EU 2017: erstmals mehr grüner Strom als Kohlestrom

Agora Energiewende und Sandbag legen Bericht zur EU-Energiewende vor

2017 wurde in der Europäischen Union erstmals mehr Strom aus Wind, Sonne und Biomasse produziert als aus Stein- und Braunkohle zusammen. Die Stromerzeugung aus diesen Erneuerbaren Energien wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 12 Prozent. Seit 2010 hat sich der Anteil von Strom aus Wind, Sonne und Biomasse – die seit 2000 eingeführten „neuen“ Erneuerbaren Energien – in der EU mehr als verdoppelt. Da jedoch die Wasserkraftproduktion 2017 stark rückläufig war, wuchs der gesamte EE-Anteil an der Stromerzeugung nur leicht von 29,8 auf 30,0 Prozent. Das zeigt eine gemeinsame Analyse zweier ThinktanksAgora Energiewende aus Deutschland und Sandbag aus Großbritannien. Die Autoren der Studie haben öffentliche Daten aus zahlreichen Quellen zusammengetragen und ausgewertet. weiterlesen…

WorldFutureCouncil empfiehlt Klima-Bailout

Ein Vorschlag zur Durchführung der notwendigen Konversion fossiler „stranded assets“ in erneurbare Energien

Am 24.01.2018 hat der WorldFutureCouncil in Hamburg seinen Future Finance Policy Brief Nr. 01/2018 „Klima-Bailout: Ein Vorschlag zur Durchführung der notwendigen Konversion fossiler „Stranded Assets“ in erneuerbaren Energien“ vorgestellt. Der Autor Matthias Kroll sucht einen Ausweg aus dem Dilemma vor das sich die Menschheit durch den Klimawandel gestellt sieht: Verzichten wir auf einen schnellen Ausstieg aus der fossilen Wirtschaft, geraten wir ungebremst in die Klimakatastrophe mit allen negativen Implikationen. Steigen wir aber so schnell aus der bestehenden fossilen Infrastruktur aus wie es zur Einhaltung der 1,5°C-Grenze nötig ist, entwerten wir gigantische Vermögenswerte in einem Tempo, das ebenfalls zu systemischen Risiken in der Ökonomie führt. Die Situation scheint unauflöslich. Gibt es einen Ausweg? weiterlesen…

Marktkräfte beim EE-Ausbau stärken

BDEW stellt Drei-Säulen-Modell für Erneuerbaren-Ausbau vor – Weiterentwicklung der Direktvermarktung stärkt Kosteneffizienz

Der BDEW hat ein Modell für die Weiterentwicklung des Investitionsrahmens für den Erneuerbare-Energien-Ausbau vorgestellt. Das BDEW-Modell steht auf drei Säulen: Im Fokus steht die Stärkung der Marktkräfte: Es sollen Anreize gesetzt werden, damit der Erneuerbaren-Ausbau zunehmend ohne Förderung – also außerhalb des EEG – erfolgt (Säule 1). Sowohl Chancen als auch Risiken der langfristigen Strompreisentwicklung sollen dabei auf die Unternehmen übergehen. Der steigende Wettbewerb würde Innovationen anreizen, so die Einschätzung des BDEW laut Pressemitteilung vom 22.01.2018. weiterlesen…

MdEP kritisieren Kommissions-Energieprojekte

Zu wenig EE – zu viel fossil

Eine Liste vorgeschlagener Energieprojekte der EU-Kommission wird derzeit von Europaparlamentariern geprüft. Einige MdEP werfen der Kommission vor, sie konzentriere sich zu sehr auf Projekte mit fossilen Brennstoffen – einige von ihnen erwägen eine bisher nie angewendete Form des Widerspruchs – wie Sam Morgan im Portal EURACTIV schreibt. weiterlesen…

