Prognose: Energieverbrauch sinkt weiter

Deutlich weniger Kohle – mehr Erneuerbare Energien – Zunahmen bei Erdgas und Mineralöl

Auf Basis der jetzt vorliegenden Zahlen für den Energieverbrauch der ersten neun Monate rechnet die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen für das Gesamtjahr mit einem Rückgang des Energieverbrauchs in Deutschland um gut 2 Prozent auf etwa 12.810 Petajoule (PJ) beziehungsweise 437 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE). Da der Verbrauch an Kohle besonders stark rückläufig war und die erneuerbaren Energien weiter zulegen konnten, geht die AG Energiebilanzen von einem merklichen Rückgang bei den CO2-Emissionen aus. weiterlesen…

Energiewirtschaft reduziert CO2-Emissionen um 40 Prozent

BDEW-Berechnung zum CO2-Ausstoß der Energiewirtschaft Quartal 1-3 2019:

Der Energiewirtschaft ist es nach BDEW-Berechnungen gelungen, ihre CO2-Emissionen allein in den ersten neun Monaten dieses Jahres um 40 Millionen Tonnen gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu reduzieren. Damit wird sie das 40 Prozent-Minderungsziel für 2020 bereits in diesem Jahr erreichen, wie der BDEW in einer Pressemitteilung vom 29.10.2019 prognostiziert. weiterlesen…

„Wir retten nicht den Planeten, sondern uns“

World Health Summit: „Der Klimawandel betrifft alles und jeden“

Vor den dramatischen Folgen des Klimawandels für die Gesundheit und die Le­bensräume haben am 28.10.2019 in Berlin Ärzte und Naturschützer gewarnt. „Der Klimawandel betrifft alles und jeden“, sagte Christoph Heinrich, Vorstand Naturschutz beim World Wildlife Fund (WWF) im Rahmen des World Health Summit vor Journalisten. Vom Anstieg des Mee­res­spiegels infolge der Erderwärmung seien weltweit eine Milliarde Menschen betroffen. Dicht besiedelte Regionen wie Indien oder Afrika litten unter fortschreitender Wüstenbil­dung. weiterlesen…

Elektroautos mit schwerem Klima-Rucksack unterwegs

Ausbau regenerativer Energiequellen zwingend erforderlich

Elektro-Autos gelten als umwelt- und klimaschonender als herkömmliche Antriebsarten wie etwa Benziner oder Diesel-Fahrzeuge. Allerdings können die E-Autos bei Nutzung des deutschen Strommix ihre Klimavorteile gegenüber herkömmlichen Antrieben erst nach mehreren Betriebsjahren und hohen Fahrleistungen ausspielen. Das ist das Ergebnis der Lebenszyklus-Analyse der Forschungsgesellschaft Joanneum Research, aus der der ADAC bereits im August eine Vorabauswertung veröffentlicht hat. Die Untersuchung erfolgte auf Basis eines generischen Fahrzeugmodells, der so genannten „Golfklasse“. Als jährliche Fahrleistung wurden 15.000 Kilometer, als Lebensdauer 15 Jahre angenommen. weiterlesen…

„Für das Klima ein Desaster“

Greenpeace-Studie: Bundesregierung erreicht Klimazusagen für das Jahr 2020 frühestens 2025

Die Bundesregierung wird ihr öffentlich zugesichertes Klimaziel für das Jahr 2020 mindestens fünf Jahre zu spät erreichen. Mit den jüngst beschlossenen Maßnahmen des Klimapakets wird der deutsche CO2-Ausstoß also frühestens im Jahr 2025 um 40 Prozent gegenüber 1990 gesenkt sein. Das zeigt die am 29.10.2019 veröffentlichte Studie „Wann Deutschland sein Klimaziel für 2020 tatsächlich erreicht“, die das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) im Auftrag von Greenpeace erstellt hat. (Kurzstudie: Wann Deutschland sein Klimaziel für 2020 tatsächlich erreicht – © Greenpeace) weiterlesen…

