Erneutes Rekordtief bei Windenergie-Ausschreibungen

Nur 176 MW Wind-Onshore – von 500: „Unzureichender Wettbewerb“

Die Bundesnetzagentur hat – einer Medienmitteilung schon vom 10.09.2019 zufolge – die Ergebnisse der Ausschreibungsrunde für Windenergie an Land vom 01.09.2019 veröffentlicht. In der aktuellen Auktion konnten lediglich 176 MW von den ausgeschriebenen 500 MW Windenergieleistung vergeben werden. Damit wurde das Ausschreibungsvolumen erneut extrem unterzeichnet und hat sein neues Allzeittief erreicht. weiterlesen…

Erdgas keineswegs harmlos

Umstellung von Kohle und Erdöl auf Gas erhöht Treibhauseffekt um rund 40%

Eine Studie der Energy Watch Group warnt laut pv magazine und Hans-Josef Fell davor, dass Erdgas den Klimawandel sogar noch beschleunigen könnte. Eine Initiative aus Baden-Württemberg (Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg) fordert daher auch, Quoten für grünen Wasserstoff und Biogas im Erdgasnetz vorzuschreiben, um eine wirkliche Energiewende zu schaffen. weiterlesen…

Noch einmal Reaktionen auf Klimaschutzprogramm 2030

„Mogelpackung“, „‚Pille-Palle‘ im Quadrat“

Während die beteiligten Politiker sich zuerst „ein bisschen schämten“ (AKK) und dann „ihre beschlossenen Maßnahmen feierten, kam von Erneuerbaren-, Umwelt- und Verbrauchervereinigungen viel Kritik – sie glauben nicht, dass damit wirklich entscheidend CO2-Emissionen eingespart werden können. Die vom Klimakabinett beschlossenen Maßnahmen halten viele Vereinigungen und Verbände für unzureichend“, so Sandra Enkhardt in einer verdienstvollen Sammlung von Reaktionen in pv magazine. „Sie teilten nicht unbedingt die Einschätzung von Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD), die von einem ‚Neuanfang für deutsche Klimapolitik‘ sprach“. Franz Alt sieht im Klimaschutzprogramm 2030 der Bundesregierung eine „Existenzbedrohung für unsere Kinder und Enkel“. weiterlesen…

Lesehinweis: Wendungen der Klimakanzlerin

So oft änderte Angela Merkel ihre Klimapolitik

Vom „Berliner Mandat“ bis zum Klimakabinett: Die Kanzlerin hat ihre Umweltpolitik immer wieder angepasst. Und sich zu sehr am Machbaren orientiert. Eine Chronik von im Berliner Tagesspiegel.
Angela Merkel ist oft für den Satz belächelt worden. Da muss sie jetzt noch einmal dran denken. Die Bundeskanzlerin ist Anfang der Woche nach Bonn gereist, um die Laudatio für ihren Vorgänger im Bundesumweltministerium Klaus Töpfer (CDU) zu halten, der den Staatspreis 2019 des Landes Nordrhein-Westfalen erhält (siehe solarify.eu/uebersetzer-des-kategorischen-imperativs-im-umweltethischen-kontext). weiterlesen…

PV-Deckelung, Mieterstrom, Biogas und Wasserstoff

Klimaschutzinitiativen der Länder im Bundesrat

„Klimaschutz ist vor allem auch der Verantwortung für unseren Planeten geschuldet und bietet Chancen für die deutsche Wirtschaft, die mit Innovationen in grünen Technologien punkten kann.“ So begründe die Bayerische Staatsregierung ihre Solarenergie-Initiative in BR-Drucksache 432/19 , die am heutigen Freitag, 20.09.2019 im Bundesrat behandelt wird“, schreibt Heinz Wraneschitz im Newsletter der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS). Andere Bundesländer hätten ebenfalls Anträge zum Klimaschutz vorgelegt. weiterlesen…

