BASF und RWE wollen gemeinsam Klima schützen

Gemeinsame Presse-Information: „Leuchtturm für Klimaschutz in der chemischen Industrie“

„Grüner Strom und innovative Produktionstechnik könnten den Chemiestandort Ludwigshafen zu einem Leuchtturm für Klimaschutz in der chemischen Industrie machen“, verkündeten BASF SE und RWE AG in einer gemeinsamen Medienmitteilung am 21.05.2021. Dafür planen der Chemieriese und der Stromgigant bei neuen Technologien für Klimaschutz zusammenzuarbeiten und wollen einen zusätzlichen Offshore-Windpark mit 2 GW bauen; der soll der BASF ab 2030 grünen Strom für CO2-freie Produktionsverfahren und zur Herstellung von grünem Wasserstoff liefern (Grafik: RWE-BASF – Klimaschutz-Kooperation – © basf.com). weiterlesen…

E-Mobilität: Für Reiche im Grünen

Vor allem einkommensstarke Haushalte auf dem Land fahren E-Autos

Der Bestand an Elektroautos in Deutschland ist zwar nach wie vor gering, entwickelt sich aber dynamisch, teilte die Forschungsabteilung der Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW am 18.05.2021 mit: Im vergangenen Jahr machten diese Fahrzeuge laut Kraftfahrtbundesamt bereits knapp 14 % aller Neuzulassungen aus – Perspektive weiter steigend. Eine Sonderauswertung des KfW-Energiewende-Barometers gibt nähere Einblicke dazu, was und wer hinter diesem Anstieg steht: Der repräsentativen Befragung von KfW Research zufolge besitzen zurzeit 1,3 % der Haushalte in Deutschland ein batterieelektrisches Auto oder einen Plug-in-Hybrid. Weitere 1,1 % der Haushalte planen die Nutzung binnen eines Jahres. Gegenwärtig sind es vor allem gutverdienende Haushalte in Ein- oder Zweifamilienhäusern. Auch in ländlichen Regionen sind Elektroautos deutlich überdurchschnittlich vertreten. weiterlesen…

CO2 als Grundstoff für Chemikalien

Mikrobiell-elektrochemische Synthese – zuerst Formiat aus CO2 – dann Methan oder Propanol

Forschende der TH Mittelhessen suchen einer Medienmitteilung vom 19.05.2021 folgend Antworten auf eine Frage, die momentan viele bewegt: Wie kann man Grundstoffe für die Chemische Industrie aus CO2 und elektrischer Energie effizient herstellen? Sie arbeiten im Forschungsprojekt „Gasdiffusionselektroden für gekoppelte mikrobiell-elektrochemische Synthesen aus CO2 (Games)“. weiterlesen…

Aktueller Forschungstrend Elektrobiotechnologie

BAM erforscht CO2-Reduktion – aus Klimagas nachhaltig Chemikalien gewinnen

Aus CO2 lassen sich mithilfe von Bakterien vielseitig einsetzbare Chemikalien produzieren. Aber bislang sind die Verfahren dazu noch wenig wirtschaftlich. Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) testet einer Medienmitteilung vom 19.05.2021 zufolge in einem neuen Projekt Materialien, welche den Prozess kostengünstiger und schnell skalierbar machen sollen. Dabei werden die altbekannten Verfahren der Elektrolyse und Fermentation miteinander kombiniert: CO2 wird erst zu CO reduziert und dann von Bakterien verstoffwechselt. Die entstehenden Alkohole, Säuren und Fette lassen sich vielseitig nutzen. weiterlesen…

IRENA legt Grundstein für grünen Wasserstoffhandel

Collaborative Framework on Green Hydrogen eröffnet

Grüner Wasserstoff kann zum weltweiten Wirtschaftsgut avancieren, könnte global gehandelt werden, wie heute Gas, Öl und Kohle und dadurch die Energiesicherheit und den internationalen Handel auf kostengünstige Weise stärken. Allerdings wird Wasserstoff heute noch nicht in nennenswertem Umfang grenzüberschreitend gehandelt und es gibt kaum Infrastruktur. Grund genug für die IRENA-Mitglieder, sich auf die Herausforderungen bei der Entwicklung der Infrastruktur, Technologie und Zertifizierung zu konzentrieren, die für die Gestaltung einer globalen grünen Wirtschaft erforderlich sind – so eine IRENA-Medienmitteilung vom 19.05.2021. weiterlesen…