Mit Biokohle das Klima retten

IWB will CO2 im Boden speichern

Waldreste-in-Berlin-Foto-©-Gerhard-Hofmann-Agentur-Zukunft für SolarifyMit innovativer Technik und jahrtausendalter Tradition wollen die Industriellen Werke Basel (lWB) CO2 in der Atmosphäre reduzieren – mittels Pflanzenkohle . Die Basler Energieversorgerin will dazu auf ihrem Betriebsgelände eine Pyrolyse-Anlage bauen. Ab 2020 soll sie Wärme ins Fernwärmenetz einspeisen und gleichzeitig Pflanzenkohle produzieren. Eingesetzt in der Landwirtschaft speichert diese aktiv und langfristig CO2 im Erdboden und dient so dem Klimaschutz. Solarify berichtete bereits 2012 über erste Techniken ähnlicher Art (HTC). weiterlesen…

Betonkugel in Tagebausee

Neuartiger Stromspeicher

Als im November 2016 die Hochtief AG gemeinsam mit dem Fraunhofer IWES (heute IEE) eine Beton-Hohlkugel im Bodensee versenkte, um Energie zu speichern, wurde der Versuch skeptisch beäugt. Der Hohlkörper mit drei Metern Durchmesser diente als Funktionsmodell für ein neuartiges Pumpspeicher-Kraftwerk. Dessen Prinzip: Bei überschüssigem Stromangebot wird das Wasser aus den Kugeln herausgepumpt. Bei Bedarf strömt das Wasser dann durch eine Turbine in die leere Kugel zurück und erzeugt über einen Generator Strom. Nun plant RWE mehreren Medienberichten zufolge eine solche „Wasserbatterie“ im künftigen Tagebausee Hambach. weiterlesen…

„Den Menschen helfen, zur Vernunft zu kommen“

Was die Wissenschaft leisten muss

Die Menschheit versteht kaum, was sie der Erde antut. Dies ist die Stunde der Wissenschaft, die aber noch handlungsfähig werden muss. Ein politischer Appell von Jürgen Renn:
Die Erde ist nicht mehr die unserer Großeltern. Der Klimawandel schreitet beschleunigt voran und führt uns schon bald in kritische Bereiche sich selbst verstärkender Prozesse. Wir erleben den erdgeschichtlichen Eintritt in ein sechstes Massensterben. Menschen haben lediglich 0,5 Prozent Anteil an Biomasse, verbrauchen aber heute bereits 30 Prozent der Photosynthese-Produkte. Angesichts der massiven Auswirkungen industrieller Eingriffe in die Umwelt sind die Trennlinien zwischen Natur und Kultur offenkundig obsolet. weiterlesen…

E-Auto mit 2.500 km Reichweite?

Alu-Luft-Batterie reloaded

Es klingt nach Science-Fiction – am 25.10.2019 unterzeichnete der britische Ingenieur Trevor Jackson einen Vertrag über mehrere Millionen Pfund, um mit der Herstellung einer neuartigen Batterie in großem Stil in Großbritannien zu beginnen: Die Aluminium-Luft-Batterie – so die Sunday Mail – könnte eine Alternative zu den derzeitigen Lithium-Ionen-Akkus werden. Sie hat den Vorteil einer sehr hohen Energiedichte. Von Reichweiten um die 2.500 km ist die Rede. Der 58jährige Ex-Offizier der Royal Navy hatte sich 20 Jahre mit dem Konzept beschäftigt und es weiterzuentwickeln versucht. weiterlesen…

Arktische Gletscherbäche nehmen viel CO2 auf

40 Mal schneller als Amazonas-Regenwald

„Diese Entdeckung verblüfft sogar Wissenschaftler“, formulierte die Neue Osnabrücker Zeitung: Arktische Gletscherschmelzbäche absorbieren bis zu 40 Mal schneller als der Regenwald im Amazonas-Gebiet große Mengen CO2 aus der Atmosphäre, haben kanadische Forscher herausgefunden und in den Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America veröffentlicht, wie der britische Guardian meldete. weiterlesen…