Klimaschutz auf Kosten der Wälder?

Aus Bäumen wird Strom und Wärme produziert

Das Umweltbundesamt warnte am 09.01.2018 davor, Bioenergie in der EU mit der Novelle der Erneuerbare-Energien-Richtlinie zunehmend weiter zu nutzen, denn der Klimaschutz profitiere davon nur minimal oder werde sogar negativ beeinflusst. Hintergrund sind die zu schwachen Klimaschutzkriterien für Energie aus Biomasse, die dazu führen könnten, dass Klimaschutz nur auf dem Papier betrieben wird. weiterlesen…

Goodbye Heimat

Bis zu 16 % der Tier- und Pflanzenarten sind potentielle Auswanderer

Der Senckenberg-Wissenschaftler vom Forschungszentrum Biodiversiät und Klima – Hanno Seebens – hat gemeinsam mit einem internationalen Team herausgefunden, dass 16 Prozent aller Tier- und Pflanzenarten das Potential haben, vom Menschen in andere Gebiete verschleppt zu werden. Momentan sind 28 Prozent solcher regional neu beobachteten, nicht-einheimischen Arten – global gesehen – sogenannte neue Neobiota. Neue Neobiota sind Arten, die zum ersten Mal außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebiets auftauchen. Die Kontrolle nicht-einheimischer Arten, die erhebliche Risiken bergen, erfordert daher höhere Anstrengungen als bisher, schreibt das Team aktuell im Fachjournal „Proceedings of the National Academy of Sciences“. weiterlesen…

dena startet Studie zur urbanen Energiewende

Viele Städte und Kommunen in Deutschland stehen noch am Anfang / Unternehmen und Institutionen als Partner für Hauptstudie gesucht

Die Deutsche Energie-Agentur (dena) beginnt eine groß angelegte Studie, um einen strategischen und politischen Orientierungsrahmen für die urbane Energiewende in Deutschland zu entwickeln. Im Fokus stehen dabei Herausforderungen wie die Koordinierung der vielen Akteure, die Suche nach geeigneten Technologien und zukunftsfähigen Geschäftsmodellen, die zunehmende Digitalisierung sowie die Weiterentwicklung von Infrastrukturen. Das Vorhaben baut auf einer vom ifeu-Institut für Energie- und Umweltforschung im Auftrag der dena durchgeführten Vorstudie zum Stand der urbanen Energiewende in Deutschland auf. Die Auswertung umfasst 200 Studien und Projekte zu verschiedenen kommunalen Energiewendethemen. weiterlesen…

Planetare Grenzen auf Länder heruntergebrochen

Beziehung von Ressourcennutzung und menschlichem Wohlergehen: Grundlegender Wandel nötig

Kein Land der Welt schafft es derzeit, die Grundbedürfnisse seiner Bürger zu erfüllen und dabei den Ressourcenverbrauch auf einem nachhaltigen Niveau zu halten. Das ist das Ergebnis neuester Forschungen unter Beteiligung des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC). Die von der University of Leeds geleitete Studie „A good life for all within planetary boundaries“ hat die nationale Ressourcennutzung in insgesamt 151 Ländern bestimmt und wurde nun im renommierten Fachmagazin Nature Sustainability veröffentlicht. weiterlesen…

Wenn Wasser zur Mangelware wird

In Kapstadt rückt der „Day Zero” immer näher – bis 2050 werden mehr als 40 Prozent der Weltbevölkerung starkem Wasserstress ausgesetzt sein

Die Probleme von Großstädten wie Kapstadt und São Paulo verdeutlichen, dass Wasser bei Diskussionen über den Klimawandel mehr Berücksichtigung finden muss, schreibt Joschua Katz am 06.02.2018 für energiezukunft.