Standardisierung des PV-Recyclings

Projekt „ReSi-Norm“

Bis 2030 rechnet die International Renewable Energy Agency IRENA mit 2.840 Gigawatt an installierter Kapazität für Solarenergie. Einer Untersuchung des Fraunhofer ISE zufolge sind in Deutschland (Ende 2020) circa 54 GW bereits installiert – das entspricht zwei Millionen Anlagen. Auch wenn ihre Lebenszeit recht lang ist und sie bis zu 30 Jahre in Betrieb bleiben, müssen sie irgendwann entsorgt und im besten Fall recycelt werden. Dafür wird laut einer Medienmitteilung vom 19.05.2021 unter Federführung der Fraunhofer-Einrichtung für Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie IWKS ein ganzheitlicher Ansatz für das Solarmodulrecycling realisiert, der alle Faktoren zur Normung entlang des gesamten Wertstoffkreislaufs abdeckt. weiterlesen…

Vermehrter Zubau großer PV-Dachanlagen in Ost-West-Richtung mit kleinen Neigungswinkeln

Auswertung von 2000 bis heute

In einer jüngst verfassten Kurzstudie erstellten Wissenschaftler der Abteilung Energiesystemanalyse am Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE einer Medienmitteilung vom 19.05.2021 zufolge eine Auswertung des Marktstammdatenregisters (MaStR) und der EEG-Anlagenstammdaten für die Photovoltaik (PV). Wichtige Erkenntnisse der Analysen waren, dass mit 38 Prozent der neuinstallierten Leistung der Leistungszubau in Deutschland zunehmend im Segment „Aufdachanlagen größer 100 kW“ stattfindet, 22 Prozent der neu gebauten PV-Anlagen in West, Ost oder Ost-West-Richtung errichtet werden und 19 Prozent Neigungswinkel von kleiner als 20 Grad haben (Tabelle: Relative Anteile der verschiedenen Ausrichtungen. Quelle: Eigene Berechnung des ISE auf Basis MaStR-Daten registriert ab 31.01.2019 – © Fraunhofer ISE). weiterlesen…

Mehr Klimaresilienz durch verbesserte saisonale Vorhersagen

Vermehrten und intensiveren Phasen von Trockenheit oder Niederschlägen begegnen

Wassermangel, Überschwemmungen oder Ernteausfälle: Weltweit kommt es in Folge des Klimawandels häufiger und intensiver zu ausgeprägten Trockenn- und Regenphasen, die menschliches Leid und große wirtschaftliche Schäden verursachen. Präzisere saisonale meteorologische Vorhersagen für wasserarme Regionen durch statistische Methoden aus dem Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) helfen Entscheidungsträgern, die Folgen des Klimawandels vor Ort abzumildern. (Foto: Hochwasser am Rhein 05.02.2021, Wiesbaden – © Franziska Vogt für Solarify) weiterlesen…

Regierung definiert Grünen Wasserstoff

Schnellen Markthochlauf unterstützen

H2 grün - SymbolAls grüner Wasserstoff gilt nach einer Definition der Bundesregierung nur der, der innerhalb der ersten 5.500 Vollbenutzungsstunden eines Kalenderjahres in einer Einrichtung zur Herstellung von grünem Wasserstoff elektrochemisch hergestellt wird und bestimmte Anforderungen an den Strombezug einhält. Die Bundesregierung hat eine Verordnung zur Umsetzung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG, 19/29793) vorgelegt, mit der sie Details zu Wasserstoff, Gülleanlagen und Agro-PV-Anlagen regeln will. Konkret geht es darin dem parlamentseigenen Pressedienst heute im bundestag zufolge um eine Definition von grünem Wasserstoff und Folgen für die EEG-Umlagenbefreiung. weiterlesen…

Buchempfehlung: Deutschland 2050 – „Dann haben wir keine Fichte mehr“

Wie der Klimawandel unser Leben verändern wird: „Aprikosen aus Hamburg, Kühlräume für Berlin und Hochleistungskühe im Hitzestress“

In ihrem neuen Buch „Deutschland 2050 – Wie der Klimawandel unser Leben verändern wird“ geben die Autoren Nick Reimer und Toralf Staud konkrete Antworten auf die Frage, wie der Klimawandel uns in Deutschland treffen wird. Spätestens die Hitzesommer 2018 und 2019 sowie die auch 2020 anhaltende Trockenheit haben es deutlich gemacht: Der menschengemachte Klimawandel ist keine Bedrohung für die ferne Zukunft ferner Länder, der Klimawandel findet statt – hier und jetzt. Doch welche konkreten Auswirkungen wird er auf unser aller Leben in Deutschland haben? weiterlesen…