Das große Bild einer Europäischen Energiewende 2030

Agora Energiewende legt ein Big Picture vor, wie die EU-Klima- und Energieziele erreicht werden können

Bis 2030 werden die Länder der Europäischen Union deutliche Umstellungen im Energiebereich vornehmen müssen, um die EU-Klima- und Energieziele zu erreichen. Diese sehen EU-weit vor, die Treibhausgasemissionen um 40 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren, den Primärenergieverbrauch um mehr als ein Viertel gegenüber 2005 zu verringern, und den Anteil Erneuerbarer Energien am gesamten Endenergieverbrauch auf fast ein Drittel zu steigern. Gleichzeitig sollen die Wirtschaft innovativ, die Industrie wettbewerbsfähig und die Energieversorgung sicher sein sowie die Umstellung sozial gerecht verlaufen. So haben es die EU-Staaten und das Europäische Parlament kürzlich vereinbart. Was diese Ziele konkret bedeuten und wie sie sich sozial ausgewogen und kosteneffizient erreichen lassen, legt Agora Energiewende in der Studie „European Energy Transition 2030: The Big Picture“ dar. weiterlesen…

Autobauer schicken sich in CO2-Vorgaben

BMW will CO2-Ziele erreichen – Daimler auch – Fiat Chrysler kauft sich lieber frei

BMW-Chef Harald Krüger zeigte sich beim Genfer Autosalon laut telebasel.ch zuversichtlich, dass die weißblaue Marke die europäischen CO2-Vorgaben 2021 einhalten werde – Audi-Chef Bram Schot ebenfalls. Es geht dabei unter anderem darum, Strafzahlungen zu vermeiden. Skeptischer klang Zetsche (Daimler) im Handelsblatt. „Wir können das schaffen“, sagte Krüger am 05.03.2019. Aber der nochmals deutlich niedrigere Grenzwert ab 2030 sei „eine dramatische Herausforderung“. weiterlesen…

Greenpeace: Nicht Handeln wird teuer

Verpasst Bundesregierung EU-Klimaziele im Verkehr, werden hohe Ausgleichszahlungen fällig

Nur mit schnell wirksamen Schritten für mehr Klimaschutz im Verkehr kann Deutschland zusätzliche Kosten bis 36 Milliarden Euro vermeiden. Dies ist das Ergebnis einer Kurzexpertise des NewClimate Institute im Auftrag von Greenpeace. Agora Verkehrswende sprach im vergangenen September sogar von 60 Milliarden. weiterlesen…

Spanischer Solarmarkt optimistisch

PV-Zubau fast verdoppelt

In Spanien wurden 2018 nach den vorläufigen Zahlen des Solarstromverbandes UNEF 261,7 MW neue PV-Anlagen installiert – im Vergleich zu den 2017 zugebauten 135 MW eine Steigerung von 94%. Die Zeichen stehen laut einer Medienmitteilung der Intersolar Spain vom 06.03.2019 gut, dass die Schwierigkeiten der spanischen Branche der Erneuerbaren Energien aus den Vorjahren überwunden scheinen. Der spanischen Solarmarkt wird die aktuellen Entwicklungen und Perspektiven einschließlich Corporate Sourcing auf dem ersten Intersolar Summit Spain am 18.06.2019 in Barcelona diskutieren. weiterlesen…

Kohle, Öl und Gas immer noch viel zu billig

Energiewende braucht Innovationen – und eine CO2-Steuer

Bis 2050 soll das Energiesystem in Deutschland weitgehend treibhausgasneutral sein. Das sieht der Klimaschutzplan der Bundesregierung vor. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen innovative Technologien und Geschäftsmodelle einen entscheidenden Beitrag leisten, empfiehlt die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI). Und das Rad muss auch nicht neu erfunden werden: „Viele wichtige Technologien und Geschäftsmodelle sind heute schon marktreif“, heißt es im aktuellen EFI Gutachten 2019. Ein Durchbruch bleibe aber aufgrund des zu niedrigen Preises für CO2 und regulatorischer Vorgaben aus. Joschua Katz hat den dringenden Handlungsbedarf aus Expertensicht für das Portal energiezukunft beleuchtet. weiterlesen…