– Mit freundlicher Genehmigung –

Seit dem 01.02.2018 müssen die Einwohner in Kapstadt mit noch weniger Wasser auskommen als es bisher der Fall war. Schon im Januar hatte die Stadtverwaltung aufgrund des drohenden „Day Zero“ Alarmstufe 6 ausgerufen und den Konsum von Wasser auf maximal 10.500 Liter pro Monat und Haushalt rationiert. weiterlesen…

Untergang der Kohle zu früh ausgerufen

Ottmar Edenhofer: „Koalition von Pionieren müsste Kohleausstieg wagen“

Der Rückgang neuer Kohlekraftwerke in China und Indien wird durch den geplanten Zubau in schnell wachsenden Schwellenländern wie etwa der Türkei, Indonesien und Vietnam teilweise zunichte gemacht. Nur wenn die Staaten der Welt diesem Trend aktiv entgegen wirken, können sie die im Pariser Abkommen vereinbarten Klimaziele erreichen. Das sind Ergebnisse der Studie „Reports of coal’s terminal decline may be exaggerated“. Wissenschaftler des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) haben sie in der Fachzeitschrift Environmental Research Letters veröffentlicht. weiterlesen…

Deutsch-französische Zusammenarbeit in der Energieforschung

ZSW und IPVF starten Kooperation zur CIGS-Dünnschichtphotovoltaik

Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und das Institut Photovoltaïque d’Ile de France (IPVF) werden künftig in der Energieforschung eng zusammenarbeiten. Ziel des deutsch-französischen Austauschs ist die Entwicklung der nächsten Generation von CIGS-Dünnschicht-Solarzellen, einer speziellen Variante der Photovoltaik mit einem Halbleiter aus Kupfer, Indium, Gallium und Selen. (Foto: Vom IPVF abgeschiedene flexible CIGS-Solarzelle auf Polyimid mit einer Zelleffizienz von 18,8 Prozent – © IPVF) weiterlesen…

Klimaziele „krachend verfehlen“

Ehrgeizige Ziele, keine Maßnahmen

Die Ziele der künftigen Großen Koalition in Sachen Energie und Klimaschutz könnten „krachend verfehlt“ werden, sagte Christoph Bals, der politische Geschäftsführer der Umweltorganisation Germanwatch im Deutschlandfunk-Interview mit Jule Reimer am 05.02.2018. Es passe nicht zusammen, dass man die für die ehrgeizigen Ziele notwendigen Maßnahmen erst im kommenden Jahr beschließen wolle. Der EU-Abgeordnete Peter Liese (CDU) widersprach Bals in Sachen CO2-Preis. weiterlesen…

„Dann könnte man auch sagen, die Erde ist eine Scheibe“

MCC-Direktor Ottmar Edenhofer spricht im Interview mit der TU Berlin über Populismus in der Klimadebatte und die wissenschaftliche Suche nach der Wahrheit

Das Erstarken der Populisten, etwa durch die Wahl von US-Präsident Donald Trump oder den Einzug der AfD in den Deutschen Bundestag, wirke sich auch vermehrt auf die öffentliche Klimadebatte aus. Populistische Kritik an der Klimawissenschaft sei allerdings kein neues Phänomen, sagt Ottmar Edenhofer, Direktor des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) im Interview mit der Technischen Universität Berlin. „Wir müssen der Öffentlichkeit kommunizieren, dass es einen Erkenntnisfortschritt gibt“, sagt Edenhofer. weiterlesen…

Reflektierende Oberflächen dämpfen Hitzewellen

Ungepflügte Felder und aufgehellte Städte könnten dazu beitragen, extreme Temperaturen bei Hitzperioden spürbar zu senken

Hitzewellen werden mit dem Klimawandel häufiger. Davon betroffen sind vor allem kontinentale Landstriche und urbane Regionen, die sich im Sommer stark aufheizen. ETH-Forschende beschreiben nun zusammen mit australischen und US-amerikanischen Kollegen einen praktikablen Ansatz, mit dem man extreme Sommerhitze regional durch clevere Landnutzung und städtisches Strahlungsmanagement abkühlen könnte. Ihre Studie ist jetzt im Fachmagazin Nature Geoscience erschienen, wie Michael Keller von der ETH-Zürich am 29.01.2018 schreibt. weiterlesen…