Grüne fordern Klimawandel-Anpassungsfonds

Zwei Milliarden nötig

Nicht nur auf Zustimmung stieß – wie nicht anders zu erwarten – ein am 04.08.2018 in die Öffentlichkeit gelangter Vorschlag von Bündnis 90/Die Grünen , einen Milliardenfonds zur Anpassung an den Klimawandel einzurichten: „Ich schlage vor, das alle grünen [sic!] in diesen Topf einzahlen. Unglaublich, was in deren Köpfen abgeht,“ war noch einer der gemäßigten Kritik-Kommentare – stärker schon „Klimaschutz als Ersatzreligion“ oder gar „Klima-Nazi“ (eine AfD-Größe). Gleichwohl muss sich Deutschland jenseits von Hitzewellen und Überschwemmungen für weitergehende Klimawandel-Folgen wappnen – der Grünen-Vorschlag nannte Gesundheitsvorsorge, Hitzeschutz in Städten (siehe solarify.eu/natuerliche-kuehlung-gegen-die-hitze-in-der-stadt), Waldbrand- und Hochwasserschutz sowie die Anpassung der Landwirtschaft – für all das solle der Fonds Geld bereitstellen. weiterlesen…

Regenerative Stromproduktion steigt, Ausbau von Windenergie fällt

UBA veröffentlicht Halbjahresbilanz 2018

Die Erneuerbaren Energien haben im ersten Halbjahr 2018 einen neuen Rekord aufgestellt, wie die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) am 30.07.2018 berichtet: Die Stromproduktion aus regenerativen Quellen stieg um 11 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) auf insgesamt fast 118 Mrd. kWh – also 10 Prozent mehr als im Vorjahr. Das geht aus einer ersten Abschätzung hervor, die das Umweltbundesamt (UBA) im Juli 2018 veröffentlicht hat. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) meldet weiterhin, dass im Gegenzug die Produktion in Braun- und Steinkohlekraftwerken von 127 auf 114 Mrd. kWh gesunken sei. weiterlesen…

Solarstrom-Nachfrage 50 Prozent über Vorjahr

Rekordsommer und gesunkene Kosten beflügeln Photovoltaik-Nachfrage

Nach Angaben des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) wurden in Deutschland im ersten Halbjahr 2018 Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 1.340 Megawattpeak neu installiert – fast 50 Prozent mehr neue Solarstromleistung als im Vorjahreszeitraum (901 MWp). Dies sei primär auf gesunkene Preise, aber auch auf den aktuellen Rekordsommer zurückzuführen. Der Branchenverband fordert die Bundesregierung auf, die hohe Investitionsbereitschaft bei Bürgern und Unternehmen künftig noch stärker zu nutzen, um wachsende Klimaschäden mit Hilfe der Solarenergie zu vermeiden. Verbliebende Marktbarrieren und Ausbaudeckel für die Solarenergie sollten nunmehr schnell beseitigt werden. weiterlesen…

Gegen die Energiewende

Schweizer Strommix 2017: (fast) ausschließlich fossil

Die Schweizerische Energie-Stiftung SES hat den Strommix der vier größten Schweizer Energieversorgungsunternehmen analysiert: 2017 produzierten Alpiq, Axpo, BKW und Repower im Schnitt mehr als zwei Drittel ihres Stroms mit fossilen und nuklearen Energiequellen. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhten die vier somit den CO2-Ausstoß pro Kilowattstunde Strom erheblich – trotz Pariser Klimaabkommens. Die SES fordert die Energieversorger deshalb auf, die Energiewende umzusetzen und den Ausbau der Erneuerbaren Energien stärker voranzutreiben. weiterlesen…

Doch mehr Platz im Emissionsbudget?

