Lesehinweis auf SZ: Wie ein CO2-Preis funktionieren könnte

Wie einen CO2-Preis ermitteln und was geschieht mit dem Geld?

Plötzlich ist er da, der Preis auf Kohlendioxid – zumindest in der politischen Debatte. Bei Bürgerdialogen haben sich Kanzlerin und Vizekanzler dieser Tage der Frage gewidmet, beide noch mit leisen Zweifeln. Eine Steuer auf CO2 wolle sie nicht, erklärte Angela Merkel in Schwedt, einem Raffineriestandort. „Mein Ansatz ist, über Zertifikate zu gehen.“ Und in Erfurt befand Olaf Scholz, Vizekanzler und als Finanzminister für jede Art von Steuer zuständig: „Es gibt viele Vorschläge, aber noch keinen, der überzeugt.“ Vor allem dürfe das Unterfangen nicht „zu einer realen Mehrbelastung der Leute“ führen. Wie aber könnte es gehen? Ein Überblick von Michael Bauchmüller vom Berliner Büro der Süddeutschen Zeitung am 01.05.2019. weiterlesen…

1.474 MW weniger Reserve benötigt

Bundesnetzagentur gibt Bedarf für Winter bekannt

Im Winter 2019/2020 werden Erzeugungskapazitäten aus Netzreservekraftwerken von 5.126 MW gebraucht. Verglichen mit dem für den vergangenen Winter festgestellten Bedarf in Höhe von 6.600 MW reduziert sich der Netzreservebedarf um 1.474 MW. Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur, dazu laut einer Medienmitteilung: „Erst der weitere Netzausbau wird den Reservebedarf signifikant senken“. weiterlesen…

Designer Fuels aus Luft und Wasser

„Crowd Oil“: Kraftstoffe aus der Klimaanlage

Klima- und Lüftungsanlagen, die mit CO2 aus der Umgebungsluft und Wasser synthetische Kraftstoffe herstellen – ein solches Verfahren haben Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und der University of Toronto vorgeschlagen. Dabei sollen kompakte Anlagen direkt in Gebäuden mit CO2 synthetische Kohlenwasserstoffe herstellen, die sich dann als erneuerbare synthetische Öle nutzen lassen. Dieses „crowd oil“-Konzept stellt das Team nun in Nature Communications vor (Übersetzung mit DeepL von Solarify). weiterlesen…

RWE will mit Ökostrom zu Weltmarktführern aufschließen

Grüne Energie soll helfen – Erträge aus Windanlagen zurückgegangen

Für die Umweltaktivisten vor und in der Grugahalle wird RWE wieder das optimale Feindbild abgeben. Seit Deutschlands größter Stromproduzent die Tochter Innogy 2016 abgespalten und an die Börse gebracht hat, ist er selbst nur noch auf die alte Energiewelt konzentriert: einerseits den Energiegroßhandel, andererseits die Stromproduktion, die ausschließlich in konventionellen Kraftwerken erfolgt – neben Gasanlagen sind das eben Atom- und Kohlekraftwerke, wie Jürgen Flauger am 30.04.2019 im Handelsblatt schreibt. weiterlesen…

Power2Liquid für Zuhause

Brennstoffzelle im Keller

Die erste Pilotanlage des Rostocker Start-ups Gensoric in Essen erzeugt mit Kohlendioxid aus der Umgebungsluft, Wasser und grünem Strom Methanol. Wenn es nach den Rostockern geht, wird jeder Haushalt mit einer Methanol-Brennstoffzelle ausgestattet und so völlig unabhängig von fossilen Brennstoffen wie Erdöl und Kohle werden. Dass das durchaus realistisch ist, haben sie mit der Pilotanlage nachgewiesen: „Das Verfahren funktioniert unter normalen Bedingungen“, sagt Nils Methling, einer der Gensoric-Chefs. Tatsächlich ist die Anlage von Willpower Energy bereits TÜV-geprüft und von der Innung abgenommen. weiterlesen…

Wasserstoff aus Ökostrom günstiger erzeugen

Forschungsplattform mit optimiertem Elektrolyseur an kommerzieller Power-to-Gas-Anlage gestartet

