroffen“. Denn wenn Deutschland gleichzeitig aus der Kohle und der Kernenergie aussteigt, muss der Strom aus anderen Quellen kommen. Der DIHK hat den Status quo sowie die Ursachen der Stagnation analysiert und erste Vorschläge entwickelt. weiterlesen…

Small is beautiful

Von Avocados bis zu Äpfeln: Lebensmittel lokaler produzieren könnte Klima-Emissionen senken helfen

Milliarden Tonnen von Lebensmitteln aus der Landwirtschaft werden in unsere Städte transportiert. Diese Lebensmittelfracht wird von überall auf der Welt auf Straßen, Schienen oder zu Wasser quer über den Globus vom Hoftor bis in die Städte befördert, und ist mit einer gigantischen Menge von CO2-Emissionen verbunden. Erstmals hat nun ein Team von Stadtforschern des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) das globale Potenzial der lokalen Lebensmittelproduktion untersucht, um Städte in Gegenwart und Zukunft zu ernähren. weiterlesen…

Woidkes wundersamer Wandel vor der Wahl

Vom Kohle-Gläubigen zum Erneuerbaren-Vorreiter

Den Wandel des Dietmar Woidke (SPD) vom Fossil zum Klimapolitiker beschreibt Jens Anker am 27.08.2019 in der Berliner Morgenpost: Kaum ein Thema beschäftige Brandenburg vor der Wahl mehr als der anstehende Wandel im Lausitzer Braunkohlerevier. Dessen Landesvater habe viel zu lange auf die Kohle gesetzt: Bis weit in die 40er-Jahre sei die Kohleförderung noch notwendig – schon allein wegen der fehlenden Speichermöglichkeiten für Erneuerbare Energien. Doch dann einigte sich die Kohlekommission des Bundes nach zähen Verhandlungen auf den Kohleausstieg bis spätestens 2038, wenn’s geht, gar früher. Jetzt „hat das Brandenburger Kohlerevier Gewissheit – und Woidke muss umdenken“. weiterlesen…

Auslaufende Förderung bedroht Wind-Parks

Ein Vorschlag zur Rettung von Michael Bauchmüller (SZ)

Nach 20 Jahren wird Ende 2020 für Hunderte Windparks die Förderung auslaufen. Damit sie weiter grünen Strom produzieren können wird eben über direkte Verträge zwischen Unternehmen und Windparks nachgedacht, teils bereits verhandelt – sie könnten vielen das Überleben sichern. Laut Süddeutscher Zeitung sehen einer dena-Umfrage zufolge (siehe: solarify.eu/corporate-green-ppas-immer-interessanter) 86 Prozent der befragten Firmen darin ein Modell, um Erneuerbare Energien zu finanzieren. Daimler mache den Anfang. Der Autokonzern wolle von 2022 an seine Werke weitgehend mit Ökostrom betreiben. weiterlesen…

Sechs Transformationen zur Erreichung der SDGs

Integrierter Rahmen für die Umsetzung

Die Ziele der nachhaltigen Entwicklung (SDGs) und das Pariser Übereinkommen über den Klimawandel erfordern in jedem Land tiefgreifende Veränderungen, die ergänzende Maßnahmen von Regierungen, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft erfordern. Während bei einigen Zielen erhebliche Fortschritte erzielt werden, ist derzeit kein Land auf dem Weg zur Erreichung aller SDGs. In einer Perspektive schlugen Forscher am 26.08.2019 in der Zeitschrift Nature Sustainability sechs Transformationen als modulare Bausteine für die Erreichung der SDG vor. weiterlesen…

Lehren aus gescheiterter Energiepolitik

IASS: Die Beispiele Spanien und Tschechien

Obwohl Strom aus Solar- und Windanlagen immer günstiger wird, ist der Ausbau der Erneuerbaren Energien weiterhin auf politische Unterstützung angewiesen. Fehlt diese, kommt es häufig zu Rückschritten beim Umbau des Energiesystems – so geschehen in den einstigen Vorreiterländern Spanien und Tschechien. Welche Lehren können wir daraus für die Energiepolitik ziehen? Eine unter der Federführung von Rainer Quitzow vom Potsdamer Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung in der Zeitschrift „Energy Policy“ erschienene Studie gibt Empfehlungen für die wirksame Ausgestaltung politischer Maßnahmen. weiterlesen…

PV-Modulherstellung wettbewerbsfähig mit China

Studie: Produktion von Solarmodulen in Europa ohne staatliche Subventionen möglich

Immer wieder heißt es, die Produktion von Solarmodulen habe in Europa keine Zukunft, weil die chinesischen Anbieter unschlagbar günstig seien. Doch das müsse nicht sein, denn auch in Europa könne sich die Herstellung von Solarmodulen wieder lohnen, schreibt Sandra Enkhardt in pv magazine. Dies sei das Ergebnis einer vom Maschinenbauverband VDMA bei Fraunhofer ISE in Auftrag gegeben Studie. Die Freiburger Wissenschaftler haben dabei die Kosten für Photovoltaik-Produktionen in Deutschland und Europa mit denen in China verglichen. weiterlesen…

Chancen für Frauen in der Wissenschaft

Regierung antwortet auf Grünen-Anfrage

Die Gleichstellung von Frauen in der Wissenschaft entwickele sich zwar stetig, aber ohne ausreichende Dynamik. Das werde – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag – aus der Antwort der Bundesregierung (19/12248) auf die Kleine Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen (19/11194) deutlich. Mehr Dynamik müsse es laut Bundesregierung vor allem im Bereich der deutschen Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und in den Ressortforschungseinrichtungen geben. Insbesondere solle nach Ansicht der Bundesregierung bei der Personal- und Organisationsentwicklung der Fokus auf die Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen gerichtet werden. weiterlesen…

„Kurzfristiger ökonomischer Gewinn bringt langfristig Verluste“

Susan Trumbore vom MPI für Biogeochemie über Waldbrand-Folgen im Amazonas für Weltklima

Im Amazonas-Regenwald wüten in diesem Jahr etwa 80.000 Feuer, mehr als doppelt so viele wie im vergangenen Jahr, viele mutmaßlich von Menschen gelegt. Reichlich Nahrung finden die Brände vor allem dort, wo das Amazonas-Gebiet durch großflächige Rodungen bereits geschädigt ist. Über die Bedeutung des Amazonas-Regenwaldes und die Bedrohungen für dieses einzigartige Ökosystem sprach Peter Hergersberg (Redaktion MaxPlanckForschung in der Kommunikations-Abteilung der Max-Planck-Gesellschaft) mit Susan Trumbore, Direktorin am Max-Planck-Institut für Biogeochemie (MPI-BGC) in Jena. weiterlesen…

Beständigere Hitze-, Regen- und Trockenperioden weltweit

Studie zu den Folgen der Erderwärmung

Europa, Nordamerika und Teile Asiens haben infolge der Erderwärmung nicht nur intensivere, sondern auch länger dauernde Hitze-, Trocken- und Regenperioden im Sommer zu erwarten, so das Ergebnis einer unter der Federführung von Forschenden der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) und von Climate Analytics durchgeführten Studie. weiterlesen…