Mangelnder Klimaschutz schränkt Grundrechte ein

Greenpeace-Klimaklage: Mehr als 200 Unterstützer beteiligen sich an Klage gegen die Bundesregierung

Die Klimaklage von Greenpeace und drei Bauernfamilien wollen mehr als 200 Menschen als Beigeladene unterstützen. Die Umweltschutz-Organisiation hat am 09.05.2019 ihre entsprechende Forderung beim Verwaltungsgericht Berlin eingereicht. Greenpeace begründet die Klimaklage damit, dass alle Bürger von immer häufigeren und stärkeren Extremwettern betroffen und akut bedroht seien: durch Ernteausfälle, steigende Meeresspiegel oder gesundheitliche Belastungen mit Asthma oder Kreislauferkrankungen. Damit würden die Grundrechte der Menschen eingeschränkt. weiterlesen…

EU-Klimainitiative – Deutschland bleibt abseits

Acht Länder bilden Klimaallianz – ohne Deutschland – Giegold kritisiert

Vor dem EU-Gipfel in Sibiu forderten acht Mitgliedsländer, darunter Frankreich, den CO2-Ausstoß der Gemeinschaft bis 2050 auf netto null abzusenken. Zudem soll mindestens ein Viertel des EU-Budgets für den Kampf gegen den Klimawandel genutzt werden. Deutschland gehört der Allianz nicht an. Und das, obwohl sich Bundeskanzlerin Merkel bei eben jenem EU-Gipfel im Sibiu positiv über die Initiative äußerte: „Ich habe für die Bundesrepublik Deutschland gesagt, dass ich diese Initiative sehr unterstütze und dass wir bezüglich der 2050er-Ziele bei uns noch einmal nachdenken und auch unsere Ziele verschärfen oder schärfen müssen.“ Sie könne sich aber mit Blick auf die Abweichungen bei den Klimazielen für 2050 aber den neun „noch nicht voll anschließen“. weiterlesen…

Wie des Plastikmülls Herr werden?

Anhörung im Umweltausschuss

Mit Lösungsideen zum globalen Problem Plastikmüll haben sich die Mitglieder des Bundestags-Ausschusses für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit am 08.05.2019 befasst, meldet der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag. Im Rahmen einer öffentlichen Anhörung nahmen neun geladene Sachverständige zu fünf vorliegenden Anträgen Stellung und beantworteten Fragen der Abgeordneten. Im Wesentlichen sprachen sie sich in unterschiedlicher Akzentuierung international für den Aufbau und die Stärkung der Kreislaufwirtschaft, ein Verbot für Abfall-Exporte in problematische Länder sowie Maßnahmen zur Vermeidung von Plastikabfällen aus. Umstritten zwischen den Vertretern der Umweltverbände und des Handels blieb, inwiefern in Deutschland zusätzlicher regulatorischer Handlungsbedarf besteht. weiterlesen…

Bessere Rahmenbedingungen erforderlich

BEE legt Szenario 2030 zur Umsetzung des 65%-Ziels vor

Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) legt in einer Szenariorechnung vor, welche Ausbaupfade für Erneuerbare Energien im Stromsektor notwendig sind, um das 65%-Ziel zu erreichen. Die Bundesregierung hat sich mit dem Koalitionsvertrag Klimaschutzziele für 2030 gesetzt. Um das Sektorziel im Stromsektor zu erreichen, soll bis 2030 der Anteil Erneuerbarer Energien auf 65 Prozent gesteigert werden. „Diese Zielsetzung wurde zudem von der Kohlekommission als dezidierter Bestandteil des Gesamtbeschlusses zum Kohleausstieg und entsprechender Strukturwandelmaßnahmen bestätigt“, betonte Simone Peter, Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE). (Foto: Strommasten und Windenergie bei Nauen, Brandenburg – © Dieter Fichtner für Solarify) weiterlesen…

Steuerbetrüger stehlen 50 Mrd. im Jahr

Umsatzsteuerkarusselle mit EE und CO2-Zertifikaten

Organisierte Verbrecherbanden nutzen den europäischen Markt für erneuerbare Energien und den ETS-Zertifikatehandel für Steuerbetrug im großen Stil. Europäische Finanzbehörden haben deshalb eine dringende Warnung vor der Betrugsmasche ausgegeben. Deutschland allerdings blockiert die effektive Bekämpfung solcher sogenannter Umsatzsteuerkarusselle, die Kriminelle nutzen, um Steuergelder zu rauben. Dabei beläuft sich der Schaden nach Schätzung der EU-Kommission auf jährlich 50 Milliarden Euro. Das haben gemeinsame Recherchen von 35 Medienpartnern aus 30 europäischen Ländern ergeben, koordiniert durch das gemeinnützige Recherchezentrum CORRECTIV. Der Trick sei seit Langem bekannt, doch den Tätern sei schwer beizukommen – so das ZDF (zdf.de/der-grosse-betrug-vom-7-mai-2019-) in einer Dokumentation am 07.05.2018. weiterlesen…

