Klimawandel: Einsicht ist nicht gleich Handeln

Warum schauen wir dem „Meteoriteneinschlag in Zeitlupe“ gebannt zu?
-von Gerhard Hofmann-

Viele denken beim Gürtel-enger-schnallen spontan an den Leibriemen des Nachbarn, nicht an den eigenen – das gilt auch fürs Klima. Immer wieder wird gefragt, warum wir den Klimawandel zwar einsehen und auch fürchten, aber gleichzeitig so gut wie nichts dagegen unternehmen. Auf Spiegel-Online versucht Lena Puttfarcken eine Erklärung dafür, dass man „psychologisch gesehen ganz ohne Probleme von etwas überzeugt sein und sich trotzdem genau entgegengesetzt verhalten“ könne. Obwohl die meisten Deutschen die drohende Klimakatastrophe – von ein paar bornierten Klimaskeptikern abgesehen – für eines der größten Zukunftsprobleme halten, ändern wir selbst wenig. weiterlesen…

Forschungsoffensive für E-Fuels

Landesregierung, KIT und Industrie vereinbaren Projekt „reFuels – Kraftstoffe neu denken“

Eine Medienmitteilung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT): Synthetische Kraftstoffe – sogenannte reFuels (auch Alternative Kraftstoffe, synthetische Treibstoffe, Desinger Fuels, E-Fuels – siehe: solarify.eu/synthetische-treibstoffe) – lassen sich aus biogenen Reststoffen in Kombination mit der direkten Umwandlung von CO2 und erneuerbarem Wasserstoff herstellen und können so helfen, das Weltklima zu schützen. Mit Partnern aus der Automobil-, Automobilzuliefer- und Mineralölindustrie und mit Unterstützung der Landesregierung Baden-Württembergs soll das im breit angelegten Projekt „reFuels – Kraftstoffe neu Denken“ erforscht werden. Eine entsprechende Absichtserklärung wurde am 20.07.2018 in Stuttgart unterzeichnet. weiterlesen…

Schlögl: „Von der Natur lernen“

Nürnberger Energiekonferenz iSEnEC: Elektroantriebe, neue Baustoffe und Ideen für Energiewende

Wissenschaftler, Politiker und Wirtschaftsvertreter berieten am 17. und 18.07.2018 im Rahmen der Energiekonferenz iSEnEC (Integration of Sustainable Energy Conference) – nach eigenen Angaben „eine der größten Konferenzen zum Thema Integration nachhaltiger Energiesysteme“ – auf dem Nürnberger Messegelände unter anderem über batteriebetriebene Containerschiffe oder neue Baumaterialien wie Textilbeton, über Wind, Solar, Kraft-Wärme-Kopplung und Smart Grid, schließlich Speicher, Green Production, Nachwachsende Rohstoffe, sowie Elektrolyse und Brennstoffzelle – unter der allgemeinen Frage: Wie kann die Energiewende gelingen und welche Voraussetzungen müssen dafür geschaffen werden? weiterlesen…

„Energiepolitischen Stillstand beenden!“


BWE: 65-Prozent-Ziel der Bundesregierung nur mit mehr Offshore-Windenergie erreichbar

Die Bundesregierung hat sich das Ziel gesetzt, 65 Prozent der deutschen Stromerzeugung bis zum Jahr 2030 aus erneuerbaren Energien zu decken. Aus Sicht der Offshore-Branche unternimmt die Bundesregierung zu wenig, um dieses Ziel auch tatsächlich zu erreichen. Konkrete Schritte blieben bislang aus. Dringend notwendig sei eine zügige Erhöhung der Ausbaupfade für alle Erneuerbaren, darunter, wie im Koalitionsvertrag festgeschrieben, ein schneller Sonderbeitrag für Offshore-Windenergie und eine Anhebung des Offshore-Ausbaudeckels, fordert der Bundesverband WindEnergie in seiner Pressemeldung vom 19.07.2018. weiterlesen…