Eine Koalition auf Kosten des Klimas


Kommentar von Claudia Kleinert – zuerst erschienen im DIW Wochenbericht 3/2018

Für das Klima in Deutschland war es eine turbulente Woche. Zuerst sickerte bei den Sondierungsgesprächen durch, man werde sich vom Klimaziel 2020 verabschieden. Nun haben sich die Parteien für eine etwas vage Formulierung entschieden. Die Lücke zum Klimaziel für 2020 solle soweit wie möglich geschlossen werden. Damit räumen sie indirekt ein, dass eine Reduzierung der Emissionen um 40 Prozent bis dahin nicht mehr zu erreichen ist. Was für ein Desaster und vor allem ein Armutszeugnis für die neue alte große Koalition, die viele Jahre Gelegenheit hatte, alles in die Wege zu leiten, um langfristig die Emissionen zu senken! weiterlesen…

Neues beim MAP

Änderungen zur Antragstellung beim Marktanreizprogramm

Seit vielen Jahren wird die Nutzung erneuerbarer Energien zur Erzeugung von Wärme und Kälte im Rahmen des erfolgreichen von der Bundesregierung gefördert. Zum Jahresbeginn 2018 gibt es laut einer Medienmitteilung aus dem BMWi in diesem Programm zwei Änderungen, die für Verbraucher, Energieberater, Handwerker und weitere Beteiligte wichtig sind. weiterlesen…

EU-Parlament einigt sich auf ‘flexible’ EE-Ziele

Bis 2013 35 % Effizienz, 35 % EE-Anteil und Palmölverbot in Biokraftstoffen ab 2021

Die EU-Parlaments-Fraktionen haben am 17.01.2018 dem vorgeschlagenen Governance-System für die Energieunion zugestimmt. Damit wird ein zwar strikter, gleichzeitig aber flexibler Fahrplan für die EU-Länder festgelegt, mit dem die Ziele für Erneuerbare Energien bis 2030 erreicht werden sollen – schreibt Frédéric Simon auf EURACTIV.com. weiterlesen…

innogy mit 5 GW EE-Portfolio

Neue Märkte Irland, Kanada und USA

Die RWE-Abspaltung innogy berichtet stolz in einer Medienmitteilung, sie gehöre mit mehr als „1.000 MW anteiliger installierter Leistung zu den weltweit führenden Betreibern von Offshore-Windparks“. Gleichzeitig sei sie mit 1.800 MW anteiliger installierter Leistung einer der größten Betreiber von Onshore-Windparks in Europa. Rechnerisch könnten damit 2,5 Millionen Haushalte mit grüner Energie versorgt werden. Diese solide Basis soll durch den Eintritt in neue Märkte sowie in großflächige PV-Projekte (1 GW) ausgeweitet werden. Insgesamt verfüge innogy über eine Projektpipeline von mehr als 5.000 MW im Bereich Erneuerbare Energien. weiterlesen…

Mehr Klimaschutz als gedacht

dena-Chef Andreas Kuhlmann in der Frankfurter Rundschau

Seit 12.01.2018 stehen die Sondierungsergebnisse von SPD und CDU fest. In einem Gespräch mit der Frankfurter Rundschau fordert dena-Chef Andreas Kuhlmann auf dessen Basis ein „Sofortprogramm“ für den Klimaschutz, um das deutsche CO2-Ziel für 2030 erreichen zu können. Kuhlmann bewertet das Sondierungsergebnis im Bereich Klimaschutz als „besser, als viele gedacht haben“. Es gelte nun, Union und SPD beim Wort zu nehmen, die in dem Papier für 2030 eine CO2-Minderung um 55 Prozent gegenüber dem Basisjahr 1990 und einen Ausbau der erneuerbaren Energien im Stromsektor auf 65 Prozent als Ziele ausgegeben haben. Erreicht seien bisher erst 27 Prozent CO2-Minderung und ein Ökostromanteil von rund einem Drittel.
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Zeit-Überblick ohne „Klima und Umwelt“

Sondierungspapier mit geringfügig nachgebessertem Klimakapitel

Die Sondierer von Union und SPD haben sich in der Nacht vom 11.01. auf den 12.01.2018 in einem 28-seitigen Papier auf die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen geeinigt. Das Echo darauf steht teils in scharfem Kontrast zum Selbstlob der Parteien. Juso-Chef Kühnert warnte: „Bei Sondierungen und Blinddarm: Vorsicht vor Durchbrüchen!“ Nun müssen die Delegierten des SPD-Parteitags am 21.01.2018 noch darüber abstimmen, danach die Mitglieder. weiterlesen…