7. Sektorgutachten Energie der Monopolkommission

Wettbewerb mit neuer Energie

In ihrem heute veröffentlichten 7. Sektorgutachten Energie macht die Monopolkommission auf Wettbewerbsprobleme aufmerksam, die mit der Energiewende verbunden sind. „Wir sehen sowohl bei den Ausschreibungen für Windenergie als auch beim Aufbau der Ladeinfrastruktur für elektrisch betriebene Kraftfahrzeuge Wettbewerbsprobleme, die das Gelingen der Energiewende gefährden“, so der Vorsitzende der Monopolkommission Prof. Achim Wambach. Die Monopolkommission schlägt daher Maßnahmen vor, die einen funktionsfähigen „Wettbewerb mit neuer Energie“ sicherstellen. weiterlesen…

Gasversorgung auf 100 Prozent Erneuerbare Energie ausrichten

Zwischenergebnisse des „Dialogprozess Gas 2030“: BMWi spricht Gas auch langfristig eine zentrale Rolle im deutschen Energiesystem zu.

Der Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE) begrüßt den Austausch zwischen der Bundesregierung, der Wirtschaft und weiteren Stakeholdern zur Diskussion um die zukünftige Rolle gasförmiger Energieträger im Rahmen der Energiewende sowie zur Ableitung konkreter politischer Handlungsempfehlungen. Der Dialogprozess Gas 2030 des BMWi setze dazu einen passenden Rahmen. Jetzt liegen Zwischenergebnisse vor. weiterlesen…

UN-Sondergipfel in New York – Auftakt für wichtige Verbesserung der Klimaziele

Deutschland muss internationale Partnerschaften für mehr Klimaschutz stärken

Weil die Klimaschutz-Zusagen der einzelnen Staaten bisher nicht stark genug sind, um die Klimaziele des Pariser Abkommens zu erreichen, hat UN-Generalsekretär Guterres die internationale Staatengemeinschaft für Montag, 23.09.2019, nach New York eingeladen. Auf diesem UN-Sonderklimagipfel und bis spätestens nächstes Jahr sollen die Staaten ihre nationalen Klimaziele nachbessern. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel wird in New York erwartet und benötigt dafür ein strukturveränderndes eigenes Klimapaket im Gepäck, betont die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch. weiterlesen…

Wie überzeugt man andere von der Notwendigkeit zu handeln?

Warum schauen wir dem “Meteoriteneinschlag in Zeitlupe” gebannt und untätig zu?

Am 22.07.2018 fragte Solarify (solarify.eu/klimawandel-einsicht-ist-nicht-gleich-handeln) schon einmal, warum wir den Klimawandel zwar einsehen und auch fürchten, aber gleichzeitig so gut wie nichts dagegen unternehmen. Auf Spiegel-Online versuchte damals Lena Puttfarcken eine Erklärung dafür, dass man “psychologisch gesehen ganz ohne Probleme von etwas überzeugt sein und sich trotzdem genau entgegengesetzt verhalten” könne. Warum handelt die Menschheit nicht schneller und entschiedener, um die Erderhitzung in den Griff zu kriegen? Der Kommunikationswissenschaftler George Marshall versucht seit Jahrzehnten, Menschen davon zu überzeugen, etwas gegen die Klimakrise zu unternehmen – er sagt in einem SPIEGEL-Interview mit Susanne Götze am 17.09.2019: „Der Klimawandel tut uns noch nicht weh genug“. weiterlesen…

Uneinigkeit Wirtschaft-Politik beim Wasserstoff

Autoboss: „…einfach Unsinn!“

VW-Boss Herbert Diess hat sich – so die Wirtschaftswoche am 17.09.2019 – auf den Elektromotor „eingeschossen – und zwar klipp und klar“. In einer Gesprächsrunde mit Journalisten im Rahmen der IAA äußerte er sich laut Wirtschaftswoche vom 17.09.2019 sehr kritisch zum konkurrierenden Wasserstoffantrieb: Er sei sich „sehr sicher“, dass Wasserstoff keine relevante Option für den Antrieb von Autos sei. Dass japanische Autohersteller Wasserstoff aus Braunkohle herstellen ließen, mit Tankern nach Japan transportierten und dort in Autos füllten, „das ist einfach Unsinn.“ Ganz anders die Politik – dort ist Wasserstoff im Rahmen der Klimadebatte zu einem wichtigen Thema geworden. weiterlesen…