Acht Jahre Fukushima – und jetzt?

Linke und Grüne wollen Atomausstieg beschleunigen – Bundestagsmehrheit lehnt fast alles ab

Am 11. März jährte sich zum achten Mal die Atomkatastrophe von Fukushima. Am 26.04.2019 ist der 33. Jahrestag des Super-GAU von Tschernobyl. Bei einer Bundestagsdebatte aus diesen Anlässen stießen Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke auf teils heftigen Widerspruch mit ihrer Forderung, den Atomausstieg zu beschleunigen und in ganz Europa und darüber hinaus voranzutreiben. In zwei Anträgen dazu, die der Bundestag am 14.03.2019 beriet, hatten beide Fraktionen auf das Atomunglück von Fukushima vor genau acht Jahren verwiesen – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag. weiterlesen…

Krise, noch größer als der Klimawandel

Bisher zu wenig diskutiert: Der schnelle Niedergang der natürlichen Welt

„Eine dreijährige von den Vereinten Nationen unterstützte Studie der Intergovernmental Science-Policy Platform On Biodiversity and Ecosystem Services (IPBES) hat gravierende Auswirkungen auf die Zukunft der Menschheit“, schrieb John Vidal am 15.03.2019 in der Huffington Post. Die Natur befinde sich „im freien Fall, und die Stützsysteme des Planeten sind so weit gestreckt, dass wir mit weit verbreiteten Artensterben und massenhafter Völkerwanderung konfrontiert sind, wenn nicht unverzüglich Maßnahmen ergriffen werden“. Das sei die Warnung, auf deren Veröffentlichung Hunderte von Wissenschaftlern sich vorbereiten, und „sie ist heftig (stark)“. weiterlesen…

Jetzt schon zu befürchten: Totales Klimafiasko

DIW-Untersuchung für Bündnis 90/Die Grünen: Klimaziele 2030 wackeln bereits jetzt

Schlimme Vorzeichen: Die Bundesregierung wird nicht nur ihr Ökostromziel – damit auch das Klimaschutzziel – für 2020, sondern höchstwahrscheinlich auch das für 2030 verfehlen. 2030 werden mit den aktuell im EEG festgelegten Ausbaukorridoren im Stromsektor voraussichtlich lediglich 55 Prozent Erneuerbare Energien erreicht – 10 Prozentpunkte weniger als im Koalitionsvertrag festgelegt. Und: Selbst wenn der Kohleausstieg wie von der Kohlekommission vorgeschlagen zustande käme, würden auch dann die Klimaziele nicht erreicht. Das hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) im Auftrag der grünen Bundestagsfraktion in ihrer Untersuchung „Erneuerbare Energien als Schlüssel für das Erreichen der Klimaschutzziele im Stromsektor“ publiziert. weiterlesen…

„Bis 2030 mehr als eine halbe Million Arbeitsplätze“

20 Prozent Photovoltaik und 30 Millionen Dachanlagen für Europa

In einem am 15.03.2019 in pv magazine veröffentlichen Interview mi erklärte die neue Chefin von Solar Power Europe (SPE), Walburga Hemetsberger, sie wolle erreichen, dass bis 2030 „20 Prozent des europäischen Strombedarfs durch Solarstrom gedeckt werden“. Das „würde bis 2030 mehr als eine halbe Million Arbeitsplätze bedeuten“, so die ursprünglich beim österreichischen Verbund tätig gewesene Vorsitzende des europäischen PV-Verbandes. weiterlesen…

Wirtschaftlich sinnvoller Weg zu globalem klimaneutralen Stromnetz bis 2050

LUT-Forschungsergebnisse: Übergang zu 100% EE ohne gesellschaftliche Verwerfungen möglich

Ein globales, zu 100% erneuerbares Stromnetz kann bis 2050 erreicht werden. Eine aktuelle Studie der finnischen Lappeenranta University of Technology (LUT) beschreibt die notwendigen Schritte, um einen realistischen Übergang zu ermöglichen, der gesellschaftliche Verwerfungen verhindert. Der von einer Forschungsgruppe um Prof. Christian Breyer erstellte Forschungsbericht „Radical Transformation Pathway towards sustainable electricity via evolutionary steps“ wurde kürzlich in Nature veröffentlicht. Zum ersten Mal in seiner Geschichte veröffentlichte Nature einen Forschungsartikel über das Thema 100% Erneuerbare Energien. weiterlesen…

