Enge deutsch-französische Zusammenarbeit im Klima- und Artenschutz

Schulze und de Rugy unterzeichnen Aachener Vertrag

Bundesumweltministerin Svenja Schulze und der französische Umweltminister François de Rugy haben sich am 08.04.2019 in Berlin getroffen, so eine Medienmitteilung aus dem BMU, und die enge deutsch-französische Zusammenarbeit für Klima- und Artenschutz bekräftigt. Laut Schulze und de Rugy ist die deutsch-französische Partnerschaft für die Ausgestaltung eines gerechten ökologischen Wandels in Europa grundlegend. Sie verpflichteten sich, bei der Gestaltung der europäischen Agenda in den kommenden Jahren eng zusammenzuarbeiten, insbesondere während der EU-Ratspräsidentschaften der beiden Länder. weiterlesen…

Transpolardrift geschwächt – Meereis schmilzt bereits in seiner Kinderstube

Neue AWI-Studie zeigt extremes Ausmaß der Arktis-Meereisschmelze

Der starke Eisrückgang in der Arktis beeinflusst das Meereis auf seiner Wanderung über den Arktischen Ozean. Wie Forschende des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung einer Medienmitteilung vom 02.04.2019 zufolge in einer neuen Studie berichten, erreichen heutzutage nur noch 20 Prozent des Meereises, das in den flachen, russischen Randmeeren des Arktischen Ozeans entsteht, tatsächlich die zentrale Arktis und begeben sich dort auf die sogenannte Transpolardrift. 80 Prozent des jungen Eises dagegen schmelzen, bevor es seine Kinderstube verlassen hat. (Foto: Untersuchung von in Eis eingeschlossenen Sedimenten, beobachtet während einer Kreuzfahrt des Forschungsschiffes Polarstern in der Transpolaren Drift 2014 – © AWI – Ruediger Stein) weiterlesen…

Agrophotovoltaik: hohe Ernteerträge im Hitzesommer

ISE: Steigerung der Landnutzungsrate auf 160 Prozent

Das Verbundprojekt „Agrophotovoltaik – Ressourceneffiziente Landnutzung“ (APV-RESOLA) erprobt seit mehr als zwei Jahren die Kombination von Solarstromproduktion und Landwirtschaft auf der gleichen Fläche. Über einer 0,3 Hektar großen Ackerfläche am Bodensee wurden in 5 m Höhe Solarmodule mit einer Leistung von 194 Kilowatt installiert. Im ersten Projektjahr 2017 konnte das Projektkonsortium unter Leitung des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesystem ISE in Freiburg bereits eine Steigerung der Landnutzungsrate auf 160 Prozent nachweisen. Im Hitzesommer 2018 wurde dieses Ergebnis noch deutlich übertroffen: Die Teilverschattung unter den Solarmodulen steigerte die landwirtschaftlichen Ernteerträge, die hohe Sonneneinstrahlung die Solarstromproduktion. So lag die Landnutzungseffizienz bei 186 Prozent. (Grafik: Schemazeichnung der Agro-PV-Anlage Heggelbach – Durch die kombinierte Flächennutzung beträgt die Landnutzungseffizienz der APV- Anlage 186 Prozent – © Fraunhofer ISE) weiterlesen…

„Netzwerk Reallabore der Nachhaltigkeit“ gegründet

KIT, Wuppertal Institut, Leuphana Uni Lüneburg und Ecornet: „Interaktion und Kooperation von Wissenschaft und Gesellschaft erhöhen Sichtbarkeit“

Gemeinsam mit dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie, der Leuphana Universität Lüneburg und dem Ecological Research Network (Ecornet) hat das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) am 9. April das „Netzwerk Reallabore der Nachhaltigkeit“ gegründet. Das Netzwerk versteht sich einer Pressemitteilung vom 11.04.2019 zufolge als Plattform über und für Reallabore, die im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung forschen und handeln – und lädt zum Mitmachen ein. weiterlesen…

Deutschland hofft, mit CO2-Bepreisung Klimaziele zu erreichen

Regierung ändert Standpunkt

Die Bundesregierung prüft die Einführung eines CO2-Preises, um die ehrgeizigen Ziele der Emissionssenkung doch zu erreichen, schreibt Kerstine Appunn am 11.04.2019 auf Clean Energy Wire. An einem Wendepunkt in der Haltung der Regierung zur CO2-Reduktion erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel dem Parlament, dass ihr neues „Klimakabinett“ bei der Ausarbeitung von Gesetzen zur Erreichung der deutschen Klimaziele für 2030 die neuesten Vorschläge und Forschungen zur CO2-Preisgestaltung im Verkehrs- und Heizungsbereich berücksichtigen werde. Prominente CDU-Mitglieder hatten zuvor darauf bestanden, dass ein CO2-Preis nicht auf der Agenda der Regierung stehe.
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Erste sektorenübergreifende stundenscharfe Simulation des globalen Energiesystems

