EEG-Novelle: Kostensenkung allein reicht nicht

Daniela Thrän (UFZ): „Ausschreibungen in eine vernünftige, abgestimmte Raumplanung zu integrieren“

Wo stehen wir in der Energiewende zwanzig Jahre nach Inkrafttreten des Gesetzes zur Förderung der Erneuerbaren Energien? Wie sind die Beschlüsse der EEG-Novelle 2017 zu bewerten? „Es muss um mehr gehen als nur um die Bezahlbarkeit der Energiewende“, sagt Professorin Daniela Thrän, Energieexpertin am UFZ. Eine vernünftige, abgestimmte Raumplanung gehört für sie ebenso dazu wie eine breite Abstimmung mit allen Akteuren und ein umfassendes Monitoring der Effekte. weiterlesen…

Naturkatastrophen-Jahresbilanz

Hurrikan-Serie machte 2017 zu Jahr mit höchsten versicherten Schäden

Das Hurrikan-Triple mit den extremen Stürmen Harvey, Irma und Maria hat der Versicherungswirtschaft 2017 Rekordschäden eingebrockt: Voraussichtlich rund 135 Mrd. US$ müssen Versicherer für die Hurrikane und weitere Naturkatastrophen wie etwa ein schweres Erdbeben in Mexiko aufbringen, mehr als je zuvor. Laut Pressemitteilung der Munich Re vom 04.01.2018 betrugen die Gesamtschäden – also einschließlich der nicht versicherten Schäden – 330 Mrd. US$, die zweithöchste jemals registrierte Summe für Naturkatastrophen insgesamt. Schadenträchtiger war lediglich 2011 mit dem Tohoku-Erdbeben in Japan mit einem Gesamtschaden von 354 Mrd. US$ zu heutigen Werten. weiterlesen…

Grünstromrekord an Neujahr 2018

90 Prozent Ökostrom-Anteil

Am 04.01.2017 meldete das ZDF unter Berufung auf Agora Energiewende, das Jahr 2018 sei mit einem Rekord beim Ökostrom gestartet. Am 1. Januar seien zeitweise 95 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien gekommen. Mehrere Stunden habe der Anteil des Ökostroms im Schnitt mehr als 90 Prozent betragen – so viel wie noch nie. weiterlesen…

2017: EE-Rekorde, aber null Fortschritte beim Klimaschutz

Gemischte Energiewende-Bilanz 2017

Agora Energiewende legte am 04.01.2018 die Auswertung des Stromjahres 2017 vor (und brachte es damit bis ins ZDF-heute-Journal): Demnach hat die Windkraft massiv zugelegt und Steinkohle und Atom hinter sich gelassen. Gestiegen sind Energie- und Stromverbrauch sowie die Stromexporte. Die Treibhausgasemissionen verblieben auf konstant hohem Niveau. Das zeigt die die Studie „Die Energiewende im Stromsektor: Stand der Dinge 2017“, die Agora Energiewende jetzt veröffentlicht hat. weiterlesen…

Klimawandel: Selbstverstärkender Effekt nicht durch Bodentiere erklärbar

Wenn sich Erdboden erwärmt, setzt er vermehrt CO2 frei – ein Effekt, der den Klimawandel zusätzlich anheizt. Bisher hatte man angenommen, der Grund hierfür sei vor allem in kleinen Bodentieren und Mikroorganismen zu suchen, die bei wärmeren Temperaturen mehr fressen und atmen würden. Tabea Turrini vom Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig weist am 21.12.2017 auf eine Studie in Nature Climate Change hin, die zeigt, dass die bisherige Annahme nicht zutrifft. weiterlesen…

Wieder mehr PV-Dächer


Nachfrage um ein Viertel gestiegen

Die Nachfrage nach PV-Anlagen hat 2017 spürbar zugelegt, meldete der Branchenverband BSW-Solar am 04.01.2017. Jedes zweite neue Solardach werde mit Batteriespeicher kombiniert. Daher fordert der Bundesverband Solarwirtschaft die Beseitigung von Marktbarrieren zur notwendigen Vervielfachung der PV-Installationsleistung. weiterlesen…

B-Netzagentur mit „EEG-in-Zahlen 2016“

Auswertung veröffentlicht

Die Bundesnetzagentur gab am 22.12.2017 mit dem Bericht „EEG in Zahlen“ einen umfassenden Überblick über die Kernaspekte der erneuerbaren Energien in Deutschland für das Jahr 2016 heraus. In diesem Jahr enthält der Bericht erstmals auch Statistiken zu den Ausschreibungen und zur EEG-Umlage für selbstverbrauchten Strom. weiterlesen…

Bayern profitiert am meisten vom Ökostrom

Widerspruch

Eine „Folge der Energiewende“ nannte FAZ-Online am 27.12.2017 die Tatsache, dass Bayern im vergangenen Jahr 5,4 Milliarden Euro aus der Förderung nach dem EEG nach Bayern gingen, Niedersachsen aber viel weniger bekam – und das, obwohl es mehr Ökostrom produzierte. Wie kann das sein? Dedr Grund: Solarstrom generiert mehr EEG-Förderung. weiterlesen…

Hohe Netzstabilisierungskosten Ergebnis mangelnden dezentralen Ökostromausbaus

Fell kritisiert Fehlentwicklungen der bundesdeutschen Klimapolitik

Zur von Tennet losgetretenen Diskussion über die hohen Redispatch-Kosten 2017 (Solarify berichtete mehrmals) hier der Energieexperte Hans-Josef Fell: „Seit Jahren haben die schwarz-, rot-, gelben Regierungen in Bund und Ländern den Ausbau der dezentralen Erneuerbaren Energien massiv ausgebremst und zudem fast nur noch auf Windenergie, und das auch noch immer mehr nur im Norden, konzentriert. Als Ergebnis müssen jetzt die Netzbetreiber immer häufiger mit hohen Kosten den Stromausgleich von Norden nach Süden und zwischen windstarken und windschwachen Zeiten ausgleichen.“ weiterlesen…

38,5% – Ökostrom-Anteil am Strommix steigt auf Rekordhoch

Strom-Report: Anteil der Energiequellen an der Bruttostromerzeugung

Die erneuerbaren Energien konnten 2017 laut Strom-Report einen Anteil an der Stromerzeugung (Netto) von 38,5% erreichen und haben damit einen neuen Rekord aufgestellt. Ökostrom-Anlagen lieferten im Jahr 2017 rund 210 Terawattstunden und speisten damit 16,1% mehr regenerativen Strom in das öffentliche Netz ein als im Vorjahr (181 TWh). Im Wesent­li­chen sorgten gute Wind­ver­hält­nisse, der Anla­gen­zu­bau und eine höhere Zahl von Son­nen­stun­den für mehr Ökostrom-­Ein­spei­sun­g. weiterlesen…