Dieselskandal: Hardware-Nachrüstung unumgänglich

„Weiterhin dreckige Luft trotz Software-Updates“ – Abgasmessungen der Deutschen Umwelthilfe

Laut DUH sind Software-Updates, von den Autoschmieden als Lösung des Dieselskandals gepriesen, relativ nutzlos. Abgasmessungen haben das laut einer Medienmitteilung vom 15.08.2018 belegt: DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch und Abgas-Experte Axel Friedrich teilten im Rahmen einer Pressekonferenz in Berlin mit, jüngst untersuchte VW-Betrugs-Diesel, Audi und BMW hielten den Grenzwert von 180 mg/km auch nach den Updates nicht ein. Dabei sind Hardware-Nachrüstungen räumlich möglich, finanzierbar und effektiv. Laut Resch und Friedrich drohen angesichts der Ergebnisse weiter Fahrverbote. weiterlesen…

Lauter Ausnahmen

Baden-württembergisches Maßnahmenpaket zur Luftreinhaltung in Stuttgart

Die grün schwarze Regierung hat (einer Medienmitteilung vom 11.07.2018 zufolge) ein Maßnahmenpaket zur Luftverbesserung in Stuttgart beschlossen. Ab 01.01.2019 gilt für Dieselfahrzeuge mit Euro 4 und schlechter ein ganzjähriges Fahrverbot. Für Dieselfahrzeuge mit Euro 5 sollen Fahrverbote mit verschiedenen Maßnahmen weiter vermieden werden. Um es den Dieselbesitzern schmackhaft zu machen, gibt es eine lange Liste mit Ausnahmen. weiterlesen…

„Schaufahren gegen Klimaschutz“ hält an

12. DUH-Dienstwagen-Check deutscher Politiker: „Grusel-Kabinett“

Als „Gruselkabinett“ brandmarkte Barbara Metz, stellvertretende DUH-Bundesgeschäftsführerin die Dienstfahrzeugflotte der deutschen Politiker. Erstmals zog die Deutsche Umwelthilfe die realen CO2-Emissionen zur Bewertung heran: Laut einer Medienmitteilung vom 14.08.2018 blieb kein Politiker-Dienstwagen auf der Straße unter dem EU-Grenzwert. Das Auto der Berliner Umweltsenatorin Regine Günther hatte von allen Umweltministern den niedrigsten CO2-Ausstoß; bester Regierungschef ist Carsten Sieling aus Bremen, und negativer Spitzenreiter Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller. weiterlesen…

In 5 Städten Luft sauberer?

„130 Millionen Euro für saubere Luft und modernen ÖPNV“ – Bund fördert innovative Verkehrsprojekte in Modellstädten

Mit rund 130 Millionen Euro finanziert der Bund laut einer Medienmitteilung bis 2020 Verkehrsprojekte in fünf Modellstädten (zwei in NRW und drei in Baden-Württemberg) zur Luftreinhaltung. Die Mittel stehen zusätzlich zum „Sofortprogramm Saubere Luft 2017-2020“ zur Verfügung. Die Modellstädte Bonn, Essen, Herrenberg, Mannheim und Reutlingen sollen damit modellhafte Projekte zur Verbesserung des ÖPNV und Verringerung der Stickstoffdioxidbelastung umsetzen – wie beispielsweise ÖPNV-Ausbau, Ticketvergünstigungen, verbesserte Verkehrslenkung oder neue Radwege. weiterlesen…