Fake Science: Forscher veröffentlichen unseriös – und unentdeckt

Doch Lügenwissenschaft? Hunderttausende betroffen

5.000 deutsche Wissenschaftler sind nach Investigativ-Recherchen von Süddeutscher Zeitung, ARD, Falter und Le Monde in einen weltweiten Skandal um pseudo-wissenschaftliche Zeitschriften verwickelt – unter ihnen auch der Rektor der Uni Bremen. Das Rechercheteam hat Tausende Fälle aufgedeckt, in denen Wissenschaftler bei unseriösen Pseudoverlagen, auch „Raubverleger“ genannt, publiziert und – auf Steuerzahler-Kosten – schweinwissenschaftliche Konferenzen in aller Welt besucht haben. Eine der dabei aufgeflogenen Schwindelplattformen heißt WASET (World Academy of Science, Engineering and Technology). Verwickelt sind Wissenschaftler nahezu aller deutschen großen deutschen Hochschulen. weiterlesen…

Wie der Klimawandel die Windkraft beeinflusst

Studie anhand hochaufgelöster Modelle prognostiziert große regionale Unterschiede und starke saisonale Schwankungen in Europa

Der Klimawandel stellt die Windkraft in Europa vor große Herausforderungen. Dies haben Forscher am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) anhand räumlich und zeitlich hochaufgelöster Klimamodelle festgestellt. Demnach wird sich die mittlere Windstromerzeugung für den gesamten europäischen Kontinent bis Ende des 21. Jahrhunderts nur geringfügig ändern. Dafür sind im Allgemeinen größere jahreszeitliche Schwankungen sowie eine Häufung von Schwachwindphasen zu erwarten. weiterlesen…

Ökosprit aus Kläranlage

Gas Natural Fenosa (Naturgy) startet Pilotprojekt zur Produktion von erneuerbarem Gas

Eine am 31.05.2018 in Betrieb gegangene Pilotanlage des spanischen Energieversorgers Gas Natural (heute: Naturgy) im katalonischen Sabadell bei Barcelona ermöglicht die Herstellung von Erdgas aus Kohlendioxid und Wasser. Damit soll der Bedarf an aktuellen und zukünftigen Energien gedeckt, Energie auf chemische Weise gespeichert und die Herausforderung gelöst werden, Erneuerbare Energien in großem Umfang zu speichern. (Foto: Zapfhähne Dieselersatz OME und Solarstrom – © MPI CEC) weiterlesen…

Erderwärmung doppelt so hoch wie vorhergesagt

„Selbst wenn die Klimaziele erreicht werden, sind die Folgen weitreichend“

Die Studie eines internationalen Forscherteams, unter anderen der University of New South Wales in Sydney, kommt anhand der Untersuchung vergangener Wärmeperioden zu dem Ergebnis, dass die Erderwärmung unter Umständen doppelt so hoch sein wird, wie bisher vorhergesagt. Die Wissenschaftler kritisieren, dass in aktuellen Klimamodellen die Langzeitfolgen für unseren Planeten nicht ausreichend betrachtet werden. Sofortiges Handeln sei unerläßlich, um tiefgreifende Veränderungen unserer Welt zu verhindern, wie das Institut Ranke-Heinemann von der University of New South Wales in Sydney am 13.07.2018 berichtete. weiterlesen…

US-„Clean Coal“ nur teilweise erfolgreich

US-Projekt „Saubere Kohle“ in Mississippi gescheitert

Aus den Energieperspektiven 02/2018 und (01-2018) des MPI für Plasmaphysik: In einem der größten Kohlekraftwerke der USA im texanischen Thompsons, W. A. Parish, ist im Januar 2017 das weltgrößte System zur Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid in Betrieb gegangen: Petra Nova (Energie-Perspektiven 1/17). Aus dem Rauchgas einer der acht Kraftwerks­einheiten trennt sie seither den Großteil des Kohlendioxids ab – mehr als eine Million Tonnen während der ersten zehn Betriebsmonate, meldete der Betreiber NRG. Eine andere Form (die Vorab-Abscheidung in Kemper County) ist dagegen gescheitert. weiterlesen…

Erneuerbarer Energie-Drachen

Den Höhenwind nutzen

In höheren Luftschichten wehen energiereichere und beständigere Winde als auf dem Niveau konventioneller Windgeneratoren. Ob sich dieser Höhenwind mit fliegenden Systemen – Drachen zum Beispiel – zur Stromgewinnung nutzen lässt, soll das Forschungsprojekt SkyPower100 untersuchen. Es hat in Enerkite seit 2012 einen Vorläufer. weiterlesen…