Verbesserte Qualitätskontrolle für Brennstoffzellen

Bipolarplatten sind zentrale Komponenten von Brennstoffzellen und Elektrolyseuren

Mit standardisierten Verfahren zur Messung physikalischer Parameter will ein Konsortium aus sechs großen deutschen Forschungseinrichtungen, darunter das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), der Brennstoffzellen-technologie den Weg zur Wettbewerbsfähigkeit ebnen. Im Rahmen des vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur und der Nationalen Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW) geförderten Verbundvorhabens „BePPel“ (Bipolarplatten für Brennstoff-zellen und Elektrolyseure) sollen die von der Industrie geforderten Messstandards im Sinne einer verbesserten Qualitätsüberwachung bis September 2019 entwickelt und implementiert werden. (Foto: Bipolarplatte mit Flussfeld – © DLR) weiterlesen…

Licht sorgt für Spin

FAU-Forscher entschlüsseln Dynamik von Elektronen in Perowskit-Kristallen

Physiker der FAU haben nachgewiesen, dass einfallendes Licht die Elektronen in warmen Perowskiten in Drehung versetzt und damit die Richtung des Stromflusses bestimmt. Damit entschlüsseln sie eine wichtige Eigenschaft dieser Kristalle, die bei der Entwicklung neuartiger Solarzellen eine wichtige Rolle spielen könnten. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal „Proceedings of the National Academy of Sciences” veröffentlicht (doi: 10.1073/pnas.1805422115 – „Structural fluctuations cause spin-split states in tetragonal (CH3NH3)PbI3: Experimental evidence from circular photogalvanic effect“, „Proceedings of the National Academy of Sciences”). weiterlesen…

IASS: Klima-Geoengineering kann COP21 nicht retten

Aber Klimaziele mit drastischen CO2-Reduktionen noch erreichbar

Um die schlimmsten Folgen des Klimawandels abzuwenden, soll das Pariser Klimaabkommen die Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad und möglichst auf 1,5° begrenzen. Das ist nur möglich, wenn die Staaten ihre Emissionen erheblich stärker reduzieren, als sie es bisher im Rahmen des Abkommens zugesagt haben. Wäre Klima-Geoengineering ein Plan B, falls dies nicht gelingt? Davon seien die vorgeschlagenen Technologien weit entfernt, schreibt ein Autorenteam um IASS-Direktor Mark Lawrence in Nature Communications. weiterlesen…

Die Kraft der Sonne besser nutzen

Wissenschaftler messen Einfluss von Wolken

Die Erzeugung von PV-Strom unterliegt wetterbedingten Schwankungen, deren genaue Vorhersage eine große Herausforderung für den Betrieb der Stromnetze darstellt. Wie das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE und die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg am 12.09.2018 mitteilten, erforschen ihre Wissenschaftler daher gemeinsam mit Partnern im Verbundprojekt „MetPVNet“ die Auswirkungen von Wolken auf die Sonneneinstrahlung und die Stromproduktion von Photovoltaikanlagen. Im September findet dazu eine Messkampagne an mehreren Standorten im Allgäu statt. Ziel ist die Entwicklung von neuen energiemeteorologischen Methoden und Computermodellen, die eine bessere Vorhersage der Einspeisung aus Photovoltaikanlagen in das Stromnetz erlauben. weiterlesen…

Bei Gleichbehandlung mehr Geld für Strom aus EE

EEG-Ausnahmen dämmen private Zahlungsbereitschaft für grünen Strom

Die Ausnahmeregelung für stromintensive Unternehmen beim Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist seit Jahren umstritten. Eine neue Studie des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung, die jetzt in der energiewirtschaftlichen Fachzeitschrift Nature Energy erscheint, zeigt nun, dass solche indirekten Subventionen die Zahlungsbereitschaft von privaten Haushalten beeinflussen: Würden die Ausnahmeregelungen für Unternehmen wegfallen, könnte die Akzeptanz für die Kosten der Energiewende deutlich zunehmen, so das Resümee. weiterlesen…

Forscher lassen Desertec wieder aufleben

Energieversorgung und Klimaverbesserung

Die Bedeckung der Sahara mit Solarmodulen und Windparks würde nicht nur zur Energieversorgung der Welt beitragen, sondern auch das lokale Klima verbessern. Die Niederschläge würden sich mehr als verdoppeln und auch die Vegetationsdecke würde bescheiden zunehmen. Das schreibt unter anderen Roland Knauer im Berliner Tagesspiegel über neue Studien zum ThemaDesertec lässt – wieder einmal – grüßen. weiterlesen…

Carbon2Chem startet

Thyssenkrupp will in Duisburg Hüttengase aus der Stahlproduktion in Chemikalien umwandeln

Wie Ulf Meinke in den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (hier: Neue Rhein/Neue Ruhr Zeitung vom 07.09.2018) schreibt, will der Essener Konzern Thyssenkrupp binnen kurzem am Stahlstandort Duisburg mit der Produktion von Chemikalien aus CO2 beginnen. Im Technikum des Projekts „Carbon2Chem“ werde man ab dem 20.09.2018 unter realen Bedingungen Hüttengase aus der Stahlproduktion in Wertstoffe umwandeln. weiterlesen…

Wandel des Verkehrsverhaltens braucht Gesamtstrategie

Studie zu free-floating Carsharing abgeschlossen

Free-floating-Carsharing ist eine Form der zeitweisen Autonutzung, bei der die Fahrzeuge im öffentlichen Straßenraum für die spontane Nutzung bereit stehen und nach der Fahrt an einem beliebigen öffentlichen Parkplatz wieder abgestellt werden können. Diese Form des Carsharing gibt es seit circa zehn Jahren, daneben existiert weiterhin das stationsbasierte Carsharing. Im Projekt „share“ haben das Öko-Institut e.V. und das ISOE-Institut für sozial-ökologische Forschung mehrere Forschungsfragen am Beispiel des free-floating Carsharing von car2go untersucht. weiterlesen…

Klimawandel-Appell der 700

Französische Wissenschaftler fordern rasches Eingreifen

Angesichts der Notlage, die in diesem Sommer durch eine Reihe von Umweltkatastrophen noch verstärkt wurde, drängen 700 französische Wissenschaftler in „Libération“ die Staats- und Regierungschefs, von Beschwörungsformeln zum Handeln überzugehen um schließlich eine CO2-freie Gesellschaft zu erreichen. Zumal die Lösungen verfügbar sind. In der thailändischen Hauptstadt Bangkok findet noch bis morgen die letzte große internationale Verhandlungsrunde vor der nächsten UNO-Klimakonferenz im Dezember im polnischen Kattowitz statt. weiterlesen…

Nordsee als Raum für Energiewende

„Wenn es hier gelingt, gelingt es überall“ – Interdisziplinäres EU-Projekt „Energysystems in Transition“

Jaqueline de Godoy stammt aus Brasilien und schreibt ihre Doktorarbeit über die Nordsee. Sie ist eine von 15 Doktorandinnen und Doktoranden aus insgesamt elf Ländern, die in dem interdisziplinären Projekt „Energy Systems in Transition (ENSYSTRA)“ untersuchen, wie die Energiewende in der Nordsee gelingen könnte. „Dieses Projekt wird Nordeuropa verändern“, ist die junge Umweltingenieurin überzeugt, die an der Universität Aalborg arbeitet. Die erste Septemberwoche hat sie mit Kollegen aus der ganzen Welt in Deutschland verbracht – bei der ersten „Summer School“ des ENSYSTRA-Projekts an der Europa-Universität Flensburg. weiterlesen…