Fridays4Future: Junge Generation fordert Politik für ihre Zukunft

Hunderttausende Schüler weltweit pro Klima auf den Straßen – inzwischen 25.000 wissenschaftliche Unterstützer

Höhepunkt der im vergangenen August von Greta Thunberg ausgelösten Schulstreikwelle: Mit Protestaktionen lasen am Freitag, dem 15.03.2019, in mehr als 120 Ländern, allein in 220 deutschen Orten 300.000 Schüler – und nicht nur Schüler – den Politikern die Leviten und verlangten endlich ernsthaftes Handeln gegen die drohende Klimakatastrophe. Den Veranstaltern zufolge waren es allein im Berliner Invalidenpark zwischen Bundeswirtschafts- und -verkehrsministerium 25.000 (laut Polizei 20.000, angemeldet waren 5.000) Protestierer und Mahner. Der Berliner Tagesspiegel hatte einen Newsblog eingerichtet. weiterlesen…

March for Science: Warum Wissenschaftler den Jugendklimastreik unterstützen sollten

„Ihre Generation wird stark von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen sein, daher ist es wichtig, dass ihre Stimmen gehört werden“

Von March for Science

In den vergangenen Monaten haben junge Menschen auf der ganzen Welt wegen der Untätigkeit gegen den Klimawandel protestiert, indem sie ihre Klassenzimmer verlassen und auf den Straßen demonstrierten. Am Freitag, dem 15. März, fand der bisher größte Protesttag mit Märschen an mehr als 1.700 Orten auf der ganzen Welt statt. Wir, der March for Science, eine internationale Gemeinschaft von Wissenschaftlern, Befürwortern, Lehrern und Eltern, unterstützen nachdrücklich den globalen Klima-Schulstreik. weiterlesen…

Digital, vernetzt, intelligent: das Energiesystem der Zukunft

Das DLR auf der Hannover Messe 2019

Die Digitalisierung ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für das Gelingen der Energiewende. Wie das digital vernetzte und intelligente Energiesystem der Zukunft aussieht, zeigt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) vom 01. bis 05. 04.2019 auf der Hannover Messe (Halle 27, Stand H70), wie das DLR mitteilt. weiterlesen…

Tickende Zeitbombe

Der arktische Permafrost taut und setzt große Mengen CO2 frei

Starke und möglicherweise verheerende Temperaturanstiege von drei bis fünf Grad in der Arktis seien jetzt unvermeidlich, selbst wenn es der Welt gelingt, die Treibhausgasemissionen im Einklang mit dem Pariser Abkommen zu senken, warnt ein neuer UN-Bericht. Die Wintertemperaturen in der Arktis werden bis 2050 um drei bis fünf Grad steigen, bis 2080 sogar um fünf bis neun Grad. Das kann laut der Studie „Global Linkages – A graphic look at the changing Arctic“ nicht mehr verhindert werden. Nicht einmal dann, wenn es gelingen sollte, die globalen Emissionen so weit zu reduzieren, wie im Pariser Klimaabkommen vereinbart. Alicia Prager hat sich für EURACTIV.de den UN-Bericht genauer angesehen. weiterlesen…

Chefsache „Auspuff“?

Spitzengespräch im Bundeskanzleramt über „Klimaschutz-Sorgenkind Verkehr“ – Bundestag verwässert Grenzwerte

Seit Monaten beraten Experten und Interessenvertreter in der „Nationalen Plattform Zukunft der Mobilität“ (NPM – Nachfolgeorganisation der Nationalen Plattform für Elektromobilität) ohne konkrete Ergebnisse über mögliche CO2-Senkungen im Verkehrssektor. „Klimaschutz-Sorgenkind Verkehr“ nannte ein Medium den immer weiter zurückbleibenden Sektor der Energiewende. Nun hatte Bundeskanzlerin Merkel die NPM-Führung am 14.03.2019 zu einem nichtöffentlichen Treffen in ihr Amt geladen – daran nahmen auch Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD), Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU), sowie die Spitzen der Koalition teil. weiterlesen…