100% Erneuerbare kostengünstiger als derzeitiges Energiesystem

Die neue Studie der Energy Watch Group und LUT University skizziert als erste ihrer Art ein 1,5°C-Szenario mit einem kostengünstigen, sektorenübergreifenden und auf hoher Technologievielfalt beruhenden globalen 100% Erneuerbare-Energien-System, welches ohne negative CO2-Emissionstechnologien auskommt. Die wissenschaftliche Modellierungsstudie simuliert eine vollständige weltweite Energiewende in den Bereichen Strom, Wärme, Verkehr und Meerwasserentsalzung bis 2050. Sie basiert auf viereinhalb Jahren Forschung und Analysen von Datenerfassungen und technischen und finanziellen Modellierungen von 14 Wissenschaftlern. Dadurch wird bewiesen, dass die Wende hin zu 100% Erneuerbaren Energien mit dem heutigen, konventionellen fossil-nuklearen System wirtschaftlich konkurrenzfähig ist und die Treibhausgasemissionen im Energiesystem noch vor 2050 auf Null reduziert werden können. weiterlesen…

Bakterien fressen Plastik auf

Enzym MHETase zerlegt PET-Kunststoff

Ein Team der Universität Greifswald und des Helmholtz-Zentrums Berlin (HZB) hat einer Medienmitteilung vom folgend an der Synchrotronlichtquelle BESSY II (Foto) die Struktur eines wichtigen Enzyms namens MHETase entschlüsselt. Die MHETase wurde in einem Bakterium entdeckt. Sie ist in der Lage, zusammen mit einem zweiten Enzym, der PETase, den weit verbreiteten Kunststoff PET in seine Grundbausteine zu zerlegen. Die 3D-Struktur der MHETase ermöglichte es den Forschern bereits, die Aktivität dieses Enzyms gezielt zu optimieren, um es zusammen mit der PETase für das nachhaltige Recycling von PET zu nutzen. Die Ergebnisse wurden am gleichen Tag in Nature veröffentlicht. weiterlesen…

Eckpunkte der Bundesregierung durchgesickert

Energiekonzept 2038 aus dem BMF für Klimakabinett

Einem in der Ressortabstimmung befindlichen, aber durchgesickerten Eckpunktepapier der Bundesregierung zufolge sollen die vom Braunkohleausstieg betroffenen Bundesländer bis 2038 insgesamt 40 Milliarden Euro Förderung bekommen,14 Milliarden als direkte Finanzhilfen, der Rest in Form von weiteren Maßnahmen. Das entspricht dem Abschlussbericht der Kohlekommission. Die hatte Ende Januar 2109 ein Konzept für den Ausstieg aus der Kohleverstromung bis spätestens 2038 vorgelegt. An der gleichen Jahreszahl orientierte sich ein Papier des Finanzministers für die erste Sitzung des neu gebildeten sogenannten Klimakabinetts am 10.04.2019 unter dem Titel „Energiekonzept 2038“, mit dem Olaf Scholz offenbar seiner Kabinettskollegin Svenja Schulze den Rücken stärken wollte. weiterlesen…

Hitze- und Dürreperioden künftig auch auf der Nordhalbkugel

Anthropogener Klimawandel verantwortlich

Ohne Klimawandel hätte es die Dürren und die großflächige Hitze des letzten Sommers nicht gegeben. Zu diesem Schluss kamen jetzt Klimaforscher der ETH Zürich. Derartige, gleichzeitig über mehrere Monate von Hitze betroffene Gebiete seien nur aufgrund des vom Menschen in Gang gesetzten Klimawandels möglich. Die ETH-Klimaforscherin Martha Vogel hat am 09.04.2019 im Rahmen einer Pressekonferenz der European Geosciences Union in Wien Beobachtungs- und Modelldaten ihrer aktuellen Studie vorgestellt. weiterlesen…

Uruguay vollendet seine Energiewende

Erfolgsgeschichte, an der auch deutsche Unternehmen beteiligt sind

Sein Energiewende-Kapitel hat Uruguay bereits vor vielen Jahrzehnten gestartet. 1945 wurde das erste von vier großen Wasserkraftwerken zur erneuerbaren Stromerzeugung errichtet. Es hat eine Leistung von 152 Megawatt (MW) und wurde nach dem ehemaligen Präsidenten „Dr. Gabriel Terra“ benannt. Planer des Kraftwerks war Adolf Ludin, ein deutscher Ingenieur und Spezialist auf dem Gebiet des Wasser- und Talsperrenbaus. Rund 70 Jahre später sollten erneut deutsche Unternehmen eine wichtige Rolle bei der uruguayischen Energiewende spielen, berichtet Joschua Katz in seinem Artikel auf energiezukunft.eu. weiterlesen…