cep: Strompreise energieintensiver Unternehmen ganz kompensieren

„Auf keinen Fall weiter absenken!“

Angesichts des zu erwartenden weiteren Anstiegs der CO2-Zertifikatepreise sollte die sogenannte „Strompreiskompensation zugunsten stromintensiver Unternehmen künftig vollständig gewährt werden. Keinesfalls darf sie noch weiter abgesenkt werden.“ Das fordern Klimaexperten des Freiburger Centrums für Europäische Politik (cep) in ihrer Studie über die anstehende Reform der ETS-Beihilfeleitlinien der EU-Kommission. Sie haben untersucht, wie die ETS-Beihilfeleitlinien für die Strompreiskompensation künftig ausgestaltet werden sollten: Sowohl für für den wirksamen Schutz des Erdklimas als auch zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen. weiterlesen…

US-Außenminister: „Arktis Schauplatz des globalen Wettbewerbs“

Abschlusserklärung des Arktischer Rates scheitert an USA

Eigentlich sind Umweltschutz und Nachhaltigkeit traditionell zentrale Anliegen des Arktischen Rates – aus gutem Grund: Nirgendwo vollzieht sich der Klimawandel so schnell wie dort. Doch ausgerechnet jetzt konnte sich das Gremium, dem die acht Anrainerstaaten der Arktis ange­hö­ren, nach einem Treffen im finnischen Rovaniemi nicht wie üblich auf eine gemeinsame Abschlusser­klärung einigen. „So etwas hat es in der mehr als 20-jährigen Geschichte des Arktischen Rates noch nicht gegeben“, sagte ARD-Korrespondent Christian Stichler, der am 07.05.2019 in der Tagesschau über das Scheitern des Rates berichtete. weiterlesen…

IPBES-Bericht wie erwartet negativ – was tun?

500.000 bis eine Million Arten vom Aussterben bedroht – wann ist der Mensch darunter?

Der Weltbiodiversitätsrat (Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services) hat am 06.05.2019 in Paris seinen Globalen Bericht zum Zustand der Natur vorgestellt. Die Botschaft des Berichts ist eindeutig: Der Zustand der Natur verschlechtert sich dramatisch. Bis zu eine Million Arten sind vom Aussterben bedroht, viele davon bereits in den nächsten Jahrzehnten. Wertvolle Ökosysteme sind zunehmend geschädigt, ihre wichtigen Leistungen für den Menschen in Gefahr – so eine gemeinsame Pressemitteilung der Bundesministerien für Umwelt, Bildung und Forschung. (Titel: IPBES-Bericht 2019) weiterlesen…

Offener Daten- und Softwarepool benennt Ausbaubedarf für Energiewende

DLR-Forschungsprojekt „open_eGo“ ermöglicht volkswirtschaftlich optimale Planung der Netz- und Speicherinfrastruktur

Will Deutschland seine im Klimaschutzplan 2050 gesteckten Ziele erreichen, muss die Umgestaltung unserer Stromversorgung, insbesondere der Ausbau der Netz- und Speicher-Infrastruktur, konsequent vorangetrieben werden. Damit sich künftige Energiesysteme besser nach volkswirtschaftlich vorteilhaften Kriterien modellieren lassen, hat das Institut für Vernetzte Energiesysteme des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) im Rahmen des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Projekts „open_eGo“ („open electricity Grid optimisation“) einen offenen Daten- und Softwarepool entwickelt. Die integrierte Netzplanungssoftware „eGo“ erfasst eine Vielzahl an frei verfügbaren Netz- und Planungsdaten und ist nach den Prinzipien einer Open-Source-Entwicklung für alle Akteure der Energiewirtschaft uneingeschränkt zugänglich. Der Abschlussbericht zum open_eGo-Projekt ist am 26.04.2019 veröffentlicht worden. weiterlesen…

Porsche muss Mega-Bußgeld zahlen

535 Millionen für Dieselgate

Die Audi-Werke in Ingolstadt waren die ersten Diesel-Schummler: Unter ihrem zwischenzeitlich inhaftierten CEO Stadler erwarben sie sich den zweifelhaften Titel der Skandal-Mutterschaft: „Audi Mutter des Abgasbetrugs“ (siehe: solarify.eu/audi-mutter-des-abgas-betrugs). Audi-Motoren infizierten bald darauf die Konzernschwester mit dem Dieselskandal. Jetzt bekam Porsche ein Bußgeld in dreistelliger Millionenhöhe aufgebrummt. weiterlesen…