Wasserstoff aus Ökostrom kann den Anteil Erneuerbarer Energien im Verkehrssektor erhöhen sowie den Feinstaub- und Stickstoffoxidausstoß reduzieren. Die Erzeugung des grünen Gases ist jedoch noch zu teuer. Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) hat nun zusammen mit Partnern in einer Forschungsplattform erfolgreich einen Beitrag zur Kostensenkung erprobt: Mit einem Anfang 2019 in Testbetrieb gegangenen Forschungselektrolyseur an einer kommerziellen Power-to-Gasanlage im süddeutschen Grenzach-Wyhlen erreichten die Wissenschaftler aufgrund neuer Elektrodenbeschichtungen 20 Prozent mehr Leistungsdichte als der industrielle Anlagenteil. weiterlesen…

Wärmewende lahmt – steuerliche Abschreibung überfällig

VKU: Ambitionierter Wärmenetz-Ausbau nötig – Fraunhofer IEE zur Dekarbonisierung der Gebäudewärme – BDEW-Chef Kapferer mahnt effektive Maßnahmen an

„Die Wärmewende ist in der Flaute“, so der Verband kommunaler Unternehmen e.V. (VKU), Besserung nicht in Sicht. Dabei könnte die Wärmeversorgung der Gebäude vollständig dekarbonisiert werden: Durch den starken Ausbau von Wärmenetzen bis 2030 und dem Einsatz eines Technologie-Mixes. Das ist eines der wesentlichen Ergebnisse einer aktuellen Studie des Fraunhofer-Instituts für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik (IEE), vom VKU am 26.04.2019 veröffentlicht. Gleichzeitig verlangt BDEW-GF Kapferer dringend die Absetzbarkeit von Wärmedämmmaßnahmen. weiterlesen…

CO2-Preis kommt (vielleicht) demnächst

Industrie und Verbände dafür – Politik weiß nicht so recht

Offenbar hat sich die Bundesregierung auf eine CO2-Bepreisung geeinigt. Das aber ziemlich lustlos: Das Wirtschaftsministerium bestätigt eher gleichgültig, die CSU blockiert und NRW-Ministerpräsident Laschet rechnet nicht mit schneller Einführung. Und die Kanzlerin hat erst einmal „nein“ dazu gesagt. Clemens Weiß hat die aktuelle Lage am 30.04.2019 im Portal energiezukunft zusammengefasst. weiterlesen…

Schiefergas für meistes Methan in der Atmosphäre verantwortlich?

CH4 keine Lösung für Klimakrise

Die durch den bevorstehenden 1. EU-US Energy Council in Brüssel, wo ab 01.05.2019 über die Steigerung von Fracking-Gas- Importen nach Europa verhandelt werden soll, erneut aufgekommene Diskussion über Fracking und LNG wirft erneut die Frage auf, ob überhaupt, und wenn ja, wie sehr Methan und/oder Erdgas als Übergangs-Energieträger taugen. Oder ob das klimagefährliche geruch- und farblose Gas nicht so schnell wie möglich aus dem Verkehr gezogen werden muss. weiterlesen…

Umwelt-Schädling Internet

Größte und schnellstwachsende Stromfresser

Sämtliches Geschehen im Internet wird in großen Rechenzentren verarbeitet. Das belastet die Umwelt: Bereits jetzt wächst der CO2-Ausstoß in keinem Wirtschaftsbereich weltweit schneller als in der IT. Dabei gäbe es Möglichkeiten, Rechenzentren umweltfreundlicher zu betreiben – schreibt Florence Schulz im Portal EURACTIV.de. Wer einmal seine Hand an seien Laptop gehalten hat, weiß, wie warm das Gerät werden kann. Entsprechend kann man sich vorstellen, welche Kühlleistung ein Rechenzentrum aufbringen muss, um hunderte Servertürme vor dem Hitzetod zu bewahren. Neben dem Energiebedarf der Geräte wird auch Energie für die Gebäudetechnik benötigt, damit kommt ein beachtlicher Stromverbrauch zusammen. weiterlesen…