Greenpeace fordert Aufschub für weitere Kohlekraftwerke und Tagebaue

Juristischer Streit um Kohlekraftwerk Stade geht in nächste Runde

Das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Lüneburg hat Ende vergangenen Jahres eine Klage gegen das geplante Kraftwerk von Dow Chemical in erster Instanz abgewiesen. Die vorgebrachten Gründe zum Schutz von Umwelt und Gesundheit reichten dem Gericht nicht aus, um den Bebauungsplan zu stoppen. Dagegen hat eine Anwohnerin im Bündnis mit Greenpeace und weiteren Umweltgruppen jetzt Beschwerde eingereicht, wie die Presseabteilung von Greenpeace am 19.03.2018 mitteilte. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig wird nun darüber entscheiden, ob es eine Revision zulässt. weiterlesen…

Sonnige Zeiten für Solarkraftwerke

Neue Solarstrom-Kapazitäten stellen 2017 selbst Gesamtzuwachs an Kohle, Gas und Kernkraft in den Schatten

Der jährliche gemeinsame Bericht des Frankfurt School-UNEP Collaborating Centre, UN Environment und Bloomberg New Energy Finance an der Frankfurt School of Finance & Management wurde am 05.04.2018 vorgestellt. Er zeigt, dass weltweit die Solarenergie die Investitionen in Erneuerbare Energien anführt. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) gefördert. weiterlesen…

Europäische Klimaschutzbremse


Hans Josef Fell: „Geplante Ausschreibungspflicht der EU-Kommission behindert erfolgreichen Klimaschutz und dynamischen Ausbau der Erneuerbaren Energien“

Die mit der EU Richtlinie 2001 explizit ermöglichte staatliche Festlegung der Einspeisevergütung für Strom aus Erneuerbaren Energien, die insbesondere von Ländern wie Dänemark, Deutschland und Spanien erfolgreich umgesetzt wurde, dürfte die erfolgreichste Maßnahme für den Klimaschutz in der EU sein. Das ist eine Schlussfolgerung der wissenschaftlich hervorragend belegten Analyse der Energie- und Klimapolitikberatung EnKliP, deren Lektüre der Präsident der Energy Watch Group allen Beteiligten dringend nahelegt. In dem Gutachten für die Friedrich-Ebert-Stiftung stelle die Studie gravierende Mängel in der aktuellen politischen Ausrichtung der EU-Kommission fest, die ohne Not die Mitgliedsstaaten zu Ausschreibungen als Regelinstrument zwingen wolle. (Foto: Hans Josef Fell – Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für Solarify) weiterlesen…

Du und der Klimawandel – aktiv werden?

klimafakten: „Viel wissen. Wenig tun? Infografik zur Psychologie des Handelns“

Viele Menschen kennen die Fakten zum Klimawandel – aber werden trotzdem nicht aktiv. Der Sozialforschung ist seit langem klar, dass neben dem Wissen noch viele andere Dinge nötig sind, um Menschen zum Handeln zu bewegen. Die wichtigsten Faktoren hat klimafakten in einer Infografik übersichtlich dargestellt. weiterlesen…

„Ein schlechter Leitfaden für Politikgestaltung…“

Energie-Szenarios der IEA „nicht kompatibel“ mit den Pariser Klimazielen

Die Internationale Energieagentur hat die Regierungen zu Entscheidungen über die Nutzung von Öl, Gas und Kohle geführt, die mit den langfristigen Klimazielen des Pariser Abkommens unvereinbar sind, so ein am 05.04.2018 veröffentlichter Bericht, den Frédéric Simon für EURACTIV.com unter die Lupe genommen hat. Die im sogenannten New Policy Scenario der IEA angegebene Menge fossiler Brennstoffe, die angeblich verbrannt werden dürfe, ist in Wirklichkeit mit dem in Paris festgelegten 2°C-Wärmeziel unvereinbar, so der Bericht von Oil Change International und dem Institute for Energy Economics and Financial Analysis (IEEFA). weiterlesen…

Dekarbonisierung und effizientere Nutzung von Prozesswärme

Strategische Optionen von BEE und HANNOVER MESSE

Erneuerbare Energie deckt bislang nur marginal den Energiebedarf in der Prozesswärme und Prozesskälte: knapp sechs Prozent. Dabei gibt es erhebliche technische Potenziale zur Dekarbonisierung der Industrie. Das ist das Ergebnis eines am 05.04.2018 in Berlin vorgestellten Kurzgutachtens des Hamburg Instituts für den Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) und die HANNOVER MESSE. Solarthermie, Wärmepumpen, feste, flüssige und gasförmige Biomasse sowie Geothermie können hier aus technischer Sicht bereits heute einen großen Beitrag leisten. weiterlesen…

Energieverbrauch privater Haushalte für Wohnen steigt weiter

Neue Zahlen des Statistischen Bundesamtes

Die privaten Haushalte in Deutschland haben im Jahr 2016 mit 665 Milliarden Kilowattstunden erneut mehr Energie für Wohnen verbraucht als im Vorjahr: Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) in Wiesbaden waren das 1,4 % mehr als 2015 (temperaturbereinigt und ohne Kraftstoffe). Nachdem der Energieverbrauch bis 2014 rückläufig war, stieg er im Jahr 2015 um 1,9 % und nahm damit 2016 im zweiten Jahr in Folge zu. Der Anstieg ist in erster Linie darauf zurückzuführen, dass die Haushalte mehr Energie für Raumwärme nutzten (+ 2,2 %). Auf die Raumwärme entfällt mit gut 70 % der größte Anteil der Haushaltsenergie. weiterlesen…

Öl- und Gasunternehmen wieder optimistisch

PWC-Umfrage: 60% erwarten Wachstum

Einer Umfrage von Price Waterhouse Coopers zufolge erwarten Öl- und Gaskonzerne zum ersten Mal seit 2014 wieder Wachstum. Rund 60 % der CEOs von Öl- und Gasunternehmen rechneten damit, dass die Weltwirtschaft in den kommenden zwölf Monaten wieder wachsen werde. 83 % der Befragten zeigten sich „recht oder sehr zuversichtlich“, dass ihr Unternehmen im kommenden Jahr mehr umsetzen werde. weiterlesen…

Portugal mit 100 Prozent Öko-Strom

Ausschließlich aus Wasser und Wind

Portugal habe im März 2018 mehr Strom aus sauberen Energiequellen wie Wasser- und Windkraft produziert, als es tatsächlich benötigte, konnte also seinen Energiebedarf regelmäßig zu 100 Prozent durch Erneuerbare Energien decken, wie Sam Morgan am 03.04.2018 für EURACTIV.com berichtet. Der Mangel an Stromverbindungen mit dem Rest Europas bleibe jedoch weiterhin problematisch. weiterlesen…

Ungerechte Stromkostenumlage greift auch 2019

EU erlaubt neue Ausnahmen von Energiewende-Finanzierung

Die Europäische Union (EU) fährt ihren Zickzackkurs der Genehmigung deutscher Ausnahmeregelungen von den Stromumlagekosten der Energiewende fort. So genehmigte die EU-Kommission jetzt die von der Bundesregierung geplante Ausnahme energieintensiver Unternehmen in Deutschland von der ab 2019 bevorstehenden Offshore-Netzumlage – nachdem die europäischen Kartellwächter in den vergangenen Jahren die bisherigen Befreiungen in Teilen immer wieder als wettbewerbswidrig gestoppt hatte, wie Tilmann Weber am 30.03.2018 für ERNEUERBARE ENERGIEN schreibt. weiterlesen…