„In Wahrheit haben wir keine Zeit zu verlieren“

Vor einigen Monaten erschien im Fachjournal Nature Geoscience eine Studie mit dem Fazi, bis zur Schwelle von 1,5 °C Erderhitzung könne die Menschheit noch deutlich mehr Kohlendioxid ausstoßen als gedacht. Man könne sich mit Klimaschutz mehr Zeit lassen, hieß es daraufhin in einigen Medienberichten. Stimmt das wirklich? Und wie kam die Studie überhaupt zu ihren Ergebnissen? Antworten auf diese und weiteren Fragen gibt der Berliner Klimaforscher Carl-Friedrich Schleussner auf Fragen von Toralf Staud im Portal klimafakten. weiterlesen…

Natürliche Kühlung gegen die Hitze in der Stadt

Wien ergreift Maßnahmen gegen urbane Hitzeinseln – „die beste Klimaanlage kommt aus der Natur“

Im dicht bebauten Gebiet ist es bei einer Hitzewelle nochmals deutlich heißer und drückender. Asphalt, Beton und Dächer sorgen dafür, dass die Temperaturen im direkten Umfeld noch weiter steigen. Es entstehen städtische Hitzeinseln (Urban Heat Islands). Das Phänomen nimmt durch den globalen Klimawandel noch weiter zu, sofern nicht städtebauliche Gegenmaßnahmen getroffen werden, um diese Entwicklung zumindest abzumindern. Grundlage ist der Urban Heat Islands Strategieplan Wien“. weiterlesen…

„Sofortprogramm Saubere Luft 2017-2020“ springt nicht an

Noch kein Mittelabruf

Bislang wurden nach Angaben der Bundesregierung keine Gelder aus dem „Sofortprogramm Saubere Luft 2017-2020“ (siehe auch Kolumne re.) abgerufen – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag. Das geht aus der Antwort (19/3525) vom 23.07.2018 auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (19/3234) hervor. weiterlesen…

Brandenburg startet ‚1.000-Speicher-Programm‘

Bis zu 7.000 Euro bei Anschaffung von Batteriespeicher für selbst erzeugten Strom

Wirtschafts- und Energieminister Albrecht Gerber hat am 30.07.2018 den Startschuss für das ‚1.000-Speicher-Programm‘ gegeben. Damit sollen private Hausbesitzer, die mit einer Photovoltaik-Anlage auf ihrem Dach selbst Strom erzeugen, bei der Anschaffung eines Batteriespeichers unterstützt werden. weiterlesen…

Präindustrielle Treibhausgasquelle?

Aufstieg von Tiefenwasser im Südpolarmeer erklärt CO2-Anstieg im Holozän

Was nun immer mehr zu einer Bedrohung für Mensch und Umwelt wird, hat die menschliche Zivilisation in der Vergangenheit wahrscheinlich erst möglich gemacht, so eine Medienmitteilung aus dem Mainzer Max-Planck-Institut für Chemie vom 30.07.2018. Denn schon lange vor dem massiven anthropogenen Anstieg des atmosphärischen CO2-Gehalts erhöhte sich die CO2-Konzentration in der Atmosphäre leicht. Die Zunahme spielte möglicherweise eine entscheidende Rolle bei der Stabilisierung des Klimas im Holozän und damit auch für die Entwicklung der menschlichen Zivilisation. Woher das Treibhausgas kam, hat nun ein internationales Team unter der Leitung des Max-Planck-Instituts für Chemie und der Universität Princeton untersucht. Demnach könnte das CO2 in die Atmosphäre gelangt sein, weil im Südpolarmeer mehr Tiefenwasser aufstieg. weiterlesen…

Mieterstromgesetz verpufft nahezu wirkungslos

Verbändeallianz fordert Nachbesserungen

Am 25.07.2017 trat das Gesetz zur Förderung von Mieterstrom und zur Änderung weiterer Vorschriften des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) in Kraft. Nach einem Jahr herrscht Ernüchterung. Bislang wurde lediglich eine Leistung von 3,3 Megawatt peak (MWp) Mieterstromanlagen zugebaut. Förderfähig ist insgesamt hingegen ein Zubau von jährlich 500 MWp. Haupthindernis für die Verbreitung von Mieterstrom sei die Belastung von solar erzeugtem Mieterstrom mit der EEG-Umlage. Anders als beim Eigenverbrauch von Solarstrom werde Mieterstrom mit der vollen EEG-Umlage belastet, kritisierte der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) am 30.07.2018. weiterlesen…