Fünf neue globale Umweltrisiken

UN-Report Frontiers 2018/19

Die UNO warnt in einem neuen Bericht vor fünf globalen Umweltrisiken, die ihrer Überzeugung nach zu wenig beachtet werden: Von den Innovationen und ethischen Dilemmata der synthetischen Biologie bis hin zu den Optionen für eine angemessene internationale Anpassung an den Klimawandel. Der UN-Report Frontiers 2018/19 untersucht aufkommende Umweltprobleme des Planeten. Die UNEP Frontier-Reihe verbindet neue Wissenschaften mit ergebnisorientierten politischen Maßnahme-Vorschlägen in Bezug auf die Gesundheit der Umwelt und ihre Nachhaltigkeit. Die Ausgabe 2018/19 setzt die Tradition hochrangiger Texte fort, die von illustrativen Infografiken begleitet werden und die Interaktivität von Links zu Videos über verwandte Forschung und Informationen zeigen. weiterlesen…

Vorreiter aus Europa zeigen aktiven Klimaschutz

BMU lädt zur zweiten Jahreskonferenz der Europäischen Klimaschutzinitiative (EUKI)

Unter Beteiligung der rumänischen EU-Ratspräsidentschaft findet am 05. und 06.03.2019 in Berlin die zweite Vernetzungskonferenz der Europäischen Klimaschutzinitiative (EUKI) statt. Eingeladen sind Vertreter der EUKI-Projekte aus ganz Europa. Ziel der Konferenz ist es, sich zu guten Praxisbeispielen im Klimaschutz auszutauschen und Synergien zu schaffen, um das Pariser Übereinkommen in der EU umzusetzen. Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth hat zur Eröffnung der Konferenz am 05.03.2019 gemeinsam mit seinem rumänischen Kollegen Ion Cîmpeanu Klimaschutzvorreiter aus ganz Europa begrüßt. weiterlesen…

Wieder mal Klima gegen Jobs ausgespielt

PSA-Boss prophezeit Schwächung der Autoindustrie durch EU-CO2-Senkung

In einem Interview mit Le Figaro kritisiert Carlos Tavares, Vorstandsvorsitzender der Opel-Mutter PSA (Peugeot Société Anonyme) die Entscheidung des Straßburger Parlaments, die CO2-Emissionen von Autos bis 2030 um 37,5 % (gegenüber 2021) und um 31 % bei Nutzfahrzeugen herunter zu fahren. Das „Votum gegen die europäische Industrie“, wie er den Beschluss nannte, gefährde „die Jobs von 13 Millionen Menschen, die in unserer Industrie arbeiten, und wird mit Sicherheit unsere europäischen Gesellschaften destabilisieren“, sagte er empört. Der Entschluss der Europäer werde eine Schwächung der Automobilindustrie nach sich ziehen. weiterlesen…

Klimaschutz? Ja, gern, aber nicht bei uns!

Solartechnik auf Berlins Schuldächern

Das Energiewendegesetz sieht Solaranlagen auf Schuldächern vor. Das Vorhaben ist pädagogisch lobenswert. Klimawandel und Klimaschutz sollen an Berlins Schulen künftig im Unterricht behandelt werden, um das Bewusstsein und Verständnis dafür bei Kindern und Jugendlichen zu stärken. So steht es im Energiewendegesetz des Landes Berlin, das 2016 verabschiedet wurde. Solartechnik, Windkraft, erneuerbare Energien – das sind also die Themen, deren Bedeutung auch im Schulunterricht wächst, erst recht seit den aktuellen Schülerdemos zum Klimaschutz. Doch der Senat verstößt nun selbst dagegen. Dabei sollte Berlin doch Solarcity werden, wie am 04.03.2019 im Tagesspiegel schrieb. weiterlesen…

Belgien schlägt Kerosinsteuer vor

Bahn zu teuer – Fliegen zu billig – Vorschlag in EU-Umweltminister-Konferenz

Belgien schlägt in der EU eine Steuer auf Flüge vor. Der Grund: Obwohl Reisen mit der Bahn das Klima schonen, sind sie oft teurer als Flüge. Das liegt auch an der fehlenden Besteuerung von Kerosin. Belgien will das nun EU-weit ändern. „Man kann weiter das Flugzeug nutzen, aber man wird sehr viel mehr dafür bezahlen“, sagte der wallonische Umweltminister Jean-Luc Crucke am 02.03.2019 dem belgischen Sender RTBF – wie unter anderem SPIEGEL-Online und viele frankophone Medien berichteten. Belgien hat denn auch die neue Steuer für den Luftverkehr am 05.03.2019 bei einem Treffen der EU-Umweltminister vorgeschlagen. Crucke kritisierte, derzeit gebe es keine Steuer auf Kerosin und auf Flugtickets. weiterlesen…