Flexible Energiesysteme durch Sektorenkopplung

Wie eine funktionierende Sektorenkopplung zur Energiewende beitragen kann.

Energie ist mehr als Strom: Um den Anteil von erneuerbaren Energien nicht nur beim Strom, sondern auch in den Bereichen Wärme und Mobilität zu erhöhen, muss Energie von einem Sektor in den anderen überführt werden können. Auf der Hannover Messe vom 23. bis 27.04.2018 zeigt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), wie die Sektorenkopplung das Energiesystem flexibler und umweltfreundlicher macht (Halle 27, Stand H84). (Foto: HY4 Fliegen mit der Brennstoffzelle – © DLR (CC-BY 3.0)) weiterlesen…

Deutsche Anlagen minderten 2017 Emissionen um 3,4 Prozent

Rückgang gegenläufig zum EU-weiten Anstieg

Im Jahr 2017 emittierten die rund 1.830 stationären Anlagen in Deutschland im Emissionshandel (ETS, Emission Trading System) rund 438 Millionen Tonnen Kohlendioxidäquivalente und damit 3,4 Prozent weniger als 2016. Damit fällt der Rückgang der Emissionen im Emissionshandelssektor stärker aus als der Rückgang der gesamten deutschen Treibhausgasemissionen, welche auch andere Sektoren (z.B. Verkehr, Haushalte) umfassen. Die kürzlich veröffentlichte Nahzeitschätzung des UBA hatte für diese eine Minderung von 0,5 Prozent ermittelt. Die deutschen ETS-Emissionen entwickelten sich damit gegenläufig zum EU-weiten Durchschnitt wie das Umweltbundesamt am 10.04.2018 mitteilte. weiterlesen…

Ruß-Recycling aus Handelsschiffen

Anodenmaterialien für wiederaufladbare -Ionen-Batterien

In einer neuen Studie haben Wissenschaftler der Korea Maritime and Ocean University (Won-Ju Lee, Han Vin Kim, Jae-Hyuk Choi, Gasidit Panomsuwan, Young-Chan Lee, Beom-Seok Rho und Jun Kang) eine neuartige Verwendung für den Dieselruß von Hochseeschiffen nachgewiesen. Sie nutzten den darin enthaltenden Kohlenstoff nach Aufarbeitung bei 2.700 Grad als Anode für Lithium-Ionen-Batterien. weiterlesen…

Energieatlas 2018

Daten und Fakten über die Erneuerbaren in Europa

Der europäische Energieatlas, den die Heinrich Böll Stiftung zusammen mit der European Renewable Energies Federation (EREF), Global Environment Facility (GEF) und der Monde diplomatique erstellt hat, erscheint am 10.04.2018 und kann ab dem Erscheinungstag kostenlos heruntergelanden werden. Zum gleichen Zeitpunkt, da die EU-Mitgliedsstaaten über eine Energie- und Klimastrategie für 2030 – das Clean Energy Package – verhandeln. Die Ziele und Verordnungen werden das nächste Jahrzehnt der europäischen Energie- und Klimapolitik bestimmen. Sie entscheiden darüber, ob wir dem Klimawandel effektiv entgegenwirken und den globalen Temperaturanstieg auf 2 Grad begrenzen können. (Titel: Energieatlas 2018 – © Heinrich Böll-Stiftung et al.) weiterlesen…

E-Fuels schon lange bekannt

Ein Artikel von 2011 (!): „Mit CO2 zum Treibstoff: Ein langer Prozess für grüne Energie“

„Was wäre, wenn die immer größer werdenden Mengen an Kohlendioxid, welche die Atmosphäre aufheizen, dazu genutzt werden könnten, ein reichhaltiges Angebot an flüssigen Brennstoffen zu produzieren? Die US-Regierung und private Laboratorien verfolgen diesen Heiligen Gral der erneuerbaren Energien – aber die Kosten der Großproduktion sind derzeit unerschwinglich.“ Das schrieb David Biallo am 07.05.2011 im Hochschul-Journal Yale Environment 360 – also bereits vor ziemlich genau sieben Jahren. Synthetische Kraftstoffe sind also ein alter Hut? Jedenfalls so alt, dass sich umso mehr die Frage stellt, warum in Deutschland, angeblich das Mutterland des Autos, noch keiner „angebissen“ hat? Hohe Anfangs-Kosten waren bekanntlich noch nie ein Hindernis… weiterlesen…