Altmaiers „Aktionsplan Stromnetz‘“

„Für eine sichere und bezahlbare Energiewende““

Im Rahmen seiner Netzausbaureise hat Bundeswirtschafts- und Energieminister Peter Altmaier am 14.08.2018 bei der Bundesnetzagentur in Bonn seinen „Aktionsplan Stromnetz“ vorgestellt. Altmaier: „Für eine erfolgreiche Energiewende brauchen wir moderne und gut ausgebaute Netze genauso wie den Ausbau Erneuerbarer Energien. Die Stromnetze sind dabei das Herz-Kreislauf-System unserer Stromversorgung. Diese muss vom Windrad in der Nordsee bis zur Ladesäule in Bayern zuverlässig funktionieren. Doch beim Ausbau der Netze ist Deutschland im Verzug, das verursacht Kosten für die Verbraucher. weiterlesen…

Schiffe verschmutzen (etwas) weniger

Treibhausgase sinken allmählich

Die Treibhausgasemissionen durch den internationalen Seeverkehr sind – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag – von 2008 bis 2012 zurückgegangen. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hervor. Die Bundesregierung beruft sich darin auf die Third IMO GHG Study der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO). weiterlesen…

Gasnetz als Speicher?

Zweifel ausgeräumt – Wintershall: „Effektiver als Stromnetz“

Das Erdgasnetz kann Gas nicht nur leiten, sondern auch speichern. Kritiker halten diese oft gehörte Feststellung für falsch: Im Gasnetz befinde sich Gas, das zur Aufrechterhaltung des Drucks gebraucht werde und daher nicht verbraucht werden könne. Hinrich Neumann untersuchte am 10.08.2018 in einem Faktencheck auf topagrar online, wie es sich mit dem Gasnetz als Speicher verhält. Der Wintershall-Chef nannte am 13.08.2018 das Gasnetz ein „Rückgrat der Energiewende“. weiterlesen…

Jährlich 200 Güterwaggons Stickstoff in die Ostsee

Cyanobakterien vermehren sich explosionsartig

Als Folge der Überdüngung mit Nährstoffen und der Hitzewelle vermehren sich Bakterien und Algen explosionsartig. Besonders die giftigen Cyanobakterien (Blaualgen) sind gefürchtet. Sie können Haut- und Schleimhautreizungen auslösen, Bindehautentzündung, Ohrschmerzen, aber auch Übelkeit, Durchfall und Erbrechen. An der polnischen Ostsee mussten einige Strände gesperrt werden. Auch an der deutschen Ostseeküste wurden schon Blaualgen festgestellt – so eine Medienmitteilung der Bundestagsfraktion Bündnis90/Grüne und zahlreicher Medien über die Antwort des BMU*) auf eine Frage der Abgeordneten Steffi Lemke. weiterlesen…

Steigt Meeresspiegel noch schneller?

Bundesregierung verweist auf neuere Untersuchungen zum Klimawandel

Die Bundesregierung schließe nicht aus, dass der Pegel an Nord- und Ostsee deutlich höher und schneller steige als bislang angenommen, schrieb Dirk Fisser am 02.08.2018 in der Neuen Osnabrücker Zeitung und berief sich auf eine Antwort des Bundesumweltministeriums auf eine Anfrage der Abgeordneten Julia Verlinden (Bündnis90/Die Grünen). weiterlesen…

BWE: „Energiewende droht Stillstand“

Bundespolitik muss unmittelbar nach Sommerpause gegensteuern

Mit einem Appell an die Bundespolitik hat Hermann Albers, Präsident Bundesverband WindEnergie (BWE), am 10.08.2018 die diesjährige RostockWind eröffnet. „Unmittelbar nach der Sommerpause braucht es eine klare Zusage mit welchem Zeit- und Mengengerüst beim Ausbau der Erneuerbaren Energie die Koalition die Energiewende weiterführen will. Seit Juli 2017 schaut die Politik im Wesentlichen zu, wie die Energiewende zum Stehen kommt. Die zukünftige Konkurrenzfähigkeit der leistungsstarken deutschen Windindustrie wird dadurch in ihrem Kern gefährdet. Niemand kann wollen, dass wichtiges Knowhow verloren geht und Wertschöpfung ins Ausland verlagert wird“, so Hermann Albers. weiterlesen…