Öko-Alternative zur Wasserkraft


Strom mit Elastomerfolien erzeugen

Mit rund 33 Prozent ist Wasser noch immer der bedeutendste erneuerbare Energieträger Bayerns, wie der Energie-Atlas Bayern zeigt. Doch vor allem konventionelle Kleinstwasserkraftwerke mit überschaubarem Ertrag sind umstritten – sie greifen in das Ökosystem ein. Wie das Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC am 02.10.2017 mitteilt, arbeiten Fraunhofer-Forscher an einer umweltschonenden Alternative: Neuartige Elastomermaterialien sollen künftig die mechanische Energie von Wasserströmungen in kleinen Flüssen direkt in elektrische Energie umwandeln. weiterlesen…

Treibhausgase nahmen langsamer zu

Kohlendioxid stagniert – Gesamt-Treibhausgasemissionen 2016 ca. 53,4 Gt CO2eq

Einem Bericht der Netherlands Environmental Assessment Agency (NEAA, niederl: PBL, Planbureau voor de Leefomgeving) folgend sind die weltweiten CO2-Emissionen 2016 weitestgehend stabil geblieben, schreibt inhabitat.com („heres-some-climate-hope-global-co2-emissions-stayed-static-last-year). Bei der angegebenen Quelle liest sich das geringfügig differenzierter: „Treibhausgasemissionen stiegen 2016 weiter an“, überschreiben die Autoren die Medienmitteilung des Berichts – wobei man allerdings unterscheiden muss zwischen CO2 und sämtlichen Treibhausgasen. weiterlesen…

Umwelthormone einschränken

Appell an EU-Abgeordnete: Schutz vor Endokrinen Disruptoren nötig – EU-Kommission zu nachgiebig

Endokrine Disruptoren (EDCs) sind – so eine Medienmitteilung der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie – besonders für Kinder und Schwangere gefährliche Hormongifte. Sie sind überall zu finden und werden unter anderem mit Krebs, Unfruchtbarkeit und Diabetes in Verbindung gebracht. Trotz der Gefahren weigert sich die EU-Kommission bislang, die Hormongifte zu verbieten. Am 03.10.2017 stimmt das EU-Parlament über den Kommissionsvorschlag ab. Verantwortlich für die Haltung der EU-Kommission scheint die Lobbyarbeit der Chemie-Industrie zu sein, die um große Profite bangt. weiterlesen…

Wasserstoffhaltige Industrieabgase als Stromlieferanten


Fraunhofer IISB entwickelt Brennstoffzellensystem für Wasserstoffgemisch

Am Fraunhofer IISB in Erlangen wurde ein Verstromungssystem entwickelt, das wasserstoffreiches Abgas aus einer Halbleiterfertigungsanlage in elektrische Energie verwandelt. Das schont Ressourcen und erhöht die Effizienz in der Halbleiterproduktion. Das Herzstück der Verstromungsanlage bildet ein modernes Brennstoffzellensystem. Den Forschern des IISB ist es laut einer Medienmitteilung vom 31.07.2017 gelungen, dass damit auch nicht-reine wasserstoffreiche Gasgemische verstromt werden können. weiterlesen…

SZ: Synthetische Kraftstoffe

„Den sauberen Diesel könnte es geben“ – eine etwas einseitige Betrachtung

Wie Georg Kacher vor kurzem in der Süddeutschen Zeitung schrieb, könnten „schon heute etwa 80 Prozent aller zugelassenen Dieselautos die Grenzwerte für Abgase einhalten“. Dafür müssten jedoch die Anlagentechnik für synthetische Kraftstoffe verbessert und die Kosten reduziert werden. Dabei richtet sich der Blick des Autors offenbar ausschließlich auf Biokraftstoffe. weiterlesen…

Schon wieder Rekord: 25,7 % Wirkungsgrad


Diesmal monokristallin: Mit neuer Kontaktierung zu höherer Effizienz

Meldete das Freiburger ISE vor wenigen Tagen eine neuen Weltrekord für multikristalline Siliciumsolarzellen („jetzt mit 22,3 Prozent Wirkungsgrad“) so untersuchten Wissenschaftler nun im Projekt „ForTES“ (ebenfalls unter ISE-Leitung), wie sie die Verluste von Solarzellen reduzieren können. Dabei konzentrierten sie sich vor allem auf die Rekombination von Ladungsträgern sowie die Lichteinkopplung und erreichten 25,7 % bei einer monokristallinen Siliziumsolarzelle. Das BINE-Projektinfo „Mit neuem Verfahren näher an die ideale Solarzelle“ (13/2017) stellt die entscheidenden Schritte zur effizienteren Solarzelle vor. weiterlesen…

Stromertrag bei Bestandsanlagen deutlich steigern

Leipziger Institut für Energie entwickelt mehrstufiges System zur Leistungssteigerung von PV-Bestandsanlagen

Prüfverfahren für PV-Anlagen fokussierten primär auf die Betriebssicherheit. Die Ertragssituation werde im Regelfall nicht betrachtet. Die Praxis zeige jedoch, dass Mindererträge von PV-Anlagen kein Einzelfall seien, meldet das Leipziger Institut für Energie. weiterlesen…

Globaler Waldbiomasse-Atlas der ESA veröffentlicht

Jenaer Geographin leitet Fernerkundungs-Projekt

Die Biomasse der Wälder der Erde hat immensen Einfluss auf das Klima, weil Wälder zugleich Kohlenstoffspeicher und -quelle sind. Wissenschaftler der Europäischen Weltraumbehörde (ESA) haben eine Weltkarte der globalen Waldbiomasse-Verteilung veröffentlicht, wie die Friedrich-Schiller-Universität Jena am am 26.09.2017 mitteilte. Die Karte zeigt die Waldbiomasse im Jahr 2010, sie wurde auf einem Meeting der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) der Vereinten Nationen in Rom vorgestellt. weiterlesen…

Algen mit Lichtschalter


Die Haftung der Härchen von Chlamydomonas-Einzellern hängt von der Lichteinstrahlung ab

Das Licht der Sonne ermöglicht Grünalgen mehr als nur die Photosynthese, mit der sie Zucker aufbauen. Die Einzeller schalten mit Licht sogar die Klebrigkeit der feinen Härchen auf ihrer Oberfläche an und aus, wie jetzt erstmals Physiker am Göttinger Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation beobachtet haben. Diese Erkenntnisse sind nicht zuletzt für die Entwicklung von Bioreaktoren interessant, in denen Algen als nachwachsender Rohstoff zur Biotreibstoff-Produktion Anwendung finden. weiterlesen…

Neue Chance für gebäudeintegrierte Photovoltaik?

ZSW leitet Forschungsprojekt zu gebäudeintegrierten CIGS-Solarmodulen

Die weitaus meisten Photovoltaikmodule in Deutschland sind auf Dächern montiert. In die Gebäudehülle werden bislang nur die wenigsten integriert. Ein Forschungsprojekt unter der Leitung des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) soll künftig für Fortschritte sorgen. Ziel seit es, die auf Dächern und Freiflächen kommerziell erfolgreiche Technologie nun auch in diesen Markt zu bringen. Zusammen mit Partnern aus Forschung und Industrie wollen die Wissenschaftler die für die Gebäudeintegration besonders geeignete CIGS-Dünnschichtphotovoltaik für Fassadenanwendungen optimieren. Es stünden sowohl fertigungstechnische als auch systemtechnische Themen auf dem Programm. Das Projekt wird vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert. weiterlesen…