Wärmepumpen: auch für das Fernwärmenetz sinnvoll

Studie der TU Wien: Mehr Effizienz, weniger CO2 – Fernwärme könnte mit Hilfe von Wärmepumpen noch umweltfreundlicher werden

Wärmepumpentechnik für die Heizung zu Hause ist längst nichts Ungewöhnliches mehr. Doch für große Fernwärmenetze werden Wärmepumpen heute kaum eingesetzt. Die Energy Economics Group der Technischen Universität Wien schloss nun das großangelegte, vom Klima- und Energiefonds geförderte, Forschungsprojekt „P2H-Pot“ ab, in dem das Potenzial von Wärmepumpen im Fernwärmebereich untersucht wurde. weiterlesen…

ZSW-Jahresbericht 2017 online

Schwerpunktbericht Photovoltaik
Vielseitig. Nachhaltig. Wettbewerbsfähig

Die neue Bundesregierung bekennt sich in ihrem Koalitionsvertrag zum Klimaschutz und will unter anderem mit einem Klimaschutzgesetz das Erreichen der ambitionierten Ziele für Deutschland bis 2030 gewährleisten. Sie muss somit unter Beweis stellen, dass die Verminderung der Treibhausgasemissionen der letzten zweieinhalb Dekaden auch ohne Wiedervereinigungseffekt noch einmal in gleicher Höhe umgesetzt wird, und zwar in der Hälfte der Zeit. Dafür soll sich zum Beispiel der Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch auf 65 % verdoppeln. Jede zweite Kilowattstunde wird dann voraussichtlich aus den fluktuierenden Quellen Wind und Sonne erzeugt. Vor diesem Hintergrund befasst sich der diesjährige Schwerpunktbericht Potovoltaik im ZSW-Jahresbericht 2017, der vom Zentrum für Sonnenenergie und Wasserstoff-Forschung am 06.04.2018 vorgestellt wurde. weiterlesen…

Neues von Perowskit-Solarzellen

KIT-Forscher gewinnen neue Einblicke in opto-elektronische Eigenschaften – DFG-Programm

Forscher am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben einer Medienmitteilung folgend grundlegende Einblicke in die Funktion von Perowskit-Modulen gewonnen. Sie zeigten, dass gebundene Elektron-Loch-Paare (Exzitonen) bei der Absorption von Licht entstehen können, die sich trennen ließen, so dass Strom fließen könne. Über ihre Arbeit berichten die Wissenschaftler in der Zeitschrift Applied Physics Letters. Das American Institute of Physics (AIP) wählte die Arbeit zur Präsentation auf seiner Website „Scilight“ aus. Die deutsche Forschungsgemeinschaft bewilligte derweil ein Perowskit-Halbleiter-Forschungsprogramm. weiterlesen…

Sonnige Zeiten für Solarkraftwerke

Neue Solarstrom-Kapazitäten stellen 2017 selbst Gesamtzuwachs an Kohle, Gas und Kernkraft in den Schatten

Der jährliche gemeinsame Bericht des Frankfurt School-UNEP Collaborating Centre, UN Environment und Bloomberg New Energy Finance an der Frankfurt School of Finance & Management wurde am 05.04.2018 vorgestellt. Er zeigt, dass weltweit die Solarenergie die Investitionen in Erneuerbare Energien anführt. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) gefördert. weiterlesen…

Europäische Klimaschutzbremse


Hans Josef Fell: „Geplante Ausschreibungspflicht der EU-Kommission behindert erfolgreichen Klimaschutz und dynamischen Ausbau der Erneuerbaren Energien“

Die mit der EU Richtlinie 2001 explizit ermöglichte staatliche Festlegung der Einspeisevergütung für Strom aus Erneuerbaren Energien, die insbesondere von Ländern wie Dänemark, Deutschland und Spanien erfolgreich umgesetzt wurde, dürfte die erfolgreichste Maßnahme für den Klimaschutz in der EU sein. Das ist eine Schlussfolgerung der wissenschaftlich hervorragend belegten Analyse der Energie- und Klimapolitikberatung EnKliP, deren Lektüre der Präsident der Energy Watch Group allen Beteiligten dringend nahelegt. In dem Gutachten für die Friedrich-Ebert-Stiftung stelle die Studie gravierende Mängel in der aktuellen politischen Ausrichtung der EU-Kommission fest, die ohne Not die Mitgliedsstaaten zu Ausschreibungen als Regelinstrument zwingen wolle. (Foto: Hans Josef Fell – Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für Solarify) weiterlesen…