CO2 als Rohstoff: „Carbon2Chem“ als „Technologie-Brüller“

18 Partner aus Industrie und Wissenschaft starten groß angelegte Klimaschutz-Initiative

Das Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion (MPI CEC) hat gemeinsam mit dem BMBF, dem Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT, der thyssenkrupp AG und 14 weiteren Partnern im Rahmen einer Pressekonferenz und mit einer aufwändigen Präsentation am 27.06.2016 im Landschaftspark Duisburg-Nord ein Projekt vorgestellt, das einen entscheidenden Schritt von der umstrittenen CCS (Carbon Capture and Storage) hin zur CCU (Carbon Capture and Utilization/Use) unternimmt. weiterlesen…

Atempause für den Golfstrom

Kieler Meeresforscher berechnen den Weg des grönländischen Schmelzwassers

Der Salzgehalt in den Gewässern um Grönland spielt eine große Rolle für den Antrieb des Golfstroms im Nordatlantik. Deshalb gibt es Befürchtungen, dass Süßwasser aus dem schmelzenden grönländischen Inlandeis das Strömungssystem beeinflussen und abschwächen könnte. Neue Modellrechnungen einer internationalen Forschergruppe unter Leitung des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel haben jetzt aber ergeben, dass große Teile des Süßwassers entlang der kanadischen Küste nach Süden abtransportiert werden und die Abschwächung des Golfstroms so hinauszögern. Die Studie erschien am 23.06.2016 in der internationalen Fachzeitschrift Nature Geoscience. weiterlesen…

Schaden viermal höher als Nutzen

Hendricks: Brauchen übergreifende Strategie für Stickstoffemissions-Minderung

Die erhöhten Emissionen reaktiver Stickstoffverbindungen, wie zum Beispiel Nitrat im Grund- und Oberflächenwasser oder Stickoxide und Ammoniak in der Luft, gehören zu einem der drängendsten Umweltprobleme unserer Zeit. Dennoch werden sie vergleichsweise wenig beachtet. Um den Problemen begegnen zu können und dem Thema mehr Gewicht in der umweltpolitischen Debatte zu geben, erarbeitet das Bundesumweltministerium eine nationale Strategie zur Minderung reaktiver Stickstoffverbindungen in Wasser, Luft und Boden. weiterlesen…

PV im Namen der Rose

Struktur von Blütenblättern steigert PV-Effizienz

Mit Oberflächen wie denen von Pflanzen können Solarzellen mehr Licht aufnehmen und damit mehr Strom erzeugen. Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) reproduzierten die epidermalen Zellen von Rosenblütenblättern, die eine besonders starke Antireflexwirkung besitzen, und integrierten die transparente Nachbildung in eine organische Solarzelle. Dies führte zu einer relativen Erhöhung der Effizienz von zwölf Prozent. Darüber berichten die Wissenschaftler in der Zeitschrift Advanced Optical Materials. weiterlesen…

Netzausbauplanung übertrieben

Weder Netze noch Speicher begründen EE-Bremsen

Windgeneratoren, Hochspannungsleitungen bei Dahme, Mark - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft, 20160402Eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) im Auftrag der Hermann-Scheer-Stiftung mit dem Titel „Stromnetze und Speichertechnologien für die Energiewende – Eine Analyse mit Bezug zur Diskussion des EEG 2016“ zeigt, dass weder fehlende Stromnetze noch unzureichende Speicherkapazität als gründe für die Begrenzung des Zubaus Erneuerbarer Energien taugen. Die bisher aufgetretenen Netzengpässe zum Beispiel sind vernachlässigbar – sie machen etwa ein Prozent des Stromtransports aus – und wären vermeidbar. weiterlesen…

„Am Ende bin ich Optimist“

Vortrag von Mojib Latif in Berlin

„Wir haben uns in eine Sackgasse manövriert“, sagte der Kieler Ozeanograph Mojib Latif anlässlich eines Vortrags am 22.06.2016 im Berliner Magnus-Haus. Sein Hauptbeispiel: Die Unbeherrschbarkeit der Atomenergie: Heute noch liegen am Strand von Fukushima Hunderttausende von Müllsäcken mit radioaktiv verstrahltem Abfall (s.u.). Zur Endlagerung sagte Latif: „Eine Million Jahre soll das sicher gelagert werden – aberwitzig, worauf wir uns da einlassen!“ weiterlesen…

Brexit und die Folgen für Atom, Klima und Energie

Eine Reihe von Solarify

Solarify logoSolarify wird sich in lockerer Folge des Zusammenhangs zwischen dem am 23.06.2016 mit knapper Mehrheit beschlossenen Brexit und den Themen dieser Webseite annehmen. Denn der nicht eben von Weitblick und Zukunftsvorsorge geprägte EU-Austritt Großbritanniens könnte nicht nur die englischen Tories und Großbritannien, sondern auch die EU ruinieren – dabei schälen sich erst nach und nach – direkte und indirekte – Konsequenzen für die Atompolitik, den Klima- und Ressourcenschutz, die Energieproduktion und die Nachhaltigkeit ganz allgemein heraus. Den Anfang macht Energywatch-Präsident Hans-Josef Fell – er untersucht die Brexit-Konsequenzen auf EURATOM. weiterlesen…

DUH: EU soll Kreislaufwirtschaft durchsetzen

Umwelt- und Wirtschaftsverbände fordern von EU-Chef Juncker Abfallvermeidung und Wiederverwendung

Die Deutsche Umwelthilfe und sechs weitere Umwelt- und Wirtschaftsverbände fordern von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker die Umsetzung der EU-Abfallhierarchie;  Europa-Abgeordnete und die deutsche Umweltministerin Hendricks sollen dem Kreislaufwirtschaftspaket der EU-Kommission in der derzeitigen Version nicht zustimmen: verbindliche Regelungen zur Abfallvermeidung, Wiederverwendung und zum Ressourcenschutz seien notwendig. weiterlesen…

„Solar-Lindbergh“ in Europa

Solar Impulse 2 in Sevilla gelandet

Die „Solar Impulse 2 (Si2)“ hat als erstes solargetriebenes Flugzeug den Atlantik überquert. Drei Tage und drei Nächte nach dem Start vom New Yorker John F. Kennedy-Flughafen landete Bertrand Piccard die Maschine am 23.06.2016 in Sevilla im Süden Spaniens. Das Sonnenflugzeug brauchte für die 6.765 Kilometer über den  Atlantik  (mit 95 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit und maximal 8.543 Meter Flughöhe) 71 Stunden und 8 Minuten – knapp 20 Stunden weniger als ursprünglich eingeplant. weiterlesen…